Erste freie Wahlen in der DDR: Er war parlamentarischer Geschäftsführer | Dr. Joachim Schmiele
Shownotes
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00:00:00: Wie der Vereinigung Deutschlands hätte ja bedeutet, dass ihr Job ist weg.
00:00:05: Es gab also eine durchaus ernstzunehmende Zahl von Leuten die die DDR besser wiederholen wollten und das wollten wir auf keinen Fall.
00:00:16: Einheit sofort!
00:00:17: Herrn Dr.
00:00:18: Joachim Schmiele er isst der Wegbereiter der deutschen Einheit einer der Weg Bereiter.
00:00:23: Sie waren mittendrin Sie waren in der Volkskammer, in der ersten gewählten Volkskammern der DDR.
00:00:30: Da fing es dann an so ein bisschen in den Zeitungen zwischen den Zeilen.
00:00:35: So ein bisschen Kritik.
00:00:36: Ja da musste man aber genau hingucken.
00:00:38: Wir hören immer öfter von Menschen die die DDR erlebt haben.
00:00:44: ja wir haben so eine Art zweite DDR wieder.
00:00:47: Deja vu
00:00:48: Genau Haben sie sowas auch?
00:00:50: Jo!
00:00:51: Es gibt sehr wohl persönliche Folgen für das Meinung äußern.
00:00:56: Herzlich willkommen.
00:00:57: Danke für das herzliche Willkommen und den Empfang hier!
00:01:00: Ich bin
00:01:00: sehr gespannt über das Gespräch, vor allem was Sie über die Zeit erzählen können.
00:01:04: Ich bin ja jemand der überhaupt gar nichts mitbekommen hat von der Wiedervereinigung zumindest bewusst nicht.
00:01:11: ich war schon da aber das hat man später erst im Unterricht mitbekommen und dann auch wahrscheinlich sehr oberflächlich.
00:01:20: sie waren mittendrin In der Volkskammer, in der ersten gewählten Volkskammern der DDR als
00:01:27: Mitglied
00:01:28: frei gewählt.
00:01:29: So vorher gab es ja auch Wahlen stimmt und haben dann mit ihrer Fraktion sie waren in der Fraktion der DSU so hieß damals das war quasi die Schwesterpartei der CSU.
00:01:45: also ich... Sie sehen, ich habe schon ein Problem damit überhaupt die Parteinahmen mir richtig zu merken.
00:01:52: Erzählen Sie mal was war da los?
00:01:55: Nun... Ich hab ja wie viele politisch Interessierte in der DDR, die bundesdeutsche Politiksszene verfolgt so gut's halt ging über Fernsehen, über Verwandte, die zu Besuch kam etc.
00:02:16: Und in diesem Zusammenhang hatte ich, ich hatte auch einen Besuch.
00:02:23: Ich musste dann meine Tochter und meiner damalige Frau als Pfand in der DDR lassen.
00:02:29: also das war damals so und dann durfte ich zu einem Geburtstag als Anlass nach München zu meinen Verwandten ... und hab dann sozusagen das, was ich nur im Fernsehen sozusagen kennengelernt habe.
00:02:48: Und was man auch viel diskutiert hat, sich erarbeitet hat in einem Freundeskreis.
00:02:57: Das haben ja so Diktaturen an sich dass sich Freundes Kreise als Auswegzelle aus der Diktatur bilden ne?
00:03:09: man dann dort auf das Heftigste und Intensivste streitet.
00:03:13: Und nachdenkt, also Demokratie im ursprünglichen Sinne lebt.
00:03:19: Das ist sozusagen der Gegenpult der Diktatur, der sich dann in kleineren Kreise abbildet.
00:03:26: Dann kann es einem auch passieren, dass man da einen reingeschmuggelt kriegt von der Stasi?
00:03:31: Das war halt so!
00:03:32: Aber bei uns muss man sagen ich zumindest hatte Glück.
00:03:37: Das gab es nicht in meinem verschiedenen Freundeskreis.
00:03:42: Und in dem Zusammenhang bin ich dann sozusagen zu dem Schluss gekommen, dass Bayern ein Vorbild sein kann – insbesondere Franz Josef Strauß ist für mich ein großes politisches Vorbild gewesen weil er es verstanden hat die Mühnen des Konservativen mit dem sozialen und Volksnamen zu verbinden.
00:04:12: Ich habe dann auch gelernt, dass also die CDU eine ganz andere Partei ist als die CSU von der sozialen Zusammensetzung her.
00:04:22: Und so ist dann meine Idee entstanden, dass die CSUs für die DDR als dann so Anfang neunundachzig... immer deutlicher wurde, dass der Wind sich dreht.
00:04:40: Ja.
00:04:41: So wie ich jetzt ... es sind so Kleinigkeiten wo man merkt auch hier tut sich was.
00:04:52: die hat man in der Bullesrepublik gar nicht gemerkt.
00:04:56: sozusagen also
00:04:57: zum Verständnis ja bitte es gab keine Parteien in der DDR oder gab es Parteien aber so Blockparteien.
00:05:06: Es gab auch Wahlen, aber das waren so pro-former
00:05:10: Wahlen.
00:05:10: Richtig!
00:05:11: Man ist hingekommen und hat ein Stimmzettel bekommen?
00:05:14: Ja.
00:05:14: Was war drauf?
00:05:16: Könnte man nur einen Kreuz setzen oder
00:05:17: nicht?
00:05:18: Naja, einen Kreuzzimmer, aber zur Wahl standen die Blockparteien...
00:05:23: Die dann aber immer zusammen...
00:05:25: Zum Schluss war das alles eine Einheit letztendlich.
00:05:29: Und jedenfalls haben wir damals schon ... Die Vorzüge des Sozialismus kennenlernen durften, man hatte dann also ein Zimmerwohnen mit Arme und Kracht gekriegt oder anderthalb.
00:05:43: So eins war Durchgangszimmer und mein Bruder hat da so eine Klo halbe Treppe tiefer, der wohnte ein paar Meter weiter.
00:05:53: Da haben wir ne Bürgerwehr gegründet weil wir fünf Jahre lang bei den Bändigen Leib generell saniert wurden.
00:06:01: Also sprich an den Fenstern ein bisschen leisten dazu, dass die wieder dicht sind.
00:06:07: Äh ... Die Wassereleitung erneuern und das Ganze, das dauerte in der Summe fünf Jahre.
00:06:16: Da passierte es zum Beispiel, dass eines Tages der Tischler kamen alle Fenster rausnamen.
00:06:23: Und dann war er vierzehn Tage nicht mehr gesehen.
00:06:26: Das heißt, vierzehntage lang Durchzug!
00:06:29: Sie haben ... Irgendwann haben wir beschlossen, Sie wollen eine
00:06:34: Partei ... Richtig.
00:06:35: Und aus dieser Erfahrung heraus war ich soweit ausgewohnt.
00:06:39: Also Bürgerwehrgründen.
00:06:40: und dann haben wir ...
00:06:41: Wann war das mit der Bürgerwehr-Gründung?
00:06:43: Das war so zwei, drei Jahre davor, ne?
00:06:48: Okay.
00:06:49: Also wir haben uns nicht Bürgerwehr hier nannt.
00:06:52: So
00:06:53: in der Dreh.
00:06:54: Wir wurden wie gesagt bei lebendigem Livegeneral überholt und mit diesen... mit diesen Auswirkungen.
00:07:01: Ja, wir sind ja auch beim Malen die Wählen gegangen, sondern oder eben immer mit Nein gewählt oder ungültig gemacht, die Stimme ... äh damit war gehörfelt,
00:07:12: ne?
00:07:13: Hat auf Wirkung gezeichnet.
00:07:15: Da fing's dann an so ein bisschen in den Zeitung zwischen den Zeilen ... Äh, so'n bisschen Kritik.
00:07:23: Ja da musst du mal aber genau hingucken.
00:07:25: Also ich hab mir mal gesagt In der Bundesrepublik brauchte man Holzhammer im Witz überhaupt oder eine Kritik überhaupt ankommen zu lassen und bei uns war zwischen den Zeilen eine Andeutung genügt es schon.
00:07:40: Wir wussten, was sie meinten.
00:07:43: Und das gab's dann natürlich in der neunundachtziger Zeit.
00:07:47: In den Zeitungen auf einmal wurden so verschiedenste Dinge doch angesprochen die man eigentlich nicht ansprechen darf.
00:07:56: Also, das war dann für uns Anlass immer politischer zu werden.
00:08:04: Und ich habe dann gesagt, weil ich ja vorher das durch die Strauß-Deal sozusagen mir das auch angucken konnte.
00:08:12: und der Teufel in einer Demokratie.
00:08:14: Ich war da noch im Oktoberfest.
00:08:17: Ja, der Öne hat dann hier große linke Reden, die schwungelig da einfach sind.
00:08:22: Das hier.
00:08:22: Ein anderer hat ein bisschen Eierkorb oder Wiesigmalte und zum Schluss haben sie zusammenweise Bede schon einen Janschen hinter der Binde hatten, haben sie dann zusammen weiter getrunken und dort hat mir gefallen.
00:08:38: Also man
00:08:38: konnte sehen ...
00:08:40: ja das war gelebte Demokratie.
00:08:43: Man
00:08:43: konnte sich zwar öffentlich Auseinandersetzen, aber am Ende hat man trotzdem getrunken.
00:08:49: So
00:08:49: war es übrigens auch in der parlamentarischen Gesellschaft.
00:08:52: Da war ich ganz verwundert.
00:08:54: im Bundestag ... Ich war ja auch ein Bundestag dann.
00:08:57: Da gab's ja dann auch tolle Regen gegeneinander.
00:09:01: und zu meiner Verwundung, da war damals in Bonnen die Parlamentarische, das war so'n extra Gebäude.
00:09:10: Viel kleiner als jetzt!
00:09:12: Und ähm, ja... ... dann saßen die gleichen Leute zusammen... und haben dann gesagt, na eigentlich hast du ja recht.
00:09:20: Du weißt ja auch nicht.
00:09:21: Ja!
00:09:22: Da haben wir wieder Freund hinter den Kulissen?
00:09:24: Ja, da hat man ein Bier zusammen getrunken.
00:09:27: Natürlich nicht mit jedem, ne?
00:09:28: Also es gab unsympathischen und sympathische wie im normalen Leben auch,
00:09:32: ne?!
00:09:33: Das hat viel größer eine Rolle gespürt.
00:09:35: Genau, das hat sie beeindruckt?
00:09:37: Ja sehr.
00:09:38: Und das haben Sie sich für die DDR dann auch gewünscht,... Ja.
00:09:41: ... und haben einen Vorteil gegründet.
00:09:43: Na, ich wollte.
00:09:44: Sie wollten?
00:09:46: Das war dann irgendwann mal ... Ich
00:09:47: wollte die CSU gründen!
00:09:50: Ja, Franz-Josef Strauß ist die CSUs und ich hab gesagt dieses Konzept von Gesellschaftwiderspiegeln also Bevölkerung im weitesten Sinne und parallel dazu aber einen klaren Kompass haben, einen klare konservativen Kompasse weil der meinem Menschenbild entsprach.
00:10:10: das habe ich ja dort ... erleben dürfen und habe gesagt, das wäre das Richtige.
00:10:19: Und Sie haben sie dann irgendwann mal gegründet?
00:10:23: Also kam da eine Phase wo es dann möglich war in der DDR?
00:10:26: Naja!
00:10:27: Es war eigentlich nicht möglich so wie die SPD oder diese DPS... also die SPD hat sich ja auch begründete.
00:10:35: Genau.
00:10:36: Die Schwand?
00:10:37: Nicht PDS.
00:10:38: Nee, PDS nicht.
00:10:39: Das war... Die sechsmal umbenannte Mauerschützenpartei.
00:10:47: Aber die CDU hatte ja auch eine quasi die Schwesterparteien der DDR, mit der sie die Allianz dann gegründet haben oder nicht?
00:10:54: Nein nein das ist viel später!
00:10:56: Das ist ne ganz andere Schiene.
00:10:58: Ich hab in Berlin im meinem Kreis versucht sozusagen... CSU zu gründen, habe verschiedene Leute angesprochen von denen ich mir ziemlich sicher war dass die nicht sozusagen auf der falschen Seite stehen oder mich dann an die Stasi ausliefern.
00:11:19: Die waren ja noch aktiv aber die meisten hatten doch den Einfluss der Medien verinnerlicht also für die war Franz Josef Strauß ein Verschüsst oder so was.
00:11:34: Da sieht man mal, welche Macht die Medien hatten.
00:11:36: Das war ja auch meine Interpretation das ich gesagt habe.
00:11:41: Die Demokratie hat leider die erste Macht nämlich die Medien und das darf eigentlich nicht sein in einer Demokratie dass die Medien die Erste macht sind.
00:11:57: Sie sollen am Rand stehen, Schiedsrichter sein, dokumentieren und so weiter.
00:12:03: Sie können auch gerne sich die einen so und die anderen so parteiisch sein aber sie haben nicht die Funktionen die Politik sozusagen eigentlich zu gestalten durch ihre Macht indem sie den einen komplett fertig machen und den anderen hoch jubeln.
00:12:25: Und das alles hat eine Rolle gespielt damals.
00:12:28: und dann habe ich also gesagt, okay, ich spreche zwanzig dreißig Leute an.
00:12:33: Und hoffe die zusammenzukriegen und hab die Zeit damals so eingeschätzt dass sich wenn ich genügend zusammenhabe und dann ein Westreporter sozusagen organisiere, dass ich dann verschont bleibe dass man sich traut wie noch ein Jahr vorher einfach zusammen, die nehmen wir jetzt alle in Gewahrsam und das war's.
00:13:04: Das heißt ein gewisses Risiko damit auch verbunden?
00:13:07: Ja aber es wurde von mir, ich hatte ja für mich so eine Art Schwegrolle definiert.
00:13:17: also ich bin immer auf der Grenze zum gerade noch sagbaren Land gelaufen.
00:13:25: Ich war nicht der Widerstandskämpfer, der jetzt in den Untergrund gehen musste oder so.
00:13:29: Das würde ich für mich nicht in Anspruch nehmen.
00:13:31: also...
00:13:32: Wir reden von DDR-Nauin-Achzig?
00:13:35: Genau!
00:13:36: Na aber auch halt!
00:13:37: Da bin ich dann rüberisch weil das brannte er in mir sozusagen und hatte dann bei Libgen einen schönen Berg damals noch einen Termin Und er hat gesagt, da kommen sie doch zu uns und so mit der OstCDU.
00:13:55: Wollten sie nicht?
00:13:56: Nee, habe ich gesagt.
00:13:57: Also
00:13:57: OstCDUs gab es schon eine
00:14:00: Ost-CDU?
00:14:00: Naja!
00:14:01: Es gab eine Ost CDU, es gab eine ostliberale, es gibt einen nationaldemokratischen Partei, es gab ne Bauernpartei aber die gehörten alle zu dem großen Block und davon kann man diese
00:14:12: Firma machen.
00:14:13: Übrigens in der Ost CDU war damals ja auch die Angela Merkel dann.
00:14:17: Nee, die waren soweit ich weiß nicht in der Auszüge.
00:14:22: Die war gar nicht in Abwarteil.
00:14:23: Aber sie war doch in der ersten Volkskammer mit?
00:14:26: Ja da war sie beim DEA.
00:14:30: Demokratischen Aufbruch sowei ich weiß.
00:14:33: Ach
00:14:36: so, dann habe ich was gegessen.
00:14:39: Nee, sie wollte an die Macht!
00:14:40: Mhm.
00:14:41: So, und dann war es ja irgendwie bei der SPD das ... Und bei verschiedenen anderen.
00:14:46: und da haben sie immer gesagt Ja du musst die Tippeltappeltour gehen!
00:14:51: Und äh... Das war nicht ihr Ding.
00:14:54: Dann hat er die Günter Krause sozusagen in so einer Art stellvertretenden Regierungssprecher Postner besorgt bei Demisia.
00:15:05: Okay.
00:15:05: Aber zurück zu Ihnen?
00:15:07: Ja.
00:15:07: Sie jetzt haben sie gesagt okay wir wollen keine Wir wollen uns nicht an die Ost-CDU anschließen oder wie auch immer.
00:15:14: Nicht wir, sondern Sie.
00:15:15: Ich persönlich wollte
00:15:17: nicht aktiv werden darin, sondern sie wollten ihr eigenes Ding.
00:15:20: Nee, da sag ich gesagt haben... ...ich will politisch aktiv werden und das war ja vorher schon durch die Gründungsversuche.
00:15:28: Und äh ich bin aber ähm also Ost CDU ist nicht mein Ding.
00:15:33: Punkt!
00:15:34: Wobei man dazusagen muss, die Mitglieder der Ost-CDU.
00:15:37: Das waren zum Teil hundertfünfzig Prozentige und zum Teil war ...
00:15:41: Hundertfünftig prozentig gespricht?
00:15:43: Ja, die waren also richtig.
00:15:45: Die waren also noch scharfer als die von der LSD.
00:15:48: Ach so!
00:15:49: Und dann gab es auch, die wurde auch so wie die LDPD
00:15:55: usw.,
00:15:56: da ein bisschen als Fluchtpartei benutzt.
00:15:58: Da hat jeder Gruppenleiter geworden und haben gesagt du musst jetzt in die Partei.
00:16:02: Und dann ist er abends auf dem Heimweg schnell beim Büro von irgendeinem Blockpartei vorbeigegangen.
00:16:09: Er ist schnell dort eingetreten und sagt, ich kann leider nicht in die SED eintreten.
00:16:13: Ich bin schon da drin!
00:16:15: Ja also ... Die Mitglieder waren gemischt.
00:16:19: Da waren solche, solche und solche.
00:16:21: Okay.
00:16:21: Muss man einfach verstehen?
00:16:23: Ja das ist's.
00:16:25: Ja so war es damals... Sahte Diebken zu mir, da ist was in Gründung.
00:16:32: Äh ... CSU-DSU.
00:16:36: also so und da bin ich ... hat er mir dann Kontakte verschafft sozusagen und dann bin ich dort mit ... eingetreten und
00:16:48: hab dann ... Da wurde gerade frisch gegründet?
00:16:50: Genau!
00:16:52: Ich war nicht im Gründungsakt dabei aber dann ... unmittelbar danach sozusagen ja.
00:16:59: Und ja, dann wurde ich hier relativ schnell Berliner Landesvorsitzender.
00:17:06: Da gab es ein Glasermeister aus Mitte, der war Feuer der Landesvorschützen.
00:17:10: Er wollte die aber nur in die CDU überführen.
00:17:15: Da waren Landowski und Diebkinden, wollten das so organisieren, dass sie da nicht noch die CSU nahe gehabt haben?
00:17:23: Das war nicht ... Nicht der Plan!
00:17:26: Wir reden jetzt hier von einer Zeitspanne, von alles unter einem Jahr.
00:17:32: Richtig!
00:17:34: Hier ist ja auch, weil sie fahren rüber nach West-Berlin ... Nee nicht nach West Berlin sondern zum ...
00:17:42: Doch nach Westberlin zu nicken.
00:17:43: Genau und sagen okay Sie wollen nicht in die OstCDU.
00:17:47: Ich will was machen?
00:17:49: Es gewinnt sich parallel schon eine Partei, das war dann wirklich ...
00:17:53: Da ist was im Busch und da hab ich mitgemacht.
00:17:55: Und dann waren ja aber auch schon ... ... in der Jahrhundert- und neunzehnundneinzig im März die Wahlen?
00:18:01: Naja, na, wo wurde ich denn von den DSU Berlin aufgestellt als Kandidat?
00:18:12: Da kamen auch Hilfe aus München Mhm.
00:18:15: Ja, die haben dann Wahlkampferfrauen gehabt.
00:18:19: Wir hatten ja gar keine Erfahrung mit sowas, ne?
00:18:22: Das heißt da ist eine Partei gegründet worden und unruhig war davon nach schon ... musste man sich aufstellen zur Wahl!
00:18:28: Ja, das war ja alles klack-klack-clack.
00:18:30: Das ging ja alles hintereinander weg,
00:18:32: ne?!
00:18:32: Die Listen
00:18:34: haben sie selber einfach aufgestellt oder auch gewählt... Richtig
00:18:38: gewählt so wie es sich gehört.
00:18:40: Ich hab dann auch so Bücher gelesen, wie das mit der Demokratie
00:18:43: funktioniert.
00:18:44: Weil ich überleg mir gerade ... Da musst du ja alles sehr knapp gewesen sein auf den Fristen?
00:18:49: Ja, das war alles ziemlich sehr knapp!
00:18:53: Aber wie
00:18:55: war dann die Stimmung so?
00:18:57: Aufbruch.
00:18:58: Also
00:18:59: man war voller Elan, voller Energie und jetzt geht's los!
00:19:04: Und also ich erinnere mich daran nur positiv.
00:19:10: Was war Ihr Ziel?
00:19:11: Sie dachten okay wir gehen jetzt verändern die DDR.
00:19:16: Oder war das auch schon so ein Ziel, wir wollen endlich die Einheit oder auf die Eintheit?
00:19:20: Wir
00:19:20: wollen zum einen die Einheid und wir wollen vor allen Dingen Demokratie und Freiheit.
00:19:29: Waren
00:19:30: das ferne Ideale wo man sagt okay dass ist jetzt das wir wollen dahin.
00:19:35: ja wir sehen jetzt die Chance dass wir etwas machen können.
00:19:39: aber im Kopf Hat man irgendwie so das Gefühl, okay, das kommt jetzt in fünf Jahren erst oder in zehn Jahren?
00:19:46: Naja.
00:19:47: Das war sehr unterschiedlich.
00:19:49: also ich kann jetzt nur für mich als Individuum sprechen.
00:19:52: und ein bisschen, da ich gerne zum Parlamentarischen Geschäftsführer gewählt wurde von der Fraktion, kann ich auch noch für die Fraktion einen sprechen aber für die anderen Parteien weniger.
00:20:05: Ja
00:20:06: Für uns war es so dass wir gesagt haben Einheit sofort.
00:20:12: Da gibt's ja die Story, die ich damals anjedeutet habe.
00:20:15: Wir haben zusammengesessen im ... Äh ... Im Foyer der Volkskammer also ...
00:20:23: Also am achtzenden März wurde gewählt?
00:20:25: Am achtzehn März wurden gewählt!
00:20:26: Ich war
00:20:26: keine Starke, da sind sie reingekommen
00:20:28: als Partei.
00:20:28: Gerade um die sechs Prozent.
00:20:30: Okay, als ... Ja.
00:20:32: Also über fünf Prozent.
00:20:33: Ja.
00:20:34: So.
00:20:34: Gut es gab glaube ich keine fünf Prozent Hürde damals.
00:20:37: Naja aber ...
00:20:39: Genau ...
00:20:40: jetzt für den Zuhörer vielleicht so ein bisschen, dass man weiß in welche Richtung das ging.
00:20:47: Und dann gab es ja die konstituierende Sitzung und vor der konstituierenen Sitzungen da hatten wir ja schon ein bisschen uns ausgewürfelt, was heißt ausgewirkelt?
00:20:59: Wir haben also schon zusammensessen, dann wurde Herr Walter, Professor Walter wurde dann zum Fraktionschef gewählt Und der Diesel wollte ein Innenminister wären, wobei das war ja dann ohnehin eine ganz andere Geschichte.
00:21:17: Aber das würde heute den Rahmen springen.
00:21:20: Da ging es auch um die Tagesordnung.
00:21:23: Da gab's ja dann von Beamten aus dem alten Bundesländern und da gab's dann die Hilfe wie sowas ablaufen muss damit dass Ganze überhaupt in geordnete Bahnen kommt.
00:21:35: Man musste irgendwie zu einem Ziel kommen Und auch da gibt es Mechanismen, die man einfach abarbeiten muss.
00:21:42: Und dazu gehört natürlich eine Tagesordnung.
00:21:44: und wir wollten auf die Tagesordnung den sofortigen Beitritt nach dreiundzwanzig Grundgesetz.
00:21:50: Das hatten wir schon vorher besprochen.
00:21:54: Ja das war aber in dieser illustren Runde, die auch andere Themen hatten.
00:22:00: zum Beispiel sollte Modero-Fizepräsident werden, nahemal gesagt das kommt nicht in der Tüte.
00:22:06: Und also da gab's so verschiedenste Diskussionen und wir haben dann unseren Punkt nicht durchgekriegt mit dem sofortigen Beitritt.
00:22:19: Weil ... Punkt
00:22:21: bei der ersten Sitzung, dass der Volkskammer ...
00:22:25: Wollten wir in einem Konstituieren...
00:22:27: Also kam der Antrag rein schon?
00:22:29: Nein nein!
00:22:30: Der ist gar nicht als Antrag reingekommen.
00:22:32: Okay.
00:22:32: Also das heißt jetzt gar nicht du ... Das
00:22:35: heißt er ist ... Aber durch die Fraktion ist er gekommen.
00:22:38: In der Fraktion waren wir uns ein, das wollen wir!
00:22:41: Ja... Also wir reden von einer Fraktion, die dann nicht aus ihrer Partei...
00:22:47: Richtig, nur DSU!
00:22:49: Ach
00:22:49: so
00:22:50: und
00:22:50: bei der CDU?
00:22:54: Die wollte erstmal die Einheit vorbereiten und einen Teil wollte auch sozusagen Gar nicht.
00:23:03: Aber das war eine ganz andere Schichte, die wir ja gar nicht so kannten.
00:23:07: Man darf ja nicht vergessen ... Wir haben uns da dort im Prinzip alle mehr oder weniger das erste Mal gesehen und ...
00:23:16: Ja, so wie es ist in unserem Parlament was ...
00:23:20: Ich meine klar, die CDU-Leute kannten sich untereinander teilweise schon von vorher.
00:23:27: Wir auch ein bisschen vom Vorher.
00:23:29: aber das isso Man hat sich mal gesehen und zusammen kurz diskutiert, aber das war kein Kennen im klassischen Sinne.
00:23:41: Sie sind der Meinung hätte es diesen Antrag nicht gegeben würde man versuchen sogar die Wiedervereinigung zu verhindern oder auf Zeit zu spielen?
00:23:53: Das war von Anfang an sozusagen das Konzept ... auch aus befeuert aus linken Kreisen in der Bundesrepublik.
00:24:03: Also bei den Grünen, bei den ... ... Linken, also bei der
00:24:07: PVS.
00:24:08: Wir reden von einer Bundesrepublique, also sprich von der ... ... BRD zwischen Zeitpunkten?
00:24:13: Damals zu dem Zeitpunkt war ja noch nicht der dritte Oktober.
00:24:16: Genau!
00:24:17: Wir reden ja vom ... ... derzeit kurz nach am achtzenten.
00:24:21: Ja und da war es einfach so dass es unterschiedliche ... Vorstellungen davon gab, was nun wird.
00:24:33: Und wir hatten immer die Vorstellung dass wir gesagt haben jetzt noch mal ein sozialistisches Experiment auf wäre das ja dann hinausgelaufen mit neuer Verfassung und allem Pipapu.
00:24:45: Das würden wir nicht wollen und durchstehen.
00:24:48: es kostet uns einfach unser Leben.
00:24:51: So und haben daraus den Schluss folgert Diese Sachen dann damit beenden, dass wir sagen.
00:25:00: Dreiundzwanzig Grundgesetz-Beitritt fertig.
00:25:03: Okay.
00:25:04: So.
00:25:05: Grundgesetz?
00:25:06: Besten Grundgesetz...
00:25:08: Ja das Bundesrepublikanische.
00:25:10: Da war ja so die Bundesrepublic wäre verpflichtet gewesen.
00:25:16: Heute wird es ein bisschen anders dargestellt.
00:25:18: Sie
00:25:18: haben sich beim Pantrag quasi auf das Grundgesetz von der Bundesrepublik berufen, aber sie hat ja keine Wirkung in der DDR gehabt.
00:25:28: Indirekt?
00:25:29: Wenn wir als First Comer den Beitritt erklärt hätten hätte die Bundesrepublique nichts dagegen tun können.
00:25:36: so ist das Grundgesetz formuliert.
00:25:39: Das heißt wenn es die Mehrheit gehabt hätte oder... Ja, dann wären sie verpflichtet sofort zu handeln.
00:25:45: Deshalb sage ich auch zur Einheit ohne die Zustimmung der Volkskammer wäre alles nix gewesen.
00:25:53: also wenn zum Beispiel in der Sitzung, in der wir dann den dritten Oktober außer Koordinaten als Tarte einheit Wenn wir da alle Nein gesagt hätten oder viele die Mehrheit Dann hätt es keine Einheit gegeben.
00:26:10: Also Der Knackpunkt war die Zustimmung, so habe ich mir das erklärt lassen, reinrechtlich.
00:26:18: Die Zustimmung der DDR und Völkerung.
00:26:22: War sie am Wackeln diese Mehrheit?
00:26:24: Ja!
00:26:25: Und zwar zum Anfang gab es viele Begeisterte, die gerne wollten.
00:26:31: Manche wegen... wie man so schön sagt wegen der DMG.
00:26:35: aber ganz viele waren viel mehr als heute dargestellt wird haben wirklich die Redefreiheit, die Gedankenfreiheit und die demokratischen Grundprinzipien haben wollen.
00:26:55: Weil ich hatte er erzählt von meinem kleinen Freundeskreis – da gab's das!
00:27:00: Das wurde ja alles gelebt.
00:27:02: Und insofern hätte man es dann auf die Gesellschaft sozusagen übertragen.
00:27:10: Darin hat man sich ja dann wohlgeführt.
00:27:12: Wir haben eine Streitkultur gehabt, wir haben uns nicht die Köpfe eingeschlagen sondern wir haben superinteressante Diskussionen bis zum frühen Morgen geführt über Gott und die Welt wie man so schön sagt.
00:27:28: Und in diesem Zusammenhang sehe ich das Ganze Ja.
00:27:33: Und
00:27:34: dann gab es eben Hartleiner, die gesagt haben.
00:27:38: Ach der Sozialismus ist ja eigentlich gut von einer Idee her.
00:27:42: Man muss ihn bloß besser machen.
00:27:44: Wie man das auch heute noch sagt in den Krisenkreisen?
00:27:48: So ist es!
00:27:49: Ja, wieder verstärkt, sagen wir uns heute im Prinzip ausdrücken.
00:27:59: Und jetzt ist ... Der erste Versuch, den Antrag reinzubringen gescheitert.
00:28:05: Richtig
00:28:07: nicht in der Fraktion, aber war ja eine Koalition diese Jahr hatten danach.
00:28:13: Es gab die Allianz für Deutschland?
00:28:15: Genau!
00:28:16: Da waren
00:28:16: sie jetzt Teil der Koalition.
00:28:18: Richtig das war ja sozusagen zusammenschmiedet worden weil alle damit gerechnet haben.
00:28:24: die SPD wird gewinnen.
00:28:27: Willy Brandt und verschiedene andere Figuren sozusagen des politischen Lebens haben da ganz schön Eindruck gemacht in der Bevölkerung, dachten wir.
00:28:41: Und dann kam es ja in der Wahl etwas anders raus.
00:28:45: aber die Allianz war gegründet worden um wenigstens den konservativen Teil.
00:28:50: das war soweit ich das jetzt überblicke die Leistung auch von Kohl dass er eben gesagt hat okay da müssen wir jetzt sehen das war die alle so weit bündeln dass wir auch eine Chance haben.
00:29:05: und das, was dann so ganz anders ausgegangen ist in der Wahl.
00:29:10: Das war für alle doch ein bisschen überraschend.
00:29:14: Der Block sage ich jetzt aber, dass diese Allianz dann der Zusammenschluss aus dem CDU-Bund ihre Partei doch so groß war?
00:29:22: Richtig!
00:29:23: Und dann hat er mir sehr unbedingt die SPD mit drin haben wollen obwohl sie rein rechnerisch gar nicht nötig waren.
00:29:33: Das war zum Anfang vielleicht auch gut.
00:29:36: Da gab es ja auch interessante Figuren wie Professor Schröder oder so, die durchaus ihren Verstand benutzt haben und ehrenwerte Absichten hatten.
00:29:50: aber es gab eben auch andere.
00:29:52: Und das sind ja die, die jetzt gesiegt haben in der SPD.
00:29:56: Also im Grunde genommen ... die Maurerschützenpartei links überholen wollten.
00:30:05: Dann kam der Antrag doch irgendwann mal rein aus der
00:30:11: Allianz?
00:30:12: Ja, dann war es folgendes.
00:30:13: Da ich dort in dieser Sesselrunde war, habe mich berichtet.
00:30:19: Früher war ja immer Fraktionssitzung damit jeder ... vor der Parlamentssitzung sozusagen Bescheid weiß, was vorher besprochen wurde.
00:30:29: Und dann war ich als parlamentarischer Geschäftsführer derjenige, die das dann zu berichten hatte.
00:30:36: So es gab also eine durchaus ernstzunehmende Zahl von Leuten Die DDR besser wiederholen wollten Und das wollten wir auf keinen Fall.
00:30:50: Das, wie gesagt, es war unsere Lebenszeit die da dann verplämpert wird mit den nächsten... Wer
00:30:56: waren diese Leute?
00:30:58: Naja, das ganze Linkespektrum.
00:31:00: Klar!
00:31:02: Aber gab es auch solche Leute in der Reihe der eigenen Allianz?
00:31:06: Also in der DSU nicht.
00:31:11: Dann in einer CDU ... glaube ich ein paar wenige aber marginal so und in der FDP meiner Meinung nach auch nicht wobei jetzt sozusagen eine Abschätzung abgippen, die mir eigentlich nicht zusteht.
00:31:31: Weil ich ja dort nicht involviert war und ... nicht die inneren Meinungen so sehr gekannt habe dazu, weil
00:31:40: es jetzt einfach zu kurz ist.
00:31:41: Aber aus meiner Sicht wurde das genau so.
00:31:42: Sie können ja sagen wie's war oder
00:31:44: wie ich sie empfunden hab.
00:31:45: Ja,
00:31:46: also wir waren die glühendsten Einheitsbefürworter.
00:31:50: Das kann ich mit Fug und Recht behaupten und haben auch immer unser Tun ... unter dem Gesichtspunkt betrachtet sind, ... führt es zur Einheit oder nicht?
00:32:02: Was ist wichtig.
00:32:04: Das war auch für uns zum Beispiel so, dass wir gesagt haben, je schneller wir diese Einheit organisieren, desto weniger gibt es kriminellen Missbrauch von Übergangszeiten.
00:32:19: Da haben wir ja dann erlebt diese Zeit und die war ja ein bisschen... Vogelfrei, wenn man so will.
00:32:27: Und da gab es ja einige Dinge die nicht hätten stattfinden dürfen und sollen... ...und das war ja absehbar!
00:32:35: Das ist immer in solchen Übergangszeiten so, dass dann auch kriminelle Elemente sozusagen da ihr Süppchen kochen.
00:32:44: Ja.
00:32:45: Und das wollten wir...das war einer der Gründe, um wie gesagt haben Übergangzeit ist nicht gut Und zum anderen natürlich dieses Glühnen für ein einiges Deutschland.
00:33:00: Sehr gut, kann man sagen Sie waren quasi mit Ihrer Partei, mit Ihrem Mindset und ihrer Einstellung so quasi so einen Vorläufer der AfD?
00:33:20: Ich würde insofern nicht sagen, weil wir uns noch gar nicht richtig gefunden hatten.
00:33:24: Die AfD hat jetzt Programme und wir waren von unseren Zielvorstellungen ziemlich stark auf die Einheit und aufs Konservative konzentriert.
00:33:41: Und dazu sind dann natürlich bestimmte ... Instrumente nötig, aber dass wir sozusagen uns da als Vorläufter betrachten dürfen würde ich jetzt erstmal so nicht einschätzen.
00:33:55: Weil da gab es auch welche die waren wenn man genauer hingeguckt hat innerlich links und haben sich bei uns wieder gefunden erst mal die dann geblieben werden, das weiß kein Mensch.
00:34:11: Aber vom Grundsatz her waren wir noch zu sehr in der Findungsphase ist dass man das so sagen kann.
00:34:18: Dann kam es zur Abstimmung?
00:34:20: Ja jetzt komme ich wieder zum Fahren zurück und zwar hatte ich dann berichtet von meinem Versuch das da in dieser Sesselrunde einzubringen und dass wir damit gescheitert sind.
00:34:33: Und dann kam so die Idee auf, in dem Fraktion zu sprechen... Dann nehmen wir den siebzehnten Juli, der heißt ja schon Tag der Einheit!
00:34:44: Und dann können wir ihn auch gerne als Einheitstag nehmen und haben gesagt okay das machen wir diesmal aber anders.
00:34:56: Das machen wir so, dass sich nicht alle mit ihren Argumenten drauf vorbereiten können und haben sozusagen dann Stück für Stück das vorbereitet.
00:35:09: Und dann an dem Tag da, und haben dann diesen Antrag eingebracht.
00:35:19: Wir hatten auch einen Teil der Leute die nicht in Berlin wohnen, die wurden zum Beispiel in der Rusche Straße, ihr mages Stasi-Gelände... untergebracht von den Förstkammerleuten und da haben dann viele zusammen gesessen.
00:35:35: Und da haben auch Professor Weiter und Prof.
00:35:38: Krause, und dann hat Prof.
00:35:43: Weiter gesagt ich muss den Günter informieren und den können wir nicht so überfahren und so.
00:35:50: Günther ist Werder
00:35:51: Krause der EMI Verkehrsminister.
00:35:55: Und der hatte dann auch seine eigenen Gedanken da in Bezug auf eine solche Sache.
00:36:02: Und dann war mittlerweile auch klar, dass sozusagen der Bundeskanzler auf der Tribüne sitzen wird und so... ...und ja!
00:36:13: Und dann haben wir unseren Antrag da eingebracht und zwar hatten wir uns einen ausgeguckt das war ein Herr Schwarz aus Dresden, der hatte ohnehin Redezeit Und haben gesagt, du machst in deiner Redezeit diesen Antrag.
00:36:31: Bringst du damit unter?
00:36:33: Wir hatten auch einen anderen Fall wo wir dieses Emblem weghaben wollten.
00:36:40: da haben wir den Dr.
00:36:41: Furcht.
00:36:41: das war ein Zahnarzt.
00:36:43: Sie
00:36:43: haben gar nicht den Antrag so formal eingereicht auf die Tagesordnung?
00:36:48: Nein, das haben wir mit rein geschummelt sozusagen.
00:36:51: Bei der Rede dann quasi ...
00:36:52: Ja ja, aber ... Der war sozusagen... Den haben wir so ein bisschen ... Wir wollten ja nicht, dass sich deine Mama aufbaut.
00:37:02: Dass halt zu viel gegen die erwarten dürfen.
00:37:07: Also haben wir dort alles ganz kurzfristig immer angemacht.
00:37:10: Am Abend und dann hat den Antrag, der wurde dann früh eingebracht.
00:37:14: Den hat der Professor weiter mit dem Günter Krause zusammen.
00:37:20: Haben sie den noch nach Zenerusche Straße zusammen zu Papier gebracht.
00:37:25: Okay!
00:37:26: Ja?
00:37:27: So
00:37:27: war das, weil wir ... wie gesagt, wir wollten den anderen den Gegnern keine Vollaufzeit geben.
00:37:34: Verstehe ja!
00:37:36: Und jetzt haben Sie da Ihre Sitzung?
00:37:41: Was war der Volkskammer-Sitzung, so war das her und sie sagten, der Kanzler sollte anwesend sein?
00:37:50: Der war anwäsend oder auf der Tribüne?
00:37:55: Kanzlerkohl
00:37:55: Kanzlerkohl, richtig.
00:37:57: Und noch mehr aus der Regierung waren zu Besuch.
00:38:00: War das... Das war einfach quasi ein Staatsbesuch oder wie?
00:38:04: Das
00:38:04: war sozusagen ein Zufall.
00:38:09: Es war geplant aber der wusste nicht dass wir den Antrag
00:38:13: stellen.
00:38:13: So und dann bringen sie diesen Antrag ein?
00:38:15: Richtig!
00:38:17: Und dann wurde der Antrag in die Ausschüsse überwiesen und damit war er beerdigt eigentlich.
00:38:25: Aber wir hatten sozusagen ein Signal gesetzt, weil wir... Wie war
00:38:31: da die Stimmung?
00:38:33: Gut bei uns war es super!
00:38:35: Ja gut sie waren in Feierlaune, Sie haben einen Kup gelandet quasi, aber im Saal haben wir das wahrgenommen.
00:38:43: Na auch wieder in dieser Trennung, ne?
00:38:46: Es gab ja doch...
00:38:47: Gab es eine Aufruhr vielleicht von Linken oder...?
00:38:51: Ja naja die haben dann rumgemotzt wie sie's so machen.
00:38:55: Das hat uns aber nicht gekratzt.
00:38:59: das war für uns überhaupt nichts zu merken.
00:39:05: Aber generell also für mich ist er so komplett noch unvorstellbar wie der ganze Leaf.
00:39:12: Wir haben jetzt quasi eine Diktatur hinter uns von ... knapp vierzig Jahren, waren das?
00:39:20: Nee.
00:39:20: Wie lange ... Ja,
00:39:21: ziemlich genau, vierzig Jahre.
00:39:23: Im Oktober war vierzig Jahresfeier.
00:39:25: So und...
00:39:27: Also im neunundachtzig.
00:39:30: Ich meine wie lange die DDR, ne?
00:39:32: Und dann war die SED ja quasi die regierende Partei bisher immer gewesen oder?
00:39:39: Richtig!
00:39:41: Und
00:39:42: die Blockparteien.
00:39:43: Genau, und die Block-Partei hat mit einem Schlacht dann nur noch sechzehn Prozent bekommen bei den ersten freien Wahlen.
00:39:54: Sie waren wahrscheinlich komplett euphorisch am Gewinn.
00:39:57: aber wie war die Stimmung da auf der anderen Seite?
00:40:02: Zum Teil gedrückt zum Teil ratlos zum Teil.
00:40:07: Wo war Honika zu der Zeit schon?
00:40:10: Nach Honika war er dann schon ...
00:40:12: Der war ja nicht mehr da.
00:40:13: Richtig, ich weiß nicht, ob er da schon in ... Er war ja dann krank, ne?
00:40:18: Ja.
00:40:18: Er war krebskranklavinierend, Krebs oder so und der war ... Ich weiß nicht ob er dann bei den Pasta da war oder so also das kann ich nicht sagen jetzt.
00:40:29: Oder ob er schon weg war.
00:40:31: Jedenfalls, der war die ganze Führungsregie, die war weg Bis auf die, die unter Gisi in der dann unbenannten PDS weitergemacht hat.
00:40:46: Weil Gisi wollte ja die Milliarden retten... ...die Partei sich unter den Nagel gerissen hatte.
00:40:52: Das war der einzige Grund warum es heute die Linke gibt.
00:40:56: Die Milliarden?
00:40:58: Richtig!
00:40:59: Und da haben sie dann immer gesagt das sind ja unsere Beiträge, da bin ich ganz anderer Auffassung Weil man muss wissen, dass in der DDR sozusagen jeder Betrieb, da hat ein Parteiseukretär und gesagt, diese ganzen Funktionen und so weiter.
00:41:13: Die wurden alle von den Betrieben bezahlt.
00:41:16: Und das heißt also die Beiträge waren im Grunde genommen normal.
00:41:21: Das war, wenn man sowohl vom Staatsvermögen bezahlt... Und
00:41:25: soweit ich weiß hatte ja die Partei dann auch eigene Betriebe
00:41:29: Das auch noch, ja.
00:41:31: Die hat eine eigene Außenhandel überschalkt und so... Man kann es bezeichnen, weil ich weiß nicht wie's juristisch zu werden ist aber vom Grundsatz her haben sie doch ordentlich zugegriffen.
00:41:46: Irgendwo kam es dann zur Einigung zu sagen okay das ist jetzt nicht der siebzehnte Juni man hat sich dann auf den dritten Oktober festgelegt.
00:41:54: Naja, das ist wieder eine ganz andere Geschichte.
00:41:56: Ja?
00:41:56: Dann wurde er der siebzehnte und da wurde es ja sozusagen in die Ausschüsse überwiesen... Und
00:42:02: da ist es... ...und
00:42:02: zwar klar, dass kann jetzt dauern!
00:42:05: Und dann merken wir auch wieder die DSU-Fraktionen.
00:42:09: Wir merken, dass sich die Leute, also die Abgeordneten immer mehr einrichtet haben.
00:42:16: Man hatte ja auch so'n bisschen Privilegien, wie man nicht gewöhnt war.
00:42:21: Man muss ja dazu sagen, eine Einigung, also eine Wiedervereinigung Deutschlands hätte ja bedeutet.
00:42:28: das ihr Job ist weg.
00:42:31: Die Stimme
00:42:32: hätte nicht bedeutet?
00:42:34: Das hat es genau das bedeutet.
00:42:35: Das heißt man sogar die Abgeordneten, die formal dafür waren haben eigentlich im ureigenen Interesse vielleicht gedacht nach vielleicht doch nicht so schnell Ja,
00:42:46: genau.
00:42:47: Und dann wenn man noch Staatssekretär oder Minister oder sowas war ... Das war ja doch schon etwas ... Was man, wenn man vorher nicht so eine Macht hatte, nicht gewöhnt war.
00:43:03: Man ist auf einmal wer
00:43:05: und hat
00:43:06: die Musik,
00:43:07: die einen durch das Land fahren.
00:43:08: Man hat sein Schaufel
00:43:10: auch.
00:43:10: Die Leute hören einem Aufmerksam zu.
00:43:14: Die Presse
00:43:15: ist da.
00:43:16: Ja, ich hab selber Diskussionen erlebt.
00:43:19: Da waren die größten Gegner und weiß ich fast... ...und dann kam man dahin und dann hieß es... ..."Ach Herr Abgeordnere bitte hier entlang!
00:43:26: Wir haben da was
00:43:26: vorbereitet!".
00:43:27: Und so weiter.
00:43:29: Es war mir unangenehm an mir persönlich aber ich bin vielleicht anders gestrickt.
00:43:35: Warum kann ich jetzt nicht sagen?
00:43:38: Mir war das nicht angenehm.
00:43:42: Aber ich bin auch nur ein Mensch und ich habe hier mal die Menschenbild meiner damals an der DDR erworbenen Interpretation des gesellschaftlichen Lernens dargelegt.
00:43:58: Es gibt ja zwei Arten von Gesellschaftsform.
00:44:04: Die eine Art, eine Gesellschaft zu organisieren geht davon aus dass der Mensch im Grunde genommen so ist wie er ist über Jahrmillionen geworden mit positiven und negativen Eigenschaften beladen oder wie auch immer.
00:44:21: Und die andere geht davon Aus Der Mensch Ist Im Grunde Genom schlecht durch seine Entwicklung und wir müssen ihn in irgendeiner Form immer in die Richtung schupsen.
00:44:32: Heute sagt man dazu links und rechts, wobei diese aus der französischen Revolution kommende Zuordnung.
00:44:39: Naja gut übernehmen wir.
00:44:41: jetzt ist es ja ich bleibe dabei aber man muss sich für eine Variante entscheiden.
00:44:47: wenn man sagt der Mensch ist wie er ist dann sage ich als zivilisatorische Errungenschaft sage ich innerhalb von bestimmten Grenzen darfst du das sein da darfst Du nach Eigentum streben Und da darfst du viele Dinge tun, die in dir drin stecken.
00:45:09: Der andere sagt dann immer nein das geht nicht und für eins von beiden muss ich mich entscheiden weil dazwischen gibt es nix.
00:45:16: Deshalb ist heute auch dieses wie gesagt mit rechts und links bezeichnet.
00:45:22: Und wenn alle jetzt heute Parteien behaupten, sie sind Parteien in der Mitte.
00:45:27: Dann kann ich nur sagen die sind zu feige sich zu entscheiden.
00:45:30: Dieser Antrag ist versagt.
00:45:32: man hat es sich gemütlich gemacht aber wie kam's dann doch zu dieser Entscheidung noch im selben Jahr?
00:45:41: Na da waren wir war natürlich uns verklaren dass er jetzt in eine Verzögerungsphase kommen und hatte in dem Fall ich den Vorschlag unterbreitet, das war jetzt einen Quatsch.
00:46:05: Dass wir versuchen zu erzwingen dass es ein Datum geben wird.
00:46:13: Wie gesagt, wir waren ja immer auf sofort aus.
00:46:15: und dann habe ich gesagt also ich bin ja in einem quasi ältesten Rat gewesen als parlamentarischer Geschäftsführer.
00:46:24: Und hab dann sozusagen für jede zukünftige Sitzung vorgelegt ein Antrag auf namentliche Abstimmung über die deutsche Einheit.
00:46:35: So war die Idee, hier hätte jeder immer namentlich Nein zur deutschen Einheit sagen müssen und das seinen Wählern erklären.
00:46:43: Und dann kam es in dieser nächtlichen Sitzung im August vor dieser Abstimmung zum dritten Oktober zu einem Hin- und Her von unterschiedlichen Terminen.
00:47:01: Das will ich jetzt nicht weiter ausführen.
00:47:03: Übrigens dieses Protokoll habe ich nicht mehr erfunden, das ist weg.
00:47:10: Und dann kam sozusagen die Abstimmung und in der Abstimmung wurde glaube ich die Grünen hatten noch einmal so als Karikatur des ganzen noch im früheren Termin.
00:47:22: Dann kam wir und wurden abgelehnt und dann kam der dritte Oktober weil die CDU, ich glaube sie hatten noch ihren Einigungsparteitag ... am zweiten Oktober in Hamburg.
00:47:33: Aber bitte nicht festnageln, du musst dich jetzt nachgucken!
00:47:37: Das wollten die noch alles absolvieren und danach wäre es gegangen sozusagen.
00:47:42: Und das war dann der Tag auf den alle sich einigst haben... ...und da gab's dann auch noch ein kleines Missverständnis in der Fraktion,... ...weil die Fraktion gesagt hat wenn die nicht zu unserem Antrag... Ja, dann sagen wir auch nicht zu dem anderer.
00:47:58: Dann habe ich gesagt, sag mal seid ihr verrückt?
00:48:01: Dann stehen wir hoffentlich immer als die da, die nein zu Deutsch schneiden und sie sagten, naja aber die haben noch zu unheimlich gehalten.
00:48:09: Und dann hab' ich die Sabine Bergmann-Pol rübergeholt, die Präsidentin... ...und dann hab ich gesagt erklär denen das mal wie das ist mit den Geflogenheiten, dass man immer mit dem Schärfsten anfängt und dann immer einen Schritt weitergeht in der
00:48:22: Abstimmung.".
00:48:24: Ja, aber da waren gerade aus dem sächsischen Bereich Warnhaber ohne die das einfach nicht wahr haben wollten.
00:48:31: Wir haben uns dann auf diesen dritten Oktober verständlich.
00:48:33: So ist er entstanden.
00:48:36: Der hatte überhaupt gar keinen historischem Hintergrund.
00:48:40: Nee!
00:48:41: Das
00:48:42: war eine reine Abstimmung.
00:48:44: terminlich
00:48:45: hat man noch so angepasst an den Hathaltach der
00:48:48: CDU
00:48:48: scheinbar?
00:48:50: Ja, so ist es in meiner Erinnerung.
00:48:53: Ja.
00:48:54: Aber die anderen Vorfälle, die haben tatsächlich statt dem Fund ...
00:48:57: Wissen Sie noch, in welchem Mehrheitsverhältnis er abgestimmt worden ist?
00:49:01: Das war... War das jetzt nur die Regierungskoalition?
00:49:04: Na es waren ... Das weiß ich nicht mehr aber die Zahl ... Ich wollte eigentlich die Protokolle alle mitbringen, hätten wir nachgucken können.
00:49:10: Ja!
00:49:11: Aber äh ... Es war eine gute Mehrheit.
00:49:15: ja und dann ist Ergisi nach vorne gegangen und sagte den berühmten Satz wissen sie haben jetzt nicht mehr oder weniger getan als die DDR abgeschafft, so sinnümes.
00:49:27: Hat er verstanden?
00:49:28: Ja ja!
00:49:30: Aber er hatte seine Milliarden neu rettet.
00:49:34: Dann ging der Prozess los und dann hat man gesagt okay jetzt ab dem dritten Oktober wie ging es politisch auch für sie weiter?
00:49:40: ist ja...
00:49:42: Naja da kam ja dann die Wahl und ich war ja dann... Die Wahl
00:49:48: sprich Bundesdeutsche Wahl, also die Gesamt-Deutschewahl.
00:49:53: Richtig und dann haben wir ja gesagt Wir müssen Leute in die Länderparlamente bringen Und wir müssen sozusagen im Bundestag irgendwie repräsentiert sein.
00:50:07: Also gab es denn auch schon Länderparlamente.
00:50:10: zu der DDR?
00:50:10: Ja
00:50:10: ja, die haben wir gegründet.
00:50:14: Vorher gab es die nicht.
00:50:15: Naja da gab's Bezirke Die waren aber nicht identisch mit den Ländern.
00:50:20: Okay, also auch die Bundesländer, die neuen Bundesländern so wie wir sie jetzt heute kennen wurden ...
00:50:28: In der Volkskommar sozusagen, desyniert und gegründet da.
00:50:32: In der ersten Freigedeelten?
00:50:34: So okay das heißt so gab es die auch vorher nicht.
00:50:37: Das heißt die neuen Bundesländer waren wirklich ziemlich neu in der Definition.
00:50:42: In diesem Sinne ja!
00:50:44: Okay interessant.
00:50:46: Und dann, wie gesagt wurden ich glaube etwas über hundertfünfzig Volkskampioene delegiert in den Bundestag und da war ich auch dabei.
00:51:02: Und ich wurde dort zum Landesgruppenchef gewählt wenn man so will von der DSU.
00:51:09: Ob die Bezeichnung jetzt zu Hundertprozent korrektes Markt sei dahingestellt.
00:51:15: Entscheidend ist.
00:51:17: Ich war dann in Bonn und hab dort diesen parlamentarischen Betrieb kennengelernt, von dem ich davorhin erzählte mit der parlamentarische Gesellschaft.
00:51:25: Ja?
00:51:27: Also Sie waren am Bundestagsabgeordneter... Ja!
00:51:29: Und war so wenn man so will von der Landesgruppe DSU der Vorsitzende.
00:51:36: Okay.
00:51:37: Und diese DSU war quasi noch immer wählbar als Partei?
00:51:40: Ja die ist dann angetreten zur Wahl.
00:51:44: Und da gab es dann größere Verwerfungen, weil wir haben natürlich gesagt also mit sechs Prozent umgerechnet auf die Bundesrepublik erschaffen mal die fünf Prozent oder nicht.
00:51:56: Und da war meine Vorstellung das war irgendwie mit der CSU über Einkommen über eine Art Listenverbindung oder ähnliches.
00:52:04: Also das Problem vor dem die CSU jetzt ab und zu stehen kann Weil es hätte beiden Seiten gut getan Die CSU wäre etwas größer geworden und weiter weg von der fünf Prozent
00:52:19: Hürde, ne?
00:52:21: Und wir werden dann auch mit repräsentiert gewesen.
00:52:25: Wie haben Sie es gelöst?
00:52:27: Na gar nicht!
00:52:28: Da gab's ein Parteitag und auf dem Parteitage da sind einige sozusagen angetreten und haben gesagt Wir müssen die CSU neu... Nee, wir wollen die DSU jetzt bundesweit ausdehnen.
00:52:45: Und ich war ja der Einzige, der sich tatsächlich ausgedehnt hat nämlich nach Westberlin und ich hatte damals ... Ich hatte ja Löwentalen und Drogola und verschiedene andere, die mich da sozusagen unterstützt haben.
00:53:05: Die mir vor allem nicht mit der politischen Landschaft in Westberlín bekannte Macht haben.
00:53:11: Und da kamen dann noch immer Leute, die waren ganz toll in der Vorstellung und man dachte jetzt kommt aber einer zu uns.
00:53:19: Und dann haben die mir aus den Hafen.
00:53:21: Der war schon in sechs Parteien.
00:53:24: Das ist ein Sternfried.
00:53:25: Sobald er eine Weile drin ist, haben wir nur Ärger mit dem.
00:53:29: Interessant!
00:53:30: Diese Art von Menschen gibt es bis heute noch.
00:53:33: Richtig... Das zu unterscheiden, habe ich von den genannten Freunden aus Westberlin gelernt.
00:53:45: Und deshalb wusste ich das es ein ganz glitschiges Pflaster ist und die wollten sich jetzt bundesweit ausdehnen.
00:53:53: Es war so aus dem Kreis, aus dem Leipziger Kreis.
00:53:58: Die haben gesagt CSU wir sind nicht mehr unsere Schwester im Prinzip sondern wir sind so stark ... in Niedersachsen überall haben wir Leute, die uns gesagt haben sie machen dann da den Vorsitzenden und so.
00:54:15: Ach, der Nachtegalik hört ihr trabsen!
00:54:19: Und hab' dann auch dagegen plädiert weil ich gesagt habe... Wir sollten uns erstmal auf das Gebiet hier konzentrieren Weil die Leute, die da kommen – ich bin der Einzige, der Erfahrung hatte.
00:54:32: Da müssen wir ganz genau darüber nachdenken und es muss auch strategisch, taktisch abgestimmt sein.
00:54:39: Da können wir nicht einfach so mit Jugendlichen leicht sind.
00:54:42: Dann hätte sich die CDU nach Bayern ausidehend also das hätte riesige Verwerfungen gegeben.
00:54:51: aber die waren nichts zu belehren Die waren in der Mehrheit, weil ich in Berlin hatte ja kaum Hausmacht gemessen an Sachsen und Thüringen.
00:55:02: Und von daher habe ich dann feststellen müssen, dass die in eine völlig falsche Richtung gingen und im Prinzip mit diesem Schritt dem Untergang geweiht sind.
00:55:16: Jetzt spulen wir mal ganz schnell vor zur Gegenwart!
00:55:20: Ja
00:55:20: okay...
00:55:23: Haben Sie
00:55:25: Also
00:55:25: vor allem, ich fang's so an.
00:55:28: Wir hören immer öfter von Menschen die die DDR erlebt haben ja wir haben so eine Art zweite DDR wieder.
00:55:37: Deja vu!
00:55:38: Genau.
00:55:39: Haben Sie sowas auch?
00:55:40: Ja also das geht bei der Meinungsfreiheit los.
00:55:48: da wird er dann argumentiert dass die Meinungs Freiheit uns im Prinzip weiterhin zusteht und er kann sagen, was er will.
00:56:02: Was dabei vergessen wird zu erwähnen ist dass es eben doch erhebliche Folgen hat für viele.
00:56:09: Ich erinnere an die Klimadiskussion in der Klima Diskussion.
00:56:13: Es ist ja so das wenn Professorin die falsche Meinung kam zum Thema Klima dass dann die auf einmal nicht mehr stattfinden, kriegen keine Forschungsmittel mehr und dann versucht man denen irgendwie möglichst viele Hölzer in den Weg zu legen.
00:56:30: Das heißt oder man sagt also suchen sich mal eine andere Arbeit.
00:56:37: da stellt man dann noch immer fest Also es gibt sehr wohl persönliche Folgen für das Meinung äußern.
00:56:44: Das ist in jedem Fall anders.
00:56:46: Aber
00:56:46: auch nicht so drastisch vielleicht?
00:56:47: Nicht so drastic, es ist nicht so dass man eingesperrt wird.
00:56:51: aber da hat er die Bärbel Boleil gesagt sie werden wiederkommen aber sie wären wie...
00:56:59: Der Mann
00:56:59: ist... Bärl Bolei war einer aus dem Forum eine von den Widerstandskirpfern sozusagen der DDR.
00:57:08: Die war eher links orientiert aber da hatte sowas wahr.
00:57:11: was sie sagt Sie werden mit verfeinerten Methoden, ich muss das jetzt so sagen wie ich es verstanden habe.
00:57:22: Während sie wiederkommen und es wird wieder sozusagen in die Richtung gehen wie in der DDR nur während des viel differenzierter machen wir jetzt mit den ganzen Methoden wenn nicht Brandmauer oder dieser Ausschluss aus der parlamentarischen Gesellschaft völlig unnütze Dinge.
00:57:48: Zum Verständnis für unsere Zuschauer, die parlamentarische Gesellschaft ist quasi ein Verein angedockt an den Bundestagen, wo Parlamentarier hinter den Kulissen sich treffen...
00:58:05: Da ist die Pizza-Connection entstanden im Prinzip so'n bisschen?
00:58:09: ...um halt entspannt ... ohne Parteibücher... ...
00:58:13: sich außen
00:58:14: und ohne Protokoll, sich zu unterhalten.
00:58:16: Richtig!
00:58:17: Bei einem Bierchen oder wie auch immer.
00:58:19: Ja.
00:58:19: Auch auseinanderzusetzen und mal ohne Einigung sozusagen rauszugehen aber man lernt sich ein bisschen mehr kennen und die Bewegründe des anderen für seine Meinung und seine politische Richtung zu verstehen?
00:58:36: Ja
00:58:37: also es ist im parlamentarischen Betrieb ist es so, man trifft ... zwar permanent immer auf dem politischen Gegner in den Ausschüssen.
00:58:44: Richtig!
00:58:46: Im Parlament selber.
00:58:49: Aber da ist man immer quasi einer Tagesordnung ausgesetzt.
00:58:55: Da isst man immer einen Protokoll ausgesetzt oder Kameras.
00:58:59: also das ist immer quasi öffentlich, sodass man da auch immer zu seinem Parteibuch steht und wie auch immer auch zu den Inhalten Wie man überzeugt ist oder auch nicht.
00:59:10: Genau und seine parlamentarische Gesellschaft war das Ziel quasi, nicht um irgendwie sich zu verstecken oder im Hintergrund irgendwas auszuwaldern sondern im Gegenteil so des menschliche zu fördern.
00:59:22: richtig genau
00:59:23: das heißt und jetzt sie sind Mitglied der Parlamentarischen Gesellschaft noch immer.
00:59:28: Man ist da quasi auf Lebzeiten?
00:59:30: Nein, nein!
00:59:32: Sie können ausgeschlossen werden... Also das ist nicht auf Lebzeit.
00:59:37: Aber sie sind seit ein neunzig dort Mitglied und sie sagen da ist es jetzt auch so dass.
00:59:43: wir haben auch in unser Berichterstattung gesehen, dass da jetzt auch AfD-Mitglieder einfach permanent gar nicht aufgenommen werden.
00:59:52: Ja, ja.
00:59:53: Das ist richtig und das finde ich falsch weil es gegen den ursprünglichen politischen Ansatz der Gründung dieser parlamentarischen Gesellschaft die eben, sagen wir mal, die Hürden... Auch in der Hitze der Diskussion im Parlament, Parlament ist ja wenn man so will die Schaufenster reden.
01:00:17: Ja da redet man für das Schernsehen aus heutiger Sicht.
01:00:22: In den Ausschüssen wird stärker politische Arbeit geleistet und dann gibt es ja noch verschiedene andere Gremien in denen politisch gearbeitet wird.
01:00:32: Und dort sollte man dann einfach mal zusammensitzen und natürlich nur die, die sich sympathisch sind.
01:00:39: Aber da bin ich ja frei in der Wahl!
01:00:41: Ich muss nicht zu jemandem mich setzen oder dem Sprich aufdrängeln, den ich will.
01:00:47: Und umgekehrt muss es auch keiner mit mir machen... Sondern dann setzt man sich zusammen und sagt, naja da hast du ja eigentlich recht.
01:00:56: Aber wir sehen das so und du musst auch das bedenken.
01:01:00: Man lernt auf einmal das Hintergrund denken können – das andere, das politischen Gegner.
01:01:09: Das macht einen geschmeidiger in der Diskussion.
01:01:17: Ich beobachte jetzt, dass die politischen Fronten extrem verherrtert sind in meinen Augen.
01:01:24: Und diese Verhärtung sollte ursprünglich in der parlamentarischen Gesellschaft so ist meine Analyse ein bisschen aufgeweicht werden damit eben die Demokratie, die ja von einer Diskussion lebt und nicht von der körperlichen Auseinandersetzung damit eben genau die gefördert wird.
01:01:48: Ja?
01:01:49: Die Zeit ist schon
01:01:51: relativ
01:01:53: weit fortgespitten, sodass wir jetzt hier auch schon abrunden müssten.
01:01:58: Ich bedanke mich trotzdem recht herzlich dass Sie da waren.
01:02:01: es war ein doch kurzweiliges Gespräch und ich glaube wir könnten noch zwei oder drei Stunden weiter so fortführen und sie hätten interessante Passagen über die wir reden können an die Zuschauer.
01:02:14: Vielen Dank, dass Sie bis hierhin zugehört haben!
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01:02:33: den Link dafür finden Sie unten in der Videobeschreibung.
01:02:36: Vielen dank und bis zum nächsten Mal.
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