Von Frau zu Mann und zurück -Wie Genderideologie ihr Leben zerstörte

Shownotes

Sophie Ben James hasste ihren Körper, wollte stark sein und unverletzlich: Als Teenager in die Falle der Geschlechtsidentitätskrise getappt, begann sie eine Transition, die sie fast zerstört hätte. Doch sie fand den Weg zurück – zu sich selbst, zur Heilung und zur Aufklärung. In diesem intimen Gespräch teilt Sophie ihre rohe Lebensgeschichte, die von Missbrauch und Gewalt geprägt war: Von kindlichen Traumata über die Verlockungen der "TransAgenda" bis hin zu ihrer mutigen Detransition und ihrem Kampf für Kinderschutz. Eine Geschichte voller Schmerz, Erkenntnis und Hoffnung, die nicht nur zum Nachdenken anregt.
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📚​ Buch »TransAgenda« von Sophie Ben James Griebel: https://jf-buchdienst.de/Neuheiten/Tr...

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Transkript anzeigen

00:00:00: Ich habe mich nie gesehen gehöhlt.

00:00:01: Ich wollte nicht mehr Frau sein, weil ich Frau sein mit Opferrolle, mit Schwäche, mit Missbrauch, Misshandlung verbunden habe.

00:00:09: Diese Transsexualität ist nichts anderes als eine harte Schale gewesen, weil ich nicht mehr Opfer sein wollte.

00:00:15: Ich wollte nicht mehr unmächtig sein, hilflos

00:00:19: sein.

00:00:22: Sie ist erst dreißig Jahre alt, hat aber bereits ein tragisches Leben hinter sich.

00:00:26: Sophie Ben James ist als Frau geboren und hat sich zu einem Mann umoperieren lassen.

00:00:30: Die Entscheidung hat sie nach einem langen Weg der Selbstfindung viele Jahre später bereut und sieht sich heute wieder als Frau.

00:00:36: Mich persönlich hat die Geschichte wirklich sehr bewegt und emotional stark mitgenommen.

00:00:41: Denn es ist nichts für schwache Nerven.

00:00:43: Es geht um Gewalt und Missbrauch in der Familie und wie unser System die Jugend heute regelrecht für eine Ideologie verstümmelt.

00:00:49: Dass Sophie Ben James hier so offen im Studio darüber reden kann, ist keine Selbstverständlichkeit.

00:00:54: Dieses Kind, im Falle einer Transsexualität, fühlt sich im falschen Körper, wird zum Therapeuten geschickt, wo es dann eigentlich behandelt, repariert wird und darin bestärkt wird, dass es falsch ist.

00:01:06: Nach sechs Monaten darf es mit einer Hormonbehandlung anfangen.

00:01:10: Und da hat man leider nicht tief genug gegraben.

00:01:13: Das und das passiert.

00:01:14: Hier unterschreiben, Termin ist da unter.

00:01:17: Okay, machen wir.

00:01:19: Wenn ich dann endlich Erleichterung fühle, wenn ich dann endlich ich selbst sein kann, ja, dann mache ich

00:01:23: das.

00:01:25: Und bevor wir ins Gespräch kommen, möchte ich euch um eine Kleinigkeit bitten.

00:01:29: Es ist vielleicht lästig, aber ich möchte, dass ihr kurz zuhört.

00:01:32: Wir brauchen eure Unterstützung, indem ihr einfach ihr Kommentiert, ein Like dalass und den Kanal vor allem abonniert.

00:01:38: Auf diese Weise ist es überhaupt erst möglich, dass wir Gäste wie Sophie Ben James einladen können und ihnen auch eine Bühne bieten können.

00:01:46: Sie ist eine absolut interessante Persönlichkeit und Menschen wie sie sollten öfters gehört werden.

00:01:51: Und um das zu ermöglichen, bitten wir euch einfach diesen Kanal zu abonnieren.

00:01:56: Und wenn ihr unsere Redaktion unterstützen möchtet, so habe ich ein spezielles Abo für euch, das J.F.

00:02:01: Schnuppe Abo.

00:02:02: Ihr findet den Link unten in der Beschreibung.

00:02:04: Geht da drauf, es ist vergünstigt und ihr bekommt sogar ein kleines Premium-Geschenk dabei.

00:02:08: Das war's auch schon.

00:02:10: Gehen wir ins Gespräch.

00:02:12: Ich platz gleich mit der Tür ins Haus.

00:02:14: Bitte.

00:02:17: Wer bist du?

00:02:21: Ich bin einfach ein Mensch, der in seinem Leben schon sehr viel erlebt hat und eines möchte.

00:02:28: Liebe verbreiten und Räume erschaffen, wo Menschen einfach sie selbst sein können, ohne dass sie das Gefühl haben, verurteilt zu werden.

00:02:35: Ohne dass sie das Gefühl haben, sie sind falsch mit Verletzungen, mit Wunden, die sie wiederum erfahren haben.

00:02:43: Das ist genau die frage.

00:02:44: oft verbinden wir damit ja unsere identität.

00:02:48: was was tragen wir nach außen ist ja fast schon eine philosophische frage wie wir uns selber sehen.

00:02:54: ganz oft definieren wir uns über berufe oder wie auch immer.

00:02:58: Und jetzt haben wir tatsächlich auch aktuell in der gesellschaft ein große identitätsdebatte sei es beim geschlecht sei es aber auch was die nationalität angeht und so weiter und sofort.

00:03:12: Und ja, das ist glaube ich schwer, für jemanden das zu beantworten und du hast einen Weg gemacht, wo du auch deine Identitätskrisen hattest, oder?

00:03:23: Genau, also bei der Transsexualität geht es ja um nichts anderes als um eine Geschlechtsidentitätsstörung.

00:03:30: Prima ist es ja eine Identitätsstörung, die man in dem Moment hat, die aber gar nicht als, sage ich mal, psychische Krankheit anerkannt wird.

00:03:43: sondern vielmehr als körperliche Beschwerde.

00:03:48: Aber eine Identitätsstörung ist ja eine psychische Krankheit.

00:03:52: Wie könnte man davon überzeugt sein, dass man die mittels eines körperlichen Eingriffs beheben kann, beziehungsweise in Heilung bringen kann?

00:04:00: Du sagst das so ganz lapidar dahin, dass das eine psychische Störung ist.

00:04:06: Ist das eigentlich nicht total verpönt ja sogar eigentlich, ja fast schon Hades Beach, wenn man sowas sagt?

00:04:12: Tatsächlich aber, wenn man es googelt und wenn man die Definitionen anschaut, gehört es zu einer psychischen Störung, sogar zu einer psychosexuellen Störung, aber eine psychosexuelle Störung ist eine Unterkategorie einer psychischen Störung.

00:04:27: So, jetzt sollte man sich in der Gesellschaft aber einfach mal fragen, warum erlaubt man dabei dann körperliche Eingriffe, wenn sich es hierbei um eine psychische Störung handelt?

00:04:36: Also du, ich vergleichs ganz gern so, wenn du dir Nach der Toilette die Hände wäscht, ja?

00:04:43: Und du merkst, das Wasser fließt nicht ab.

00:04:46: Dann wirst du doch auch nicht dahergehen und versuchen den Wasserhahn auszuwechseln in der Hoffnung, dass dann das Wasser abfließen kann.

00:04:53: Es funktioniert nicht.

00:04:55: Weil das Wasser kann nicht abfließen, da das Rohr verstopft ist.

00:04:59: So, und genau das passiert gerade mit der Transsexualität.

00:05:03: Der Fehler in Anführungsstrichen liegt wo ganz woanders, also die Ursache.

00:05:08: Die Ursache dieser Störung liegt... einfach wo ganz woanders meines Erachtens.

00:05:14: Und das kann ich auch so sagen, weil ich mittlerweile schon viele Klienten begleiten konnte, deren Kinder sich als Transgender identifiziert haben.

00:05:22: Und da konnte ich einfach immer wieder feststellen, dass die Eltern gar nicht gemerkt haben, dass sie unbewusst ihre Kinder emotional missbraucht haben, weil es einfach so sehr im Unterbewusstsein verankert war.

00:05:37: Die ganzen Verhaltensweisen, die ganzen Glaubenssätze, die aus ihrem emotionalen missbrauch den sie erlebt haben verankert.

00:05:46: Du sagst das ist ein fehler.

00:05:50: Aber das ist ja auch schon.

00:05:53: Es wird nicht so.

00:05:53: beginnt also vor allem in der LGBTQ Community darf man das gar nicht als fehler bezeichnen sondern da sagt man im gegenteil.

00:06:01: Du kannst so sein wie du bist und du bist halt trans.

00:06:07: Obwohl man.

00:06:08: Eigentlich sagen müsste nein, du bist nicht trans.

00:06:10: Du hast einen Mangel in dir, den du versuchst, über die Transsexualität zu kompensieren.

00:06:17: Und oftmals ist es einfach ein Mangel an Anerkennung.

00:06:22: Ein Mangel im Selbstwertgefühl.

00:06:24: Ein Mangel in Bedürfnissen, die die Eltern einfach nicht erfüllt haben.

00:06:29: Und das ist etwas, was ich auch immer wieder feststellen musste bei meinen Klienten, die... haben ihre inneren Mängel überhaupt nicht gesehen und haben so viel auf ihre Kinder projiziert, so viele Wunden und so viele Programme.

00:06:43: Und was passiert dann mit einem Kind in dem Moment, wenn es ständig Projektionen unterzogen wird?

00:06:49: Naja, es hat das Gefühl, dass es falsch ist, es hat das Gefühl, dass es vielleicht sogar die Erwartungen nicht erfüllen kann, dass es nicht richtig ist, dass es eigentlich ganz anders sein müsste.

00:06:57: Und jetzt muss man schon sagen in der Gesellschaft, Fühlt man sich häufig wie in einem Quorsett, weil du einfach das Gefühl hast, du musst dich immer wieder anpassen.

00:07:05: Entweder bist du zu viel oder du bist zu wenig.

00:07:07: Du darfst dich traurig sein, dann sollst du nicht überglücklich sein.

00:07:10: Wenn du mit anderen nicht mitleidest, dann bist du ja auch schon wieder falsch.

00:07:13: Wenn du bei einem Todesfall nicht so tief traurig bist, dann bist du ja auch falsch.

00:07:19: Obwohl zum Beispiel für manche Todesfälle vielleicht auch eher... Ein Gefühl von, hey, der hat es geschafft hervorrufen.

00:07:27: Der hat etwas Großartiges hier gelassen und jetzt darf er gehen.

00:07:30: Nein, du musst sofort mittrauern und du musst leiden.

00:07:34: Also man sieht einfach da die ganzen Schubladen, in die man reingepresst wird und sobald man da nicht sich dagegen sträubt, ist man ja schon falsch.

00:07:44: Also man muss sich dazu zwingen, da rein zu passen.

00:07:49: Ansonsten wird man ja so vielen Anfeindungen ausgesetzt.

00:07:54: die manch einer einfach nicht ertragen kann.

00:07:57: Genau.

00:07:57: Und so war das auch bei mir teilweise.

00:07:59: Ja, wie war es bei dir?

00:08:01: Jetzt muss ich ja auch sagen, dass ich eine ziemlich schlimme Kindheit hatte.

00:08:09: Kannst du ein bisschen erzählen?

00:08:10: Ich weiß, du bist in Tschechien geworden, richtig?

00:08:12: Genau.

00:08:13: Und wir sind wirklich mindestens zehn bis fünfmal umgezogen.

00:08:18: Mein Vater hat sich nie wirklich um uns gekümmert.

00:08:22: Er konnte auch nicht wirklich für uns sorgen.

00:08:24: Meine Mama war primär arbeiten, die hat bis zur Erschöpfung gearbeitet und wollte diese ganze Beziehung auch nicht mehr führen.

00:08:32: Die ganze Beziehung war ja schon belastend genug für mich.

00:08:35: Und wenn man als Kind keine Stabilität und keine Sicherheit erfährt, dann erschwert es auch die Selbstfindung, dann erschwert es einfach auch die Identität, weil dieses Kind dann in dem Moment mit so vielen Konflikten konfrontiert ist und keine richtige Orientierung bekommt, keine richtige Klarheit bekommt.

00:08:53: So, jetzt muss das aber nicht zwingend so schlimm sein.

00:08:58: Es kann auch einfach unterschwellig sein, dass beispielsweise eine Mutter emotional abhängig ist von einem Mann.

00:09:06: Aber auch von einem Kind.

00:09:07: Und irgendwann kann das Kind das einfach nicht mehr tragen.

00:09:10: Und hat dann das Gefühl, es muss sich irgendwie aus dieser Rolle rausziehen.

00:09:14: Aus diesen Gefäß rausnehmen, weil der Körper speichert ja alles.

00:09:18: Der Körper speichert sämtliche emotionalen Zustände, Gefühls, also Emotionen, das sprechen wir von Energie, von Informationen, sagen wir, der Körper speichert Gefühlszustände, der Körper speichert sämtliche Informationen.

00:09:30: Die werden ja in den Zellen gespeichert.

00:09:31: und wenn der Körper irgendwann voll ist mit Anspannungen, Spannungsfeldern, mit negativen Überzeugungen und weil sie einfach nicht der Wahrheit entsprechen, dann versucht man ja irgendwie auszubrechen, weil man diesen Körper nicht mehr tragen kann, weil man eigentlich die negativen Informationen nicht mehr tragen kann.

00:09:48: So, aber als Kind weiß ich das ja nicht.

00:09:50: Da schlucke ich.

00:09:51: Da schlucke ich und schlucke ich und schlucke ich und versuch das alles zu kompensieren in dem, Ich dann versuche, mich klein zu halten, nicht aufzufallen, indem ich dann versuche meine Gefühle hinten anzustellen, indem ich versuche, es meinen Eltern recht zu machen.

00:10:06: Ich funktioniere dann nur noch.

00:10:07: Und dann gibt es einfach Kinder, die dann älter werden, die sagen, ich kann so nicht mehr.

00:10:14: Aber das sind alles Vorgänge, die passieren ja im Unterbewusstsein.

00:10:17: In dem Moment ist mir das ja alles gar nicht bewusst.

00:10:20: Ich bin ja in dem Moment als Kind.

00:10:22: von meinen Eltern so abhängig, sodass jede kleinste Trennung von den Eltern schon ne Existenzbedrohung darstellen.

00:10:31: Wenn ihr jetzt zurückblickst in deine Kindheit, sagen wir mal auch wirklich im Schulalter oder wie auch immer, was hat dir damals da so den Stress verursacht?

00:10:42: Alles, also einmal, dass wir ständig umgezogen sind, dann die Trennung meiner Eltern, die sehr brutal und grausam war.

00:10:52: dann das Leben mit meiner Mutter und meinem Stiefvater.

00:10:55: Wie alt

00:10:55: warst du denn bei der Trennung?

00:10:57: Sechs.

00:10:58: Okay.

00:10:58: Sechs und ab dem Alter von sieben wurde ich dann wirklich immens misshandelt und missbraucht und gefoltert, bis ich dann zwölf Jahre alt wurde.

00:11:11: Und da wurde es dann immer weniger und irgendwann habe ich dann angefangen zu rebellieren.

00:11:21: Ich habe dann Irgendwann eine innere Kraft verspürt, die sich ausgebreitet hat.

00:11:28: Und dann bin ich wie ein Vulkan ausgebrochen.

00:11:31: Ich hab...

00:11:33: Aber das ist genau das gewesen wahrscheinlich.

00:11:35: Diese Gegenreaktion gegen

00:11:37: das,

00:11:37: was du bei dir innerlich an negativer Energie gespeichert hast.

00:11:42: Also Energie im Sinne von wirklich diese Konflikte, die du hattest, auch innerhalb, die dann... Okay.

00:11:51: Aber wie war deine Familie?

00:11:52: Hast du Geschwister gehabt?

00:11:54: Nein, zu dem Zeitpunkt noch nicht.

00:11:55: Gott sei Dank.

00:11:56: Also, ich war ganz froh, weil ich mir gedacht habe, hätte ich jetzt auch noch ein Bruder oder eine Schwester und ich müsste sehen, wie mit diesen Menschen dasselbe passiert wie mit mir.

00:12:07: Ich glaube, das hätte ich nicht noch on top ausgehalten.

00:12:12: Also, es hat mir gereicht, wenn ich das alles erlebt habe.

00:12:15: Und es ging wirklich bis hin zu eingeliter Wasserdrinken erbrechen und dann wieder trinken oder.

00:12:22: Im welchem Alter von

00:12:24: von sieben bis zwölf.

00:12:25: also es gab verschiedenste wollte Methoden die er sich dann in dem moment ausgesucht hat oder der hat sich einen spaß gemacht indem er.

00:12:33: Ein Feuerzeug an meinen Arm gehalten hat und meine Haare abgebrannt hat.

00:12:38: Also lauter so Sachen um mich zu brechen um mich zu demütigen.

00:12:44: Und was passiert mit

00:12:45: der Stieffahrt?

00:12:46: Ja

00:12:46: genau.

00:12:48: Und was passiert dann, wenn man gedemütigt wird und gebrochen in Anführung strechen wird, dann ist man kontrollierbarer, dann ist man manipulierbar und dann ist man der Slave von diesen Menschen.

00:12:59: Weil man natürlich so in der Opferrolle drin steckt und nur noch funktioniert nach Befehl.

00:13:04: Weil man sich ja gar nicht mehr traut, irgendwas zu tun, irgendwie man selbst zu sein.

00:13:08: Aber wie gesagt.

00:13:10: Das sind Extremsituationen.

00:13:12: Es gibt dann auch noch andere Extremsituationen, worüber zum Beispiel kaum gesprochen wird.

00:13:17: Emotionaler Missbrauch.

00:13:18: Es wird kaum über emotionaler Missbrauch gesprochen.

00:13:20: Wie

00:13:20: sieht der aus?

00:13:23: Zum Beispiel Gefühledecktieren.

00:13:27: Man sieht so oft in Familien, wenn ein Kind weint.

00:13:30: Das ist gar nicht weinen darf.

00:13:32: Dann heißt es, warum bist du jetzt traurig?

00:13:34: Sei doch dankbar.

00:13:36: Du hast doch alles.

00:13:37: Oder wenn ein Kind ... Ähm, wütend wird.

00:13:42: Du darfst dich so nicht benehmen.

00:13:44: Reiß dich jetzt mal zusammen.

00:13:46: Sonst halten uns die anderen für verrückt.

00:13:48: Also immer dieses sofortige Einlenken, sobald das Kind mal wirklich aus sich rauskommt und diese, diese Gefühle auch zulässt.

00:13:57: Man, man könnte ja eigentlich fast sagen, dass wir generell in der Gesellschaft eine, in einer Gefühlsdiktatur leben.

00:14:03: Denn Gefühle verbindet bei ja oft mit Schwäche, nicht wahr?

00:14:09: Wann erlauben wir uns wirklich mal, wir zu sein mit allem, was wir haben, mit allem, was wir in uns tragen?

00:14:17: Die meiste Zeit ist es uns peinlich und wir schämen dafür.

00:14:19: Wir reden ja kaum über das, was uns bewegt.

00:14:23: Nur die wenigsten reden darüber, was sie wirklich im Inneren bewegt.

00:14:29: Und oftmals kann man ja auch sehen, dass die Menschen so sehr versuchen, perfekt zu sein, weil sie sich innerlich so wertlos und leer fühlen.

00:14:36: Und sie wollen einfach irgendwo dann doch süß gute Menschen sein.

00:14:40: Aber merken gar nicht, wie sie sich selbst aufopfern, nur um dazuzugehören.

00:14:43: Und das ist so traurig.

00:14:45: Das tut mir immer so weh, wenn ich das beobachte und erinnert mich dann wiederum an mich selbst.

00:14:52: Ja, ich habe auch immer versucht, perfekt zu sein, dazuzugehören, mich anzupassen, es meinen Eltern recht zu machen und dann umso mehr.

00:14:59: Weil ich ja gemerkt habe, ich bin falsch, ich bin der Fehler.

00:15:02: Weil ich das so interpretiert habe, dass ich der Fehler dieses ganzen Systems bin.

00:15:06: Weil... Was geht denn in einem vor, wenn man ständig bestraft wird?

00:15:10: Man fühlt sich einfach nur noch als Last, als Fehler, weil man sich ja irgendwo erklären muss, weshalb man jetzt eigentlich bestraft wurde.

00:15:19: Und dann fängt man das Suchen an.

00:15:22: Und da kommen wir eigentlich schon zu der Situation.

00:15:24: Mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit.

00:15:37: Dann gehe ich zur Polizei, weil ich war schon mal dort.

00:15:42: Und er hat dann komplett die Finger von mir gelassen, er hat sich wirklich nichts mehr getraut, irgendwas zu machen.

00:15:48: Da habe ich dann gemerkt, ich war mit zwölf bei der Polizei.

00:15:53: Aber

00:15:55: ich habe mich einer Lehrerin anvertraut.

00:15:58: Weil das war meine erste heimliche Liebe tatsächlich mit zwölf.

00:16:04: Gut kennen wir alle.

00:16:07: Genau.

00:16:09: Und ich hatte irgendwie das Gefühl, sie wird mich verstehen.

00:16:13: Und natürlich hat man dann in dem Moment die Hoffnung, dass man jemanden findet, der einen daraus holt, der einen da rettet, raus rettet.

00:16:21: Und ich habe mich ihr anvertraut, ich habe ihr dann einen Brief geschrieben.

00:16:25: Und sie ist dann ein paar Tage später auf mich zugekommen und hat gesagt, wir müssen da auf jeden Fall irgendwas machen.

00:16:31: Und dann hat sie mich gefragt, ob es in Ordnung für mich wäre, wenn sie... die Polizei einschaltet und dann ist eines Tages die Kriminalpolizei in die Schule gekommen, ich war zu dem Zeitpunkt im Internat.

00:16:42: Und ja, denen habe ich dann alles erzählt.

00:16:46: und dann haben sie mich noch mal gefragt, ob ich das alles wirklich so bestätige, weil wenn ich das alles so bestätige und eine wahrhaftige Aussage auch im Präsidium mache, dann wird es wahrscheinlich so laufen, dass ich dann zur Pflegefamilie komme oder in ein betreutes Wohnen komme.

00:17:01: Und es kam absolut nicht für mich in Frage, weil es für mich ziemlich unlogisch klang.

00:17:05: Mein Gedankengang in dem Moment war tatsächlich, wenn ich so jemanden in meiner Familie habe, daheim habe, der so etwas Krankes mit mir macht,

00:17:15: dann,

00:17:16: wie kommen die dann auf die Idee, mich irgendwo hinzuschicken?

00:17:19: Sich

00:17:20: zu bestrafen sozusagen nochmal.

00:17:21: Ja, mich dann nochmal zu bestrafen und mich da rauszunehmen, um mich dann irgendwo hinzustecken, wo ich überhaupt nicht weiß, was da eigentlich wirklich auf mich zukommt.

00:17:28: Jetzt möchte ich nicht von jedem betreuten Wohnen oder von Pflegefamilien behaupten, dass da schlimme Menschen sind.

00:17:36: Aber ja, es gibt mittlerweile genügend Menschen wiederum und auch genügend Jugendliche mittlerweile, die ganz klar darüber berichten, dass sie da misshandelt wurden und dass sie da auch Missbrauchsfälle hatten.

00:17:50: Ich wusste das zu dem Zeitpunkt nicht.

00:17:52: Ich habe da einfach ein ganz tiefes Gefühl gehabt, was mir gesagt hat, nein, das machst du nicht.

00:18:01: Der nächste Gedankengang war dann auch diesen Schmerz, den du da erlebt hast, den kennst du.

00:18:06: Du kennst deine Maschen, du kennst deine Tricks, du weißt, wie du ihn mittlerweile kontrollieren kannst.

00:18:12: Du weißt, welche Knöpfe du drücken musst.

00:18:16: Und dann habe ich lieber das in Kauf genommen, als dass ich dann heraus...

00:18:19: Das Risiko, das ist doch... also wenn ich das so höre, es klingt brutal, muss ich sagen, für mich.

00:18:27: Also es ist ein Zustand, den ich mir kaum vorstellen kann.

00:18:31: Ich meine, ich habe jetzt selber... Kinder, die sind ungefähr in dem Alter, also sind noch nicht zwölf, die älteste ist jetzt zehn.

00:18:41: Ja.

00:18:43: Und du sagst, du bist, also für mich zum Nachvollziehen, du bist ins Internat gekommen mit wieviel Jahren?

00:18:48: Mit zehn.

00:18:49: Ja.

00:18:49: Und dort war ich dann...

00:18:51: Also war es vom Montag bis Freitag in der Woche weg.

00:18:53: Genau, und das war gut.

00:18:54: Aber am Wochenende ging es halt dann wieder los.

00:18:57: Mit irgendwelchen Methoden, mit irgendwelchen Bestrafungen und... Also...

00:19:03: Ich will dir nicht zu nahe treten aber wie wie wie sah.

00:19:07: Die Misshandlung aus vor allem warum hat es niemand mitbekommen.

00:19:18: Ich weiß als in Anführungsstrichen normaler Mensch als Mensch der so etwas sagen wir so als Mensch der so etwas nicht erlebt hat.

00:19:26: Kann man sich das kaum vorstellen.

00:19:29: Vor allem fragt man sich dann ständig wie wie man sowas nicht sehen kann.

00:19:34: Aber wenn man mich damals gesehen hätte.

00:19:38: hätte man es mir nicht anerkennen können.

00:19:40: Natürlich, wenn man ganz genau hingeschaut hätte, wie ich mich verhalte, wie ängstlich ich irgendwo war, eingeschüchtert, sehr zurückhaltend.

00:19:52: Ich habe mich nicht getraut, irgendwas zu sagen.

00:19:55: Daran erkennt man, kann man schon, kann man schon erkennen, dass da irgendwas nicht stimmt.

00:20:02: Gut, vielleicht würden wir hier sagen, ja gut, dies schüchtert.

00:20:04: Genau.

00:20:05: Und da sollte man trotzdem nochmal Genauer hin, John, weil man es einfach nie wissen kann.

00:20:12: Man muss sagen, nach außen hin waren wir die perfekte Familie.

00:20:16: Ach

00:20:16: so, ja?

00:20:17: Mit Haus, mit finanzieller Stabilität.

00:20:20: Es hat nach außen hin alles gepasst.

00:20:24: Die glückliche Familie.

00:20:25: Genau,

00:20:26: die alles hat.

00:20:28: Und ich muss sagen, materiell betrachtet habe ich im Paradies gelebt.

00:20:33: Definitiv.

00:20:34: Aber das Innere.

00:20:39: Das hat geschrien, das war verwarlust, das war vernachlässigt.

00:20:43: Aber wenn du mit den ganzen materiellen Dingen abgelenkt wirst, dann versuchst du das natürlich irgendwie zu kompensieren.

00:20:52: Und ich habe mir praktisch, ich habe, ich habe versucht, meine innere Leere und den inneren Schmerz irgendwie über materielle Dinge zu kompensieren, wieder ins Gleichgewicht zu bringen, indem ich dann eingefordert habe, dass er mir das und das kauft oder dass er mir das und das kauft.

00:21:10: Das war dann die Gegenstrategie hier, bis ich dann eben irgendwann ausgezogen bin.

00:21:15: Und zeig, dann bin ich dann ausgezogen.

00:21:17: Und dann habe ich gemerkt, dass das so aber nicht funktioniert.

00:21:20: Da hatte ich einen kompletten Mental Breakdown.

00:21:23: Da habe ich Suizidgedanken eingeholt.

00:21:25: Da war ich depressiv.

00:21:26: Da wusste ich überhaupt nicht mehr, wohin eigentlich mit mir.

00:21:29: Ich habe zwar funktioniert, ich bin zur Schule gegangen.

00:21:34: Ich habe irgendwie versucht zu überleben, ich habe versucht gute Noten zu kriegen und ich muss sagen dieser dieser Druck in der Schule.

00:21:41: Der hat mich dann wiederum von den anderen Sachen irgendwo abgelenkt, aber das hat auch nicht auf

00:21:46: Dauer funktioniert.

00:21:47: Was ist eine gute Schülerin?

00:21:49: Absolut nicht.

00:21:50: Nee?

00:21:50: Nee, absolut nicht.

00:21:51: Also ich habe zwei Klassen, glaube ich, wiederholt.

00:21:53: Ich weiß es schon gar nicht mehr.

00:21:55: Ich muss sagen, als ich die elfte Klasse wiederholt habe, war ich während der, während des Wiederholungsjahrs.

00:22:01: Sehr, sehr gut.

00:22:02: Da hatte ich einen Schnitt von zwei Komma irgendwas.

00:22:06: Da habe ich das erste Mal im Übrigen gemerkt, ich bin ja gar nicht so dumm, wie mein Stiefvater immer behauptet hat.

00:22:11: Und wie alle anderen Lehrer immer behauptet haben, ich werde total dumm und ich würde es eh zu nichts bringen.

00:22:17: Was mache ich denn überhaupt in der Schule?

00:22:19: und das habe ich immer zu hören bekommen von Lehrern, von vielen Lehrern.

00:22:22: Also ich hatte kaum Lehrer, die mich wirklich unterstützt haben.

00:22:25: Zumal ich jetzt eh überhaupt kein Fan vom Schulsystem bin, muss ich ganz ehrlich sagen, weil das Schulsystem nicht den Entfaltungsraum bietet, den er eigentlich bieten sollte, weil ein Kind keine Maschine ist und dem Kind eigentlich die Kapazität zu rauben.

00:22:42: ist meines Erachtens ein Verbrechen, denn du musst dir Wissen aneignen, was du im Nachhinein eigentlich gar nicht brauchst.

00:22:48: Und dafür braucht es aber Kapazität im Hirn.

00:22:52: Und man beraubt die Kinder ihrer Kapazität.

00:22:55: Aber nicht nur das.

00:22:56: Das ist aber ein anderes Thema, nicht wahr?

00:22:58: Aber man hätte zum Beispiel tatsächlich darüber schon sehen können, okay, vielleicht stimmt da was nicht, warum sie so schlecht ist in der Schule,

00:23:05: oder?

00:23:05: Genau.

00:23:05: Also ich nehme mal an, das hängt damit zusammen, oder siehst du das anders?

00:23:08: Natürlich, natürlich.

00:23:09: Aber gleichzeitig ist es natürlich auch so, dass man sagen muss, nicht jeder ist für Schule gemacht.

00:23:17: Also es gibt manche, die können das mit dem Auswendig lernen.

00:23:21: Ich kann das nicht.

00:23:23: Aber ja, zusätzlich... Zusätzlich,

00:23:26: ja, man hätte es mir anmerken können.

00:23:30: Man hätte es aber auch als Lehrer sollen.

00:23:32: Das muss man auch ganz klar sagen.

00:23:34: Denn das sind Pädagogen.

00:23:35: Das sind Pädagogen, die im sozialen... Bereich arbeiten vor allem.

00:23:41: Arbeiten sie mit Kindern.

00:23:43: Sie arbeiten mit der Zukunft.

00:23:44: Sie arbeiten mit mit fühlenden Wesen, die eigentlich wissbegehrig sind, die neugierig sind.

00:23:49: Und wenn ein Kind so verschlossen ist, gar nicht mal mehr den Mund aufmacht, sich nicht meldet, ich habe mich immer unter der Bank versteckt.

00:23:57: Ich war immer der Hoffnung, dass man mich nicht aufruft, dass man mich nicht zur Tafel bittet, dass man... Dass, dass man mich einfach in Ruhe lässt, ich wollte einfach nur in Ruhe gelassen werden.

00:24:07: Ich habe mir gedacht, hey, ich sitze eh schon drin.

00:24:09: Ihr kriegt eh schon meine Zeit.

00:24:10: Ich bin eigentlich die ganze Zeit im Überlebensmodus, weil bloß weil ich dann irgendwann ausgezogen bin, heißt es ja nicht, dass das alles jetzt mal weg ist, dass diese Programme keine Auswirkungen haben.

00:24:20: Natürlich hatten die Auswirkungen.

00:24:22: Auf alle Fälle, na ja, hätte man es eigentlich sehen müssen, aber man hat es nicht gesehen.

00:24:31: und daran konnte ich aber sehen, ... was eigentlich Lehrer ... ... im Studium lernen.

00:24:39: Und zwar ... ... nichts ... ... relevantes.

00:24:42: Und ... ... hinzukommend ... ... darf man auch nicht vergessen, ... ... dass ich ja kein Einzelfall war.

00:24:49: Auch in der Klasse nicht?

00:24:51: Natürlich nicht.

00:24:52: Natürlich war ich kein Einzelfall.

00:24:54: Man denkt immer, dass man ... ... wenn ... ... man denkt immer, ... ... das Kind muss ganz viele blaue Flecke haben ... ... und mit einem blauen Auge zur Schule kommen ... ... und komplett ... blau-grün.

00:25:09: Aber so sieht Misshandlung oftmals nicht aus.

00:25:12: Vor allem emotionaler Missbrauch auch nicht.

00:25:14: All diese Foltermethode.

00:25:15: So sieht das im Anschluss

00:25:17: nicht aus.

00:25:19: Was waren das für Sachen?

00:25:21: Naja, für mich ist unter anderem eine Foltermethode, dass du ein Kind so lange unter Wasser drückst, bis es dann irgendwann bewusstlos ist und bevor es komplett wegnackt, holst du es halt raus.

00:25:31: Wahnsinn.

00:25:32: Also das ist für mich eine Foltermethode, ja, die dann dazu führt, dass dieser Mensch halt einfach wie gesagt komplett gebrochen ist.

00:25:39: Also im Geiste gebrochen und komplett ...

00:25:43: Waren das so Bestrafungen für dein Fehlverhalten oder was?

00:25:48: Für

00:25:48: Gefühle.

00:25:49: Wenn ich geweint hab, wurde ich bestraft.

00:25:52: Wenn ich zu viel gelacht hab, wurde ich bestraft.

00:25:55: Ach.

00:25:56: Also, ja, es war immer irgendwas, was ich halt gemacht hab oder ... Wenn ich eine Matheaufgabe nicht gekonnt habe und dann geweint habe, weil ich wusste, wenn ich das jetzt nicht kann, dann werde ich bestraft.

00:26:11: Dann habe ich natürlich das Wein angefangen und dann wusste ich, jetzt geht es wieder los.

00:26:15: Wahnsinn.

00:26:16: Da gab es auch Situationen, wir sind mit dem Auto nach München gefahren und dann konnte ich eben eine Matheaufgabe nicht und ich war einfach ... emotional mental komplett unter Druck gesetzt.

00:26:26: Also du sitzt im Auto, machst deine Hausaufgaben?

00:26:28: Nee, nee,

00:26:29: er fragt mich ab.

00:26:30: Also es war wirklich mit Drillenabfragen, Kopfrechnen, hundertmal, hundertzwanzwanzig.

00:26:37: Also irgendwann bist du relativ fit da drin, weil du weißt, okay, wenn du es jetzt nicht kannst, dann passiert was, dann passiert was, du bist ständig am Überleben.

00:26:44: Und dann kam es aber immer zu einem Punkt, wo ich es einfach nicht mehr konnte, wo ich den Druck nicht mehr ausgehalten habe.

00:26:49: Dann habe ich zu weinen angefangen und während des Autofahrts hat er eine Vollbremsung gemacht.

00:26:52: Ich bin mit meinem Kopf nach vorne, gegen gegen seinen sitzt.

00:27:01: Also mein Kopf ist gegen seinen Sitz und ich hatte den leicht schädlichen Traum auch davon.

00:27:07: Und dann hat er mich rausgezehrt und mitten auf der Autobahn mehr oder weniger wurde ich dann blau-grün geschlagen, ja, hinten am Rücken.

00:27:13: Und dann, wie ist es so, wenn sie jetzt weiter weinst, dann höre ich nicht auf.

00:27:18: Und dann wurde ich...

00:27:19: Und war die Mama dabei?

00:27:20: Ja,

00:27:21: die war immer dabei.

00:27:22: Aber die hat ähnliches durchlebt.

00:27:24: Und da wären wir zum Beispiel bei transgenerationalen Traumererfahrungen, Traumata.

00:27:30: die auch sehr viel mit der Transsexualität wiederum zu tun haben.

00:27:36: Und da wären wir eben bei dem Punkt.

00:27:38: Man muss immer schauen, was haben die Eltern durchlebt?

00:27:44: Was hat die davor Generationen durchlebt?

00:27:46: Und wie könnte sich das alles auf das Kind ausgewirkt haben?

00:27:51: Denn die Ursache liegt viel, viel tiefer und viel weiter zurück.

00:27:58: Zusammengefasst könnte man sagen, könnte man nicht nur sagen, zusammengefasst.

00:28:02: Das Kind ist immer der Spiegel der Eltern und der Generationen und der Gesellschaft.

00:28:09: Und wenn das Kind der Spiegel ist und dieses Kind eine psychische Störung hat, dann legt die Ursache in der Familiendynamik, in der Dissamonie in den Generationen, wo etwas nicht ausgesprochen wurde oder ins Gleichgewicht gebracht wurde.

00:28:25: Aber wir denken dann immer, okay, das Kind hat eine Störung.

00:28:29: Genau.

00:28:30: Und das Kind muss behoben werden, das Kind.

00:28:33: muss zum Therapeuten.

00:28:34: Was vermittel ich in dem Moment im Kind?

00:28:36: Du bist ein Fehler.

00:28:37: Du musst angepasst werden.

00:28:39: Du bist nicht richtig.

00:28:41: Und jetzt muss man sich mal das Verhaugen finden, das ist absurd.

00:28:46: Dieses Kind, im Falle einer Transsexualität, fühlt sich im falschen Körper, wird zum Therapeuten geschickt, wo es dann eigentlich behandelt, repariert wird und darin bestärkt wird, dass es falsch ist, mittels der Behandlung, mittels der Therapie.

00:29:04: Du sagst dem

00:29:05: Kind nichts.

00:29:06: Ja,

00:29:06: ich musste natürlich, weil ich meinen Namen ändern lassen wollte.

00:29:10: Ich wollte zur Hormonbehandlung und da brauchte es ja eine sechsmonatige Therapie, Minimum.

00:29:16: Das heißt, ich war bei zwei Therapeuten und hatte aber gedacht, dass ich eigentlich schon so gut wie alles aufgearbeitet habe.

00:29:26: Ich hab mich als sehr stabil wahrgenommen.

00:29:29: Und nachdem mein Weg so klar war, dass es an der Transsexualität liegen muss, saß ich in der Therapie und hab eigentlich den Therapeuten erzählt, dass ich superklar bin, dass ich mir bewusst bin, was ich alles durchlebt hab, wie die Auswirkungen ausgeschaut haben, wie die Auswirkungen heute ausschauen.

00:29:47: Und hab dem auch gesagt, dass aber die Transsexualität mit meiner Erfahrung ja absolut nichts zu tun hat.

00:29:53: Und der hat mir das geglaubt in dem Moment.

00:29:54: Der war felsenfest davon überzeugt.

00:29:56: Klar, weil ich auch davon überzeugt war.

00:29:58: Ja.

00:29:59: Ähm, und am Ende, hier ist es okay.

00:30:03: Nach sechs Monaten darf es mit einer Hormonbehandlung anfangen.

00:30:07: Und da hat man leider nicht tief genug gegraben.

00:30:10: So jetzt mag nicht jeder Therapeut schlecht sein in seinem Beruf.

00:30:14: Und es geht mir auch gar nicht darum, die Kompetenz der Therapeuten zu hinterfragen.

00:30:21: Ich weiß, jeder versucht irgendwie nur sein Bestes.

00:30:24: Bei manchen zweifel ich es tatsächlich auch manchmal an.

00:30:27: Wie bei Ärzten auch.

00:30:29: Aber jeder muss für sich selber wissen, ob er gut schlafen kann, wenn er das tut, was er da tut.

00:30:37: Wenn er für sich sagt, ich kann mich noch im Spiegel anschauen, ich kann gut schlafen und er ist auch wirklich ehrlich zu sich selber, dann muss er das für sich selber wissen und dann ist alles fein.

00:30:49: Und ich glaube, dass den meisten Therapeuten überhaupt nicht bewusst ist, was da eigentlich im Argen liegt.

00:30:55: Ich wusste es zum Beispiel selber für mich absolut nicht.

00:30:58: Weil ich einfach auch sehr überzeugend bin und trotzdem noch sehr klar bin in dem, was ich sage.

00:31:06: Ich habe meine Tiefe überhaupt nicht gesehen.

00:31:09: Diese ganz, ganz tiefen Wunden.

00:31:13: Hast du diesen Missbrauch tatsächlich als etwas Normales angesehen?

00:31:18: Irgendwo

00:31:18: schon, ja.

00:31:19: Irgendwo schon.

00:31:20: Und es war auch eine, sag ich mal, Überlebenstrategie.

00:31:23: Sonst...

00:31:24: Es war so Teil deines... Leben zu.

00:31:26: du hast geweint du hast emotion gezeigt es wurde bestraft genau und.

00:31:34: Hast du dir mal selber irgendwie die frage dann gestellt okay ich muss jetzt weines tut weh ist es ist schrecklich.

00:31:43: Es nie gesagt papa hör mal auf oder wie auch immer oder.

00:31:48: Das habe ich mich gar nicht getraut.

00:31:50: also er hatte so eine kontrolle.

00:31:55: über mich.

00:31:58: Und ich hatte eher jedes mal Angst zu sterben, weil ich nicht wusste, was er sich als nächstes ausdenkt.

00:32:08: Deswegen habe ich eher versucht wirklich alle, eben alle Gefühle so zu regulieren, so zu kontrollieren, dass ich ja irgendwie richtig bin für ihn, aber das hat natürlich nicht immer geklappt.

00:32:21: Das war mir auch klar.

00:32:22: Aber irgendwann kam eine Phase in meinem Leben, in der ich auch einfach nichts mehr gefühlt habe.

00:32:28: Also, ich habe gefühlt, dass ich nichts gefühlt habe, zeigt ja eigentlich das, ich was gefühlt habe, aber es hat sich so eine ganz schlimme leerebreit gemacht, die natürlich auch nur eine Schutzfunktion war.

00:32:44: Und das war auch wiederum der Zeitpunkt, in dem ich mich geritzt habe.

00:32:50: Also ich habe mich wirklich selbst verletzt.

00:32:53: Weil ich natürlich dann auch wiederum versucht habe, das alles irgendwie zu kompensieren.

00:32:58: Man sagt häufig, dass man sich selbst verletzt, weil man sich selber wieder spüren möchte.

00:33:03: Einerseits kann ich dem zustimmen, aber andererseits versucht man durch das Ritzen irgendwie eine Befriedigung zu finden, aber gleichzeitig auch irgendwie diese negativen Emotionen wegzumachen.

00:33:15: Ich habe tatsächlich neulich erst mit jemandem gesprochen, der sich auch geritzt hat und mittlerweile aber ganz... Stabiles Leben führt und alles ist gut bei ihm, aber da hat er das genau das so beschrieben.

00:33:28: Es war eine Befriedigung, dass man diesen Schmerz rauslassen konnte.

00:33:34: Man war aufgestaut durch Schmerz, durch wie auch immer, durch eine seelische Belastung und die durch diese Wunden, die man sich da zurichtet, dann auf einmal geht das raus.

00:33:44: Ja genau, so fühlt sich das dann in den Moment an.

00:33:47: Also es ist ein Kommission, obwohl man in dem Moment... sich selber ja noch mehr Schmerz zufügt, also es ist eigentlich ein doppelter Schmerz.

00:33:55: Und du kannst Schmerz nicht heilen, also es geht in den Moment nicht.

00:34:00: Ja, es ist eine Strategie, um mit den ganzen Konflikten irgendwie klarzukommen.

00:34:07: Wann hast du das angefangen?

00:34:12: Mit fünfzehn habe ich damit angefangen.

00:34:14: Nein, es war schon viel früher, gar nicht.

00:34:17: Mit fünfzehn habe ich damit aufgehört.

00:34:20: Mit zwölf.

00:34:22: Mit zwölf, dreizehn.

00:34:23: Mit elf, zwölf, dreizehn.

00:34:24: Ich habe mich immer gefragt, bei den Menschen, die so was machen.

00:34:28: Es ist immer, habe ich gesehen, es ist immer in der Kindheit oder oft mit der Kindheit verbunden, mit Negativen.

00:34:35: Wie kommt man als Kind irgendwann dazu, auf einmal sich selbst zu verletzen?

00:34:39: Wenn man das Umfeld dann noch anzieht.

00:34:46: Wir sind ja ein elektromagnetisches Feld.

00:34:49: Heißt, wir speichern Informationen.

00:34:51: Wir speichern aber nicht nur Informationen, sondern wir strahlen ja auch Informationen aus, elektromagnetisch.

00:34:56: Wir senden, wir sind Sender und Empfänger.

00:34:58: Und in dem Moment, in dem du dann all diese Konflikte aussendest, ziehst du Menschen an, die ähnliche Konflikte in sich tragen.

00:35:06: Das ist das Gesetz der Resonanz.

00:35:08: Und einfach auch logisch, dass man das in dem Moment tut.

00:35:12: Das heißt, ich habe auch irgendwo das Umfeld gehabt im Internat, welches genauso empfunden hat, welches genauso.

00:35:22: welches sich genauso als gebrochen wahrgenommen hat.

00:35:26: Warum sage ich das so?

00:35:26: Wir sind eigentlich nicht gebrochen.

00:35:29: Wir sind in uns vollkommen, wir sind ja ganz.

00:35:32: Wir machen nur Erfahrungen, durch die wir uns als gebrochen erfahren.

00:35:37: Es ist in dem Moment, wenn du eine Traumasituation hast, es ist ja in dem Moment so, als würdest du dich durch verzerrte Bilder erfahren, durch verzerrte Glasscherben, Spiegelbilder, die eigentlich gar nicht deiner Wahrheit entsprechen.

00:35:50: Und in dem Moment spaltest du aber deine Wahrheit von dir ab.

00:35:52: Weil du denkst, das ist die Wahrheit, die muss ich für mich nehmen und ich muss mich jetzt anpassen.

00:35:57: Und das gehört zu mir.

00:35:58: Okay?

00:36:00: So.

00:36:01: Und während ich praktisch voll von diesen ganzen Glasscherben war in mir, die die Brüche waren, die ganz viel ausgestrahlt haben, habe ich dementsprechend natürlich Menschen angezogen, die genauso viele Glasscherben in sich getragen haben.

00:36:15: Und witzigerweise waren es auch häufig diejenigen, ... die auch so stabile Familien hatten, ... ... die im Inneren einfach instabil waren.

00:36:25: Und manchmal waren es auch ältere ... ... und gerade im Internat ... ... war ich mit sehr vielen älteren Mädels konfrontiert, ... ... die sich auch geritzt haben ... ... und dann habe ich damit angefangen.

00:36:32: Hast

00:36:34: du irgendwann mal ... ... dich mit deinem Stiefvater ... ... auseinandergesetzt?

00:36:40: Also selber für dich ... ... hast du gesagt, dass okay, warum ist ja so gewesen?

00:36:44: Hast du das irgendwann mal reflektiert?

00:36:46: Hast du für dich auch eine Antwort gefunden?

00:36:56: Jedes Mal, wenn er mich beispielsweise unter die kalte Dusche gezart hat und mich angelächelt hat, weil er das in dem Moment genossen hat, weil er in dem Moment mein Leid, mein Schrein, meine Tränen genossen hat, habe ich trotzdem in seinen Augen, hinter seinen Augen den inneren Schmerz gesehen.

00:37:18: Und das ist aber keine Entschuldigung.

00:37:19: Und er hat in dem Moment natürlich kein Recht dazu, das zu tun, was er getan hat.

00:37:25: Aber ich habe in seinen Augen all diese Verletzungen gesehen.

00:37:30: Ich war schon als Kind sehr feinfühlig und habe sehr, sehr viel wahrgenommen.

00:37:36: Ich habe auch die ganzen inneren Verletzungen meiner Mutter wahrgenommen.

00:37:39: Ich habe sie häufig mit vielen Sachen konfrontiert, die sie nicht wahr haben wollte.

00:37:44: Aber wie gesagt, ich habe in ihm so viel Schmerz und so viel Leid gesehen und irgendwann konnte ich mir das Ganze auch logisch erklären.

00:38:00: Ich kann Jemanden nur den Schmerz zufügen, den ich selber in mir trage.

00:38:06: Denn so funktioniert Raume Schaffung.

00:38:09: So funktioniert Bewusstsein.

00:38:11: Das heißt, in dem Moment, in dem du das Gefühl hast, dass derjenige, der übergriffig ist, mächtiger als du ist, stimmt es eigentlich gar nicht.

00:38:21: Denn er erschafft ja eine Situation, in der du dich als unmächtig erfährst.

00:38:26: Das heißt, er spielt mit der Macht der Bonmacht.

00:38:30: Sonst könnte die Situation so gar nicht passieren.

00:38:33: Das ist ein bisschen komplex, aber wenn man das in die Tiefel mal anschaut, versteht man es.

00:38:39: Und da habe ich seine wahnsinnige Unmacht und Überforderung mit meinem Ganzen sein gesehen.

00:38:50: Dann habe ich das später noch mehr reflektiert.

00:38:52: Dann habe ich das später alles verstanden.

00:38:55: Als ich achtzehn wurde, wurde er umgebracht und mich... Also er hat sich von mir verabschiedet, mir hat er weniger mit dem Telefonat.

00:39:04: Er hat mich an dem Tag angerufen und gesagt, du bist schuld daran, dass ich jetzt nicht mehr leben möchte.

00:39:07: Es ist eh schon zu spät.

00:39:11: Und ich war total in Panik.

00:39:14: Ich hab dann die Polizei angerufen und gesagt, da ist jemand, der will sich umbringen und hab denen dann die Nummer durchgegeben.

00:39:20: Der wurde dann bei einem Fluss gefunden und hat sich dann einen Tag später im Krankenhaus umgebracht.

00:39:25: Er ist dann aus dem vierten Stock gesprungen.

00:39:28: Und meine Mutter hat mir ... nach zwei Wochen Bescheid gegeben, was da passiert ist.

00:39:34: Sie hat mir an demselben Tag noch gesagt, er ist im Krankenhaus, er ist gut angekommen, wo ich der Polizei Bescheid gegeben habe.

00:39:42: Sie hat am nächsten Tag erfahren, dass er sich umgebracht hat, hat mir aber nichts gesagt, was gut war.

00:39:47: In dem Moment hat sie mich geschützt.

00:39:50: Und das hätte ich auch in dem Moment gar nicht ertragen, denn als sie es mir persönlich gesagt hat, ist für mich eine Welt zusammengebrochen.

00:39:58: Weil trotzdem eine toxische Liebe daraus entsteht.

00:40:02: Also es war eine Abhängigkeit da.

00:40:04: Es war eine wahnsinnige Abhängigkeit da.

00:40:07: Und ich wurde auch von ihm mehrfach sexual missbraucht.

00:40:11: Und meine, sage ich mal, meine Energie hing ja an ihm.

00:40:20: Also er hat dadurch eine Verbindung geschafft, auch wenn sie toxisch war, hat er dadurch eine Bindung geschaffen.

00:40:26: Er war meinen Schöpfer in dem Moment, weil er mich gebrochen hat mehrfach.

00:40:30: Er hat mich benutzt, er hat mich zu seinem Sklaven gemacht.

00:40:33: So funktioniert das.

00:40:35: Und plötzlich ist dieser Mensch, der dich erschaffen hat, der all deine Programme erschaffen hat.

00:40:42: Nicht mehr da.

00:40:44: Er ist einfach weg.

00:40:46: Und plötzlich war ich niemand mehr, aber gleichzeitig so viele.

00:40:53: Und alles ist über mich eingebrochen.

00:40:58: Sodass ich nicht mehr wusste, wer ich eigentlich bin und da hat es dann ganz extrem angefangen, dass ich nur noch am suchen war.

00:41:09: Ich habe mich gesucht, ich habe mich versucht an irgendwas festzuhalten.

00:41:14: Ich wollte irgendwo einen Anker haben.

00:41:17: Ich wusste teilweise überhaupt nicht mehr, was ich mit mir noch anstellen soll.

00:41:21: Ich bin zwar brav in die Schule gegangen und habe das alles irgendwie noch gemacht, gemeistert, irgendwie.

00:41:27: Aber innerlich habe ich nur noch gekämpft und habe mich gefragt, was ist das alles?

00:41:32: Nur noch wer bin ich eigentlich?

00:41:34: Was bin ich jetzt eigentlich, wenn er nicht mehr ist?

00:41:40: Hattest du nicht dann irgendwie auch eine Erleichterung gehabt in dem Moment?

00:41:44: Gar

00:41:44: keine.

00:41:45: Gar keine?

00:41:45: Gar keine.

00:41:46: Für mich war das alles noch schlimmer.

00:41:52: Weil ich mit ihm ist sehr viel auch von mir gegangen.

00:41:58: Von dem, was ich dachte, dass ich das bin.

00:42:01: All die Programme.

00:42:03: Nein, überhaupt nicht.

00:42:04: Das kann man auch, ich weiß, sehr schwer verstehen.

00:42:08: Aber in dem Moment, in dem du mit so viel Gewalt konfrontiert bist, hängt ja dein Überleben an diesen Menschen.

00:42:23: Das Überleben hängt an diesen Menschen, dein Überleben.

00:42:27: Und plötzlich ist er nicht mehr da.

00:42:30: Plötzlich sind all die Programme nichts mehr wert.

00:42:33: Plötzlich hast du nicht mehr Täteropfer, plötzlich hast du gar nichts mehr, selbst als ich ausgezogen bin.

00:42:39: War trotzdem immer noch im Hinterkopf, der ist ja noch da und der hat mich am Nachgang immer noch terrorisiert.

00:42:44: Ja, dann irgendwelche Sex-Calls gemacht beispielsweise, ja.

00:42:47: Und all diese Sachen, aber er war noch da, also da war noch eine Verbindung da.

00:42:53: Also hast du quasi, ja, wie so eine Rechenschaftpflicht ihm gegenüber gespürt oder diese Verbundenheit, okay, Ja, passt quasi noch auf mich auf.

00:43:06: Genau.

00:43:08: Und war das dann nicht so, dass, als er dann weg war, dass du gesagt hast, okay, jetzt bin ich eigentlich komplett für mich selbstständig verantwortlich?

00:43:18: Also dieses Verantwortungsgefühl ist das nicht dann auf

00:43:21: einmal aufgekommen?

00:43:22: Das war komplett überfordert für mich.

00:43:24: Ich

00:43:24: wusste dann überhaupt nicht mehr, was ich jetzt eigentlich noch tragen soll, wie ich mich überhaupt noch tragen soll.

00:43:30: Vor allem bis in dem Moment nicht mehr das Opfer.

00:43:32: Genau.

00:43:34: Du bist nicht mehr das Opfer.

00:43:36: Du musst auch irgendwie keine Angst mehr haben.

00:43:39: Oder vielleicht doch, hat er wen anders angeheuert?

00:43:43: Weil ich wusste ja nicht.

00:43:47: Ich wusste nur, irgendwas stimmt dann.

00:43:49: Wir hatten auch öfter mal Besuch von gewissen Leuten mit Waffen.

00:43:57: Und da habe ich schon irgendwas gefühlt, dass da irgendwas nicht mit rechten Dingen zuging.

00:44:03: Aber das ist eine andere Geschichte, die geht zu weit und ich möchte auch die Zuschauer nicht überfordern, weil das einfach eh schon eine sehr harte Kost ist.

00:44:15: Aber ja, ich war nicht mehr Opfer, aber auch nicht Täter.

00:44:18: Ich war nicht mehr dies, nicht mehr jenes.

00:44:20: Wer bin ich denn da?

00:44:21: Und da hat meine ganze Identitätskrise angefangen.

00:44:25: Ich dachte, mich selbst gefunden zu haben, aber war überhaupt nicht mehr ich selbst und konnte mich an nichts mehr festhalten.

00:44:31: Es war einfach ... Nur noch pure Lehre da, Angst, Überforderung, mit allem.

00:44:37: Und in der Schule hab ich auch keinen Halt gefunden.

00:44:40: Ich hab mich, also zu dem Zeitpunkt hatte ich eine feste Freundin, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass sie mich versteht, dass sie die ganze Situation versteht.

00:44:48: Wie denn auch?

00:44:49: Wie denn auch?

00:44:50: Das hab ich auch gar nicht wirklich erwartet.

00:44:55: Ich wollte eher einfach keine Last für jemanden sein.

00:44:58: Und ich hatte auch nicht das Gefühl, dass mich irgendwer verstehen würde, dass irgendwer verstehen, was es bedeutet, so etwas zu durchleben.

00:45:07: Und ja, dann habe ich in mir einfach nur noch diesen Fluchtdrang, diesen Fluchtrieb gespürt.

00:45:17: Ich muss raus.

00:45:21: Es war dann auch wie, als wäre da so eine Kraft, die die einfach nur ausbrechen wollte, wenn ich damals gewusst hätte, dass es einfach nur ... Dieses ganze Spannungsfeld, diese ganze Anspannung war und mein Gefäß einfach, also, dass ich mein Gefäß als zu eng wahrgenommen habe.

00:45:42: Das ist eigentlich einfach nur darum, mich von den ganzen Programmen zu befreien.

00:45:46: All diese Glarscherben zu integrieren und zu transformieren, so dass sie transmutieren, so dass sie... Mir dienen als Verstärker für meine Stärke, für meine Kraft.

00:45:56: Das ist ja dann ein ganz intensiver tiefgreifender Transformationsprozess.

00:45:59: Aber all das wusste ich ja gar nicht.

00:46:02: In seiner Tiefe, ich habe das alles nicht verstanden, ich habe das alles nicht gesehen.

00:46:05: Ich habe dann irgendwann nur noch diese LGBTIQ-Community gesehen, in der ich ja eh schon drin war.

00:46:11: Als ich in mir gefühlt habe, dass ich mich wahnsinnig stark zu Frauen hingezogen.

00:46:19: Fühle der ein oder der andere sagt naja, aber das liegt ja daran, dass du das alles erfahren hast.

00:46:24: Ja, es mag sein, dass es manche Menschen gibt, die so reagieren, die mit Homosexualität auf all diese Missbrauchserfahrungen reagieren.

00:46:33: Aber eins muss ich trotzdem immer wieder sagen, Liebe kennt kein Geschlecht und unser Körper ist nur eine im Form gebrachte Energie.

00:46:42: Ja?

00:46:43: Wir haben eigentlich gar keine Geschlechtsidentität.

00:46:47: Wir haben ein Geschlechtpunkt.

00:46:48: Wir haben Energiepunkt.

00:46:51: Und man weiß ja nicht, mit welcher Seele, sage ich mal, habe ich jetzt eine Vereinbarung.

00:46:57: Ich glaube schon an Bestimmung, dass man für einen Partner bestimmt ist.

00:47:03: Und wenn ich das Gefühl habe, dass das in Zukunft ein Mensch ist, der in einem Frauenkörper geboren ist, dann werde ich mir höchstwahrscheinlich genau diese Anziehung Dann werde ich die Anziehung spüren schon viel früher.

00:47:16: Also muss nicht immer eine Missbrauchserfahrung dahinter sein.

00:47:19: Das ist meine Sicht.

00:47:20: Also ja, ich denke, es gibt einfach viele Arten von Liebe.

00:47:24: Es gibt nicht nur die... Ich glaube, im Griechischen gibt es eine gute Unterteilung von fünf Arten der Liebe.

00:47:32: Also da gehört auch Eros dazu, oder die selbstlose Liebe, die Brüderliebe, also quasi Freundschaften zwischen... Ja, Freunden ist auch eine Art Liebe oder Anziehung her.

00:47:46: Nur die sehen wir nicht als Liebe da, sondern irgendwie anders zeigt man sie.

00:47:51: Ja, und dazu gibt es auch die Liebe zwischen unterschiedlichen Geschlechtern und so weiter.

00:47:56: Aber ja, grundsätzlich erstmal würde mich jetzt interessieren.

00:48:02: Kommen wir zu dem Punkt, wo deine Entscheidung gefallen ist.

00:48:05: Okay, ich bin im falschen Körper.

00:48:08: Wie ist es dazu gekommen?

00:48:12: Ich habe schon anklicken lassen.

00:48:14: Dass ich nach dem Tod meine Stieffahrt, dass eine ganz schlimme Identitätskrise hatte, wo alles zusammengebrochen ist und ich nichts mehr hatte, woran ich mich festhalten kann.

00:48:28: Es war auch wie, als wäre ich mit allem Möglichen konfrontiert.

00:48:35: Und ich habe vor lauter Bäume einfach den Wald auch nicht mehr gesehen.

00:48:39: Ich hatte das Gefühl, alles ist neblick und ich irda herum und versuch mich irgendwie zu suchen, hatte dann auch ... Fragen wie was?

00:48:49: was will ich denn eigentlich einfach mal werden oder.

00:48:53: Wie schaffe ich es generell mir ein stabiles Leben auch zu bauen.

00:48:58: Aber hauptsächlich war wirklich die Frage wer bin ich eigentlich was?

00:49:03: was mache ich denn hier eigentlich wenn wenn all das.

00:49:07: Jetzt gegangen ist wofür habe ich das dann eigentlich.

00:49:11: Durchmachen müssen also genau und

00:49:15: dem Leid quasi was du erlebt hast immer auch eine Belohnung gesehen.

00:49:19: Natürlich.

00:49:20: Wenn er dann gut zu dir war.

00:49:22: Ja, natürlich.

00:49:24: Oder auch, wenn ich, je mehr Schmerz ich, ich aushalte, desto besser bin ich für ihn.

00:49:33: Daran hat man Stärke gemessen.

00:49:38: Aber das findest du auch in der Gesellschaft wieder.

00:49:41: Je mehr du aushälzt, noch mehr überstunden, noch mehr überstunden, noch mehr arbeiten, noch mehr Leistung bringen.

00:49:48: Desto besser und stärker bist du.

00:49:50: Also, Es spiegelt sich immer, du findest immer irgendwo Teile dessen.

00:49:54: Die Muster sind teilweise ähnlich.

00:49:56: Ich glaube auch nicht, dass sie immer falsch sind, ganz ehrlich gesagt.

00:50:01: Wir leben tatsächlich, als Mensch sind wir schon dazu geschaffen, etwas zu schaffen und Freude daran zu haben, wenn wir es geschafft haben.

00:50:13: Und wir wissen auch, dass unser... Also wenn wir rein ins Gehirn gucken, dass unsere Belohnungszentrum besonders stark sind, wenn die Anstrengung davor sehr groß war.

00:50:23: Das

00:50:23: stimmt

00:50:24: ja.

00:50:26: Und das ist positiv, weil in vielen Aspekten, wenn wir etwas erreichen wollen, wenn der Mensch zum Beispiel auf den Mond will oder als Kolumbus sich in das Schiff gesetzt hat und gedacht hat, ich fahre da jetzt hin und muss sich vorstellen, was das für eine anstrengende Reise war, die erste, aber dann kam die Belohnung.

00:50:44: so am Ende als das Land und so weiter und so fort, also die Entwicklungen sind.

00:50:49: Aber da gibt es auch diese negative Seite, glaube ich, und die ist...

00:50:53: Wie immer, es gibt immer positiv und negativ, wobei negativ auch nicht immer schlecht ist.

00:50:57: Es muss halt ein Gleichgewicht haben.

00:51:00: Aber kommen wir zu dem Punkt.

00:51:03: Als ich versucht habe, mich irgendwo zu finden, ich habe mich dann tatsächlich nicht in der Frau.

00:51:16: gesehen und auch nicht gefunden.

00:51:19: Das lag natürlich aber auch gleichzeitig an ganz vielen Triggerpunkten.

00:51:23: Ich wollte nicht mehr die Frau sein, die leidet.

00:51:25: Ich wollte nicht mehr das Mädchen sein, das abhängig ist.

00:51:28: Vor allem, weil ich das ja auch so vorgeliebt bekommen habe.

00:51:32: Die Frau, die alles über sich ergehen lassen muss.

00:51:34: Also meine Mutter musste auch vieles über sich ergehen lassen.

00:51:37: Viel Geschrei, viel Schmerz.

00:51:40: Und ich hab sie als wahnsinnig schwach wahrgenommen.

00:51:43: Und das ist etwas, was ich definitiv nicht werden wollte.

00:51:47: Ich wollte auch nicht abhängig werden.

00:51:50: Und ich hatte einfach diesen, wie gesagt, wahnsinnigen Fluchtrieb.

00:51:55: Ich wollte einfach nur noch raus aus diesem Ganzen.

00:51:58: Ich wollte auch diese ganzen Ereignisse einfach nur noch loswerden.

00:52:04: Und habe mich aber immer wieder gefragt, warum ist mir das passiert?

00:52:08: Warum?

00:52:08: Warum gerade ich?

00:52:11: Was muss falsch mit mir sein?

00:52:14: Nachdem ich eh schon, wie gesagt, mit einem Fuß in der LGBTQ Community war, aufgrund meiner Homosexualität, ich war da nicht aktiv da, also aktiv drin.

00:52:22: Ich hab mal den CSD besucht, ich glaub ich zwei, drei Mal, aber fand ihn teilweise echt übertrieben und schon fast schockierend für meine Augen, weil ich den sexuellen Aspekt einfach nicht verstanden hab, warum man das so übertreiben muss.

00:52:42: In der Darstellung, ja.

00:52:43: Ja, in der ganzen Darstellung, genau.

00:52:45: Auf alle Fälle hab ich mich ... Irgendwann mal vor den Laptop gesetzt und habe dann so ein bisschen recherchiert.

00:52:57: Was habe ich damals?

00:52:58: Ja, ich bin irgendwie mit dem wenn du dich falsch fühlst in Berührung gekommen, weil ich habe mich ja so falsch gefühlt.

00:53:04: Ich habe mich falsch gefühlt.

00:53:06: Ich habe mich abgelehnt gefühlt.

00:53:07: Ich habe mich nie akzeptiert gefühlt.

00:53:08: Dazu muss man ja auch wissen, dass ich eigentlich nie wirklich Teil von irgendeiner Gruppe war.

00:53:15: Also ich war immer der Außenseiter, immer der Grenzgänger.

00:53:18: Ich wurde immer ausgeschlossen.

00:53:21: Und in der Schule wieder von leeren... Hast du

00:53:22: mich so gefühlt oder war das... Es

00:53:24: war wirklich ersichtlich.

00:53:26: Nee, es war ersichtlich.

00:53:27: Das lag auch irgendwo an den schlechten Noten, die ich geschrieben habe.

00:53:31: Alle haben irgendwie eins, zwei und drei gehabt.

00:53:33: Ich habe immer vier oder fünf Minuten nach Hause gebracht, also zu mir nach Hause.

00:53:36: Und es hat dann automatisch schon dafür gesorgt, dass ich eher der Außenseiter war.

00:53:43: Und dann habe ich mich halt eben gefragt, was ist falsch mit mir?

00:53:46: Warum kann ich nicht mal ein normales Leben führen?

00:53:49: Warum sagt mir eigentlich nicht... Einfach mal jemand, hey, das hast du toll gemacht oder ich habe dich lieb oder hey, du bist ein toller Mensch oder irgendwie sowas.

00:53:56: Ich habe das eigentlich kaum zu hören bekommen bis auf meine damalige feste Freundin, die hat schon eine gewisse Liebe für mich empfunden, aber die hatte auch sehr viele psychische Probleme und da hat man es auch wieder.

00:54:11: Das, was du ausschreitzt, ziehst du an.

00:54:13: Die hat sich irgendwann auch immens geritzt.

00:54:15: Die hat auch irgendwann ganz viel Alkohol getrunken.

00:54:18: Und da haben wir uns in der Wertlosigkeit gespiegelt, wir haben uns in der Mutterwunde gespiegelt, in der Vaterwunde gespiegelt.

00:54:27: Es war erstaunlich für mich, mich selber in ihr zu erkennen, meine Wunden in ihr zu erkennen, die mir aber erst viel später bewusst geworden sind, denn sie hatte auch nach außen eine wahnsinnig stabile Familie.

00:54:38: Die hatten alles.

00:54:40: Aber innen drin hat das ein Wärmegefühl, ein Akzeptanz.

00:54:44: Da ging es nur um Leistung.

00:54:46: Beispielsweise wollte sie in eine Schauspielschule gehen.

00:54:48: Es hieß, erst wenn du gute Noten hast und erst wenn du dann Abi geschafft hast, dann darfst du eventuell, aber dann musst du es dir auch selber bezahlen.

00:54:56: Das ist für mich keine Unterstützung.

00:54:59: Vor allem, wenn ich die Möglichkeit habe, dieses Kind zu unterstützen, wenn ich sehe, dass das erfüllt dieses Kind, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass es dann eventuell in der Schule besser wird, ziemlich hoch, weil dieses Kind sich unterstützt fühlt, gesehen fühlt.

00:55:15: Ich habe mich nie gesehen gefühlt.

00:55:17: Man fühlen wir uns wirklich in unserem wahren Wesen anerkannt, wirklich gesehen.

00:55:24: Ohne, dass man ständig das Gefühl hat, man muss irgendwelche Erwartungen erfüllen, man muss dies sein, man muss jenes sein, man muss nach außen in irgendwas spielen, damit man gesehen wird.

00:55:35: Sollten wir uns nicht einfach mal anfangen, wirklich in unserem Kern zu sehen, ohne dass wir irgendwas leisten müssen?

00:55:43: Weil wenn ich, schau, wenn ich dich in der Ursprung sehe, in dem Wer du wahrhaftig bist in deinem Glanz, in deinem Strahlen, schau wie du grinst.

00:55:52: Ja fühl mal hier nicht rein.

00:55:53: Das macht dir ein ganz anderes Gefühl, als wenn ich sage, okay, da sitzt jemand, der macht gerade mit mir ein Interview.

00:56:00: Dann verbinde ich dich ja gleich wieder mit dem, was du tust, beziehungsweise mess dich an dem, was du tust.

00:56:05: Aber das will ich ja gar nicht.

00:56:06: Weil du bist ja schon so besonders.

00:56:08: Und das sind Kinder auch.

00:56:09: Kinder sind so besonders.

00:56:11: In denen steckt so viel Potenzial.

00:56:12: Aber wie kann Potenzial wirklich ... in die Größe Entfaltung kommen, wenn man dieses Potenzial nicht mit den eigenen Augen sieht.

00:56:22: Wie soll das dann aktiviert werden?

00:56:24: Nein, man macht den Selbstwert von Leistungen abhängig.

00:56:30: Kann sich dann so Potenzial entwalten?

00:56:32: Nein, nicht wirklich.

00:56:33: Es braucht nicht immer einen Anreiz.

00:56:35: Es braucht einfach nur das Gesehenwerden.

00:56:37: Und eben, ich habe mich nie gesehen gefühlt.

00:56:39: Ich habe mich nicht wertvoll gefühlt.

00:56:41: Ich habe eigentlich... mich als niemand gefühlt und ich wollte einfach nur aus dieser Rolle, aus diesen Belastungen raus.

00:56:49: Ich wollte endlich wissen, warum ich mich so falsch fühle, warum ich für niemanden richtig bin, warum ich nirgends reinpasse, warum ich nirgends dazugehöre.

00:56:58: Und dann habe ich mich eben auf die Suche begeben und irgendwann habe ich eben genau diese, diese, diese Schiene gefunden, die als, also die, die verschiedene Beschreibungen beinhaltet.

00:57:08: Hast du dich schon immer falsch gefühlt?

00:57:10: Hast du dich schon immer so gefühlt, als würdest du abgelehnt werden?

00:57:14: Wenn ja, dann könnte es sein, dass du ja gar nicht falsch bist.

00:57:19: Dann könnte ja eventuell dein Körper der Fehler sein.

00:57:23: Und dann habe ich mehr recherchiert.

00:57:24: Und dann erst habe ich angefangen, meine Kindheit-Review passieren zu lassen.

00:57:29: Und jetzt sind wir mal ganz ehrlich.

00:57:32: Wer würde sein Geschlecht ohne irgendwelche Reize wirklich hinterfragen?

00:57:40: Ich glaube das nicht.

00:57:42: Also ich kann mich... kann mir das nicht vorstellen,

00:57:46: dass man einfach so aus

00:57:48: nichts sein Geschlechthinter fragt.

00:57:50: Weil eigentlich ist es mein Ich, mein Sein, mein, also ich bin es einfach so.

00:57:57: Also das heißt, ich muss wahnsinnig neben mir stehen und zu sagen, hey, da passt doch was nicht.

00:58:04: Genau, ich muss neben mir stehen.

00:58:06: Da muss schon eine Diskrepanz vorherrschen und das ist ein Anzeichen für eine Dissoziation.

00:58:12: Ja, eine... eine Diskrepanz zwischen den inneren Anteilen und dann dem Programm.

00:58:16: Und ich steh mittendrin in der Kluft und weiß überhaupt nicht mehr, wer ich eigentlich bin.

00:58:20: Und dann fange ich natürlich an, den Fehler bei mir zu suchen, wenn ich mich als falsch empfunden habe.

00:58:26: Und wie gesagt, ich habe mich als total falsch empfunden, als der Fehler im ganzen System.

00:58:32: Und dann habe ich eben eine Erklärung gesucht, anstatt einfach mal zu fühlen, was da eigentlich in mir wirklich falsch ist bzw.

00:58:40: was mir fehlt.

00:58:42: Denn in dem Wort Fehler steckt ja das Wort fehlen drin.

00:58:45: Also habe ich einen inneren Mangel, ja.

00:58:47: Und den versuche ich dann irgendwie zu kompensieren.

00:58:49: Den kann ich aber, den Mangel kann ich aber nicht beheben, indem ich mich einem körperlichen Eingriffe unterziehe.

00:58:58: Und das ist aber das, was ich dann gemacht habe.

00:59:00: Weil ich genau in, in, in, in, in,

00:59:01: in, in, in, in, in, in, in, in, in, in,

00:59:02: in, in, in, in, in, in, in, in, in, in, in, in, in, in, in, in, in, in, in, in, in,

00:59:05: in, in, in, in, in, in, in, in, in, in, in, in, in, in, in, in, in,

00:59:07: in, in, in, in, in, in, in, in, in, in, in, in, in, in, in, in, in, Mit neunzehnzwanzig habe ich mich operieren lassen, aber mit achtzehn habe ich dann angefangen den Weg zu gehen.

00:59:14: Okay, das heißt für dich also die Hormontherapie?

00:59:16: Ja, genau.

00:59:17: Ich war beim Therapeuten, also beim Psychiater, beim Therapeuten.

00:59:21: Dann habe ich mit der Hormontherapie angefangen.

00:59:23: Aber wichtig ist, glaube ich, wirklich der Aspekt, dass ich mein Geschlecht, meine Geschlechtsidentität erst dann hinterfragt habe, als ich recherchiert habe und als ich mich als Fehler empfunden habe.

00:59:41: Das ist, glaube ich, ein ganz wichtiger Punkt, den man immer wieder hinterfragen sollte, ob sich nicht das Gegenüber schon als Fehler empfindet und ob das nicht aus einer ganz anderen Ursache heraus resultiert.

00:59:57: Das ist ja das Interessante auch, dass eigentlich in der Debatte darüber, in der Öffentlichkeit, vor allem auch in der LGBTQ Community, immer gesagt wird, ja, du musst so sein, wie du bist.

01:00:07: Ja, genau.

01:00:07: Da wären wir beim guten Punkt.

01:00:10: Bitte.

01:00:10: Aber

01:00:11: ja, und deswegen muss dich vielleicht sogar umoperieren, oder du bist irgendwas dazwischen, oder ja, also man nimmt es doch nicht so hin, wie man ist.

01:00:23: Genau.

01:00:24: Und genau das verstehen so viele nicht.

01:00:26: Die einen sagen, sie sind zu geboren worden.

01:00:28: Du kannst aber nicht so geboren, du kannst nicht so zur Welt kommen, weil du erst mal ohne Identität zur Welt kommst.

01:00:36: Also kannst du gar nicht als transidenter Mensch auf die Erde kommen, weil die Identität sich erst mit den Jahren entwickelt.

01:00:45: Weil es ein Wechselspiel ist zwischen außen und dir.

01:00:48: Also der Außenwelt, du beobachtest die Außenwelt.

01:00:51: Schaut das ähnlich aus?

01:00:53: diese Rolle, die ich annehmen möchte.

01:00:55: Wie schaue ich eigentlich aus?

01:00:56: Und dann fängt es ja an, dass du deine Identität entwickelst.

01:01:00: Aber davor, du kommst identitätslos auf die Erde.

01:01:04: Ja.

01:01:06: Also, das ist so ein Punkt.

01:01:08: Das ist ein sonderer

01:01:08: Gedanke auf jeden Fall.

01:01:09: Das ist ein ganz sonderer Gedanke, den ich so nicht präsent

01:01:13: hat.

01:01:13: Ja, du kommst mit einem Geschlecht auf die Erde, aber nicht mit einer Identität.

01:01:18: Die entwickelt sich dann erst wie später.

01:01:22: Und zum nächsten Punkt.

01:01:24: Dass man dann sagt, ich will endlich mal ich selbst sein.

01:01:26: Den Satz habe ich auch ganz oft gesagt.

01:01:29: Ich will endlich zu mir stehen und ich selbst sein.

01:01:32: Aber was ist denn eigentlich das Selbst?

01:01:36: Das Selbst hat nichts mit einer Identität zu tun.

01:01:40: Das Selbst ist etwas ganz wahres, pures, was man erst findet, wenn man sich selbst offenbart, wenn man einfach viel Innenschau betreibt, wenn man sich reflektiert.

01:01:54: und Es mag sein, dass die einen oder die anderen sagen, das hört sich viel zu isoterisch an.

01:01:59: Das hört sich viel zu spirituell an.

01:02:01: Das ist so eine New Age-Szene.

01:02:04: Aber da stellt sich mir die Frage, was denken denn die Menschen, was wir sind?

01:02:07: Was denken denn die Menschen, was der Körper ist?

01:02:09: Der Körper besteht aus Energie.

01:02:11: Schon allein, dass wir aus über achtzig, neunzig Prozent aus Wasser bestehen.

01:02:13: Was ist denn Wasser?

01:02:15: Wasser ist Energie.

01:02:16: Wir sind ein elektromagnetisches Feld.

01:02:19: Warum kann man uns sonst messen, wenn wir nicht strahlen?

01:02:23: Man kann uns nur messen, man kann gewisse Sachen nur messen, weil wir ja strahlen, weil wir etwas aussenden.

01:02:30: Also sind wir im Kern ein elektromagnetisches Feld.

01:02:34: So, wenn der Körper einem Form gebrachte Energie ist und wir eine reinste Informationsquelle mit ganz viel Potenzial sind, mit ganz viel Kraft, können wir dann Transidenz sein?

01:02:45: Ist dann unsere Wahrheit Mann und Frau mit all den Verknüpfungen und Erwartungen und Schubladen und so viel mentalem Druck?

01:02:52: Nein, wir nennen es Mann und Frau.

01:02:54: Wir können es Mann und Frau nennen.

01:02:56: Aber dann sollten wir auch bitte mal aufhören, mit diesen ganzen Idealbilder nach außen zu bringen.

01:03:05: Warum kann man nicht einfach sagen, dass er Mann auch feminine Anteile hat?

01:03:09: Wenn er feminine Anteile hat, wenn er weicher ist, dann darf er doch mal weich sein.

01:03:13: Aber er bleibt ein Mann dabei.

01:03:14: Aber er bleibt so, wie er ist und er darf doch so bleiben.

01:03:18: Und in manchen Momenten wird er seine Stärke haben.

01:03:21: In anderen Momenten wird er beschützerisch sein.

01:03:24: Und wenn er diese Qualität nicht hat, wer sagt dann, dass es seine Aufgabe ist, das zu tun?

01:03:30: Ich bin da immer sehr vorsichtig, weil ich einfach jedem Menschen wünsche, dass er sich frei entfalten kann.

01:03:41: Was heißt das?

01:03:43: Dass er seine Gefühle zum Ausdruck bringen kann.

01:03:45: Dass er weich sein kann, wenn er weich sein will.

01:03:48: Dass er weinen darf, wenn er weinen will.

01:03:50: Dass er auch mal wütend sein kann.

01:03:52: dass er einfach alles sein kann, was gerade in ihm drin ist.

01:03:55: Und wir reden hier nicht von irgendwelchen sexuellen Neigungen, die eher ungesund sind.

01:04:00: Also das möchte ich einfach nur hinzufügen.

01:04:02: Mir geht es wirklich um das Innenleben, um das pure sein.

01:04:06: Und ich habe halt einfach beobachten können, dass das in der Gesellschaft häufig nicht möglich ist, weil so viel projiziert wird, weil so viel erwartet wird, weil einfach ... Die ganze Gesellschaft so verbundert und traumatisiert ist.

01:04:21: Ja, wir sind wir nicht orientierungslos.

01:04:24: Komplett.

01:04:25: Komplett.

01:04:26: Weil wir, weil wir uns einfach mit so viel identifizieren, was wir nicht sind.

01:04:31: Ja, okay, das ist die Folge vielleicht davon, dass wir versuchen uns mit irgendwas zu identifizieren.

01:04:35: Wir suchen ja den Halt.

01:04:37: Stimmt, stimmt.

01:04:38: Wir

01:04:38: suchen ja nach, nach einer Lösung, was, was, was gibt mir Sinn in meinem Leben.

01:04:42: Wozu bin ich da?

01:04:43: Du hast ihn verloren, als sein Vater weg war oder der Stiefvater war.

01:04:48: andere halten sich an ihrer Klammern sich an Arbeit fest, manche andere vielleicht sogar in ihren Kindern denken, okay, ich verwirkele mich da.

01:04:56: Das hast du wunderbar gesagt, ja.

01:04:58: Wir suchen.

01:04:58: Wir

01:04:59: suchen, wir suchen total.

01:05:00: Und wo wir finden, wo, also wo finden wir?

01:05:04: Nicht im Außen, nicht in diesen Schubladen, nicht in den Identitäten.

01:05:09: Wir finden in uns, in uns, aber gleichzeitig auch durch die Erfahrung, die wir im Außen machen.

01:05:17: Denn das Außenleben ist ja auch nur ein Abbild dessen, was wir in uns tragen.

01:05:21: Und ich habe mich ganz oft gefragt, worum geht es hier eigentlich?

01:05:27: Also, was mache ich hier eigentlich?

01:05:31: Also, ich habe mir eine Antwort persönlich gefunden.

01:05:33: Also, es ist der Glaube, der christliche Glaube vor allem an einen Gott, der tatsächlich uns geschaffen hat mit dem Sinn und uns den Sinn stiftet hier.

01:05:44: Und das gibt dann auch eine gewisse Ja.

01:05:52: Soll man sagen eine Lässigkeit oder einen beruhigt einen man ist nicht.

01:05:56: Ganz seit der dem Modus ja diese Fragen was mache ich hier wozu bin ich hier da.

01:06:04: Die geraten eher den Hintergrund also die die beschäftigen mich nicht jeden Tag zwar.

01:06:10: Hier und da schon mal aber sind nicht grundlegend die mich.

01:06:14: Entschwitzen bringen die mich die mein Alltag bestimmt.

01:06:17: Ja genau.

01:06:20: Also, ich glaube, ja, ich finde das sehr spannend, was du erzählst, weil ich sehe da eine gewisse Überschneidung vielleicht auch.

01:06:28: Also, du findest gut deinen Frieden in dir selber jetzt, wie du sagst, oder?

01:06:34: Aber das Göttliche lebt auch in dir.

01:06:36: Also, ist das eine mit dem anderen?

01:06:49: Das möchte ich ganz kurz mit dir teilen, weil ich es wichtig finde.

01:06:57: Wenn uns das göttliche erschaffen hat, wenn wir göttlichen Ursprungs sind und wir somit das Abbild des göttlichen sind, dann lebt der göttliche Funke ja in uns.

01:07:07: Ja.

01:07:09: Und

01:07:10: heißt tatsächlich auch im Christentum so, also der heilige Geist lebt in einem.

01:07:14: Er haucht uns Leben ein und somit lebt auch der göttliche Ursprung, der göttliche Funke in uns, der sich ja durch uns erfahren möchte, der sich durch uns verwirklichen möchte, bis wir ihn dann irgendwann verkörpern.

01:07:29: Der eine nennt es die Liebe, der andere nennt es Gott, der andere nennt es wie auch immer Wahrheit, Frieden, Weisheit.

01:07:39: Und da wären wir bei meinem Sinn.

01:07:41: Die Verkörperung unserer Wahrheit.

01:07:44: Die Verkörperung dessen, was wir wahrhaftig sind.

01:07:49: Jetzt kommen wir... Das ist ein schöner Ausflug wieder in ein schönes Thema.

01:07:55: Aber trotzdem kommen wir mal zurück zu dem Punkt, wo du gesagt hast, okay, hast du... dich entschieden, ein anderes Geschlecht anzunehmen, nachdem dein Vater gegangen ist oder vorher?

01:08:12: Nachdem.

01:08:13: Ach so, es war wirklich der Auslöser dafür.

01:08:14: Das war

01:08:14: wirklich der Auslöser.

01:08:16: Interessant.

01:08:17: Weil dann für mich nichts mehr sengemacht hat und ich mich komplett verloren habe.

01:08:21: Ich habe nicht mehr gewusst, wer ich bin.

01:08:25: Wenn er nicht da ist, was bin ich dann?

01:08:29: Was mache ich dann?

01:08:29: Und ich hatte auch irgendwo das Gefühl, dass ich zu einem Mann werden muss, um das wieder gut zu machen, was er falsch gemacht hat.

01:08:41: Gleichzeitig hatte ich auch das Gefühl, und das kam aber erst viel später raus.

01:08:45: Ich habe ja dann erst wirklich erst viel, viel später mit, siebenundzwanzig, achtundzwanzig, also vor drei, vor zwei Jahren, vor drei, zwei Jahren, ich bin jetzt dreißig, ich habe erst vor... Ja vor ein paar Jahren damit angefangen noch tiefer noch noch noch tiefer in diese in diese in mein inneren Leben einzutauchen um mal zu schauen warum.

01:09:09: wie ist das alles zustande gekommen?

01:09:11: ich wollte mich noch intensiver spüren all das fühlen was was da in mir drin war und da habe ich eben genau solche solche strategien gefunden solche auslöser gefunden solche ursachen gefunden.

01:09:27: Erstens, ich wollte nicht mehr Frau sein, weil ich Frau sein mit Opferrolle, mit Schwäche, mit Missbrauch, Misshandlung verbunden habe.

01:09:37: Dann wollte ich nicht mehr Frau sein, weil ich gedacht habe, ich werde nur dann kräftig und mächtig, wenn ich ein Mann bin, weil ich ihn ja so gesehen habe.

01:09:46: Er ist mächtig.

01:09:47: Aber gleichzeitig wollte ich wiederum meiner Mutter zeigen.

01:09:50: dass es auch gute Männer gibt, weil sie die Männer immer so schlecht geredet hat.

01:09:55: Gleichzeitig wollte ich sie beschützen vor dem Mann, der sie eher einst auch weh getan hat.

01:10:00: Gleichzeitig wollte ich, dass sie stolz auf mich ist, weil ich irgendwie für sie etwas sein wollte, nur nicht das Mädchen, das so misshandelt wurde, das Mädchen, das sie einst im Stich gelassen hat, weil ich sie damals mit dem Auszug für mich im Stich gelassen habe.

01:10:17: Ich hatte das Gefühl, ich habe sie zurückgelassen.

01:10:19: Hattest du dir das Gefühl auch vermittelt?

01:10:25: Sie ... Sie hat mir sehr viel Verantwortung betragen.

01:10:27: Also ich war eigentlich eher Mutter und Vater für sie zugleich.

01:10:30: Und gleichzeitig war ich Mutter und Vater für meinen Stiefvater.

01:10:34: Gleichzeitig war ich Schutzschild und Waffe für beide.

01:10:37: Weil ja beide nicht dazu in der Lage waren, miteinander zu harmonieren.

01:10:42: Das wäre auch ganz möglich gewesen.

01:10:44: Aber sie haben sich bekämpft und ... Ja, ich hab ... Ich war eigentlich mitten in einer großen Baustelle und hab irgendwie versucht, das alles ins Gleichgewicht zu bringen.

01:11:00: Aber all das hab ich nicht bewusst wahrgenommen.

01:11:04: Ich habe das alles überhaupt nicht gewusst.

01:11:07: Ich wusste auch nicht, dass das der Auslöser dafür war, dass ich mich für diesen Weg entschieden hab.

01:11:15: Und wie gesagt, erst vor ein paar Jahren bin ich noch tiefer.

01:11:19: getaucht in mein innern leben in all diese glarscherben die ich da hatte weil ich sie sehen wollte.

01:11:25: ich wollte sie anerkennen ich wollte sie fühlen ich wollte wissen wie sie funktionieren welche strategien sie haben welche welche programme.

01:11:34: ich wollte wissen wie sich das alles ausgewirkt hat und warum mein leben so war wie es war.

01:11:40: Und es war immer ein Wechselspiel zwischen analysieren und fühlen, analysieren und fühlen und da einen Schmerz fühlen und dort einen Schmerz fühlen.

01:11:46: Und man könnte sagen, dass ein Heilungsprozess nichts anderes als ein immerwährender Sterbeprozess ist.

01:11:51: Weil natürlich immer mehr von dir geht, von dem, was du aufgebaut hast, genau und was du dir konstruiert hast dadurch.

01:11:59: Und diese Transsexualität ist nichts anderes als eine harte Schale gewesen, die ich mir aufgebaut habe.

01:12:06: Weil ich nicht mehr Opfer sein wollte, ich wollte nicht mehr Unmächtig sein hilflos sein ich.

01:12:13: Ich wollte diese Angst auch nicht mehr fühlen und gleichzeitig eben noch all diese anderen Komponenten die eine Rolle spielten.

01:12:22: Jetzt warst du also irgendwann hast du dich an einen Therapeuten gewandt oder an diese stelle wahrscheinlich die du gefunden hast im internet.

01:12:29: Genau und das war eine Organisation.

01:12:33: Die sich die die gründet dieser Organisation waren beide selber trans Männer.

01:12:41: Und die waren genau.

01:12:46: Und wie groß war die Organisation?

01:12:50: Das waren irgendwie zehn, zwanzig Mitglieder sowas.

01:12:52: Da war ich zweimal.

01:12:54: Ich hab mich nicht wirklich wohl gefühlt, aber ich hab mich angekommen gefühlt.

01:12:59: Ich hatte das Gefühl, ich hab da jetzt was.

01:13:02: Ich hab da jetzt was, daran kann ich mich orientieren.

01:13:05: Weil ich ja, und da waren wir noch nicht, meine Kindheitrevue passieren ließ und festgestellt habe.

01:13:11: Ich war nie wirklich ein Mädchen.

01:13:12: Ich hab mich nicht wirklich als Mädchen gefühlt.

01:13:13: Davor schon nicht.

01:13:15: Okay.

01:13:15: Davor schon nicht.

01:13:16: Also, bevor mein Stiefvater in unser Leben kam, hab ich mich auch nicht als wirkliches Mädchen verhalten.

01:13:23: Ich hab mit einem Dreck gespielt.

01:13:25: Ich wollte Fußball spielen.

01:13:26: Ich bin noch Bäume geklettert.

01:13:29: Und dann kam ... Ja, aber da kam dann der Zusammenhang.

01:13:32: Für mich war dann alles klar.

01:13:34: Für mich hat das dann alles sing gemacht, okay.

01:13:37: Mein Stiefvater kam in unser Leben.

01:13:40: Weil ich damals schon nicht richtig war.

01:13:43: Weil ich nicht das gewünschte Mädchen war.

01:13:47: Und genau das suggeriert aber auch irgendwo die Transsexualität.

01:13:53: Genauso wie all diese Rollenbilder, diese Idealbilder, diese Schubladen.

01:13:57: Vor allem, also nachdem ich aus Tschechien komme, ist in mir verankert gewesen, dass ich sexy sein muss, dass ich irgendwann schön sein muss, dass ich mich schminken muss.

01:14:13: weil nur eine schöne Frau irgendwann einen reichen deutschen Mann heiraten wird.

01:14:17: Ach so.

01:14:18: Ja, das ist so.

01:14:20: Und wenn du keinen deutschen reichen Mann findest, dann wirst du nicht überleben.

01:14:26: Das findest du aber in sehr vielen Ländern wie Polen, Tschechien, Russland, Ukraine, die sind irgendwie bekannt für solche Muster.

01:14:38: Man sagt ja, die osteuropäischen Frauen sind viel femininer, die sind viel hübscher würden jetzt die Männer sagen.

01:14:45: Liegt teilweise auch daran, ja.

01:14:47: Also die Mutter ist Tschechisch.

01:14:49: Genau.

01:14:50: Und der Vater war dann ein Deutscher.

01:14:52: Genau.

01:14:53: Und mein Stiefvater, der dann kam, mit sechs Jahren, nachdem sich meine Mutter vom Vater getrennt hat, er war auch Deutscher.

01:15:01: Und der leibliche Vater, hast du da noch irgendeinen Rat zu ihm?

01:15:06: Nee, ich hab ihn dann mal über Facebook gefunden und wollte Kontakt aufnehmen.

01:15:13: Wir haben uns zweimal getroffen.

01:15:16: Aber er meinte, er will nichts mit mir zu tun haben, weil ich verrückt bin, weil ich krank bin.

01:15:21: Aber das hat er nicht auf meine Transsexualität bezogen.

01:15:26: Da sagte er, ich freu mich, dass du glücklich bist.

01:15:29: Okay.

01:15:31: Er hat's viel mehr auf meinen Verhalten bezogen.

01:15:34: Ich hab ehrlich gesagt nicht wirklich verstanden, warum.

01:15:37: Aber wahrscheinlich habe ich zu viel in ihm wachgerüttelt oder er hat selber etwas nicht verarbeitet.

01:15:43: Auf jeden Fall habe ich das Gefühl gehabt, ihn nicht zu brauchen.

01:15:49: Ich habe auch nicht die Notwendigkeit gesehen, mit ihm eine Verbindung aufzubauen.

01:15:54: Ich habe ihn auch nicht mehr als Vater annehmen können.

01:15:57: Ich habe ihn als Mensch angenommen und wusste, dass ich mich schon verletzt fühlte, weil er mich nicht rausgeholt hat.

01:16:08: weil er mich nicht gerettet hat, aber konnte diesen Schmerz dann wirklich durchleben und verarbeiten, indem ich erkannt hab, dass er gar nicht die Kraft gehabt hätte oder die Stärke gehabt hätte oder dass auch einfach die Umstände nicht gegeben waren, dass er mich daraus holt und rettet.

01:16:29: Genau.

01:16:30: So, jetzt bist du da in der Therapie gelandet.

01:16:35: Genau.

01:16:36: Hast du...

01:16:36: Durch diese Organisation, die haben wir dann die Therapeuten empfohlen.

01:16:40: Und dann war ich in der Therapie, genau.

01:16:41: Muss man die durchlaufen?

01:16:42: Ja, du musst.

01:16:42: Ist ein Pflichtprogramm.

01:16:43: Ist ein Pflichtprogramm,

01:16:45: genau.

01:16:45: Hattest du jemals das Gefühl gehabt, dass sie ernsthaft bei dir nachbohren, ist das so dein Istzustand?

01:16:51: Nein.

01:16:52: Oder hast du dich eher ermutig gefühlt, sogar vielleicht durch die Therapie, den Schritt endlich mal zu wagen?

01:17:00: Geht das eine noch das andere?

01:17:02: Für mich war das Pflichtprogramm.

01:17:04: Ich gehe dahin, ich will mein Ziel erreichen.

01:17:06: Ja.

01:17:07: Geht er einmal ein Monat hin?

01:17:10: Also sechs Sessions dann?

01:17:12: Ja genau, der unterschreibt mir dann meine Papiere, macht es gut, achten.

01:17:18: Und fertig.

01:17:20: Also diese Stunden waren auch wirklich keine wirklichen Stunden.

01:17:26: Ich war da meistens eher nur zwanzig Minuten drin, da hat man halt so ein bisschen geredet.

01:17:33: Und mehr war dann auch nicht da.

01:17:38: Du hast ja auch nicht viel etwas mitgenommen daraus.

01:17:41: Nee, überhaupt nicht.

01:17:42: Okay.

01:17:42: Überhaupt nicht.

01:17:45: Der Therapeut hat zu mir gesagt, dass er mich als sehr reflektiert wahrnimmt und sehr reif.

01:17:49: Was ich zu dem Zeitpunkt definitiv war.

01:17:52: Aber halt noch nicht so weise wie heute.

01:17:55: Okay.

01:17:56: Nicht so weise und nicht so tiefgehend wie heute.

01:17:59: Und das ist aber auch etwas, was vielen Therapeuten fehlt.

01:18:02: Nicht allen, aber vielen.

01:18:04: Und auch das Auge für das große Ganze.

01:18:07: Für das große Ganze.

01:18:08: Nicht nur für das kleine, sondern für das große Ganze.

01:18:13: Und jetzt durftest du dann die Hormone nehmen?

01:18:16: Genau.

01:18:17: Da bin ich zum Endokonologen gegangen.

01:18:22: Hab dann eine Spritze in den Muskeln bekommen.

01:18:26: Wie oft bekommen man die?

01:18:28: Bei mir war es alle sechs Wochen.

01:18:32: Und es war in dem Moment wirklich... einerseits hatte ich das Gefühl, kann Bäume ausreißen.

01:18:39: Aber der Schmerz war groß, also ich konnte drei Tage nicht wirklich laufen.

01:18:42: Nach jedes Mal.

01:18:43: Nach jedes Mal.

01:18:43: Nach jedem Mal.

01:18:45: Es war echt schmerzhaft und du nimmst da echt viel in Kauf.

01:18:49: Nur dafür, dass du dich dann irgendwann mal richtig und angenommen fühlst.

01:18:52: Also das ist ja auch absurd, ne?

01:18:55: Ich nehme mal an, dein Stimme hat sich dadurch auch verändert.

01:18:58: Natürlich,

01:18:58: die ist tiefer geworden, wobei sie jetzt wieder heller geworden ist.

01:19:03: Ich habe das Testosterone, glaube ich, sechs Jahre genommen.

01:19:08: Dann habe ich es von alleine abgesetzt.

01:19:12: Eine Freundin hat mich darauf gebracht.

01:19:13: Ich habe zu dem Zeitpunkt an der Hundetagesstätte gearbeitet.

01:19:16: Und ich habe mich mit der Chefin sehr gut verstanden.

01:19:19: Und habe auch viel mit ihr über die ganzen Situationen geredet, über meine Transition.

01:19:24: Und irgendwann hat sie gesagt, dass sie das als nicht richtig empfindet, was ich da tue.

01:19:34: Ich habe das aber gar nicht als transfeindlich anerkannt in dem Moment ganz im Gegenteil.

01:19:42: Ich hatte das Gefühl, das zu fühlen, was sie mir wirklich vermitteln möchte, weil sie es auf eine ganz sanfte Art und Weise gemacht hat.

01:19:50: Und ich habe dann angefangen, das Ganze zu hinterfragen.

01:19:54: Und sie hat mich dann auch gefragt, denkst du wirklich, dass du das noch brauchst?

01:19:57: Ich meine, du hast jetzt so ein bisschen Bart, deine Stimme ist tief und schlussendlich durchliebst du ja auch die ganze Pubertät.

01:20:06: Ich weiß nicht, ob das so sinnvoll ist, ob das auch wirklich gut für deinen Körper ist.

01:20:13: Und ich... Ich muss auch dazu sagen, dass ich schon ziemlich oft Körperschmerzen hatte, Muskelschmerzen, Knochen-Sperzen.

01:20:20: Aber ich hab's auf ganz andere Sachen geschoben.

01:20:22: Ich bin mal ein bisschen krank oder hab ein Virus, hab mir was eingefangen.

01:20:25: Weil ich den Zusammenhang auch nicht sehen wollte.

01:20:27: Es war ja Eigenschutz in dem Moment.

01:20:28: Weil es mein Anker war, es war mein Rettungsanker.

01:20:32: Es war eine Orientierung, die mir Anerkennung gegeben hat, die mir das Gefühl gegeben hat.

01:20:39: Ich bin für etwas Größeres da, denn das ist ja auch etwas, was die ganze Community vermittelt.

01:20:44: Wir kämpfen für Freiheit, Gleichberechtigung und Diversität.

01:20:49: wieder so groß geschrieben.

01:20:50: und ja, du hast das Gefühl, du kannst endlich mal du sein.

01:20:55: Aber das heißt nicht du sein.

01:20:56: Du sein bist du dann, wenn du mit all deinen Farben strahlst.

01:20:59: Und das heißt in dem Moment, wenn du anfängst, deine ganzen Wunden zu akzeptieren, die zu integrieren und du anfängst, dein Potenzial zu entfalten.

01:21:05: Ja, das ist wahres sein.

01:21:07: ... in meiner Welt mittlerweile.

01:21:10: Das heißt, also es hat nicht nur eine optische Veränderung gegeben.

01:21:17: Sondern auch vom Verhalten, klar habe ich mich verändert, ja.

01:21:19: Ja,

01:21:20: es wird mich echt interessieren.

01:21:22: Wie war das?

01:21:23: Hat auch deine Gedankenwelt und wie du gedacht hast, wie du ...

01:21:28: Wie

01:21:28: fühlt sich das

01:21:28: an?

01:21:28: Ich bin aggressiver geworden.

01:21:30: Ich bin ... Ich habe das ... Ja, es war ein großes Aggressionspotenzial.

01:21:36: Da ist halt dann auch wieder die Frage, wie definiert man das?

01:21:40: Ich war einfach sehr, sehr hart, sagen wir es mal so, sehr hart und habe mir dann auch irgendwie schon auf mein ganzes Sein was eingebildert, weil ich mich plötzlich wichtig gefühlt habe.

01:21:50: Ich bin dann auch eher arrogant geworden.

01:21:53: Das hat sich dann irgendwann wieder gelegt.

01:21:56: Aber trotzdem war ich einfach nicht mehr, ja, ich kann nicht mehr mehr sagen, ich war nicht ich selbst, weil wann war ich das?

01:22:05: Nie, ich war nie wirklich bei mir angekommen.

01:22:08: dieses Ankommen in sich ankommen, sich selber zu erkennen, ist ja ein wahnsinnig langer Prozess.

01:22:16: Und ich finde schon ein großes Verbrechen, dass man diesen Menschen erlaubt, nach sechs Monaten Hormone zu nehmen.

01:22:22: Selbst nach zwei Jahren ist das, das ist ein Witz.

01:22:26: dieser Prozess, dieser wirklich tiefgreifende Heilungsprozess, das Verständnis, diese Weisheit zu entwickeln für das große Ganze, was ja den Selbstfindungsprozess ausmacht, das beinhaltet das ja auch.

01:22:38: Das dauert, das dauert Jahre.

01:22:41: Wir sind ja eigentlich unser Leben lang irgendwo im Selbstfindungsprozess, weil wir da mal wieder Anteile erkennen oder da mal wieder etwas über uns herausfinden oder da wieder eine Wunde erkennen.

01:22:52: oder ja, wir lassen uns einfach nicht so sein wie wir sind.

01:22:55: So, fertig.

01:22:56: Wir lassen, wir gestehen uns auch nur selten unseren wahren Weg zu, weil wir das Gefühl haben, wir müssen den Weg gehen, der der Norm entspricht.

01:23:04: Aber Das ist einfach nicht richtig so.

01:23:07: Auf jeden Fall.

01:23:11: Genau, ich hab mich ziemlich verändert gehabt.

01:23:14: Und meine Mama, zu der ich auch Kontakt hatte, hat auch gesagt, die ist in Tränen ausgebrochen, als ich das erzählt hab.

01:23:21: Ich hab ihr sämtliches vorgeworfen.

01:23:24: Weil ich mir gedacht hab, jetzt hab ich mal was für mich gefunden.

01:23:26: Jetzt hab ich mich endlich mal unter Kontrolle.

01:23:30: Jetzt hab ich mal Macht über meinen Körper, Macht über mich.

01:23:34: Du bestimmst jetzt nicht über mich.

01:23:36: Du hast nicht mehr das Recht, mir zu sagen, wie ich auszusehen habe, wie ich mich zu verhalten habe.

01:23:41: Du musst nicht mehr irgendwie mein Leben reinfuschen.

01:23:45: Das war auch irgendwo ein Racherakt.

01:23:47: Eine Machtdemonstration.

01:23:49: Denn wenn du es wurscht, ob emotionaler Missbrauch und man muss sich in der Gesellschaft viel intensiver mit emotionalem Missbrauch auseinandersetzen, mit den Auswirkungen, weil die so schleichend sind und auf alle Fälle... Es war, wie gesagt, irgendwo ein Racheakt, eine Machtdemonstration und ich wusste zu dem Zeitpunkt aber nicht, dass ich eben nicht das Gefühl habe, dass mein Körper mir gehört.

01:24:18: Und das tut das eben nicht, wenn du missbraucht wirst, wenn du misshandelt wirst, wenn du ständig geformt wirst, wenn man dir das ständig sagt, du bist falsch, weil du ständig das Gefühl hast, du lebst im Außen und du musst dich irgendwie nur noch so regulieren und so formen, wie man dich im Außen haben will.

01:24:30: Du gehörst sie dann in dem Moment einfach nicht mehr.

01:24:33: Und Das ist etwas, was aber auch sehr viele sensible, hochsensible Menschen fühlen durch die ganzen Schwingungen, durch die Frequenzen.

01:24:43: Wir unterscheiden uns trotzdem noch mal in unsere Sensibilität und in unserem Weg.

01:24:48: Und ja, bei mir war das dann so, dass ich nicht mehr wollte, dass irgendwer noch ansatzweise über mich, über mein Leben, über mein Körper bestimmt.

01:24:59: Und ich wollte einfach nicht mehr verletzt werden.

01:25:03: Ich wollte nicht mehr.

01:25:04: Ich wollte ... mich endlich mal beschützt und sicher fühlen.

01:25:07: Und ich habe erkannt, dass ich das eben in dieser Männerrolle gefunden habe.

01:25:16: Ich habe da was gefunden, wonach ich mich ganz lange gesehen habe nach Schutz und Sicherheit.

01:25:21: Wie war jetzt die LGBTQ Community?

01:25:24: Wie kann man sich das vorstellen?

01:25:25: Ist das etwas, wo auch deine Freundschaften dann entstanden sind?

01:25:28: Nein.

01:25:30: Wo man sich gegenseitig versichert, dass man alles richtig macht?

01:25:34: oder wie ist da der Umgang auch miteinander, keine Ahnung.

01:25:41: Ich habe da keine wirklichen Freundschaften entwickeln können.

01:25:49: Ich habe mich da auch nie wirklich so richtig angenommen gefühlt.

01:25:59: Ich habe zwar das Gefühl gehabt, ich bin irgendwo angekommen.

01:26:02: Ich habe dann Anker.

01:26:05: Und irgendwie sind auch alle nett und dann unterhält man sich.

01:26:11: Aber irgendwann kann man sehr wohl erkennen, dass sehr, sehr viele, wenn nicht alle, vorsichtig ausgedrückt, wenn nicht alle wirklich zu tiefste Wunden in sich tragen, zu tiefst verletzt sind, muss nicht bei jedem so sein, aber viele haben da sehr viel erlebt.

01:26:33: Und ich konnte sehr wohl sehr viel vernabte Arme sehen.

01:26:39: sehr, sehr viele verzweifelte, frustrierte Gesichter.

01:26:46: Und irgendwann habe ich mich wieder in einem Raum gefühlt, in dem alle nur verzweifelt waren und gesucht haben.

01:26:56: Das kam aber erst ein bisschen später.

01:27:02: Ich habe diese Stunden, in denen man miteinander Zeit verbracht hat in der Organisation, die habe ich nicht immer besucht.

01:27:12: Aber immer dann, wenn ich dort war, habe ich schon immer mehr hinter diesen Schleier gesehen.

01:27:19: Ich habe hindurch geschaut und konnte einfach sehr viel erkennen.

01:27:25: Und irgendwie hatte ich das Gefühl, ich bin in einem Raum, in dem ich mit all meinen inneren Verletzungen wieder konfrontiert werde.

01:27:38: Aber da bin ich schon den Weg gegangen gewesen.

01:27:42: Es kam ja noch zu einer OP, ne?

01:27:44: Ja.

01:27:46: Und ... Das war etwas, was ich lange bereut habe, weil ich mir selber was genommen habe, weil ich etwas geopfert habe.

01:27:57: Ich habe eigentlich meinen Körper wieder missbraucht, wieder verletzt, geopfert für ein neues Leben.

01:28:06: Das war ein Tribut, den ich gezahlt habe, den ich mir selber sehr lange vorgeworfen habe, weil ich es nicht gesehen habe.

01:28:14: Ich habe viel damit zu kämpfen gehabt.

01:28:16: Aber

01:28:17: auch hier wieder.

01:28:18: Wie war die Begleitung dahin?

01:28:21: Ich hatte nie eine Begleitung.

01:28:22: Ja,

01:28:22: aber irgendwann mal bist du zum Arzt gegangen?

01:28:26: Genau, okay.

01:28:28: Diese Form von Begleitung.

01:28:29: Ja.

01:28:30: Ja, ich bin zum Arzt gegangen.

01:28:34: Der hat mir erklärt, was passiert.

01:28:37: Und rein technisch.

01:28:40: Natürlich rein technisch.

01:28:41: Aber auch nicht gefragt, bist du dir sicher, dass

01:28:43: du... Nein.

01:28:45: Nein.

01:28:45: Also, da habe ich nicht gefragt worden, sondern... Das und das passiert.

01:28:50: Hier unterschreiben, Termin ist da unter.

01:28:53: Okay, machen wir.

01:28:55: Wenn ich dann endlich Erleichterung fühle, wenn ich dann endlich ich selbst sein kann, ja, dann mache ich das.

01:29:03: Also du hast jetzt schon dieser Hormone genommen.

01:29:06: Wie lange?

01:29:07: Mehr als sechs Monate.

01:29:10: Mehr als sechs Monate, glaube ich.

01:29:11: Ich glaube sogar ein Jahr.

01:29:13: Bist du OP?

01:29:14: Bist du OP, ja.

01:29:16: Und du hast dann quasi ... Ja dich dich dafür entschieden.

01:29:23: und ja da gab es keine Gespräche mit Psychologen wieder sondern man hat gesagt okay das Ding ist durch ist klar sie will ein Mann werden.

01:29:31: Und da muss okay so das heißt.

01:29:37: Dann weiß man

01:29:38: wie lange dauert seine OP.

01:29:43: Ich glaube eine Stunde halbe bis Stunde.

01:29:48: ich kann mich überhaupt nicht mehr erinnern.

01:29:50: ich kann mich nur.

01:29:52: An dem Moment erinnern dem ich aufgewacht bin und ganz dringend auf die Toilette gemusst habe.

01:29:57: Und an angefangen hab, zu winken, wie in der Schule und mich gemeldet hab, weil ich noch so ein bisschen verwirrt war.

01:30:05: Ich hab echt angefangen, mich zu melden.

01:30:07: Darf ich gehen, ja.

01:30:09: Die Klassenraum verlassen.

01:30:15: Und dann kam die Ärztin.

01:30:17: Also, nee, das war eine Schwester, die sich dann umgedreht hat und gesehen hatte, wie ich da angefangen hab, mich zu melden.

01:30:23: Die Kamera hat gesagt, was brauchst du denn?

01:30:27: Ja, ich muss ganz dringend aufs Klo.

01:30:28: Darf ich aufs Klo gehen, wie in der Schule?

01:30:31: Da muss ich auch gedacht haben, oh Gott.

01:30:33: Aber jetzt ist es wahrscheinlich schon öfter miterlebt.

01:30:36: Na ja, und dann bin ich auf die Toilette und Schmerzen habe ich nicht wirklich gefühlt.

01:30:40: Also das war ja noch alles taub.

01:30:41: Ja.

01:30:42: Und du bekommst auch Medikamente mit nach Hause.

01:30:45: Das Ganze ist ambulant passiert, dann bin ich nach Hause.

01:30:48: Ne, ich bin nicht nach Hause gegangen, natürlich nicht.

01:30:50: Ich habe mich dann vom Taxi abholen lassen.

01:30:54: Ja.

01:30:55: Und ja.

01:30:56: Klar, paar Tage später merkst du schon die Schmerzen, aber du nimmst ja Medikamente, wodurch der Schmerz dann wieder betäubt wird.

01:31:05: Aber verstehst du, alles, was du dir selber antust, jeden Schmerz, den du dir selber antust, jeder körperliche Schmerz, ist nur ein Ruf.

01:31:17: Ein Ruf ist ein innerer Ruf.

01:31:21: Aber war eine gewisse Erleichterung in dem Moment?

01:31:23: Klar, in dem Moment.

01:31:25: In dem Moment, aber das hat auch nicht lange angehalten.

01:31:27: Es hat noch Monate, hat es noch gedauert.

01:31:31: Monate.

01:31:32: Und irgendwann habe ich wieder mich hinterfragt, mein ganzes Leben hinterfragt.

01:31:40: Wonach suche ich eigentlich.

01:31:43: Wonach, jetzt habe ich all das in Kauf genommen.

01:31:47: Und ja, jetzt, jetzt bin ich ein Mann.

01:31:49: Ja.

01:31:51: Also, eins muss ich schon sagen.

01:31:56: Also die Frauen, die fanden mich schon toll in dem Moment.

01:31:59: Ja, weil ich etwas Weiches hatte, schon eher so ein bisschen, ja, irgendwas, irgendwas, wo sie das Gefühl hatten, da fühlen sie sich irgendwie zu Hause, ja.

01:32:12: Und ich hatte auch, ja, tatsächlich, und ich hatte dann auch nur Etho-Frauen.

01:32:17: Ach.

01:32:17: Ja.

01:32:19: Und trotzdem haben diese inneren Schreie irgendwann, anfangen wieder da zu sein.

01:32:34: Sei es, dass sie durch Konflikte in den Beziehungen getriegt wurden, sei es, dass ich beruflich nicht weitergekommen bin, sei es, dass ich mich wieder leer gefühlt habe, sei es, dass ich, dass mich das Schicksal meines Bruders eingeholt hat, sei es, dass ich habe dann später einen Bruder gekriegt, der von einem mutmaßlichen, das muss ich so sagen, Sexualstraftäter vergewaltigt wurde, der sein Vater, der sein Vater ist.

01:33:08: Aber das ist eine andere Geschichte, man findet einen Teil in dem Buch, was ich ja geschrieben hab, wo ich so ein bisschen anklicken lasse.

01:33:14: Also du hast

01:33:15: einen Halbbruder, sagst

01:33:16: du.

01:33:16: Ja, genau.

01:33:16: In dem Buch lasse ich so ein bisschen anklicken, was da passiert ist.

01:33:20: Aber ist

01:33:20: nicht der Stiefvater jetzt,

01:33:21: oder?

01:33:21: Nein, der ist ja gestorben.

01:33:23: Meine Mutter ist wieder an einen Mann geraten, mit den selben Merkmalen, mit den selben Verhaltensmussern, mit den selben, mit mit allem.

01:33:34: So, und jetzt, glaube ich, verstehst du so langsam, was eigentlich es bedeutet, transgenerationale Traumata zu haben.

01:33:44: Ja, es zieht sich, zieht sich, zieht sich durch.

01:33:47: Ich habe es ja nicht ausgesprochen, ich habe ja nicht wirklich verarbeitet, was passiert ist.

01:33:54: Wo habe ich das wirklich ausgesprochen, mir denn's?

01:33:56: Ich bin nicht rausgegangen und habe gesagt, hey, mir sind die Dinge passiert.

01:34:02: Das passiert auch in der Gesellschaft.

01:34:04: Ich bin kein Einzelfall.

01:34:06: Viele schweigen bis ins ... Weiß nicht, bis ins Erwachsenealter, bis ganz spät.

01:34:12: Manche trauen sich es nie zu sagen, aber das ist ja genau der Fehler.

01:34:16: Man muss die Dinge ansprechen.

01:34:18: Im kleinen Rahmen, im großen Rahmen, wo auch immer.

01:34:21: Und jeder bringt ja noch seine eigenen Aufgaben mit.

01:34:24: Aber ja, da, an diesem Fall, habe ich gemerkt, dass ich nicht weglaufen kann und dass ... sich alles wiederholt.

01:34:34: In dem Moment, in dem der Anruf von meiner Mutter kam, dass mein kleiner Bruder erzählt hat, dass ihm etwas Schlimmes passiert ist, so wie es halt in seinem Alter erzählen konnte, ist für mich die Welt zusammengebrochen.

01:34:50: Ich war wieder retraumatisiert.

01:34:52: Ich habe das Gefühl gehabt, ich fahre wieder die selben Filme.

01:34:55: Und das war ein ganz großer Wake-up-Korn, an mich gerichtet.

01:35:02: Mach mal auf.

01:35:03: Du kannst nicht vor deinen Sachen weglaufen.

01:35:06: Die sind in dir.

01:35:08: Und die wurden wachgerüttelt in dem Moment, in dem ich den Anruf bekommen habe.

01:35:12: Ich habe wieder im Mensch schlimme Überlebensängste gehabt.

01:35:15: Ich habe wieder das Gefühl gehabt, ich werde verfolgt.

01:35:19: Gleichzeitig war da ein Täter und ich habe durcheinander in meinem Kopf gehabt, in meinem Inneren.

01:35:29: Und wusste aber zu dem Zeitpunkt noch nicht über transgenerationale Traumote.

01:35:35: Da habe ich mich dann damit länger befasst und habe eine ganz tiefgreifende Erkenntnis gehabt, die mich so berührt hat.

01:35:52: Und zwar, dass all das, was mir passiert ist, nicht nur Medien passiert, sondern auch Jungs.

01:36:02: Das war dir bis dahin nicht bewusst?

01:36:05: Nein.

01:36:06: Und da bist du jetzt der Junge, der eigentlich sich schützen wollte davor.

01:36:11: Genau.

01:36:12: Und du siehst einen Jungen vor dir, dem das aber passiert ist.

01:36:17: Okay.

01:36:19: Wow.

01:36:20: Dann hat es noch ein bisschen gedauert.

01:36:21: Ich war dann auch eine Zeit lang in Afrika.

01:36:23: Es ist sehr viel passiert.

01:36:27: Nur eine Sache, die man wissen sollte, die noch vielleicht wichtig ist.

01:36:33: Die Afrika-Reise hat mir geholfen, den Schritt zu wagen, zu mir zu gehen, zu mir zu finden, zu meiner Wahrheit.

01:36:44: Und als ich zurückgekommen bin, wollte ich nicht mehr als Maske zurückgehen.

01:36:50: Ich wollte nicht als Mauer zurückkommen, als Programm, als Verkleidung, sondern ich wollte mir selber mal die Chance geben, als jemand zurückzukommen, der sich auf dem Weg macht, zu sich selbst zu finden.

01:37:10: Schau und jetzt lernst du mich kennen.

01:37:12: Wahnsinn.

01:37:12: Als

01:37:13: das, das ich bin.

01:37:14: Aber ich ... ... sehe von mir einen glücklichen Menschen auch eine wunderschöne Frau tatsächlich.

01:37:21: Danke.

01:37:23: Ja, es ist ... ... ja, vieles ... ... war wirklich ein tiefgehendes Gespräch und ist auch ein ... ... was mich jetzt tatsächlich noch interessieren würde, ist ... ... war der Prozess des Aussteigungs des, der sage ich mal, zurück ... ... zu deiner Weiblichkeit zu finden, zu deiner Frau sein?

01:37:46: War das schleichend oder war das ... Ja.

01:37:48: eine Entscheidung.

01:37:49: Es

01:37:50: war schleichend.

01:37:51: Es war schleichend.

01:37:53: Und klar, habe ich mich dann nochmal sehr mit den Verletzungen unserer Weiblichkeit auseinandergesetzt.

01:38:03: Der Urkraft.

01:38:05: Und da sind viele Belastungen noch in der Gesellschaft verankert.

01:38:12: Wir haben immer noch viel zu viele Femizide.

01:38:14: Wir haben immer noch viel zu viele Frauen, die misshandelt und missbraucht werden, die in emotionalen Abhängigkeiten sind, die sich mit der Opferrolle identifizieren, auch wie zu viele Frauen, die zu hart sind, die Angst haben, sich verletzlich zu zeigen.

01:38:32: Aber was heißt wieder zu, zu, zu?

01:38:34: Und was geht's?

01:38:36: Es geht darum, dass man sich selbst erlaubt, einfach mal zu sein und zu seiner Wahrheit zu finden und zu reflektieren.

01:38:47: Ist das jetzt Programm?

01:38:49: Ist das eine Schicht?

01:38:50: Oder was ist das jetzt?

01:38:51: Ohne Angst vor seine Tiefe zu haben.

01:38:54: Ohne Angst zu haben, dass man falsch sein könnte.

01:38:56: Genau.

01:38:57: Und so durchliefe ich den Prozess.

01:39:00: Man nennt das ja The Transitioner, was man dann schlussendlich ist.

01:39:03: Aber ich identifiziere mich mit solchen Schubladen ja überhaupt nicht.

01:39:07: Sowas mag ich überhaupt nicht.

01:39:12: Manchmal mit jeder Schublade wieder Gefahr läuft, dass Kontrolle herrscht.

01:39:16: Ja.

01:39:17: Genau.

01:39:17: Aber wie war die Reaktion aus der LGBTQ-Community?

01:39:22: Mit der hatte ich ja keinen Kontakt.

01:39:24: Die habe ich... Ich habe nie wirklich... Also ich habe Menschen nie wirklich ganz nah an mich rangelassen, nur Vereinzelte, bei denen ich das Gefühl hatte, dass eine Verbindung entstehen kann, dass eine Verbindung da ist.

01:39:43: Aber ich kann nicht mit so vielen Menschen sein... nicht weil Menschen für mich eine Gefahr darstellen, nicht mehr, nicht weil Menschen für mich grausam sind, sondern weil ich zu viel empfange, zu viel fühle.

01:40:06: Ich brauche immer sehr viel Regenerationszeit.

01:40:09: Und das ist auch eine Auswirkung von sehr viel Trauma-Erfahrungen.

01:40:13: Das kann wieder rund positiv sein, weil man ja sehr durchlässig wird.

01:40:20: Aber da ist eben die Gefahr, dass man keine Grenzen setzen kann oder keine Grenzen sieht, was halb ich dann immer versucht habe, eine gewisse Distanz zu wahren, um mich selbst noch nicht zu überfordern.

01:40:41: Das ist, glaube ich, einfach eine gesunde energetische Hygiene, die ich für mich gefunden habe, was wie gesagt nicht bedeutet, dass ich Menschen nicht mag, was nicht bedeutet, dass ich beziehungsunfähig bin oder sowas, sondern ich.

01:40:56: Ich kenne mich mittlerweile sehr, sehr gut.

01:40:59: Ich kenne meine Alarmglocken.

01:41:02: Ich weiß, was mittlerweile mir gut tut, welche Bedürfnisse ich habe und was ich brauche, um wirklich glücklich zu sein und sich die Erlaubnis mal zu geben, seine Bedürfnisse anzuerkennen, seinen Raum einzunehmen.

01:41:28: Ich habe mich selber beschenkt, sagen wir mal so.

01:41:32: Das war ein wichtiger Schritt.

01:41:33: Das ist ein Akt der Selbstliebe.

01:41:35: Oder auch der Liebe für andere.

01:41:37: Denn lebe ich mich selbst, liebe ich andere.

01:41:39: Wo hast du die Kraft gefunden, da jetzt so offen darüber zu reden?

01:41:46: Oder seit wann redest du auch so offen darüber?

01:41:48: Seit zwei Jahren.

01:41:50: Es gibt ja schon mehrere Interviews.

01:41:53: Noch zu wenig.

01:41:54: Noch zu wenig.

01:41:56: Ja, ich bin immer offen für Einladungen.

01:41:59: Ja, ich wünsche mir einfach eben... glückliche Gesichter, zufriedene Gesichter, wahrhaftige Menschen, authentische Menschen, die strahlen.

01:42:17: Du strahlst über die Ohren.

01:42:19: Und das ist so schön zu sehen.

01:42:22: Und ich habe für mich einfach festgestellt, dass man irgendwann den Schritt wagen muss, sich mal verletzlich zu zeigen und nicht erst zu warten bis einer kommt und den sicheren Raum erschafft oder bis einer kommt, der einem die Erlaubnis gibt.

01:42:41: Wir brauchen mich darauf warten, bis uns jemand die Erlaubnis gibt, dass wir sein können, wie wir sind.

01:42:51: Und das ist etwas, was uns ausmacht, ja?

01:42:54: Die Verletzbarkeit.

01:42:55: Wenn ich mich nicht offen zeigen kann, verletzbar machen kann, wie will ich dann tiefe Verbindungen eingehen?

01:43:01: So.

01:43:03: Was ist das Resultat, wenn man eben ... nicht authentisch ist, wenn man sich nicht zeigt in seiner Wahrhaftigkeit, in seiner Verletzbarkeit.

01:43:13: Man wird sich selber fremd.

01:43:16: Und das ist auch Transsexualität, eine Selbstentfremdung.

01:43:22: Ich sehe das als Selbstentfremdung.

01:43:25: Und wenn man sich in der Gesellschaft so umsieht, ja, wir werden mehr zu Fremde.

01:43:32: Wir misstrauen einander.

01:43:36: Wir sind teilweise schon so, dass wir nach draußen gehen und das bewaffnet.

01:43:43: Versuchen, mit Ellbogen durchzugehen.

01:43:48: Das sind alles so Warnzeichen, die eigentlich sagen, es muss mal was passieren, es muss sich was verändern.

01:43:56: Und ich sehe eben die Veränderung in der Offenbarung, in der Verletzbarkeit, im Sich zeigen.

01:44:06: Und ich sage es mal so, was kann mir passieren?

01:44:11: In dem Moment, in dem du dich verletzbar machst, in dem du das zeigst, hat niemand mehr Kontrolle und macht über dich niemand.

01:44:20: Was soll mich verletzen?

01:44:21: Ich zeig mich doch schon verletzbar.

01:44:23: Verletzten kann mich dann nur jemand, wenn er versucht, Mauern einzustürzen, wenn er was triggert, wenn, wenn, wenn, wenn.

01:44:31: Ich bin mir meiner Verletzungen sehr bewusst und mag sein, dass noch Dinge kommen, ich kann jetzt nicht sagen, ich bin schon voll fertig, aber ich kann sagen, ich verkörpere meine Wahrheit immer mehr und ... Sie findet immer mehr ein Stabilität.

01:44:45: Du wirkst jetzt, als ob du wirklich austherapiert bist.

01:44:49: Du hast am Anfang gesagt, dass du sogar Stimmen hörst, dass manche sagen, du wärst übertherapiert.

01:44:54: Ja, man liest ja so Kommentare.

01:44:56: Ich bin ja ein ganz großer Fan von Kommentare lesen.

01:44:59: Und da habe ich mich dann schon gefragt.

01:45:00: Also ich sage in einem Interview, ich war eigentlich bei keinem Therapeuten außer... Als ich mich dazu entschieden habe, die Transition zu gehen und bei dem Therapeuten war ich unter sechs Monaten, ah, zwanzig Minuten, dreißig Minuten und man hat sich halt ein bisschen unterhalten.

01:45:16: Also, ja, man sollte auch schon zuhören, wenn man, wenn man kommentiert, also ich kann nicht von mir behaupten, dass ich übertherapiert bin, weil ich war in Katowice.

01:45:27: Aber trotzdem bist du sehr selbst reflektiert und scheint es auch tatsächlich Gehalt.

01:45:33: Ja, wir sind ja alle heil.

01:45:34: Es kommt immer auf unsere Perspektive an.

01:45:37: Also ich schaffe derzeit Räume, in denen Menschen die Möglichkeit bekommen, tiefgreifende Traumeheilung zu erfahren, wo Trauma nochmal aus einer viel höheren Perspektive betrachtet wird, wo man Identitätskonflikte nochmal viel tiefer verstehen lernt.

01:45:57: Und die Kernaussage in diesen Räumen wird immer dieselbe sein.

01:46:03: Du brauchst eigentlich keine Behandlung.

01:46:06: Du bist bereits vollkommen, nur in dem Moment, in dem ich mich behandle.

01:46:10: Es mag sein, dass Therapien jetzt von Grund auf nicht schlecht sind, aber in dem Moment, in dem ich eigentlich einen Menschen sage, du musst behandelt werden, setzt sich ja den Fokus auf seinen Symptom darauf, dass er zerbrochen ist, aber er ist nicht zerbrochen.

01:46:22: Es geht darum, diese Bruchstücke als vollkommen anzuerkennen, aber die kann ich nur anerkennen, wenn ich den Sinn dahinter sehe, wenn ich tiefer schau und sie dann integriere.

01:46:33: Wenn ich wenn ich die Umkehrung dahinter verstehe, also ist es etwas,

01:46:36: also sie nicht raus zu drängen oder los zu werden, sondern tatsächlich.

01:46:40: Das hat ja einen Sinn.

01:46:42: Zum

01:46:42: Armen.

01:46:43: Ja, vielleicht noch noch ein ganz ganz schöner Impuls, eine Erkenntnis, die, die mich so berührt hat, die ich eines Tages so gefühlt habe.

01:46:53: Also, man muss auch sagen, das ist alles nicht angelesen oder ich habe auch keine Ausbildung gemacht oder sowas.

01:46:59: Sondern das ist wirklich alles gelebt und das lebt und Ich hab's alles erfahren und erkannt und diese eine Erkenntnis war für mich wirklich sehr, sehr berührend.

01:47:13: Das Gott, das Göttliche will ja, dass alle Menschen wieder nach Hause finden und schlussendlich wollen auch alle wieder nach Hause finden.

01:47:24: Egal welche Strategien ich an den Tag lege, egal wie grausam ich bin, ich verzehe die Grausamkeit nicht, weil ich von Grund auf böse bin.

01:47:34: Hast du schon mal ein böses Baby gesehen?

01:47:36: Nein.

01:47:37: Wie wir sind rein.

01:47:39: Man könnte das aus einer spirituellen Perspektive nochmal anders betrachten.

01:47:44: Aber darauf möchte ich jetzt nicht eingehen, auch wenn es da nochmal ganz viele andere Sachen gibt.

01:47:49: Die Kernaussage und die die Haupterkenntnis dahinter ist, das göttliche will, dass alle nach Hause finden.

01:47:56: Und das göttliche Gott, man selbst, der göttliche Funke, schickt seine hellsten Kinder in die dunkelsten Täler, weil er dadurch am besten wirken kann.

01:48:07: Das

01:48:09: ist übrigens ein sehr christlicher Gedanke.

01:48:13: Ja, ich glaube ja an Christus.

01:48:16: Aber ich nenne es ein bisschen anders.

01:48:17: Ich nenne es den Bewusstseinszustand, den Christusbewusstseinszustand.

01:48:21: Das ist pure Liebe, pure sein, Wahrheit, Puhheit, Natur.

01:48:25: Und diese Erkenntnis hat mich so berührt und es hat mich auch irgendwie geerrt und beschenkt.

01:48:31: Nicht weil ich in dem Moment alles schönreden wollte, nein, ich habe den Schmerz gefühlt, ich habe die Grausamkeit gesehen, sondern ich wollte den höheren Sinn erkennen und das ist für mich der höhere Sinn, weil das Göttliche kann durch seine hellsten Kinder wirken.

01:48:48: Und ich glaube ganz fest daran, dass jeder eigentlich nach Hause finden möchte, dass jeder wieder in die Verbundenheit gehen möchte, in dieser tiefen Liebe auch ankommen möchte, in in das Abbild der göttlichen Schöpfung.

01:49:08: Und wenn ich als Kind an jemanden gerate, der so viele Zersplitterungen in sich trägt und sich nicht als Abbild des göttlichen Ursprungs anerkennt, natürlich triggert man dann in dem Moment mit seiner eigenen Reinheit sämtliche Schattenanteile, sämtliche Wunden.

01:49:31: Aber das macht ja was mit einem.

01:49:35: Da kommt komplette Überforderungen, da kommt Unsicherheit, da kommen alle Ängste.

01:49:42: Und das war übrigens auch eine weitere Erkenntnis.

01:49:44: Ich hab dann erkannt, dass das nur Angstreaktionen waren, nicht aus pohre, boshaft, nicht aus Grausamkeit, sondern aus Angst.

01:49:54: Weil keine Liebe mehr Platz hatte, die ich diesen Menschen gezeigt habe.

01:50:01: Und ich... wurde nie böse.

01:50:05: Ich konnte das gar nicht.

01:50:08: Das war mein größter Albtraum der Gedanke.

01:50:11: Ich könnte so werden wie er.

01:50:15: Und gleichzeitig habe ich dann auch wiederum gesehen, wie sehr ich ihn abgewertet habe.

01:50:18: Ich wollte einfach nicht diese Sachen tun, die er getan hat.

01:50:24: Genau.

01:50:26: Aber so.

01:50:27: Das Göttliche schickt seine hellsten Kinder in die dunklesten Hele und diese zu durchleuchten mit seiner Kraft und Macht.

01:50:32: So dass Licht wieder walten kann und liebe.

01:50:40: So sollen wir noch eine Frage.

01:50:42: Also ich habe eine eine zum Schluss tatsächlich.

01:50:44: Und dann

01:50:44: kommen wir zu den.

01:50:47: So.

01:50:49: Haben sich eigentlich.

01:50:52: Leute ermutig gefühlt.

01:50:53: Durch deinem Lebensgeschichte jetzt.

01:50:55: Deine Erfangen

01:50:55: und auch

01:50:56: sich gemeldet gesagt haben.

01:50:59: Danke was du da erzählst.

01:51:00: Das trifft mich gerade und ja.

01:51:03: Tatsächlich also ich hab.

01:51:05: hin und wieder E-Mails bekommen.

01:51:07: Ich habe es auch in den Kommentaren gelesen, bei einem Gast.

01:51:12: Und es inspiriert mich, es freut mich, es berührt mich selber und ich... Und das ist so ein schönes Gefühl und da danke ich auch jedem, der sich das Video anschaut.

01:51:25: Jeder, der sich das anschaut, sich das anhört.

01:51:29: Verleid wiederum dem Ganzen, was ich erlebt habe.

01:51:32: Sinn.

01:51:34: Ja, das ist ein Geben und Nehmen in dem Moment.

01:51:38: Ja.

01:51:39: Schön, sehr schön.

01:51:41: Ja, kommen wir zu den sechs Fragen.

01:51:45: Wir machen sie kurz, weil vieles hast du eigentlich auch schon beantwortet.

01:51:52: Die Frage, eine war sehr technokratisch vielleicht auch.

01:51:56: Wer hat die Kosten für die OP-Beratung, die Psychologen übernommen?

01:52:00: Ja, die Kosten wurden einerseits von der Krankenkasse übernommen und die Operation wurde von mir bezahlt.

01:52:07: Die musstest du selber zahlen.

01:52:09: Okay.

01:52:10: Also da, das hat die Krankenkasse nicht übernommen.

01:52:14: Ist es teuer?

01:52:17: Es hat damals sieben Monate Euro gekostet.

01:52:24: Welchen Einfluss, Nummer zwei, welchen Einfluss hat die Gesellschaft, die heutigen Gesetze und die Politik auf die Entscheidung der

01:52:35: Transition?

01:52:36: Transition.

01:52:39: Wir beeinflussen uns alle gegenseitig.

01:52:49: Es gibt viele Eltern, die sagen, die Medien sind schuld.

01:52:52: Dann gibt es andere, die sagen, die Politik ist schuld.

01:52:54: Dann sagen wieder andere, die Community ist schuld.

01:52:57: Wir können in der Schuldzuweisung verweilen und uns noch mehr Schuld auferlegen.

01:53:05: Aber das ist nicht lösungsorientiert.

01:53:09: Wenn du sagst, Lösungsorientiert muss man erkennen, dass ein Problem da ist, glaube

01:53:12: ich.

01:53:12: Definitiv, aber ich kann ja nicht das Problem mit Schuld ausgleichen.

01:53:17: Also ich bin ja sowieso kein Fan von Schuld, weil ich sage, dass niemand Schuld trägt, sondern es gibt Ursache und Wirkung, denn in dem Moment, wo ich sage, es gibt einen Schuldigen, dann verursache ich ja eigentlich noch mehr Schuld.

01:53:31: Also Schuld.

01:53:33: kann ich mit Schuld aufgehoben werden, das geht nicht.

01:53:36: Aber

01:53:36: Verantwortung?

01:53:37: Verantwortung ist ein anderes Thema.

01:53:39: Und wir alle tragen Verantwortung, in dem Moment, in dem ich das Hausverlasse trage, Verantwortung, in dem Moment, in dem ich aufstehe, trage ich Verantwortung.

01:53:47: Also ich sehe das alles einfach, wie gesagt, aus einer ganz anderen Perspektive, denn in dem Moment, in dem ich mein Unterbewusstsein nicht kenne, in dem Moment, in dem ich meine eigene Familiengeschichte nicht kenne, Dinge bereinige, mein Unterbewusstsein auf Wahrheit, Unwahrheit überprüfe, bin ich entweder Chaos oder Frieden.

01:54:08: Wir sind uns unserer eigenen Macht und Kraft überhaupt nicht bewusst.

01:54:14: Wenn wir sagen, dass Gott in allen lebt, und das ist so, das sagt man auch im Christentum, dann heißt es automatisch, dass du die Kraft und die Macht in dir hast.

01:54:24: Und mit genau dieser Gewalt strahlst du aus.

01:54:27: Mit dieser Gewalt kreierst du oder zerstörst du.

01:54:30: Zerstörung muss jetzt nicht immer schlecht sein.

01:54:32: Manches muss einfach niedergerissen werden, damit etwas Neues entstehen kann.

01:54:34: Aber Fakt ist, wir alle tragen Verantwortung, was in der Gesellschaft passiert.

01:54:40: Und wenn ich nicht mehr möchte, dass diese globale Identitätskrise waltet und so viel Macht und Kraft hat, müssen wir uns daran erinnern, was unserer Wahrheit entspricht.

01:54:50: Und das sind keine Schubladen, das sind keine Rollen.

01:54:53: Das ist nichts außer Liebe.

01:54:56: Ja, trotzdem kann man ja sagen, dass trotzdem irgendwie was sich getan hat in den letzten Jahren, wenn man die Statistik anschaut, die Transitionen steigen.

01:55:05: Ja,

01:55:06: rapide, nicht nur hier, sondern auch in Amerika, das ist ja schrecklich, was da passiert.

01:55:10: Das heißt, irgendwas hat sich ja verändert, das ist ja nicht so, dass auf einmal, also viele sagen, okay, es wird jetzt endlich mal offen darüber in der Gesellschaft besprochen.

01:55:19: Bestimmt auch ein Grund, dass eine gewisse Enttabuisierung da ist.

01:55:26: Aber es gibt bestimmt auch Faktoren, die das vielleicht sogar für ihre Ziele pushen.

01:55:30: Natürlich, da steckt ja eine ganze Agenda dahinter.

01:55:32: Deswegen heißt ja mein Buch Trans Agenda.

01:55:35: Wir sind gar nicht dazu

01:55:36: gekommen, dass es hier zum Kern... Ja, es ist ja nicht schlimm.

01:55:42: Ich glaube, wenn man um das große Ganze verstehen zu können, braucht man eben auch gewisse Perspektiven und ich hoffe, ich... konnte vieles in diesem Gespräch sagen, was für den einen oder den anderen relevant ist.

01:55:54: Aber ich verstehe, worauf du hinaus möchtest.

01:55:58: Aber ist auch wieder aus einer höheren Perspektive.

01:56:03: Es gibt immer Plus und Minus.

01:56:06: Es gibt immer Pole.

01:56:08: Da, wo eine Agenda ist, die eine negative Intention hat, die gewisse Ziele verfolgt, die nicht zum Wohle des Menschen sind, gibt es Menschen, die das zulassen.

01:56:22: gibt es Menschen, die ihre Macht abgeben, die ihre Verantwortung abgeben.

01:56:25: Politiker wiederum, das Oben ist nur der Spiegel, ist das Unten.

01:56:30: Ja, also, es ist halt, ich finde das immer ganz schwierig.

01:56:35: Es gibt so viele Faktoren, aber ich glaube, die Bewusstwertung ist das Allerwichtigste, dass man sich seiner Kraft und seiner Macht bewusst wird, vor allem Eltern.

01:56:49: Warum geben die ihre Kinder ab?

01:56:51: Und das ist kein Angriff, das ist auch kein Verurteil.

01:56:54: Aber ich habe so das Gefühl und das konnte ich auch immer mehr beobachten.

01:56:57: Sobald die ihre Kinder in Kindergarten oder Schule oder wo auch immer abgeben, geben die die ab.

01:57:03: Also es ist nicht nur ein, ich bring dich in die Schule oder ich bring dich in den Kindergarten, sondern ich...

01:57:08: Fertig los!

01:57:09: Ja, und das ist bei vielen so und das... Muss keine bösartige Intention sein, die sie dann in dem Moment haben.

01:57:16: Das

01:57:16: ist ja auch die Gesellschaft, die das einfordert und so weiter.

01:57:18: Genau, das ist das andere, die finanziellen Aspekte.

01:57:21: Und ich habe halt das Gefühl, dass das gerade so viel im Umbruch ist, das andere wieder beim Einstürzen ist.

01:57:27: Und dann wird auch so viel Propaganda betrieben, so viel Angst gemacht.

01:57:31: mit den Kriegsszenarien.

01:57:33: Und dann hört man wieder da schlechte Nachrichten.

01:57:35: Und dort sind ja alles Informationen.

01:57:38: Und schlussendlich könnte man sagen, wir sind im Informationskrieg angelangt.

01:57:41: Der ist ja schon längst da.

01:57:42: Was kann man denn alles mit Menschen machen, die Angst haben?

01:57:46: Ja, die geraten in Panik und plötzlich lassen sie sich kontrollieren, weil sie einen Retter suchen, weil sie sich ihrer eigenen Macht und Kraft nicht bewusst sind.

01:57:54: Also, ganz kurz eine Frage.

01:57:56: Woran sollen sich eigentlich Kinder noch orientieren?

01:57:58: Jetzt mal ganz ehrlich.

01:58:00: Wo finden die noch?

01:58:01: klare Orientierung und Stabilität.

01:58:05: Schon allein der Aspekt, dass sie irgendwelche Dragqueens in Kindergärten vorlesen.

01:58:13: Das ist ein Verbrechen.

01:58:14: Und da mag jede Dragqueen jetzt ganz laut schimpfen.

01:58:18: Darf sie.

01:58:20: Verstehe ich, dass sie sich getrickert fühlt.

01:58:23: Aber auch diese Dragqueen, wenn sie erwachsen ist und Verantwortung trägt und wirklich bewusst ist, dann weiß die, dass das nichts für Kinder ist.

01:58:34: Diese sexuelle Übertreibung, dieses Überschminkte, was total Realitätsfern ist.

01:58:42: Diese Kids sind in ihrer Selbstfindungsphase.

01:58:46: Da brauchen die Klarheit, da brauchen die Orientierung, da brauchen die Stabilität.

01:58:49: Was machten das mit einem Kind, wenn es generell schon daheim instabil ist?

01:58:53: Was machten das mit einem Kind, was sich damit nicht identifizieren kann?

01:58:56: Das denkt am Ende noch, dass er selber falsch ist.

01:58:59: Und dann denkt es vielleicht auch noch... Oh, dieser Mensch bekommt Anerkennung daheim, bekomme ich das nie.

01:59:05: Zack.

01:59:06: Zack.

01:59:07: Springt dieses Kind auf den Zug auf.

01:59:09: Und sagt, ach, Drag Queen.

01:59:10: Nee, nee, ich werde ja gleich trans.

01:59:12: Und manche Anna wird dann wahrscheinlich sagen, oh, die übertreibt.

01:59:15: Nein.

01:59:16: Und das ist zum Beispiel auch was, was ich geben ankreide, der sagt, na ja, die übertreibt.

01:59:24: Warum brauchen es die Leute immer schmerzhaft?

01:59:28: Es muss immer... erst laut werden und scheppern und fast zu spät sein, bis der Mensch reagiert.

01:59:35: So, was ist das für ein Anzeichen?

01:59:39: Ja, es ist ein Unmachtsanzeichen.

01:59:42: Es ist ein Schlaf, also das ist wie so ein Schlafbewusstsein, Transbewusstsein.

01:59:47: Und je mehr ich mich dann zum Beispiel mit dissoziativen Zuständen auseinandergesetzt habe, konnte ich für mich schließen, dass wir in einer Gesellschaft leben, wo die meisten dissociieren, weil die nicht mehr mit sich sind, in sich sind, sondern nur noch im Außen in irgendwelchen Schubladen und ihre Anteile sind irgendwo ganz weit hinten.

02:00:07: Was hat das zur Auswirkung?

02:00:09: Hast du dann gesundes Urteilsvermögen?

02:00:11: Nein.

02:00:12: Hast du deine Verantwortung in dir, trägst du die in deinen Händen?

02:00:15: Hast du die?

02:00:16: Nein.

02:00:17: Also, ja, und daran sieht man, wie komplex und wie groß das ganze Thema eigentlich ist.

02:00:22: Also, ich bin immer ein Fan von... Mikro-Kosmos und Makro-Kosmos.

02:00:28: Um das Kleine zu verstehen, muss man es von oben betrachten, um dann wieder ins Kleine zu gehen.

02:00:32: Also, so.

02:00:34: Ja.

02:00:34: Genau.

02:00:35: Ja, schön.

02:00:37: Eine interessante Frage auch.

02:00:38: natürlich interessiert viele, was mit kleiner OP war.

02:00:46: Ich glaube, das hast du schon so ein bisschen beantwortet, wer deine Meinung nach verantwortlich ist für die OP.

02:00:50: Ich?

02:00:51: Du natürlich selbst.

02:00:52: Ich?

02:00:53: Ich habe das zugelassen.

02:00:55: Es gab in einem Interview, wo die Menschen, wo ein, zwei Leute geschrieben haben, ja, wenn man das getan hat, dann muss man halt dazustehen.

02:01:04: Und ich hasse diese Mitleidschiene.

02:01:07: In meines Erachtens geht es hier gar nicht um Mitleid.

02:01:11: Ich will auch gar keinen Mitleid und ich schiebe auch gar keine Verantwortung ab.

02:01:15: Also ich sage sehr wohl, dass ausgebildete, studierte Menschen Die von sich behaupten, sie haben eine Expertise, soweit sein sollten, gewisse Sachen zu erkennen.

02:01:35: Wenn ich das nicht tue, dann habe ich keinen Recht darauf, jemanden zu begleiten.

02:01:42: Aber das, was ich mit mir getan

02:01:44: habe,

02:01:46: dafür trage ich selber Verantwortung und ich gebe auch niemanden, weder Therapeuten noch Ärzten die Schuld.

02:01:53: Ich kann es in Amerika beobachten.

02:01:55: wo manche dann angefangen haben, Therapeuten zu verklagen, Ärzte zu verklagen, obwohl diese Menschen volljährig waren.

02:02:03: Naja, meistens ist es ja so, dass diese Kids, jungen Erwachsenen, ihre Eltern mit dem ganzen Theater in den Wahnsinn treiben.

02:02:12: Ja, also ich habe da teilweise Eltern begleitet, bei denen habe ich weder einen noch ausgewusst, weil diese jungen Erwachsenen überhaupt gar keinen Respekt mehr vor ihren Eltern hatten.

02:02:28: Natürlich, das ist das Produkt der Eltern.

02:02:31: Eltern haben häufig nicht mehr das Gefühl für eine gesunde Erziehung.

02:02:35: Sie sind übervorsorglich.

02:02:38: Geben den Kindern viel zu viel, engen sie dann wiederum ein, erwarten wiederum viel zu viel oder vernachlässigen sie.

02:02:45: Also es gibt ja ganz viele Mängel, die davor herrschen, aber Das ist ja nicht bös gemeint.

02:02:51: Das ist auch nicht verurteilt gemeint.

02:02:53: Was auf was ich aufmerksam machen möchte, ist, dass man als Elternteil das Kind nicht abgeben sollte.

02:03:05: In keinerlei Hände.

02:03:07: Und wenn ich irgendwelche Translight-Fäden in den Schulen sehe, oder sehe, da gibt es eine Veranstaltung, wo eine Drag Queen vorliest, oder sehe, dass es einen Tag gibt, wo ... wo irgendwelche Menschen von LGBTQ-Communities in die Schule kommen, um aufzuklären, dann macht es mein Kind in dem Moment einfach nicht mit.

02:03:30: Und da brauche ich auch keine Angst haben, dass ich dann als intolerant gelte oder als spießig oder als feindlich, nein, dann habe ich mein Kind zu schützen vor so einem Einfluss.

02:03:43: Weil diese Dinge so stabil Die familiären Konstrukte auch sein mögen, machen etwas mit einem, vor allem wenn man dann in der Klasse mit mehreren Kindern sitzt, die vielleicht keine stabilen Verhältnisse haben, die dann voll auf den Zug abfahren.

02:03:58: Und dann sind das auch noch meine Freunde.

02:04:00: Ja, dann macht das was mit mir.

02:04:02: Genau.

02:04:03: Aber, ja, ähm, ich ...

02:04:10: Also ich merke, wir könnten wahrscheinlich noch eine ganze Stunde weiter mit dir reden.

02:04:14: Habe ich denn jetzt eigentlich die Frage beantwortet?

02:04:16: Ich denke schon

02:04:16: sehr gut sogar.

02:04:18: Wie groß war die Angst vor Komplikation bei der OP?

02:04:24: Ich hatte generell kleine Brüste.

02:04:30: Ich habe die gehasst.

02:04:33: Weil mein Stiefvater zu mir gesagt hat, dass ich keine habe und dass ich so mit keine Frau bin.

02:04:39: Und da war ich grad mal vierzehnt, da hatte mich an die Wand gedrückt und meine Brüste angefasst und dann gesagt habe, was bist denn du für eine Frau?

02:04:45: Du bist gar keine Frau.

02:04:47: So was passiert, ja?

02:04:49: Kein Einzelfall.

02:04:51: Ich sage all diese Dinge, weil ich genügend gekannt habe, kennengelernt habe, die solche Dinge erlebt haben und die kriegen so wenig Gehör.

02:05:02: Warum schiebt man die in irgendwelche Beratungsstellen ab?

02:05:04: Warum separiert man die?

02:05:05: Klar, soll ihnen geholfen werden, aber gleichzeitig sollte in der Gesellschaft.

02:05:09: Ein Gehör.

02:05:12: Für genau solche Geschichten.

02:05:14: Größer werden.

02:05:16: Ja.

02:05:16: Damit.

02:05:17: Es kein Tabuthema mehr ist.

02:05:20: Aber ja.

02:05:21: Genau und ähm.

02:05:23: Ich hatte da gar keine Angst, weil ich wusste, das ist ein kleiner Eingriff für dich, aber auch keine Narben und nichts.

02:05:29: Okay.

02:05:30: Okay.

02:05:31: Ja, gut.

02:05:33: Ähm.

02:05:34: Eine, eine Frage ist spannend, finde ich.

02:05:37: Das wäre noch jetzt so.

02:05:38: Ich glaube, das wird die letzte und das kann ich doch schon.

02:05:41: Dass unser Ego unser ich quasi von uns selbst im Kopf gebildet wird.

02:05:45: denkst du du hättest theoretisch die Möglichkeit gehabt deine.

02:05:49: Psychische Einstellung lieber zu ändern statt eine physische.

02:05:54: Und was war für dich irgendwann der Punkt dass du gesagt hast ich muss diesen harten Weg gehen glaubt.

02:06:01: In dem

02:06:02: Gespräch habe ich schon beantwortet aber kurz.

02:06:08: Ja, das ist auch ein sehr komplexes Thema, das selbst und das ich und das.

02:06:14: Ja, ich glaube, wie gesagt, dass unser Leben eine Selbstfindungsreise zum größten Teil ist und dass das selbst aber nichts mit irgendwelchen Programmen, mit Ego-Konstrukten oder mit Identitäten oder mit Rollen zu tun hat.

02:06:36: Auf diese Frage müsste ich jetzt um sie wirklich... richtig beantworten zu können bräuchten wir glaube ich noch mal ne Stunde

02:06:43: oder wir machen es kürzer und sagen die sollen dein buch lesen

02:06:46: genau ja.

02:06:50: Ja danke.

02:06:52: also wir können das auf jeden fall empfehlen.

02:06:54: ich glaube wir können das sogar auch in unserem shop aufnehmen wenn nicht der link ist auf jeden fall dann unter dem video

02:07:00: genau also da.

02:07:03: dieses Buch verbindet persönliche Erfahrungen mit spirituellen Einsichten, spirituellen Anführungsstrichen, Einsichten.

02:07:12: Weil mit Spiritualität wird mittlerweile so viel verbunden, was nichts mehr mit der Wahnspiritualität zu tun hat.

02:07:17: Aber ja, es ist eine Verbindung zu persönlichen Erfahrungen, spirituellen Einsichten, psychologischen Ursachen und aus systemkritischen Reflektionen.

02:07:30: Also es wird sehr viel erklärt.

02:07:33: Und ich glaube, selbst wenn man nicht betroffen ist, kann man aus diesem Buch sehr viel rausziehen für sich.

02:07:39: Ja, super.

02:07:41: Vielen Dank.

02:07:41: Es war wirklich ein kurzweiliges Gespräch, aber ich glaube, das war eines der längsten, was wir hier hatten.

02:07:46: Ja.

02:07:47: Und ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute.

02:07:50: Liebe Zuschauer, lasst bitte einen Like da.

02:07:53: Das hilft uns, hilft uns auch solche Gespräche weiterzuführen.

02:07:57: Das kostet euch nichts.

02:07:58: Das kostet auch nicht, wenn ihr unseren Kanal weiterhin abonniert.

02:08:02: Damit wir weitere Gäste haben, die interessant sind, wir wünschen euch auf jeden Fall einen schönen Abend, schönen Tag, schönen Morgen, wann auch immer ihr eingeschaltet habt.

02:08:11: Tschüss.

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