Travestie-Rebell Kay Ray über Humor, Cancel Culture & woke Spießigkeit | Interview
Shownotes
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00:00:00: Interessiert mich gar nicht, wie sie wählen.
00:00:01: Aber wenn mich nicht interessiert, wie sie wählen, interessiert sie auch nicht, was ich für will zu machen.
00:00:05: Fangen wir also gleich an.
00:00:06: Zigeunersoße, Zigeunersoße, Zigeunersoße, Zigeunersoße, Zigeunersoße, Zigeunersoße, Zigeunersoße, Zigeunersoße, Zigeunersoße, Zigeunersoße, Zigeunersoße, Zigeunersoße,
00:00:13: Zigeunersoße,
00:00:13: Zigeunersoße, Zigeunersoße, Zigeunersoße, Zigeunersoße, Zigeunersoße, Zigeunersoße, Zigeunersoße, Zigeunersoße, Zigeunersoße, Zigeunersoße, Zigeunersoße, Zigeunersoße,
00:00:20: Zigeunerso.
00:00:21: Kay Ray, ein Künstler, der sich selbst einen staatlich geprüften Dachschaden attestiert.
00:00:25: Ich kann jetzt Sachen sagen, die hat hier noch nie jemand gesagt.
00:00:27: Ficken vor zu Hitler!
00:00:29: Kämpft seit thirty-fünf Jahren gegen die Spießer der Nation.
00:00:32: In den letzten Jahren begann er seine Karriere als Comedian und Travestiekünstler mit Vollbad.
00:00:37: Kannst auch deinen Hamster ficken, aber dann vermehrste dich nicht.
00:00:39: Also ich hab's mal probiert, meiner ist geplatzt.
00:00:43: Heute wird er gekänzelt, weil er die Spießer des linken Bürgertums aufs Korn nimmt.
00:00:50: Ist
00:01:00: wirklich ein ganz besonderer Gast diesmal.
00:01:02: Es ist ein Paradiesvogel.
00:01:04: Kai, ne, K-Ray, so ist es.
00:01:06: Ja, K-Ray heißt ja.
00:01:07: Ja, super.
00:01:08: Aber
00:01:09: nicht so bunt.
00:01:10: Nein, nein, nicht so bunt.
00:01:11: Nein, es ist ja meine Berufsbekleidung.
00:01:15: Und es gibt ja auch tatsächlich auch noch einen Unterschied zwischen K-Ray und Kai David.
00:01:19: Also es ist dann doch schon ein bisschen Rolle.
00:01:22: Was wäre das?
00:01:24: Ich glaube, K-Ray traut sich Sachen, die Kai sich nicht... Wobei, dass das Wort Trauen vielleicht auch falsch ist.
00:01:33: Machtsachen.
00:01:34: Also es hat mit Mut gar nichts zu tun, sondern K-Way ist dann doch, wenn Kai privat auch so wäre, wäre das sehr anstrengend.
00:01:42: K-Way ist sehr anstrengend.
00:01:43: Das ist jemand, den man zwei Stunden ertragen kann oder drei Stunden, meine Schulz gehen ja sehr lang, kann man den ertragen, aber dann ist auch gut.
00:01:50: Man hat sich dann totgelacht oder sich schwarz geärgert, aber drei Stunden reichen.
00:01:56: ...
00:01:58: darf man das heute sagen, noch schwarz ärgern.
00:02:00: Schwarz ärgern, da.
00:02:01: also ich sage es ja, also ja, also ich sage es.
00:02:05: Du bist ja bekannt aus Film und Fernsehen, sagen wir mal so.
00:02:08: Du warst bei Markus Lanz, du warst, glaube ich sogar bei Verstehen Sie Spaß, du warst bei der Anstalt.
00:02:15: In letzter Zeit ist ein bisschen ruhiger geworden.
00:02:18: Aber sagt mal den Leuten, die noch nicht das Fernsehen kennen, sondern nur YouTube, wer bist du eigentlich?
00:02:24: Das ist ganz schwierig zu beschreiben.
00:02:26: Ich bin ein staatlicher ungeprüfter Dachschadenbeauftragter und bin eine bisexuelle Restaurantsau.
00:02:37: Also das sind natürlich alles so Spaßbegriffe, Gleichhaltungsbeauftragten, Schreck.
00:02:42: Ich bin jemand, der sich einsetzt für die freie Kunst.
00:02:45: Ich komme aus einer Zeit, ich stehe seit thirty-fünf Jahren oder so auf der Bühne und komme aus einer Zeit, in der die Menschen sehr entspannt lebten, alle zusammen, in die viele Menschen sich zurücksehnen.
00:02:58: Und das war so begonnen, habe ich neunundneunachtzig, meine Karriere als Travestiekünstler.
00:03:04: Aber schnell war mir das zu eng, der Travestiekünstler zu sein.
00:03:07: Es ging mir auf den Sack auszusehen, wie ne... wie eine klassische Frau.
00:03:11: Ich bin immer schon ein Fan gewesen von Kate Bush, Patty Smith, Nina Hagen, Eva-Maria Hagen, Wolf Biermann.
00:03:18: Und diese ganzen Widersacher und Querdenker und Quero-Landen hatten es mir angetan.
00:03:22: Die hatten in der Travestie nichts zu suchen.
00:03:25: Also besann ich.
00:03:26: Ich mach's gut.
00:03:27: Bitte das
00:03:27: gerne ausführen.
00:03:29: Es ist ja spannend.
00:03:30: Ich besann mich dann darauf, also auch diese Szene, also meine ganzen künstlerische Schaffen beruht auf Gegenwehr und auf ... Kampf dagegen, also Widerstand gegen bestehende Zustände.
00:03:44: Und so habe ich mir vorgenommen, ich werde der erste Travestiekünstler, der mit Vollbad auf die Bühne geht.
00:03:49: Ich bin also Conchita Wurst, Long before Conchita Wurst.
00:03:53: Ich hatte schon Bad, da war die noch gleich geplant.
00:03:57: Und das habe ich auch durchgezogen.
00:03:58: Ich habe keine Kostüme mehr getragen, keine Paillettenkostüme oder so.
00:04:02: Sondern ich habe mir in Hamburg von den Stadtwerken einen Müllmann-Uniform geholt.
00:04:06: Und weil das war damals so die Zeit Techno und so.
00:04:10: Also ich habe diese ganze Travestistin ja dann auf den Kopf gestellt und dafür gesorgt, dass man da eben auch andere Leute sieht, gemeinsam mit übrigens Olivia Jones, die dann so ein bisschen diese Drag Sachen einführte.
00:04:24: Und damals war das total entspannt.
00:04:27: Und es gab ... Damals aber schon Spießer, die dann gesagt haben, denn sieht aber gar nicht aus wie eine Frau.
00:04:33: Der hat ja einen Bart, der darf hier nicht auftreten.
00:04:35: Die haben versucht, mir dann die Bühne zu entziehen und so.
00:04:38: Das hat es ja früher auch schon gegeben.
00:04:39: Der Bart war quasi ein Tabu-Buch.
00:04:42: Genau, das war ein Tabu-Buch.
00:04:43: Ja, ja.
00:04:44: Und die Travestistin, der war damals auch echt konservativ.
00:04:47: Das ist total lustig, wenn wir mal gelassen haben, wie es konservativ gewesen war.
00:04:51: Die Orklips mussten zum Schuh passen.
00:04:53: Das wusste alles irgendwie passen.
00:04:56: Das
00:04:57: wusste am Ende wirklich eine perfekte Frau.
00:04:59: Genau,
00:04:59: es gab da schon Regeln, wie man steht und wie man geht und all diese Dinge.
00:05:03: Und das war mir halt zu eng.
00:05:07: Und so bin ich dann da ausgewornt.
00:05:09: Ich habe also meinen Motto wahr, wenn mir ein Kollege sagt, du siehst gut aus.
00:05:14: ziehe ich mich um.
00:05:15: Also dann stimmt das nicht.
00:05:16: So war das immer.
00:05:17: Und so ist dann.
00:05:18: diese Figur entstand, die ich über die Jahrzehnte dann weiterentwickelt habe.
00:05:22: Also wenn alle nach rechts gelaufen sind, bin ich nach links gelaufen und umgekehrt.
00:05:26: Ich habe immer das gemacht, was Kollegen oder Theatermacher oder Regisseure für unmöglich hielten.
00:05:35: Also ich habe auf der Bühne... Jahre lang eine komplette Flasche Wodka ausgesoffen und habe die Show dann quasi, ich bin dann mitsamt der Show und dem Publikum abgesoffen.
00:05:45: Also das war dann ja auch interessant.
00:05:46: Die Witze wurden immer gemeiner und es wurden alles, die Situationen immer böser.
00:05:51: Es gab nie feste Texte.
00:05:53: bis heute, habe ich keine festen Texte, sondern alles, was ich erzähle, sind Erlebnisse, alte Witze, Geschichten, Zeitlungsartikel.
00:06:02: Anekdoten von dem, was ich lese, höre oder irgendwann erlebt habe.
00:06:07: Und das baue ich jeden Abend neu zusammen.
00:06:09: Ich habe einen iPad, zwei iPads, auf dem einen iPad sind.
00:06:13: Ganz viele Lieder, hundert Lieder von Zahra Leander über Melva bis zu Susi and the Benchies.
00:06:20: People have the power von Pettysmiths, Robert Longs, Joss.
00:06:23: Also da ist alles drauf.
00:06:24: Schlager, als ich fortging, der ostdeutsche Schlager, als ich fortging.
00:06:29: Also ist das alles dabei.
00:06:31: Genauso habe ich einen iPad.
00:06:33: Da sind ganz viele Videos drauf, Videoschnipseln mit unverschämten Bildern über die fette Riccada lang.
00:06:39: Aber da
00:06:40: können wir nicht mal Witz machen.
00:06:42: Sie hat ja vierzig Kilo abgenommen.
00:06:43: Ja, aber die Frage ist warum.
00:06:44: Sie sagt ja, sie hätte jetzt weniger gegessen.
00:06:46: Ich glaube es nicht.
00:06:47: Ich glaube, es ist die Abnehmenspritze.
00:06:49: Und ich bin auch schon so ein bisschen habe ich das Gefühl, man sieht es.
00:06:52: Denn ich weiß nicht, ob du weißt, dass wenn man diese Abnehmenspritze nimmt, verändert sich der Mund.
00:06:57: Da muss man sich mal Zeitungen gucken.
00:07:00: Meine Frau ist Friseurin, die hat ein Friseursalon und da liegt da gerne mal so eine Zeitung, so Frau im Koma oder so.
00:07:06: Und da guckst du rein und da munkelt man nämlich darüber, dass ganz viele prominente Menschen jetzt einen kleinen Mund kriegen, weil die diese Abnehmensspritze kriegen.
00:07:16: Und ich sage erst, ich gebe so eine schöne lustige Anekdote.
00:07:19: Ich habe zu meiner Frau gesagt, sagen wir mal.
00:07:22: Was machen denn da bei dem Aussie-Ostbau und diese ganzen Enden am Grab?
00:07:25: Die haben doch alle so kleine Hünder.
00:07:27: Und da hat meine Frau mir das gesagt.
00:07:28: Die hat gesagt, das ist die Frau von Aussie-Ostbau und seine Tochter.
00:07:32: Die haben die Abnehmenspritze genommen und da kriegt man sonst Nabel.
00:07:35: Also nicht übertreiben, werter Zuhörer oder Zuschauer.
00:07:39: Irgendwann werdet ihr gefragt, wie alt seid ihr oder was wiegt ihr?
00:07:42: und ihr sagt dann Mäck, Mäck, Mäck.
00:07:45: Um das Ganze zu beenden, Schönheit ist vergänglich und wenn man gar nicht erst anfängt schön zu sein, ärgert man sich auch nicht, wenn die dann vergangen ist.
00:07:52: Ja, ist doch ein schöner Satz.
00:07:53: Ja, das ist auch ein bisschen ein Motto von meinem Leben.
00:07:56: Ich bin aus einem konservativen Umfeld, also ich bin in einer konservativen Familie aufgewachsen.
00:08:02: Für mich ist das alles eine fremde Welt.
00:08:04: Kannst du mir für meinen Leinwissen erklären, was ist der Unterschied zwischen einer Drag Queen, von denen hören wir jetzt so viel?
00:08:13: und einer Travestiekünstlerin.
00:08:15: Na ja, man müsste den Bogen ja dann noch weiterspannen, auch zwischen Transleuten.
00:08:21: Das ist so die Frage, die immer wieder gestellt wurde.
00:08:24: Ich weiß nicht, ich bin da ja kein Fachmann, vielleicht komme ich aus der Branche, habe mit denen gearbeitet.
00:08:29: Aber ich würde mal sagen, ein Travestiekünstler ist jemand, der sich verkleidet, stand übrigens tatsächlich früher auch im Duden.
00:08:36: Travestieren gab es sogar als ...
00:08:38: Als Begriff, als Verb.
00:08:39: Ja, als Verb.
00:08:41: Das Wort Travestieren, das heißt etwas satirisch, durch eine lustige Verkleidung für dumm Erklären, dass sich immer etwas lustig machen, so, Travestieren.
00:08:51: Und ja, also der Travestiekünstler ist ein junger oder älterer Mann, ein Mann auf jeden Fall, der sich verkleidet als Frau.
00:09:00: Und das zu seiner Freizeit macht und das auch nichts mit seiner persönlichen Veranlagung zu tun hat.
00:09:09: Wobei die meisten Travestiekünstler, glaube ich, Schul sind.
00:09:11: Bei mir ist es so, ich bin halt piesexuell.
00:09:15: Aber das war auch nicht immer klar, oder?
00:09:17: Also in der Öffentlichkeit?
00:09:18: In
00:09:18: der Öffentlichkeit nicht.
00:09:19: Also ich war immer Bisexuell.
00:09:20: Ich war von Anfang an Bisexuell.
00:09:22: Aber ich habe auch nichts am Hut mit der Opferweltmeisterschaft, die gerade im Land stattfindet.
00:09:27: Ich pflege hier immer zu sagen, wenn sich jemand als Opfer fühlt.
00:09:29: Schön grüß von zwei Bekannten aus Amerika.
00:09:32: Das sind siamesische Zwillinge, die sind zusammengewachsen.
00:09:36: Und einer von den beiden ist schwul und die haben nur einen Arsch.
00:09:39: Das sind Probleme.
00:09:40: Das sind wirklich Probleme und Sorgen.
00:09:43: Und ja, ich möchte alle Leute, die hier denken, sie hätten Sorgen, die möchte ich grüßen von denen.
00:09:51: Also,
00:09:52: die Leute ziehen sich also um.
00:09:54: Drag-Leute, das ist, glaube ich, entstanden Ende der neunziger Jahre.
00:09:58: In Deutschland steht ja Olivia Jones für Drag.
00:10:02: In Amerika ist es RuPaul.
00:10:05: Und in Israel war es da einer International, glaube ich auch, die auch ein bisschen für Jack stand.
00:10:11: Das sind halt überzeichnete Frauen.
00:10:13: Das sind diese Frauen, die gerne dann auch mal so Kunststoffperücken haben.
00:10:16: Die Riesen groß sind, was unsere Pappwimpern und Riesige, also das ist jetzt übertrieben.
00:10:22: Das ist also, muss auch neuerdings gar nicht unbedingt mehr auch Feminine sein.
00:10:28: Es kann auch andere Gehühn sein.
00:10:30: Also Jacks sind diese bunten Ja, bunten, überzeichneten Bühnenfiguren.
00:10:37: Womit kann man heute noch provozieren?
00:10:40: Na ja, die Frage
00:10:40: ist... Als Künstler.
00:10:41: Als Künstler.
00:10:42: Ich weiß es nicht.
00:10:42: Also fragst du irgendwie den Falschen.
00:10:44: Weil mir wird das immer vorgeworfen, dass ich provozieren wollte.
00:10:48: Und das will ich aber gar nicht.
00:10:50: Weil wenn ich provozieren wollte, würde ich auf der Bühne kacken.
00:10:54: Und selbst das hat ja Frank Sapa schon gemacht.
00:10:58: Also das wäre dann auch nicht neu, der hat das schon gemacht.
00:11:03: Ich will nicht provozieren weil ich
00:11:05: aber anecken du willst ja nicht hin müssen.
00:11:08: du sagst zum beispiel wenn jemand sagt du siehst schön aus will sie dann hast du was falsch gemacht.
00:11:12: das heißt du hast schon ein bedürfnis.
00:11:14: nicht in irgendwelchen Muster gedrängt zu werden.
00:11:17: Ja, aber das nicht daran, dass ich darauf aufmerksam machen möchte, dass es diese Muster eben nicht gibt.
00:11:23: Ich glaube, dass ganz viele Menschen gefangen sind in diesen Mustern.
00:11:30: Und man kann die aber nicht beschreiben, weil jeder hat ganz viele Sehnsüchte und jeder hat andere.
00:11:35: Und ich habe ein Leben gelebt, ich habe viel erlebt, ich habe ... Meine Bühnenfigur hat exzessiv alles gemacht, nackt auf der Bühne gestanden, lustige Figuren aus seinem Geschlechtsteil gemacht.
00:11:50: Alle Witze erzählt von da nach da, von rechts nach links.
00:11:54: Und ich habe aber auch privat Süchte hinter mir, eine Kuckereinsucht, eine sattere Kuckereinsucht, Alkoholprobleme gehabt, Furchtpaffinikotin gehabt.
00:12:05: Sex, Purt Barfiel, Pornokinos in Hamburg, tagelang im Untergrund festgesessen.
00:12:13: Und also ich hab alle Exzesse erlebt und gemacht, damit will ich jetzt weder angeben, noch will ich mich bedauern lassen.
00:12:21: Es ist nur natürlich bei all dem Leid, was man damit auch gehabt hat, hat man natürlich auch Erfahrungen gesammelt.
00:12:27: Ja, was hast du mitgenommen?
00:12:28: Und mitgenommen habe ich davon, dass ich immer auf all diesen Wegen ganz normale Menschen getroffen habe.
00:12:34: Ganz normale Menschen, von denen man nie ... geglaubt hätte, dass sie das ein oder andere Geheimnis haben.
00:12:40: Dass sie zum Beispiel Koks ziehen oder dass sie gerne mal in so einen Dunkelraum, in so einen Pornokino gehen oder gerne mal heimlich saufen oder gerne mal mit mir als bunten Vogel ins Bett gehen.
00:12:53: Und da ist mir klar geworden, dass die Leute am schlimmsten sind ja die, die wenig erlebt haben.
00:13:00: Die fühlen sich von all diesen Dingen provoziert.
00:13:03: Aber was ich versuche zu sagen, ist seit eben, Das ist nicht provokant.
00:13:08: Provokant!
00:13:10: Provokant ist, wenn, wenn, äh, Fortsenfritz, also Fritz im März, das ist provokant, wenn der Wahlversprechen macht und sich nicht aneins hält.
00:13:20: Es gibt diese schöne Proorte von mir, wenn er die Brille normal auf er nahe sah, Friedrich Merz sagt er dann die Wahrheit.
00:13:26: Ja, wenn er die Brille oben in der Stirnträcht sagt er dann die Wahrheit, ja.
00:13:30: Und wenn er auf dem Brillenbügel kaut, sagt er dann die Wahrheit, ja.
00:13:32: Nur wenn er das Maul aufmacht, müchter.
00:13:34: Und das.
00:13:35: finde ich provokant.
00:13:36: Darüber kann man sich aufregen, aber doch bitte nicht über einen Künstler, der sich auf die Bühne stellt und lustige Figuren aus seinem Dödel macht.
00:13:44: Also da oder Niggerkus sagt, was ich ja auch tue.
00:13:47: Aber das wäre heute zum Beispiel schon provokant?
00:13:49: Ja, das mag für andere Leute provokant sein, für mich nicht.
00:13:52: Also es ist für mich nicht provokant und für einen Großteil der Gesellschaft.
00:13:56: Ich habe noch nicht mit einem Kollegen gearbeitet, der hat das Theater verlassen.
00:14:02: Also der war zum Finale nicht mehr da.
00:14:05: Und ich dachte, warum ist der jetzt weg?
00:14:07: Nein, der hat dann verlauten lassen, dass er das Theater verlässt, weil ich das N-Wort gesagt habe.
00:14:12: Was ich übrigens nicht habe, ich habe Negerkuss gesagt.
00:14:15: Aber auch das N-Wort, das Wort Neger, wenn ich einen Dachdecker bestelle, in Mainz, muss ich Herrn Ernst Neger anrufen, weil der ist Dachdecker da.
00:14:24: Und der heißt mir mal eben so.
00:14:25: Und der wird sich nicht umbenennen, weil irgendwelchen Hyperdoppel, Moralinsauern, Tugendwächtern das nicht passt.
00:14:32: Ja, der Kollege hat das Theater verlassen und... wie kam ich jetzt da drauf?
00:14:38: Egal, das Interessante war, dass der... Ach so, es gab dann ein Gespräch mit einem anderen Kollegen.
00:14:44: Und ich habe gesagt, entschuldigt bitte, ihr könnt ja gerne dagegen sein, dass man das Wort sagt.
00:14:51: Und ich habe auch ein vierzehnjähriges Mädchen.
00:14:53: Ich bin Vater eines vierzehnjährigen Mädchens.
00:14:55: Und wenn meine Tochter zu mir sagt, Papa, bringst du mir Schaumküsse mit, dann stelle ich mich nicht dahin und sage, pass mal auf, du Faschobratze.
00:15:02: Das heißt, Niederkust, merkt ihr das?
00:15:05: Das sage ich natürlich nicht, weil ich auch der Meinung bin, dass Sprache sich wandelt.
00:15:09: Aber ich bin nicht der Meinung, dass wir dazu irgendwelche Universitätsprofessoren oder Aktivisten mit Hang zum Terror brauchen, die Menschen dazu zwingen müssen unter Strafe.
00:15:23: Worte zu ändern.
00:15:24: Und es gibt durchaus nicht wenige dunkelhäutige schwarze, starke bräunte, leicht olivtatschige pigmentierte Schweden, die bei mir im Theater sitzen, die sich darüber ärgern.
00:15:38: Das wissen wir ja auch, dass es in Deutschland dunkelhäutige Mitbürger gibt, die sich über diese Debatte ärgern.
00:15:43: Und da hat einen Kollege, der noch da blieb, der hat gesagt, ja, es gibt aber zwanzig Millionen schwarze.
00:15:49: die sich darüber ärgern.
00:15:51: Und was ich da total interessant fand, war, dass diese linken Meinungs-Taliban sich immer raussuchen, also die benutzen Minderheiten immer für sich.
00:16:03: Wenn eine dunkelhäutige Minderheit der Meinung ist, die Negakus-Debatte ist Unsinn, dann ist das falsch.
00:16:11: Wenn diese dunkelhäutige Minderheit aber jetzt sagen würden, wir fühlen uns rassistisch ausgegrenzt, dann wäre das richtig.
00:16:18: Also es ist total interessant.
00:16:20: Und ich finde, wir leben in einem freien Land.
00:16:22: Jeder soll das selber entscheiden, was er sagen möchte und muss.
00:16:26: Und jeder soll auch mit Konsequenzen, muss mit Konsequenzen rechnen und nehme Diskussionen.
00:16:33: Aber dass jemand einen Theater verlässt, weil er mit mir nicht in einem Raum sein möchte, ist definitiv etwas, gegen das ich mich wäre, genauso wie ich mich dagegen wäre, dass Menschen aus Theater entfernt werden.
00:16:49: Und deshalb ... habe ich mir vorgenommen, die letzten zehn Jahre meiner Karriere, ich rechne mal damit, dass ich noch zehn Jahre auf der Bühne stehe, allen Künstlerkollegen und allen Theatern, die Menschen ausgrenzen und Künstler ausgrenzen und feuern, mit minimalem Aufwand, maxi, massiv zu schaden, so heftig, wie es eben geht.
00:17:11: Hast du nicht das Gefühl, dass sich unsere Gesellschaft tatsächlich wandelt, auch was den Humor angeht, dass wir doch ein bisschen spießiger geworden sind als vielleicht vor zehn, zehn.
00:17:18: Auch nö, da muss man meine Schuhe kommen.
00:17:20: Ich meine, ich spieg jetzt nicht mehr in den großen Häusern, weil die... Ja, aber
00:17:24: genau.
00:17:25: Hängt das nicht vielleicht damit zusammen?
00:17:27: Das hängt natürlich damit zusammen, dass momentan unsere Hyperdoppelmoralien sauren Mitbürger und die ewig morgigen.
00:17:36: Der Meinung seien, sie hätten die Hoheit in der Hand.
00:17:38: Und ich bin ja auch jemand, der die Känzelputzen sammelt.
00:17:43: Schmitteater in Hamburg.
00:17:44: Ich meine, das war nie groß.
00:17:46: jetzt für große Kunst, das Schmitteater.
00:17:48: Da kennst du diesen kleinen Korn, die Litmann, dieser kleine schwule Mann, der das Theater macht.
00:17:53: Ich werfe ihm ja immer zu, auch Zwerge werfen große Schatten, wenn die Sonne der Kultur niedrig scheint.
00:18:01: Der hat mich herausgeworfen, weil ich Türkenwitze gemacht habe.
00:18:05: Das streitet er bis heute ab.
00:18:07: Das ist interessant.
00:18:08: Auch die linke Presse von Hamburg fragt auch nicht nach.
00:18:12: Ich kann das beweisen.
00:18:16: Wenn es jemand interessiert, ich kann es beweisen, warum der mich rausgeschmissen hat.
00:18:20: Aber es sind eben auch andere Theatres.
00:18:22: Es ist die Sumpflume in Hameln.
00:18:24: Es ist das vier Linden in Nildesheim.
00:18:26: Das sind ja das Vorderhaus in Freiburg, also es ist eine ganze Sammlung an Theatern, die sich übrigens immer Vielfalt auf die Fahne schreiben und gerne gegenderte Texte haben.
00:18:41: Das ist ja sowieso etwas, was mir aufgefallen ist.
00:18:45: Du von Theatern immer hörst, wir haben kein Geld und seit Corona haben sie noch weniger Geld.
00:18:50: Aber es ist genug Geld da, um für Tausende von Euro die Webseiten durch zu gendern.
00:18:56: Denn das kostet ja auch viel Geld.
00:18:58: Und da könnte man ja darauf verzichten, weil es ja sowieso kein Mensch will.
00:19:02: Hier an niemand gendern, außer eine kleine krakierende Minderheit.
00:19:06: War denn der Humor früher besser?
00:19:11: Das weiß ich gar nicht unbedingt.
00:19:13: Das ist eine interessante Frage.
00:19:15: Also es ist natürlich so, dass ich bediene ja den Humor von früher, gepaart mit so ein bisschen von heute.
00:19:22: Aber was ich nicht mache, ich beschütze keine Menschen.
00:19:25: Also die ganzen Diskriminität ist scheiß und so.
00:19:27: Das gibt es bei mir nicht.
00:19:29: Ein Witz ist entweder witzig oder nicht.
00:19:30: Aber ich denke manchmal, es war früher dann schon derber und lauter und so.
00:19:44: Ja, besser, also das Wort besser stört mich.
00:19:47: Besser war das nicht.
00:19:48: Es war anders.
00:19:52: Heute sind Comedy-Shows und so sind zu Parteiveranstaltungen gekommen.
00:19:59: Und ich glaube, das ist eher das, was mich so stört.
00:20:02: Zu sehr politisch.
00:20:03: Genau, es muss immer alles, also das ist etwas, was ich in meiner Show zu Beginn auch sage.
00:20:08: Es gibt Kollegen, die möchten ihrem Publikum gerne was mitgeben, ich nicht.
00:20:12: Ich fahre, komme aus Hamburg.
00:20:13: Ich fahre ja nicht in dieses Kaff, um noch was hier zu lassen.
00:20:15: Ich will was mit nach Hause nehmen und zwar Geld.
00:20:18: Und ich möchte auch niemanden entführen.
00:20:20: Also lassen Sie sich heute Abend einmal entführen.
00:20:24: Ich entführe niemanden.
00:20:25: Ich gehe einfach los und wer Lust hat, geht mit.
00:20:26: Und wer nicht sieht sich nach über das Gesicht und guckt das Loch, dann hat er was zu tun.
00:20:31: Das ist so mein, das ist schon ziemlich brachial irgendwie.
00:20:35: Aber der Kollege... Ingmar Stadelmann hat mal gesagt, Humor ist ein Kannangebot.
00:20:41: Das stimmt auch eigentlich, weil der mag ja eigentlich auch gerne diesen derben Witz.
00:20:45: Humor ist ein Kannangebot.
00:20:47: Man muss nicht über alles lachen können, man kann aber über alles lachen müssen.
00:20:51: Und ich glaube, dass es früher tatsächlich ungezwungener war, wie die ganze Zeit.
00:20:55: Und das fand ich schon besser, dass nicht alles auf die Goldbarke lieb.
00:21:00: Ist denn Humor eine Waffe?
00:21:01: Nein.
00:21:02: Grundsätzlich ist Humor eine Waffe gegen die Obrigkeit.
00:21:06: Jetzt seid gerade nein und wieder spreche ich mich gleich wieder.
00:21:09: Ja, also doch.
00:21:10: Humor ist eine Waffe gegen Missstände und gegen die Obrigkeit.
00:21:19: Man sollte die Obrigkeit ins Lächerliche ziehen, und zwar alle, wie sie da sind, natürlich.
00:21:26: Aber Humor ist grundsätzlich, deshalb kam vorhin spontan mein Nein.
00:21:29: Humor ist grundsätzlich unschuldig.
00:21:32: dass der Humor ein Witz immer, wie es heute ist, unter Verdacht steht, etwas Böses im Schilde zu führen.
00:21:39: Das ist falsch.
00:21:41: Wenn wir damit anfangen, das ist einfach völlig falsch und das kann man auch übertragen auf alles Mögliche.
00:21:48: Das, was hier zu den Geflogenheiten gehört und für Gutes benehmen, kann in einem anderen Land völlig anders sein.
00:21:56: Und deshalb gestiehe ich den Menschen lieber zu, alles zu tun.
00:22:00: und nehme dabei in Kauf, dass da auch was Falsches bei sein kann, als ihm vorher dazu zu verpflichten, bewusst nur das Richtige zu tun.
00:22:13: Das halte ich einfach für falsch.
00:22:14: Das geht nicht nur fürs Tun, sondern auch fürs Sagen.
00:22:17: Wie hat deine Karriere eigentlich begonnen?
00:22:20: Wie kommt man auf einmal ins Fernsehen?
00:22:22: Kannst du dich noch erinnern an deinem Fernsehenauftritt, den ersten?
00:22:26: Also, da gibt es mir natürlich mehrere Stationen.
00:22:28: Die Station, wie ich zu Lands gekommen bin, war, ich habe im Mitteater in Hamburg auf der Ripperbahn eine Late-Night bekommen.
00:22:35: Das war die erfolgreichste Late-Night, die in Hamburg gelaufen ist, auf dem Freitagabend.
00:22:40: Also, der Erfolgreicher war nur die Schmidt-Minternaht-Show, die legendäre, die es da früher gab.
00:22:45: Und dann haben die mir auf dem Freitag einmal im Monat eine Late-Night gegeben.
00:22:49: Und in dieser Show ... Die hat um zwanzig nach zwölf begonnen und hörte um fünf auf.
00:22:56: Mein Motto ist ja auch immer, ich spiele so lange, bis es jedem gefällt.
00:23:01: Und es war ganz viel Alkohol und es wurde auf der Bühne durfte geraucht werden.
00:23:04: Ich habe immer gesagt, unsere Nebelmaschine ist kaputt, wir rauchen, wir rauchen auf die Bühne.
00:23:08: Und es war eine völlig anarchische, lustige Show, bei der ich Leuten die Haare frisiert habe, über Tische gelaufen bin, Menschen betrunken gemacht habe, den Leuten mit einer Kamera auf Toilette gefolgt bin, den Männern, und ich habe das so über die Schüssel gefilmt mit auf einer Leinwand auf der Bühne.
00:23:24: Das war wirklich eine sehr, sehr... lustige Show für alle Menschen, die was ab konnten.
00:23:29: Und sie war weit übers Jahr hinaus immer mit fünfhundert Leuten ausverkauft.
00:23:35: Und da war das Team von Lanz.
00:23:38: Die waren irgendwann da und die haben dann gesagt, du musst den einladen.
00:23:41: So bin ich seinerzeit zu Lanz gekommen.
00:23:43: Ein zweiter wichtiger Punkt ist aber gewesen, dass ich in Herrne, da gibt es den Tichtmeierpreis, da gab es ja Tichtmeier, diesen kleinen Künstler, das war ein Großkünstler, Tichtmeier.
00:23:57: Und danach gibt es einen Preis, der heißt Tichtmeiers Erben.
00:24:01: Und zu diesem Wettbewerb bin ich angetreten als Newcomer, obwohl ich damals auch schon bei ja auf der Bühne stand.
00:24:07: Übrigens im selben Team mit Olaf Schubert, der war auch Newcomer, also so lange ist er schon her.
00:24:14: Und da war ... Georg Schramm, also ein bedeutender Kabarettist, oder der bedeutendste Kabarettist gewesen ist, der jetzt nicht mehr auf der Bühne ist, in Deutschland.
00:24:25: Und das war so mein Gott.
00:24:27: Der war sehr frech.
00:24:28: Der war sehr frech und der hat, ist niemandem in den Hintern gekrochen.
00:24:33: Der bekam den Preis für sein Lebenswerk.
00:24:35: Und ich fiel damals natürlich schon auf unter diesen ganzen Yukamern, weil ich der Bundeste.
00:24:40: Ich hatte einen riesigen Pelzmantel an, mit so langen Kunstpelz und meine grünen Augen und die Haare, Bund und habe meine Unverschämtheiten und vor allen Dingen ja auch Versautheiten.
00:24:50: Ich bin ja auch sehr unter der Grünenlinie.
00:24:53: Habe ich da alle rausgehauen.
00:24:56: Und der bekam den Preis für sein Lebenswerk und musste ich jetzt dich dafür bedanken.
00:25:02: Und ich stand hinten in der Garderobe und hab den beobachtet und dachte, wenn der ein schlimmes Wort über mich sagt, kann ich nie wieder auf die Bühne gehen.
00:25:09: Das ist mein Gott.
00:25:10: Der darf jetzt nichts Böses sagen.
00:25:12: Und genau in dem Moment setzte der an und sagte, das war also jetzt der Nachwuchs.
00:25:18: Na, das ist ja ganz toll.
00:25:19: Da können wir uns ja richtig auf die Zukunft freuen bei dem Nachwuchs.
00:25:23: Am schlimmsten war dieser buntgeschminkte
00:25:28: Typ
00:25:29: mit diesem... Furchtbaren Haaren, diesem grauseligen Make-up und dieser fuzzeligen Pelziacke, dass dieser Mann mich weit unter meinem Niveau zum Lachen gebracht hat, werde ich ihm mein Leben lang nicht verzeihen.
00:25:45: Und das war natürlich eine Adelung.
00:25:47: Und er ist dann auch zu mir gekommen, nach der Show und hat gesagt, ich hab dich erkannt, du möchtest ein Arschloch sein.
00:25:52: Sei ein großes Glänzen des goldenen Arschlochs und hänge dich auf der Bühne über dem Publikum auf.
00:26:00: Und der hat mich dann eingelagert in die Sendung Neues aus der Anstalt.
00:26:03: Ah, okay.
00:26:04: Als die dann wieder, als die dann noch wirklich wieder den Zeitgeist war.
00:26:09: Ich kann
00:26:09: mich wunderbar erinnern, weil ich mir sie sehr gerne reingezogen habe.
00:26:12: Damals, die waren ja kritisch, wirklich meiner Meinung nach sehr, sehr auch regierungskritisch.
00:26:17: Wie oft warst du da?
00:26:18: Zweimal.
00:26:20: Ich war zweimal da und ich kann dir auch sagen, wie es geendet ist.
00:26:22: Ja?
00:26:22: Es ist, ich bin da hingekommen und ich weiß das noch.
00:26:28: Es ging um die Abwrackprämie und das war das Thema.
00:26:33: Es ist schon sehr, sehr lange her und ich weiß.
00:26:37: Ich durfte den Satz sagen, wenn man so weit unten ist, achte hier, das war diese Sharping, als Sharping schwimmen gegangen ist auf Malle, ist der dort im Buhler, der sich fotografieren lassen
00:26:47: kann.
00:26:47: Und dann hab ich gesagt, wenn man so weit unten ist in der deutschen Politik, dann fährt man nicht nach Malle und lässt sich im Buhl fotografieren, dann fährt man nach Genf und legt sich in der Badewanne als Anspielung auf Basel.
00:26:58: Und hab dann noch Nachbarn gesagt, wenn man so eine Gute ist über Tote reden, er ist tot, gut.
00:27:05: Und ich dachte, das schmeißen die raus und die haben es dringengelassen.
00:27:09: Aber der Witz war, dass ich da was vorbereitet hatte, was ich ja nie tue, wie ich vorhin schon sagte.
00:27:17: festen Texte.
00:27:18: Aber da muss man sich vorbereiten, oder erwarten die das?
00:27:21: Also die haben dann gesagt, naja, da liege ich dir mal was zurecht und so und so und ich habe dann mich dann da durchgestottert und war es und so bei der Probe, weil ich das einfach auch nicht kann, wenn das ein Leben lang nicht war, du kannst es nicht.
00:27:32: Das ist etwas worüber, worum ich meine Kollegen schon beneide.
00:27:35: Es lässt sich natürlich auch politisch korrekter arbeiten dann, also darum benötigt sie nicht, aber sie machen ja viele Kollegen, tragen das ja vor sich her, dass sie so korrekt sind.
00:27:46: Wenn ich natürlich an so einem Text acht Jahre arbeite und jedes Wort fünfmal auf die Goldwaage legen kann, bevor ich den raushaue, das ist natürlich ganz was anderes, wie ich arbeite.
00:27:57: Ich haue raus und deshalb kann es eben auch mal falsch sein.
00:28:00: So, auf jeden Fall hat Georg dann gesagt, okay, pass mal auf, wir machen das mal so.
00:28:05: Heute abends Generalprobe, du gehst raus und machst das Warm-up.
00:28:11: Und dann stand ich in dieser Kulisse, da sind ja Leute da, da ist der Kulisse gewesen.
00:28:16: Von der Anstalt.
00:28:17: Von der Anstalt.
00:28:18: Und ich bin dann auf die Bühne und hab gesagt, ich steh in der Kulisse von Neuse aus der Anstalt.
00:28:24: Ich kann jetzt Sachen sagen, hier hat hier noch nie jemand gesagt, Ficken vor zu Hitler.
00:28:30: Und dann hab ich meine Witze gebaut, dieses Publikum war schon so ein bisschen elitär.
00:28:33: Die dachten, was ist das denn?
00:28:35: Aber wenn K-Ray einschafft, der kriegt sie immer.
00:28:37: Also ich krieg sie immer.
00:28:39: Und ich hab auch die gekriegt.
00:28:41: Und wurde dann unterbrochen von Georg, der kam dann auch vor ne Waschen in seiner Figur und hat gesagt, hören Sie auf!
00:28:47: Hören Sie sofort auf zu klatschen.
00:28:49: Wir waren mit der Einladung von diesem Herrn von etwas mehr Befremden im Publikum ausgegangen.
00:28:56: Und nach allem, was ich über diesen Herrn gelesen habe, verlässt er unter vier Stunden nicht die Bühne.
00:29:01: Also hören Sie jetzt auf zu klatschen.
00:29:03: Und dann habe ich in der Generalprobe noch den Text gemacht, den ich mir überlegt habe.
00:29:09: Und nach dem Ding ist er gekommen und gesagt ... Morgen machst du die Generalprobe in der Länge, in der Show.
00:29:14: Du bist morgen und erzählst morgen, lass diese ganz gemeinen Sachen, lass die weg.
00:29:18: Wir sind ja öffentlich rechtlich.
00:29:20: Aber geh auf die Bühne und hau raus.
00:29:22: Das kann zu viel besser.
00:29:24: So, das habe ich einmal gemacht.
00:29:25: Und beim zweiten Mal war der Georg schon nicht mehr da.
00:29:29: Da war noch Urban Priol da.
00:29:31: Und da wollten die wieder feste Texte haben.
00:29:33: Und ich habe gesagt, ich schreibe keine festen Texte, lass uns das so machen, wie wir es beim letzten Mal gemacht haben.
00:29:38: Nein, sie möchten feste Texte.
00:29:40: Und dann habe ich gesagt, gut, dann schicke ich euch feste Texte und habe einfach ein paar Witze aufgeschrieben.
00:29:45: Und dann haben sie mich angeschrieben und haben gesagt, dass ich ja nicht da in Ernst, dass du uns dieser alten Witze unterjubeln willst.
00:29:51: Und dann habe ich gesagt, entschuldigt bitte, ihr wollt euch doch nur mit einer bunten Tunde schmücken.
00:29:56: Und wenn ihr die so haben wollt, wie ihr sie gerne hättet, dann sucht euch eine andere.
00:30:00: Entweder ihr nehmt mich so wie ich bin, nämlich so wie wir das letzte Mal gemacht haben, oder ich bleib zu Hause, dann sucht ihr euch eine andere bunte Tunte.
00:30:08: Und dann hat Pryol, der Urmann Pryol hat dann eingegriffen und hat dann gesagt, er hat dann versucht ein bisschen zu vermitteln und hat gesagt, kämpft ihr denn damit zu Recht, wenn wir etwas schreiben würden, die haben dann das geschrieben und ich hab dann um dem entgegen zu kommen, denn... Es wird ja über mich oft gesagt, ich bin unverwiegbar, bin ich bestimmt, aber ich bin nicht unflexibel.
00:30:29: Also ich bin nicht der Meinung, dass man im öffentlich-rechtlichen Fernsehen alles sagen muss.
00:30:34: Man muss darüber reden oder vielleicht darüber diskutieren, ob man das ein oder andere sagen sollte oder wie man es sagen könnte.
00:30:42: Darüber kann man immer reden.
00:30:44: Also ich bin jetzt nicht total brachial, aber meine Kunstform mir zu zerstören und zu sagen, du musst einen festen Text einreichen und den erzählen, das geht eben nicht.
00:30:53: Und ich bin denen dann entgegengekommen, aber natürlich war ich mit meinem Auftritt nicht zufrieden, weil es auch nicht KW war.
00:30:58: Ja, interessant.
00:31:00: Und das war das letzte Mal, dass ich in der Anstahl aufgetrieben habe.
00:31:02: Aber im Moment hast du es viermal zu Lanz
00:31:04: geschaffen?
00:31:05: Ja, ja, mein Lanz bin ich ja Lanz.
00:31:08: Gut, da dürftest du keine Witze reißen, oder?
00:31:10: Doch, da dürfte ich auch.
00:31:11: Aber es gibt eine Sendung von Lanz, die habe ich bei mir so Hause im Gift.
00:31:14: Schrag'n sogar.
00:31:15: Ach.
00:31:16: Da ist Rita Süßmut gewesen und der Rademann, ich glaube Rademann, ist der Regisseur, der das Traumschiff gedreht hat.
00:31:25: Das war glaube ich Rademann oder Rademann, weil der Zuschauer wir den kennen.
00:31:29: Und es ging, das Thema war, darf man Witze machen, darf man meine Witze auch auf dem Schiff machen?
00:31:35: Und ich habe dann gesagt, natürlich darf man meine Witze auch auf dem Schiff machen.
00:31:39: Also, wir haben da neulich einen Schwarzen gehabt, der saß im Publikum und ich hab, der saß so im dunklen Ecke, im Eck und dann hab ich da rüber geguckt und hab gesagt, Entschuldigen Sie, ich dachte gerade, da sitzt ein weißer Polo, war ganz allein auf der Bank.
00:31:51: Und dann hab ich da rübergerufen, ist das Baumwolle?
00:31:53: und da hat er gesagt, Jo, wer es pflückt, darf es auch tragen.
00:31:56: Und Rita Süßmutter, die hat sich auf die Schenke geklappt, hat sich tot gelacht.
00:32:01: Und Lance hat sich auch tot gelacht.
00:32:02: Und ich drehe mich in dem Moment um und sage, guck mal, geht doch mal das Publikum, was damals bei Lance war, die haben auch alle gelacht.
00:32:10: Und heute würde der so, der würde das nie zuerst.
00:32:14: Wurde
00:32:14: das gesendet?
00:32:15: Das wurde gesendet,
00:32:17: natürlich.
00:32:17: Das
00:32:18: kann man noch finden.
00:32:19: Also diesen Ausschnitt hab ich auch noch irgendwo, hab ich den zu Hause.
00:32:24: Und dann bin ich ein zweites Mal eingeladen worden, als ich dann meine Frau geheiratet habe und Vater wurde.
00:32:31: Ich war zwölf Jahre mit meinem Freund zusammen und wir haben uns dann getrennt.
00:32:35: Und dann hab ich meine Frau kennengelernt und wir haben geheiratet und ich wurde Vater.
00:32:39: Und das war dann mit einem Mal eine Sensation, dass dieser ... Schwule, die Künstler jetzt mit Wahlen nun wie sexuell ist oder so.
00:32:48: Und das war ich einfach immer.
00:32:50: Mir war das nur egal, weil ich diese Opferwelt machst.
00:32:52: Ich schaff mir Wurst.
00:32:55: Ich habe natürlich immer gesagt, der schwule Adding oder der andere Gühne Edelpunk oder du brauchst ja immer irgendwelche Labels für Plakate oder so.
00:33:02: Und ich kam ja auch aus der Travestiebranche.
00:33:07: Deshalb ist mein Humor schon sehr unter der Gürtellinie und sehr in diese schwule, warme, bisexuelle, trans, und so, aus dieser Richtung kommt mein Humor, weil ich von der Bige auf das halt gelernt habe in dieser Szene.
00:33:24: Und er hat Lanz zu mir gesagt, das überlegt ihr mal, das will er dir heute nie sagen, und da hast du dann umgeschwult.
00:33:33: Und bei mir hat das ein bisschen gehakt, ich dachte dann... Das ist jetzt auch mal so ein heftiger Begriff, den du da so als heterosexueller von dir gibst.
00:33:41: Aber okay, du bist ja entspannt.
00:33:43: Und ich bin das auch, ich hab mich das, er hat ganz kurz gehakt.
00:33:46: Und ich dachte dann, komm, also es soll jeder, dass du bist hier nicht, du bist kein Opfer, lass ihn das einfach fragen.
00:33:52: Jeder kann, so ist neugierig, hat keine Ahnung, lass ihn fragen so.
00:33:56: Aber das Interessante ist eben, heute würde er das nie sagen.
00:34:00: Er hätte Angst vor LGBTQIA II S Plus.
00:34:04: Bist du Teil der Community?
00:34:06: Oder
00:34:06: siehst du dich als Teil der Community?
00:34:09: Die Community bricht ja gerade ganz entsetzlich auseinander.
00:34:12: Es gibt ja diese fantastische Organisation, die heißt Just.Gay.
00:34:18: Das sind Leute, die sich von LGBTQIA to S-Blast ummerken, dass ich das kann.
00:34:23: Das liegt daran, dass ich finde, dass ich das anhört wie ein homosexueller W-Landschlüssel.
00:34:27: Ich glaube, das ist ein schwuler W-Landschlüssel.
00:34:31: Mein Netz heißt Arsch offen, musst du alles in groß eingeben.
00:34:34: L, G, W, T, Q, I, A, Zwei und großes Blut.
00:34:37: Es gibt Leute, die sind davon total genervt.
00:34:39: Und die haben keine Lust, sich mit Quiren in einen Topf schmeißen zu lassen.
00:34:44: Ich übrigens auch nicht.
00:34:46: Ich halte nichts von Quiernes, ich halte nichts von Progflag.
00:34:51: Es gibt ja einen Unterschied zwischen der Progflag und der Regenbogenfahne.
00:34:54: Die Regenbogenfahne hat halt eben nur die Regenbogen.
00:34:57: Und die Progflag, da ist das ganze Gedöns mit drin.
00:35:00: was ganz abgesehen davon auch nicht zusammenpasst.
00:35:03: Also es passt eigentlich alles nicht zusammen.
00:35:06: Die Trans-Leute haben eigentlich nichts unter dem Schirm mit Schwulenleuten zu tun, weil Trans-Leute... möchten gar keine Männer sein.
00:35:16: Warum sollten die sich dann mit Männern zusammen tun, die nur Männer wollen?
00:35:21: Das ist alles irrsinnig und damit identifiziere ich mich nicht.
00:35:27: Ich habe nichts damit zu tun und ich kann auch jedem und das möchte ich auch an dieser Stelle mal ganz im Ernst empfehlen, der sich da auch kritisch miteinander setzt und das Thema Queerness eben auf den Sack geht.
00:35:41: Befordert ja auch diese Reaktanz, die wir momentan gerade erleben.
00:35:46: Wir erleben ja die Queerfeindlichkeit, also die Homophobie, die wir erleben, der Angriffe auf Schule erleben wir ja nicht nur.
00:35:56: von muslimischen Tätern, die übrigens nie erwähnt werden, was auch interessant ist, sondern wir erleben sie auch von deutschen Menschen, denen einfach das auf die Nerven geht.
00:36:06: Das nennt man Reaktanz.
00:36:07: Wir möchten eben keine schwulen Smoothie von Ricardo Simonetti bei Rewe kaufen.
00:36:14: Man macht ja auch sowieso schon keine Dose mehr aufmachen, da ist nix, nix, auch noch ne Schwuchtel drin.
00:36:19: und versucht uns von Queerness zu überzeugen.
00:36:21: Also es ist unsinnig, distanziere mich davon und ich möchte allen Leuten den Verein Just Gay empfehlen.
00:36:27: Der Sitz dieser Leute ist in Osnabrück.
00:36:30: Das ist für Leute, die sagen, wir lassen uns von diesen Ideologen nicht vereinnahmen.
00:36:35: Wir sind schwuläspisch.
00:36:36: Und trans und das war's.
00:36:38: Wie wurde das denn in der Community damals aufgenommen, dass du auf einmal ein Kind bekommst?
00:36:42: Gab's da irgendwie Fragen?
00:36:44: Ja, also es gab aus von der Hannover Verein, von der Hannover-Araner AIDS-Hilfe, gab's eine Mail, was übrigens auch bezeichnend ist, dass die ja Leute, die Leute, das wissen wir ja.
00:36:57: aber, dass die Leute, die Toleranz fordern, meistens am wenigsten Toleranz sind, das wissen wir ja.
00:37:02: Da habe ich eine Mail bekommen, dafür habe ich dich gekämpft.
00:37:09: Das sage ich heute noch.
00:37:10: Wenn ich in Hannover auftrete, dann sage ich das immer.
00:37:13: Ich kann mich immer neu erinnern.
00:37:15: Als ich Vater wurde, habe ich diese Mail gekriegt, dafür habe ich dich gekämpft, als ich geheiratete.
00:37:19: Und meine Frau geheiratete.
00:37:21: Und dann sage ich immer, sehe ich aus, als ob ich jemanden brauche, der für mich kämpft und schon gar keine Schwurkel aus Hannover.
00:37:26: Ganz bestimmt nicht.
00:37:29: Also es gibt schon Spannungen auch in diesem Bereich, also in der gesamten LGBTQ Bewegung, wo man sich nicht schlüssig ist, auch wie man gewisse Fragen klärt.
00:37:41: Also ich denke mal, du hast es jetzt angerissen, vor allem die Einwanderungsdebatte.
00:37:46: Wir haben eine massive Migration aus Ländern, die sehr transfeindlich beziehungsweise schwulen, lesbenfeindlich sind.
00:37:55: Gleichzeitig aber sehen wir dann Queers for Palestine auf der Straße.
00:38:00: Ja, wie passt das alles zusammen?
00:38:03: Gar nicht.
00:38:04: Nein, gar nicht.
00:38:06: Das Problem unserer Zeit ist doch auch, das hat Habel Kerkeling übrigens, ohne dass das wollte, mal ganz gut beschrieben, dass es ja auch so ein Zeitgeist, das gestört ist, Dauer empört ist, Moppelchen, der mich übrigens sehr an Viktor Orban erinnert, guck sie mal mal die Bilder an, der sieht aus wie Viktor Orban.
00:38:25: Wer hat ja gesagt, wenn man einen Tropfen Kloake in Wasser macht, wird das ganze Wasser zu Kloake.
00:38:30: Ich weiß nicht, ob man das so stehen lassen kann.
00:38:33: Denn wenn ich ein schwules Kind im Kindergau oder einen schwulen Jugendlichen in der Schule habe, dann wird ja nicht die ganze Schule schwul.
00:38:40: Also das kann man einfach so nicht für allgemeinern, aber wir wissen ja, dass diese Empörungsmoppelchen gerne solche Zeitgeistesgestörten ewig morgigen komischen Krankenvergleich heranziehen.
00:38:51: Nicht um die Welt besser zu machen, sondern um sich immer über einen gewissen Teil der Bevölkerung moralisch zu erheben.
00:38:57: Das ist ja der Grund, warum sie es machen und nicht um Gutes zu tun.
00:39:05: Ich glaube, dass ein Zeichen dieser Zeit ist, dass immer aus allem das Negativste herausgezogen wird und damit versucht der Gutmensch seine Mitbürger durchs Land zu jagen.
00:39:20: Das merkst du jetzt an der Stadtbilddebatte und das merkst du auch.
00:39:27: um mal kurz auf dieses Thema zu sprechen zu kommen, das merkst du eben auch an dieser Jurassika-Parker-Debatte, die wir ja gerade
00:39:35: haben.
00:39:36: Was natürlich eine Tragödie ist, übrigens an die größte Tragödie.
00:39:40: Die größte Tragödie gilt ja nicht den Medien, die sich Jurassika angedient haben und auch nicht den Künstler und den Zeitgeisters gestörten Politikern, die sich... Jurastika angedient haben oder das B.A.
00:39:55: Bicca Arttheater in Berlin, was ich ja die letzten Jahre auch zu Tode gendert.
00:40:00: Ich kenne dieses Theater.
00:40:01: Diese gendern sich ja auch in Wolf.
00:40:04: Meine Antwort zur Frage gendern sie auch, ist ja stets.
00:40:08: Ja, natürlich leck mich am Arsch innen.
00:40:13: Also die Tragödie, der Sirius geht mit mir nicht.
00:40:17: Die Tragödie sind die Opfer.
00:40:22: Als Allererstes sind es die Kinder.
00:40:25: Darüber wurde übrigens bei der ganzen Debatte noch gar nicht geredet.
00:40:29: Und ich finde es halt schlimm, wirklich, wirklich, wirklich, wirklich ganz schlimm, dass zur Rassika Parker Verträger annimmt, sich für was auch immer zur Verfügung stellt.
00:40:41: Und da geht es natürlich darum, dass die anscheinend ja... Nach ihrer Verurteilung, zwanzig, dreinzwanzig, sich mit Kindern eingelassen hat, also auf Trans-Drag-Läsungen gemacht hat oder so, gegen die ich übrigens auch bin, vehement, immer schon, war ich gegen Drag-Läsungen.
00:41:00: Aber ich bin der Meinung, gegen Drag-Läsungen in Kindergärten und Schulen.
00:41:04: Ich bin der Meinung, wenn Drags ihr irgendjemandem irgendwas vorlesen wollen und Mütter meinen, sie müssten mit ihren Kindern dahin gehen, dann sollte man denen das nicht verbieten.
00:41:12: Das könnt ihr gerne machen.
00:41:13: Ich halte es nur nicht dafür gut.
00:41:15: in einem Kindergarten zu machen, weil da die Freiwilligkeit ja verwässert wird.
00:41:20: Die Kind ist ja im Kindergarten, ist ja da so.
00:41:23: Ich möchte ganz klar sagen, die hätte einfach nichts mehr tun dürfen und man hätte ihr nicht die Gelegenheit geben dürfen, nachdem sie verknackt wurde, das zu tun.
00:41:36: Das ist der eine Punkt.
00:41:37: Deshalb halte ich sie eindeutig für einen wirklich heftigen Täter.
00:41:43: Schlimmer, aber noch finde ich immer noch die Opfer.
00:41:45: Ich will das nicht verharmlosen, was sie macht.
00:41:47: Sie ist wirklich ein, oder eher, kommt ja auch noch dazu.
00:41:50: Es ist ja ein eher.
00:41:51: Wir reden alle über ein sie.
00:41:53: Das ist ein eher.
00:41:54: Das ist kein Transmensch.
00:41:58: Das ist niemand, der Probleme hat.
00:42:00: Im normalen
00:42:00: Leben ist der das so mal.
00:42:01: Genau,
00:42:01: das ist ein eher.
00:42:02: Sind nicht auch schon Zeitgeistes gestört, dass die ganze Berliner Branche da über eine sie spricht.
00:42:08: Das passiert mir jetzt, ich plappere es auch schon nach.
00:42:10: Es ist ein eher.
00:42:11: Und ich bin da tatsächlich, gehe ich auch d'accord mit Birgit Kelly.
00:42:15: Da kommen wir nämlich an dieses Problem, dass diese Menschen, diese queeren Leute ja alles unter sich versammeln wollen und auf kritische Nachfragen, die es ja durchaus gab, immer menschenfeindlich geantwortet haben.
00:42:31: Ich weiß, dass gesagt wurde, als News gefragt hat und sich ... Zugang verschaffen wollte, presselmäßig,
00:42:40: zu
00:42:40: dieser Vorlesung.
00:42:41: Da wurde Ihnen von unserem Queerbeauftragten, der übrigens so notwendig ist wie ein Krebsgeschirm in Deutschland, wir brauchen keinen Queerbeauftragten.
00:42:50: dass der gesagt hat, Drag-Leute sind nicht schädlich für die Kinder, sondern ihr seid schädlich für die Kinder.
00:42:58: Und das hätte er nicht sagen dürfen.
00:42:59: Das ist einfach nicht in Ordnung, weil es hat sich ja jetzt bewahrheitet, dass zumindest der Drag, der davor gelesen hat, von übelster Art und für übelsten Charakter war.
00:43:10: Denn, ich mein, wenn ich einmal verknackt bin, dann...
00:43:14: Genau.
00:43:15: Was ich erstaunlich fand, dass die Presse da gesagt hat, er hat einen massiven Schaden, der... Drag Community zugerichtet.
00:43:22: Ich finde, er hat einen massiven Schaden erstmal allgemein den Kindern zugerichtet und es ist auch ein Schaden für die Opfer in erster Linie.
00:43:30: und es hieß immer, die Drag Community ist im Pörd, aber ich glaube, das im Pörd auch alle normalen Menschen, die klar denken können.
00:43:40: Also es wurde so sein Abgetan wie als Ja, es ist ein Einzelfall irgendwie in dieser Community.
00:43:46: Und es betrifft nur diese Community, diese Straftat.
00:43:48: Nein, das betrifft die gesamte Gesellschaft, wie wir damit umgehen.
00:43:52: Also es gibt keinen ehrlichen Umgang, man merkt es, dass sich die Presse auch sehr schwer
00:43:56: damit umgehen.
00:43:56: Ja, man, das können Sie auch nicht.
00:43:57: Sie können ja jetzt nicht mehr ehrlich sein, weil sowohl die Szene hat ja auch sich immer unschuldig hingestellt.
00:44:03: Das haben Sie ja gemacht.
00:44:05: Und ich meine, es ist jetzt dieses Video aufgetaucht von Sorasika Parker, wie die durch dieses Kinderparadies roppt.
00:44:11: Ich könnte mir ja noch ... dass sie das gemacht hat.
00:44:13: Das war geschlossen und sie rennt da durch mit irgendwelchen Kollegen.
00:44:16: Aber das Problem ist ja auch, was sie anhat.
00:44:18: Denn die Drag-Leute haben ja immer gesagt, das hat mit Sexualisierung und mit sexualisierten Kostümen überhaupt nichts zu tun.
00:44:25: Dann frage ich mich natürlich immer, warum ziehen die sich solche Sachen an?
00:44:29: Also, wenn Jurassic Park durch ein Kinderparadies robt und ihr rutscht ein Hode daraus, spätestens dann, wenn mir so etwas passiert, würde ich sogar als Mensch der gar keine Probleme mit Pädophilien... hat, würde ich mir überlegen, ich glaube, ich lese lieber nicht vor Kindern, weil das, was ich an habe und das, was ich tue und das, was ich projiziere, das ist ja, also wenn mich jetzt jemand fragen würde, ob ich auf einer Beerdigung spielen sollte, dann würde ich sagen, das lassen wir mal, weil das eben nicht passt.
00:45:02: Es kommt immer darauf an, wo man sich da gemein macht.
00:45:05: Was man sagen muss, wir haben nollig geguckt auf einer Webseite, es gibt hier in Berlin, wir wissen das gar nicht.
00:45:10: Wir haben das zufällig bei Facebook gefunden, es gibt ja eine Showbühne, auf der Travestie Veranstaltungen sind.
00:45:16: Und da waren wirklich nur böse Kommentare drunter, wirklich Pederastenschweine und dann brach jetzt wirklich diese Feindseligkeit, brach da aus den Leuten heraus.
00:45:29: Ich halte ja nichts von Distanz-Ritis.
00:45:31: Ich bin auch nicht der Meinung, dass die Gesellschaft schlechter geworden ist, seitdem es Social Media gibt.
00:45:36: Ich glaube, dass Social Media zeigt, wie schlecht eine Gesellschaft eigentlich ist.
00:45:40: Wir haben alle Leichten im Keller.
00:45:42: Und so eben auch die Leute, die jetzt anfangen, jeden buntgeschminken Vogel das Pädophilen dahin zu stellen.
00:45:50: Das verurteile ich natürlich genauso, aber sowas kommt von sowas.
00:45:56: Das Problem ist einfach, dass die queeren und die Leute, die sich schützend über die queeren, was immer das auch ist übrigens.
00:46:05: dass die einfach keine Kritik zugelassen haben und zu keinem Gespräch bereit waren.
00:46:11: Das ist einfach das Problem.
00:46:12: Keine Diskussion durfte stattfinden.
00:46:14: Kein Gespräch war bereit.
00:46:16: Sie waren zu keinem Gespräch bereit.
00:46:18: Und jetzt haben Sie den Salat.
00:46:19: Ja, es war eine Opfergruppe, sage ich mal.
00:46:22: Am Ende ist es ja genau das.
00:46:23: Man hat sich über als Opfer inszeniert, als Opfer hingestellt, der nicht genug berücksichtigt wurde in der Gesellschaft, die die Rechten versagt worden sind und so weiter.
00:46:31: Sie werden ja auch rufiert.
00:46:33: Besonders von.
00:46:34: Ja.
00:46:35: Berlin, vor allem Kai Wegner ist da vorne mit dabei.
00:46:38: So dass quasi ja so ein schützender Schild vor dieser Community auch politisch ist.
00:46:46: Und Sie können auch, Sie können auch, Sie reagieren auf Gespräche immer, ja auf Kritik immer ohne Gespräch.
00:46:54: Also ich habe mit den Hamburger CSD-Leuten mal was auch typisch ist, wo man auch genau sieht, wie meine Einstellung zu diesen Dingen ist.
00:47:01: Ich habe in Hamburg hab ich die angeschrieben, hab gesagt, ihr lasst die CDU nicht mitlaufen bei euch auf dem CSD, habt ihr sie noch alle?
00:47:10: Und ihr müsst, das muss ja in den neunziger Jahren, hab ich auf den LKWs gestanden, als es wirklich noch darum ging, für Schwungenrechte zu kämpfen und für Toleranz und so.
00:47:24: Und dann hat der gesagt, es war so ein Schriftverkehr zwischen uns, dann hat der ... Vorsitzende von dem Verein, wer auch immer das war, vom CSD, also eine wichtige Person, Organisator vom CSD, hat dann geschrieben, naja, die CDU hat nie was für uns gemacht.
00:47:39: Ich hab das dann gegoogelt, was hat die Hamburger CDU für die Schwulen gemacht?
00:47:43: Ja, die Schwulen haben ihr nicht zugestimmt und so, die haben also tatsächlich nichts gemacht.
00:47:48: Worauf ich dann geschrieben hab, naja, aber sie haben euch auch nicht geschadet.
00:47:51: Also, wenn jemand nichts für euch tut und der darf dann nicht mit euch demonstrieren, dann fragt er von euren Lkw's mal runter, wer ist für das selbst?
00:47:59: Bestimmungsgesetz und zwar mit allen Inhalten.
00:48:01: Wer ist dafür, dass vierzehnjährige Kinder Pubertätzblocker geben würden?
00:48:05: Wenn jemand dagegen ist, vierzehnjährige Kinder, Pubertätzblocker, die müssen nach Hause gehen, die dürfen nicht mehr mitlaufen.
00:48:12: Dann fragt ihr, wer ist für Gendern?
00:48:15: Gendersprache, wer dagegen ist, darf nicht mitlaufen.
00:48:18: Dann ist das zweite Drittel weg.
00:48:20: Und dann würde ich noch Alkohol verbieten.
00:48:21: Dann fahrt ihr mit euren Scheiß Lkws alleine darum.
00:48:24: Also so geht es jetzt auch nicht.
00:48:26: Jeden Ausschließen, der anders denkt.
00:48:28: Und daraufhin wurde mir dann geschrieben, das tut mir leid, mit diesen Ansichten bis zu Teil des Problems.
00:48:34: Aber Sie selber haben in den eigenen Reihen ein großes Problem, nämlich ein Pädophilien-Terrassika-Baker.
00:48:43: Ja, ja, also.
00:48:44: es war übrigens auch sehr erstaunlich, wir waren auf dieses Gehirn CSD in Berlin.
00:48:49: Und haben dort Straßenumfragen gemacht, zu Deutschland fahren.
00:48:52: Soll die Regenbogenfange auf dem Bundestag sein oder so?
00:48:55: Das war ja eine heiße Debatte dieses Jahr, zum Beispiel.
00:48:57: Klöckner RZR runtergenommen und so weiter.
00:48:59: Es war erstaunlich zu sehen, dass viele da absolut d'accord waren.
00:49:02: Sie sagen, die hat da nichts verloren.
00:49:05: Unter der Deutschlandfahne vereinigen sich alle.
00:49:07: Dazu zählen auch die Queeren oder wie auch immer.
00:49:10: Es war wirklich überraschend zu sehen.
00:49:12: Es scheint nicht so, dass die, ich sage es jetzt auch, die Queere Community... ausschließlich links ist oder wo.
00:49:19: Aber
00:49:20: über diese Brücke gehe ich nicht, weil ich glaube, dass das, was du als Queere-Community bezeichnest, nicht die Queere-Community ist.
00:49:29: Wir können ja mal machen.
00:49:31: Mach doch mal eine Umfrage.
00:49:34: Wer sieht sich bei euch als Queer?
00:49:36: Wer ist Queer?
00:49:37: Versuch da mal, also das finde ich total interessant, mal versuchen herauszufiltern.
00:49:41: ... zu sagen, wer ist eigentlich Queer oder erklärt uns den Unterschied zwischen Queer.
00:49:47: Also irgendwie so, dass man mal, ihr werdet euch wundern, wie viele... ... Entschuldigung, auf eine TBC... ... wie viele Leute, ich brauche das Geld, wie viele Leute... Versuchbar auszufinden, wie viele Leute sich von dieser queeren Gedönstruppe distanzieren.
00:50:06: Das sind sehr, sehr viele.
00:50:08: Und es werden täglich mehr, denen das auf die Nerven geht, denen das wirklich auf die Nerven
00:50:12: ist.
00:50:13: Okay, interessant.
00:50:14: Zum Comedypreis.
00:50:15: Wurdest du mal nominiert dafür?
00:50:16: Oder warst du mal... Ich
00:50:19: wurde indirekt nominiert, weißt du wie?
00:50:21: Ja.
00:50:23: Ich bin ja befreundet mit Kristall.
00:50:25: Und ich hoffe, das fliegt mir jetzt nicht auf die Füße, dass ich befreundet bin mit Kristall.
00:50:30: Weil ich hab mit Kristall mal die Nummer dafür, dass mit der er berühmt geworden ist.
00:50:33: Die hab ich ausgearbeitet mit
00:50:36: ihm.
00:50:36: Nee, echt?
00:50:37: Die ist ja genial.
00:50:38: Und damit ist er ja berühmt geworden und er hat dafür den Comedypreis gekriegt.
00:50:42: Und insofern darf ich den ja auch ein bisschen.
00:50:43: Ah, okay,
00:50:44: sehr gut, sehr gut.
00:50:45: Aber es ist schon so, dass...
00:50:46: Der war da sehr... Genau, da hat er aber noch angestimmt, die ist politisch Ungeregte, ja?
00:50:51: Ja, ja.
00:50:51: Aber ich arbeite... Da muss ich dir das sagen.
00:50:53: Deshalb, also dieses Provo... Was du vorhin sagtest, warum muss man immer provozieren und so und so und da?
00:51:02: Ich war sehr froh, dass meine Arbeit oder meine Gedanken, es war ja auch ein bisschen meine Haltung und meine Gedanken, dass die in guten Händen gelandet sind, den Kristall.
00:51:12: Wir sind junger Künstler gewesen und sage immer noch, aber damals war er super jung.
00:51:17: Und wenn ich in seinem Alter diesen Erfolg gehabt hätte, ich hätte mich im Grund und Boden geguckt oder so, ich bin mit Erfolg nie gut zurechtekommen.
00:51:24: Und er hat das super gemacht.
00:51:28: Das ist das eine, worüber ich natürlich froh war, dass meine Gedanken und meine Haltung da ein Gut nennen ist.
00:51:35: Und heute wird ihm ja gerne mal vorgeworfen, dass er dann doch seichter ist.
00:51:40: Und dieses Thema darf man das witzemachen über alles, nicht mehr unbedingt immer bemüht.
00:51:46: Und dann muss ich dir ganz ehrlich sagen, das steht ja jedem zu.
00:51:52: Also, dass er sagt, nein, das ist mir vielleicht, ich weiß nicht, warum er das tut.
00:51:57: Aber vielleicht ist es ihm ja wirklich zu heiß.
00:51:59: Und vielleicht hat er keine Lust, darüber zu diskutieren, ob man solche Witze machen kann oder nicht.
00:52:04: Und der hat natürlich auch noch ein Karriereleben vor sich.
00:52:08: Und dass er sagt, nee, ich möchte nicht diese aneckenden Themen haben, ich möchte lieber ein seichterer Comedian sein oder so.
00:52:15: Das steht jedem zu.
00:52:16: Das ist etwas, was ich nicht verurteile.
00:52:19: Wenn jemand freiwillig zurück ein bisschen.
00:52:22: Und deshalb möchte ich auch da schützen, meine Hände über Kristall halten.
00:52:27: Was ich eben nicht mag, ist, wenn Leute, die sich dazu entschließen, das nicht zu tun, versuchen, mich, mir aufzuzwingen, das auch zu lassen.
00:52:37: Das würde Kristall nie machen.
00:52:39: Das weiß ich aus privaten Kontakten.
00:52:41: Also
00:52:41: wir haben tatsächlich, neulich hatte ich hier noch einen Comedy-Künstler sitzen, das ist der Nikolai Binner.
00:52:47: Ja.
00:52:48: Und der hat sich ja komplett ins Ausgeschossen mit seinem Humor gefühlt.
00:52:53: er berichtet aber das genau zum Beispiel in USA immer mehr.
00:52:57: sich öffnet also.
00:52:59: Dort kann man Sachen sagen, die können wir mal vor fünfzig Jahren wahrscheinlich noch nicht mal auf deutschen Bühnen sagen, die kann man mittlerweile dort sagen.
00:53:05: Da lacht man über alles mittlerweile.
00:53:07: Der hat ja auch Amerika bereist, da musst du von da reden.
00:53:09: Genau.
00:53:10: Gibt es dann auch nicht vielleicht doch noch eine Hoffnung, dass es auch nach Deutschland...
00:53:14: Ja, ich hoffe ja nicht.
00:53:15: Also ich hoffe nicht.
00:53:16: Also weil ich finde es ganz gut so.
00:53:18: Also was ich scheiße finde, ist, wenn die Kunst so eingezwenkt wird natürlich und damit auch übrigens die Meinungsfreiheit.
00:53:23: Ich habe ja lange überlegt, was ich den Kollegen immer sagen, die uns vorwerfen.
00:53:28: Menschen wie mir und anderen Leuten, die sagen, man darf in diesem Land nicht alles sagen.
00:53:33: Man darf in diesem Land natürlich alles sagen, man darf aber eben auch jeden Pilz essen.
00:53:37: Und manche ist man nur einmal.
00:53:39: Und ich habe immer überlegt, und gestern ist mir was eingefallen, was ich diesen Leuten sage.
00:53:43: Die sagen, naja, jetzt kommt wieder die Fraktion, man darf nicht mehr alles sagen.
00:53:47: Und dann sagen sie aber alles.
00:53:48: Ich werde den, dem nächsten Bild von Georgin Kellermann schicken und werde sagen, veröffentliche Bitte dieses Bild und sage, schreib drunter, das ist ein Mann.
00:53:57: Ja.
00:53:58: Und dann bin ich gespannt, was sie dann machen.
00:54:00: Da darf ich ja alles sagen.
00:54:02: Wenn du das nämlich sagst, kriegst du von solchen Kellermann einen rüber und musst womöglich sechstausend Euro bezahlen, weil du ... Dich nicht an das Selbstbestimmungsgesetz.
00:54:11: Man darf ja auch nicht mehr Schwachkopf nennen.
00:54:13: Genau, das ist auch nicht mehr.
00:54:17: Mein Freund Gerd Björmann hat das zugeschrieben.
00:54:19: Vielleicht ist er ja nur deshalb kein Schwachkopf und kein Idiot, weil es verboten ist, das zu sagen.
00:54:24: Das ist ja gut.
00:54:26: Ich liebe
00:54:27: Gerd Björmann.
00:54:28: Empfehlung, Gruß geht raus.
00:54:34: Also, auf der einen Seite denke ich natürlich, ich wünsche mir, dass die Meinung Freiheit breiter wird und auch die Leute, die mich jetzt anspringen, dass ich euch ein Interview gibt, da wird es auch wieder welche geben.
00:54:47: Ich würde mir einfach wünschen, dass sich alle mal ein bisschen entspannen.
00:54:51: Alle sich mal wieder ein bisschen runter kommen, unsere ganzen Empörungsmoppelchen, und zwar auch auf beiden Seiten.
00:54:57: Denn ich glaube, dass es unter euren Lesern und Zuschauern auch Leute gibt, die sagen, jetzt haben wir die bunten Vögel auch schon da.
00:55:05: Oder ach, ein Beterast.
00:55:08: Also ich finde, alle müssen sich ein bisschen entspannen.
00:55:10: Das würde ich mir wünschen und dass der Meinungsgericht noch viel breiter wird.
00:55:14: Man überlege mal.
00:55:16: Pettismith hat gesagt, Pissing in the River, das war ein Hit von Pettismith.
00:55:20: Da würde man ja heute schon bedenklich denken, wie kann die so was singen?
00:55:26: Nina Hagen hat gesagt, die ist von Ufus entführt worden.
00:55:29: Dann, die hätte sofort ein Alu-Helm auf.
00:55:31: Das hat die jahrelang behauptet, sie wäre von Ufus entführt worden.
00:55:34: Die hätte ein Alu-Helm gekriegt.
00:55:35: Man erinnert an Xavier Nadu, was sie mit dem gemacht haben.
00:55:41: Aber um diese Frage nur letztendlich zu beantworten, wäre das nicht schön, wenn das so kommt.
00:55:45: Meine Angst ist dann, dass die Leute, die jetzt alle in der Rückruderigata sitzen, weil sie falsches gesagt, getan, gedacht und was was ich haben früher, dass die dann aus dieser Rückruderigata wieder raussteigen und alle wieder zurück schwimmen und all die Leute, die sich jetzt an moralisches Gesetz und Ordnung halten, dass die dann mit Mal anfangen, sich in dem Humor zu... zu bedienen, den sie ja einst falsch erklärt haben und für den sie Leute wie mich verletzt haben, denn bei all diesem Spaß und bei all diesem Witz.
00:56:19: Menschen wie wir und ich glaube sogar Nikolaj Binnert, der Zombie Boy, lässt das nicht so raushängen oder Ludger K. Wir sind ein Teil von uns.
00:56:26: Es ist sehr, sehr, sehr verletzt, dass du als Mensch zu spüren kriegst von Kollegen, von Theatern, von deinen Mitmenschen, dass du angeblich nicht zur Gesellschaft gehörst, weil du falsche Witze machst oder deine Dinge denkst, die man nicht denken darf oder Sachen sagst, die man nicht sagen kann.
00:56:42: Das verletzt einen im Kern schon.
00:56:45: Das wollen wir mal nicht vergessen.
00:56:48: sollte sich das tatsächlich wieder ändern, dass man wieder alles macht, ist das für die Kunst und für die Gesellschaft sicherlich gut.
00:56:55: Aber ich habe da persönlich Angst vor, weil ich dann einfach diese ganze Wendehelse angucken muss,
00:57:03: die
00:57:03: sich dann auf dieser Drehung ausruhen.
00:57:06: Ich glaube, dass das Fenster, in dem man noch als Widerstandskämpfer für Meinungsfreiheit gilt, zum einem Opportunisten das Fenster, die Zeitfenster wird immer kleiner.
00:57:18: Wir haben eine Gesellschaft, die im Wandel ist.
00:57:21: Es gibt viele Umbrüche, es gibt so viele Dinge, die jetzt passieren.
00:57:27: Und man merkt doch, dass sich der Wind dreht, oder?
00:57:29: Ja, man merkt es, aber ich habe eigentlich immer ein ganz gutes Gespür.
00:57:36: Und mein Bauchgefühl sagt, es wird noch viel schlimmer.
00:57:40: Es wird alles noch... Es ist nicht so, es sind nicht die Zeiten für wir entspannen.
00:57:46: und jetzt mal, es wird sich alles, das wird nicht.
00:57:50: Also wir merken es jetzt daran, dass das eine oder andere Theater, wir können das noch nicht sagen, das werdet ihr aber erfahren.
00:57:59: Da auch Planen nicht mit uns zu arbeiten und zwar nicht, weil wir Naziparolen sagen, sondern weil ich Niederkurs sage.
00:58:12: Und ich sage niger, ich mach das aus dem Konsens.
00:58:15: Also ich mach das aus dem Kontext heraus sogar noch.
00:58:17: Ich will das gar nicht entschuldigen, weil ich finde, man darf niger gut sagen.
00:58:20: Aber es ist total witzig, dass die Leute das nicht mal das verstehen.
00:58:25: Also nicht mal das begreifen sie.
00:58:27: Ich gehe auf die Bühne, begrüße die Leute und sage, so wer ist denn hier verliebt, dann gehen wir hoch.
00:58:33: und wer ist verheiratet, dann gehen wir noch mal hin hoch.
00:58:35: So, wer ist verliebt und verheiratet, noch mal hin hoch, wer hat Kinder, noch mal hin hoch.
00:58:40: die AfD.
00:58:42: Man sagt, interessiert mich gar nicht, wen sie wählen.
00:58:44: Aber wenn mich nicht interessiert, wen sie wählen, interessiert sie auch nicht, was ich für Witze mache.
00:58:48: Fangen wir also gleich an.
00:58:49: Zygonasauce, Zygonasauce, Zygonasauce, Zygonasauce, Negakus, Negakus, Negakus, Morenkopf, Morenkopf, Morenkopf, Morenkopf, Stabbild.
00:58:58: Das ist ja eigentlich ein total lustiger Kontext.
00:59:01: Aber es gibt Kollegen, die verlassen dann den Saal, wie ich vorhin schon gesagt habe und sagen, ich möchte mich bitte mit einem Raum verbringen.
00:59:08: und dann Erwischte sie am nächsten Tag noch bei Instagram, was sie denken, du liest nicht mit.
00:59:14: Und die ganz Kollegen untereinander, welcher Kollege war's denn, war's der, der es immer macht, dass der überhaupt noch auftreten darf.
00:59:22: Es gibt doch keine Bühne mehr, die den nimmt.
00:59:24: Und dann merkst du richtig, der Andere hat dann eben nachgeguckt und sagt, ich hab grad auf seinen Tourplan geguckt, der tritt noch ganz viel auf und so, ja, wir müssen den ignorieren.
00:59:34: Und dann, wie sie darüber reden, ja, das ist ja auch ein weißer Künstler, der begra- das nie.
00:59:40: Also es ist total... Weiß,
00:59:41: alter Mann.
00:59:42: Ja, ja, es ist wirklich alles wirklich zeitgeistig.
00:59:44: Also
00:59:44: es ist eine Krüterie da, die früher ja nicht so da war.
00:59:48: Das ist das, was wir kann sich ja erinnern anfangs, dass ich gesagt habe, ich habe immer schon gegen Spießer gekämpft, nur diese Spießer tun.
00:59:55: Das ist nichts anderes, wie wenn man hat ja gar einen Bart, der sieht ja gar nicht aus wie eine Frau.
01:00:00: Das sind die Gleitungen, die sagen, ja, da war er mega.
01:00:02: kurz gesagt, geht doch nicht.
01:00:04: Und wenn das so weiter, ich meine, der Trend geht ja zum Erschießen anderer Meinung.
01:00:08: Das haben wir ja in Amerika gesehen.
01:00:10: Also da, das ist dann, kennst du gerade schon, zwei Punkt Null ist dann, du wirst demnächst erschossen.
01:00:16: Und Dunja Hayali redet dann noch nett hinterher.
01:00:22: Ja, hat mich wahnsinnig gefreut, dass du da bist.
01:00:25: Kurzweiliges Gespräch, finde ich.
01:00:26: Ich glaube, wir könnten genauso in diesem Sinne noch weitermachen.
01:00:29: Ja, ich liebe auch solche Sachen.
01:00:30: Ich liebe es über diese völlig bekloppten, lasst euch das nicht einreden, wie er über diese völlig bekloppten dreht.
01:00:37: Und da vielleicht nochmal, du wolltest gerade aufhören, eine Sache noch.
01:00:40: Ich fand von Nikolaj Binder total toll, das hat er noch nicht gesagt.
01:00:43: Und das ist etwas, das habe ich ihm beklaut.
01:00:46: Ich finde diese Haltung einfach total toll und diesen, ich hasse das Wort Haltung, ich finde diesen Umstand, wie er damit umgeht.
01:00:53: Total toll.
01:00:54: dass er gesagt hat, es gibt so viele Leute, die sagen, ich fühle mich manchmal einsam und denke immer, ich bin alleine mit meiner Meinung.
01:01:04: Das liegt daran, dann guckt er in die Kamera und sagt, das liegt daran, dass ihr eure Meinung nicht sagt.
01:01:10: Würdet ihr eure Meinung ganz laut sagen, würdet ihr euch wundern, wie viele Menschen eurer Meinung seid und wie wenig allein ihr eigentlich seid.
01:01:23: Und das finde ich total.
01:01:24: Wir müssen den Mut haben, zu sagen, was wir wollen.
01:01:30: Unbequeme Meinungen, Ansichten.
01:01:32: Wir müssen den Mut haben, es zu sagen, es finden sich immer Gleichgesinnte, die sagen, der sagt, der hat den Mut das zu sagen, also sage ich das auch.
01:01:41: Und in meinem Falle, ich bin ja nur für Humor zuständig, geht es hauptsächlich um Witze.
01:01:46: Witze über Behinderte sind erlaubt.
01:01:49: Witze über Schwarte sind erlaubt.
01:01:51: Witze über das Anderssein eines jeden Menschen sind erlaubt.
01:01:55: Und ich würde mir natürlich auch wünschen, dass jeder, der Witze über alles und jeden macht, auch welche über sich selber macht.
01:02:02: Denn das sollte dann Grundvoraussetzung sein, wenn man Humor hat, dass man auch über sich selber lachen kann.
01:02:08: Wunderbares Schlusswort finde ich sehr gut.
01:02:11: Alle, die dran geblieben sind bisher, abonniert unbedingt den Kanal.
01:02:14: Aber ihr findet auch in der Beschreibung fertig verlinken.
01:02:19: Deine Webseite, wahrscheinlich, wo auch die aktuellen Touren drin sind.
01:02:23: Vielleicht bis sie ja in der Nähe, dann könnt ihr ihn gerne mal besuchen, seine Show besuchen.
01:02:27: Ich glaube, da wird hier viel Spaß haben bis fünf Uhr morgens, je nachdem, wie lange die gehen.
01:02:34: Und ja, schönen Abend, schönen Tag, je nachdem.
01:02:38: Und auf Wiedersehen.
01:02:39: Tschüss.
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