Vom FOCUS zum AfD-Berater von Gauland, Meuthen und Petry | Michael Klonovsky im Interview
Shownotes
25 Jahre beim FOCUS in der Führung, bis er gecancelt wurde und zum politischen Berater geworden ist - zuerst von Frauke Petry, dann Jörg Meuthen und bis heute Redenschreiber von Alexander Gauland. Michael Klonovskys Lebenslauf ist ungewöhnlich, ungewöhnlich unterhaltsam. In der DDR großgeworden und sich dem Schreiben gewidmet gibt er Einblicke in politische Mechanismen, persönliche Erfahrungen und erklärt, wie sich Medien und Gesellschaft verändert haben.
Über 20 Bücher hat Klonovsky bisher verfasst. Das neuste finden Sie hier:
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Transkript anzeigen
00:00:00: Wissen Sie, wenn sie mit Menschen zu tun hätten die für die Politik gemacht worden sind dann müssten wir ein ziemlich charakterloses Arschloch
00:00:05: sein.
00:00:06: Michael Klonowski?
00:00:07: Schriftsteller und Journalist.
00:00:09: Deswegen können Linke auch keine Romane schreiben.
00:00:11: Es gibt ja weil die wissen die Lösung aller Probleme ihre Protagonisten.
00:00:13: warum sollen sie dann Roman schreiben?
00:00:15: Keine Kunst nix.
00:00:16: von links kommt nichts nur Theorien.
00:00:19: Politischer Berater und ausgebildeter Maurer.
00:00:21: Ich
00:00:21: würde mich wahrscheinlich niemals einer Mehrheit anschließen.
00:00:24: Ja
00:00:25: Und wenn die Mehrheit rechts wäre
00:00:26: Dann auch nicht.
00:00:27: Das ist eine ästhetische Entscheidung.
00:00:28: Ja, ich bin lieber im Unrecht als er mehr hat.
00:00:30: Ich mag die Menschen nicht!
00:00:32: Soll ich mich anschließen, wo wir sie recht haben?
00:00:40: Michael Klonowski – Schriftsteller, Journalist, politischer Berater und ausgebildeter Maurer ist heute bei uns zu Gast.
00:00:47: Er hatte bereits über zwanzig Bücher geschrieben und ich freue mich besonders auf den Gast weil er mitten im Auge des Sturms im Bundestag hockt.
00:01:00: Fünfzwanzig Jahre beim Focus.
00:01:02: Herzlich willkommen bei der Jungfreiheit!
00:01:03: Guten Morgen, freut mich für die Einladung aber Sie sagten gerade gehockt ihr hockt im Bundestag.
00:01:09: nein er lungert.
00:01:11: Die Wortwahl ist hier wichtig.
00:01:14: Man sitzt dort öfters in Büros oder geht man da auch mal gerne über die Flure?
00:01:19: Naja zunehmend sitze ich und stelle meine Rundgänger ein, wenn mehlig kenne ich da alles
00:01:27: Von den Berufsbezeichnungen.
00:01:29: Mit welcher identifizieren Sie sich am meisten?
00:01:31: Sind sie eher Schriftsteller, Chef vom Dienst ehemaliger?
00:01:35: Ein Mensch der schreibt!
00:01:35: Ein Mensch, der schribt
00:01:36: ja.
00:01:37: Okay.
00:01:37: Oben die Letzte sagt der Franzmann nehmen wir das.
00:01:41: Aber ... Sie sehen sich nicht als ... Als Mauer.
00:01:46: Das war ja eine Ausbildung zu beantworten.
00:01:47: Ja es... Sie müssen wissen dass ich das noch schlechter konnte als alles andere was folgte.
00:01:54: Und schon damals auf dem Baum mehr oder weniger der Deal bestand zwischen meiner Brigade und mir, dass Sie die Arbeit machen.
00:02:00: Ich versuche sie zu unterhalten dabei.
00:02:03: Weil es besser war für das Ergebnis, finde ich mich nicht praktisch daran beteiligt habe.
00:02:08: Sie waren jetzt fünf, zwanzig Jahre beim Fokus?
00:02:10: Ja genau.
00:02:11: Chef
00:02:11: vom Dienst also wirklich ... Textchef
00:02:12: nennt sich das aber die ...
00:02:14: Wie nennt's dich das?
00:02:14: Textchefin.
00:02:15: Das gibt ja mal zwei Chefs vom Dienst.
00:02:16: Der eine ist für die Struktur des Blattes zuständig und der andere für die Texte.
00:02:22: Dann
00:02:22: haben Sie die Seiten gewechselt.
00:02:24: Dann habe ich die Seiten gearbeitet, ja.
00:02:27: Wieso?
00:02:29: Inzwischen kann ich es ja ausplaudern... Ich habe im Jahr den Lukke in Straßburg besucht während der Grunder der AfD.
00:02:37: Und angesichts der maßlosen Kampagnen gegen ihn habe ich gesagt, ob ich ihm irgendwie helfen könnte.
00:02:40: Ich würde gerne Ihre Wahlkampfreden schreiben, die er damals ... Es waren drei der neuen Bundesländer Brandenburg-Sachsen.
00:02:46: Ich weiß nicht, Sachsen-Anhalt noch, wo die AfD erstmals in die Parlamente kam.
00:02:51: Und diese Rede, die er damals im Osten hielt, habe ich ihm geschrieben.
00:02:55: Ich hab mich zwei Jahre später nachts an einer Bar verplappert und dann kam es raus.
00:03:00: Dann setzte der Restriktionsapparat ein, der natürlich niemals eingeschätzt hätte, wenn ich für Frau Claudia Roth oder für die Heimsuchung und Hosenanzug eine Rede geschrieben hätte nicht.
00:03:10: Aber da hat man mir gesagt, ich hätte das Vertrauen missbraucht.
00:03:12: Es gab also einen Kniebelvertrag, den man mir vorlegt.
00:03:15: Da habe ich gesagt, lass uns mal abfinden und reden
00:03:17: stattdessen.".
00:03:19: Also der Fokus konnte damit nicht leben, dass sie...
00:03:22: Nein, da konnte er mit nicht leben.
00:03:23: Aber war Ihre Positionierung nicht eh offensichtlich über die Jahre beim Fokus?
00:03:29: Eigentlich schon ja aber trotzdem.
00:03:32: Ja.
00:03:33: Na ja, man kann auch sagen das viele sich darauf gewartet haben und sich gefreut haben,
00:03:37: dass ihr
00:03:38: dieses arroganter Ausschlag was eben doch besser schreiben konntet als sich los waren.
00:03:42: Haben Sie keinen Platz mehr gehabt beim Fokuss mit Ihrer Positionierung?
00:03:45: also gab es da auch quasi diesen Linkstrahl, von dem so viele sprechen?
00:03:50: Ja natürlich.
00:03:50: Das ist... Marquardt wollte ein konservativ sein, bürgerlich-liberales Blatt machen und du findest das persönlich dafür.
00:03:58: Denn in der deutschen Journalistenbranche findest du nicht einen Team für einen Blatt was in seiner Spitzenzeit, es kann sich gar nicht mehr vorstellen wie ich hundert Seiten hatte, da brauchste ja Hundertfünfzig Leute mindestens.
00:04:11: Und so viele zu finden die in Deutschland eine solide journalistische Tätigkeit ausüben können und gleichzeitig sagen wir mal nicht rot-grün sind.
00:04:20: Das ist unmöglich, das geht nicht.
00:04:22: Sie hatten ja auch zu jung Freiheit gehen können.
00:04:25: Ja ich weiß nicht ob das jetzt so viel geändert hätte.
00:04:29: Ich muss ja auch eine größere Familie versorgen.
00:04:32: Verstehe.
00:04:33: Wie ist der Betrieb auf der anderen Seite?
00:04:35: Haben sie den sich so genau ausgemalt?
00:04:37: Hatten sie schon ein gutes Bild über die Politik voraus?
00:04:41: oder sind sie jetzt im Nachhinein nochmal etwas schlauernd sagen?
00:04:45: war vielleicht doch nicht alles so, Gold was glänzt.
00:04:47: Wie
00:04:47: kommen Sie darauf, dass ihr ein positives Bild von der Politik gehabt hattet?
00:04:51: Ich hab neulich mal getwittert ... Man wählt die AfD nicht aus moralischen Gründen, sondern man wählt sie als Notwehr und das selbe gilt für das Genen zur AfD.
00:05:01: Man geht da nicht hin, weil man das unbedingt will, sondern aus Notwehren.
00:05:04: Und deswegen bin ich dahin gegangen.
00:05:07: Notwehr gegen was?
00:05:08: Notwehr
00:05:08: against das, was die Regierungen spätestens seit Merkel diesem Land und den Leuten, die hier normales Leben führen wollen.
00:05:15: Und ihre Steuern selber, also ihr Leben selber finanzieren können und nicht auf andere Leute kosten leben.
00:05:23: Was die Regierung diesen Leuten zumutet?
00:05:26: Deswegen ist es notwendig dieser Leute letztlich ja.
00:05:28: Also ist das quasi eine große Maßnahme um sich zu wehren gegen die aktuelle Regierung.
00:05:35: Die AfD als
00:05:36: solches.
00:05:36: So könnte man das glaube ich zusammenfassen.
00:05:38: Das heißt was hält die AfD dann am Ende zusammen?
00:05:42: Der Widerstand gegen die Regierung?
00:05:45: Ja, zur Zeit oder eigentlich nicht von Anfang an war das ja so.
00:05:49: Also was die verschiedenen Lager in der Partei gibt es ja auch immer verbindet ist die Aversionen gegen das, was mit diesem Land veranstaltet wird und dann wenn die AfD regiert wird.
00:06:01: man sehen gut da Politik ist immer so dass irgendeine Fraktion sich durchsetzt und die andere sich knurren fügt gerade wenn man Ämter verteilen kann usw.
00:06:09: aber natürlich gibt es da Und einander nahezu ausschließende Positionen in der Partei.
00:06:14: Gerade die Frage der Rente oder so, das ist schwierig.
00:06:19: Über das Knochen der Flügen?
00:06:23: Sie haben für zwei ... Vorsitzende mitgearbeitet.
00:06:26: Ja,
00:06:26: beide sind nicht mehr da.
00:06:27: Helfen Sie mal was ich für eine Pfeife bin!
00:06:29: Das wäre meine nächste Frage.
00:06:32: Waren Sie schuld?
00:06:34: Also wir reden jetzt von Petri und wollten dies nicht wissen...
00:06:37: Im Falle Petris war ich in der Tat schuld und sogar die Ursache.
00:06:39: also Ich habe sie ja im Facebook-Auftrag die Partei aufgefordert diese Frau nicht mehr zu wählen weil ich mitbekommen habe was hinter den Kulissen abging.
00:06:48: sie wollte einfach wirklich allein herrschen Und hat alle anderen nicht mehr als Kollegen oder so betrachtet auch nicht als interne Konkurrenz und wirklich als Feinde, die wegmüssten.
00:06:55: Das hat sich auch offen gesagt und auch vor Leuten gesagt, außerhalb der parteiintellektuelle, die mich danach gefragt haben was da eigentlich los ist?
00:07:03: Und diese Partei sei ja unwählbar mit dieser Frau!
00:07:05: Ja das musste ich eben öffentlich machen und mir kam natürlich moralisch entgegen weil es ist ja schwierig als Mitarbeiter jemand hin zu hängen man ist ja dann schnell der Denuziant und wir kamen sehr entgegend dass ihr Mann Herr Prezell den mit mir auch einen Vertrag hatte wie mein Gehalt niemals ausgezahlt hat was wir in dem Vertrag ausgemacht hatten.
00:07:21: und insofern fühle ich mich dann Also, ich fühle mich dann nicht mehr richtig schlecht.
00:07:25: Du
00:07:28: läuftest
00:07:30: dann?
00:07:31: Und bei Meuten?
00:07:33: Na ja, Meuten ... Ich will da jetzt nicht viel zu sagen.
00:07:40: Er hatte halt eine Position die so ein bisschen libertär ist und er hatte Probleme mit einigen Ostverbänden oder Leuten in Ostverbände.
00:07:52: Ich fand es schlecht, dass sie sich unentwegt zum Distanzieren herbeigelassen hat in Fernsehsendungen und so weiter.
00:07:59: Und das er am Ende tatsächlich nochmal nachgedrehten hat.
00:08:02: Ansonsten ist er eben mit seinen Positionen nicht durchgekommen und dann raus gegangen.
00:08:06: Das passiert halt.
00:08:08: Aber das spricht ja dafür, dass da wirklich sehr unterschiedliche Menschen die vielleicht auch gar nicht für die Politik gemacht worden sind dort sich zusammengefunden
00:08:16: haben.
00:08:17: Wissen Sie, wenn sie mit Menschen zu tun hätten die Politik gemacht worden sind dann müssten wir ein ziemlich charakterloses Arschloch sein.
00:08:24: Okay!
00:08:26: Gibt es die?
00:08:26: Ich
00:08:28: weiß nicht ob sie gemacht wurden dafür... Es gibt diesen Typus zunehmend.
00:08:32: der wird im Apparat geknetet und das ist dann ein Mensch der nur taktisch denkt und nur taktest redet.
00:08:39: über diese Leuten können sich nicht mal Mittag essen gehen.
00:08:41: Das ist derartig langweilig und öde.
00:08:44: Es ist das Problem, der ist früher durch ein Apparat geknetet worden und jetzt kommen sie inzwischen schon lebenserfahrungsfrei in diesen Apparat rein.
00:08:52: Sie müssen gar nicht mehr gekneted werden.
00:08:54: Das ist eine ganze Kategorie von Zäffchen die sich dort versammelt.
00:08:59: Inzwischen auch sehr jung, sehr unangenehmer Menschen schlag man will als Kulti wird da wirklich nichts mit ihm zu tun
00:09:04: haben.
00:09:04: Auch in der Halftee!
00:09:06: Der AfD ist natürlich noch nicht so, weil das ja eben dieser Haufen von Desparados sind die dort Stunk-Opposition machen und dafür eigentlich ziemlich viel Nachteil dann kaufen nehmen.
00:09:16: Aber natürlich gibt es da auch den einen oder anderen der sich als Kajarist betätigt natürlich.
00:09:22: Das Ganze hat der Apparat korrumpiert!
00:09:24: Und wenn diese komischen Kartellparteien ein bisschen intelligenter werden würden sie die AfD einfach Hinein korrumpieren in den Apparat aufhören mit der Ausgrenzung, die Stiftung finanzieren und so weiter.
00:09:35: Die Grünen haben sie auch hinein korrompiert nicht?
00:09:38: Aber offenbar brauchen Sie momentan Ihren Teufel, den Sie bekämpfen müssen und Ihre Todempfehle um diese Tanzen zu machen... Also
00:09:43: ist da vielleicht noch eine andere Motivation dahinter die AfD so auszugrenzen oder...?
00:09:48: Na gut!
00:09:49: Sie wissen natürlich dass die Eisscholle insgesamt auf der die deutsche Pinguinschar steht abschmilzt und immer mehr Pinguinen ins Wasser fahren.
00:09:54: am Rand und Sie wissen das.
00:09:56: wenn sie was Teilen müssen, müssen sie es bei sich selbst wegnehmen.
00:09:59: Und da ist wahrscheinlich dann doch der ... Das haben näher Asterock und das ist dann der Grund.
00:10:05: Selbsterhaltungstrieb?
00:10:06: Es gibt aber eine Persönlichkeit für diese gearbeitet haben und die hält sich wacker bis ins hohe Alter.
00:10:13: Und das ist Alexander Gauland.
00:10:14: Bei ihm waren sie Büroleiter sogar.
00:10:16: Nein nein ich war Redenschreiber oder ich bin immer noch angestellt bei ihm.
00:10:19: Aber jetzt war er ja nicht mehr Fraktionsvorsitzender.
00:10:23: Braucht er nicht mehr so viel reden?
00:10:25: Okay, sind Sie quasi das Mastermind hinter ihm oder wie würden sie es bezeichnen?
00:10:31: Exo-Gehirn.
00:10:34: Ja... Es waren da ziemlich auf einer Wellenlinge was diese Sachen angeht und du musst ja als Redenschreiber versuchen der Person die die Rede vortragen soll so ein bisschen gerecht zu werden.
00:10:48: Du kannst dich für jeden die gleiche Rede schreiben und das war bei ihm vielmehr das relativ leicht weil das passt gut zusammen.
00:10:54: Er gilt ja wie so ein Übervater in der Partei, auch in der Fraktion.
00:10:58: Füllt da noch immer diese Rolle?
00:10:59: Ist er auch der Mediator im Notfall?
00:11:02: Das kann ich jetzt nicht beurteilen, weil ich an den Fraktionsitzen auch nicht teilnehme.
00:11:06: Ja, das müssten Sie jemand fragen, der dort sitzt.
00:11:09: Sie sind in der DDR groß geworden.
00:11:10: Wie sind sie zum Mauer-Lerling geworden?
00:11:14: Das ist eine spannende Geschichte wahrscheinlich oder?
00:11:17: Sie wissen ja, der Deutsche neigt zur Romantik und die DDR-Romantik hatte andere Formen als die Romantik der Achtendsechziger.
00:11:29: Also ich war ... Ich komme aus einem Funktionärshaushalt, könnte man sagen.
00:11:33: Mein Vater war der Chef des Ost-Berliner Möbelhandels und ich bin auf eine sogenannte Erdklasse gekommen.
00:11:40: Nach dem zweiten Schuljahr wurden die besten zusammengefasst und kamen sogenannte Russischklassen.
00:11:45: Die ging normalerweise auch direkt auf die Uni durch diese Klassen.
00:11:48: Das war so ein Eliter.
00:11:51: DDR-Eliteform, Ausleseform.
00:11:54: Und ich war aber bis zur achten Klasse ging das so.
00:11:57: ganz normal gehörte ich mit zu den besten.
00:11:59: dann habe ich irgendwie meinen inneren Frieden nicht mehr erhalten können mit diesem Staat der mir so wahnsinnig viel verweigert hat.
00:12:06: es geht nicht nur ums Reisens ginge ums Lesen vor allem.
00:12:09: Ich wollte dann gewisse Sachen lesen und kriegte sie nicht und wurde mal in der Bibliothek von einer Bibliotikarin streng vermahnt.
00:12:16: Wollte mich was mit Nietzsche?
00:12:17: Das gibt's nicht.
00:12:20: Also kurz und gut, es kam dann der junge Mann.
00:12:22: Der Pubertät ist ja eh ein bisschen bekloppt.
00:12:24: also ich habe mich dann quergestellt und bin auch schon jenem kleinen Teufel gefolgt, der mich eine Zeitlamp begleitet hat in John Barley Korn aus der Weltscheg-Londene deutschen Übersetzung König Alkohol bin ausgestiegen und dachte, das war eine romantische Anscheinung.
00:12:45: Ich habe die Schnauze voll von dieser Propaganda.
00:12:47: Ich will nicht gemästet werden mit diesem Agit-Propzeug.
00:12:50: Und ich will nicht mehr am Blauhemd irgendwo rumstehen.
00:12:53: Das sollte vorbei sein, deswegen bin ich auf den Bau gegangen.
00:12:55: Da ist so die urige proletarische Wirklichkeit jenseits der Staatskaderwelt.
00:13:03: Wie hat Nina Hagenma gesagt, dass sie in den Westen kam vom Regen in die Jauche?
00:13:07: Wobei ich jetzt nichts sagen will.
00:13:08: Dass jetzt die proletarischen Hundertschaften jauche sind.
00:13:10: aber ich war natürlich dort genauso falsch wie überall und es war also dann eine Groteske Fehlentscheidung vor allem eben weil ich völlig unbegabt bin.
00:13:19: alles was ich gemacht habe war katastrophal.
00:13:22: mir ist.
00:13:22: erst neulich sind wir mit einer Sache eingefahren.
00:13:24: Ich hab mal bei einem Kollegen da ein Fenster eingesetzt was dann nie richtig schloss.
00:13:27: eigentlich müsste ich mich im Boden versinken für solche Taten.
00:13:31: kurz und gut das war nix für mich Ja.
00:13:33: Haben Sie die Lehre abgeschlossen?
00:13:35: Ich habe sie ja abgeschlossen, in der Tat.
00:13:36: Also das ist eine einzige Sache, die ich als Zertifikat habe.
00:13:40: Als einzige Qualifikation meines Lebens neben dem nachgeholten Abitur auf der Abendschule.
00:13:45: als Alkoholiker muss man es erst mal schaffen und war das mein Mauerbrief.
00:13:50: Ich bin also Mauergeselle.
00:13:51: Das
00:13:52: ist ja ein
00:13:53: Glückwunsch!
00:13:53: Ja, ja... Die war weg!
00:13:56: Haben Sie jemals eine Mauer danach noch hochgezogen?
00:14:00: Ich
00:14:00: hab' einmal für einen Bekannten Wollte einen Fertigteil Haus aufstellen und wollte für sein Bier darunter ein Keller.
00:14:07: Und ich hab diesen Keller gemauert, in dem Fall hatte ich wirklich Pech.
00:14:11: aber...
00:14:12: Das war nicht alles für Alkohol.
00:14:13: Es waren verdammte Wasserader dort und wir haben es nicht geschafft diesen Keller jemals trocken zu bekommen.
00:14:20: So sieht das aus ja.
00:14:22: Sie haben tatsächlich als ... ... als du eigentlich ja dann aber auch den Werdienst verweigert.
00:14:28: Nein, nein, nein!
00:14:29: Das will man kann... Den Werdingsverweigern hätte in der Zone bedeutet die selbe Zeit im Knast zu sitzen und das wäre ähnlich sehr noch viel weit unappetitlicher gewesen als die Armee.
00:14:39: Aber sie haben.
00:14:41: ich bin relativ spät gezogen worden mit vierundzwanzig.
00:14:44: was ist das Unangenehmen wenn von achtzehn Jahren rumgescheucht wird?
00:14:47: Aber gut
00:14:49: aber wie war ihre Einstellung zum DDR-Regime oder zum Start?
00:14:54: Na, ablehnend.
00:14:55: Ich wollte mit diesen Genossen nichts zu tun haben und hatte aber keine Optionen.
00:14:58: Wissen Sie?
00:14:59: Ich bin Jahrgangs- zweiundsechzig.
00:15:00: Die ahnen ja gar nicht was für ein A priori die Mauer war wenn sie schon steht.
00:15:03: Wenn du auf die Welt kommst und das Ding ist schon da der Horizont ist markiert und dahinter ging es nicht weiter.
00:15:09: Das war einfach so Und ich wusste nicht welche Option ich hätte.
00:15:13: also ich habe zunächst angewidert mich dieser diesem Apparat abgekehrt Bin in die Niederungen bis hinab in die Gosse gestiegen um dann mir zu sagen naja Das kann's ja auch nicht sein.
00:15:25: Du kannst jetzt in zehn Jahren tot saufen, aber ... mussn... sollte vielleicht nicht sein!
00:15:30: Also musste ich irgendwie einen Rückweg antreten und da ich ja doch rechtzeitig Abitur gemacht hatte hätte ich ja theoretisch verstudieren können.
00:15:36: Vielleicht um so ein Orchideenstudium Altphilologie oder irgendwas wo ich dachte da könnte der Staat nicht in Ruhe lassen.
00:15:42: Aber ich musste zunächst einmal weil ich dann auch Frauen kommen wir auch im Leben vor.
00:15:47: eine sagte mir die hatte dann zwei Rusche Studien.
00:15:49: Ich lief da immer in diesen Arbeitsklamotten rum und dachte, ob ich nicht vielleicht mal was anderes machen will, wo ich wenigstens ins Zivilrum laufe.
00:15:57: Und
00:15:57: dann hatte sie vermittelt ... Sie hat einen Bekannten, der war ein Grafiker bei der Zeitung der Morgen.
00:16:02: Das war die Zeitung von LDPD, das ist die Ost-FDP quasi ja?
00:16:07: Und er sagte Ja wir suchen einen Korrektor aber normalerweise stellen wir nur Parteimitglieder ein.
00:16:14: Aber er kann sich ja mal vorstellen.
00:16:15: also hatte ich an Termin mit dem Chefredakteur Und während ich auf den Termin wartete, lag auf dem Tisch, auf dem Couch-Tisch, da saß aktuelle Ausgabe der Zeitung.
00:16:24: Der Morgen hieß die schöner Name für eine Tageszeitung.
00:16:28: Typische DDR-Zeitung, acht Seiten...
00:16:32: Auf Sparflamm?
00:16:32: Ja
00:16:33: und ... Ich hab dich halt gelesen, gelangweilt, das konntest du alles nicht lesen haben, auf der Titelseite zwei Druckfehler gefunden.
00:16:40: Das hat mir den Job gebracht.
00:16:42: Der wollte mich nicht einstellen, weil ich kein Parteimitglied bin.
00:16:44: Aber er sagt dann wäre eine aktuellen Ausgabe zum Erdruckfehler und findet gut, den nehmen wir.
00:16:49: Dann war ich Korrekturlöser in einer Zeitung, die zu diesem Blog-Parteierzeitungen gehörte... Es waren bisschen lockerer als bei der SED-Zeitung aber nicht wirklich.
00:16:57: Die selben Richtlinie, da rief das Presseabend an.
00:17:00: Da wurde abends vorgegeben also ihr macht viel spätig auf mit Honneckas Besuch im Bulgarien oben Fotodass und das rechts ADN Kommentar.
00:17:08: Bei den heutigen läuft es ja auch so, wo ruf kein Presseamt mehr an.
00:17:10: Die machen's von selbst.
00:17:11: insofern sieht man dass der Westen weitaus besser ist und ich war also bei einer Zeitung als diese Wendezeit anbrach und hatte schon vorher den einen oder anderen Artikel geschrieben über so abstarkte Themen über Adorno und August Strindberg Und dann wurde eben das unterste zu oberes gekehrt.
00:17:28: für Revolution heißt ja nichts weiter als drehen.
00:17:30: und dann ist er naseweise rotzfreche korrektor journalist geworden
00:17:34: Ach!
00:17:35: Und so war er auf einmal Journalist.
00:17:36: Ja, und dann der Rest war so...
00:17:37: Ohne FDP mit oder...?
00:17:39: Nee, nee ich war nie in der Partei und das wird sich nie ändern aber...
00:17:42: Auf heute nicht?
00:17:43: Nein, nein natürlich nicht.
00:17:45: Ein Schriftsteller kann nicht Parteimöglich sein, das ist lächerlich.
00:17:49: Ja.
00:17:50: Manche denken anders, aber ja.
00:17:53: In der Partie wurde es glaube ich ihnen sogar fast übel genommen.
00:17:56: Jaa, aber andererseits letztlich dann doch nicht.
00:18:00: Sie haben mich ja auch aufgestellt im Chemnitz.
00:18:01: Es war lustig dass der Gegenkandidat den ich da hatte tatsächlich beim Stechen oder Stichwahl am Ende gegen mich vorbrachte, dass ich ja nicht mal AfD-Mitglied sei.
00:18:11: Und ich hab ihn dann geantwortet ... Ja, aber im Gegensatz zu ihm war ich auch an die in der SED.
00:18:17: Aber er hat gewonnen?
00:18:18: Ich hab gewonnen!
00:18:18: Ach, Sie haben das ...
00:18:20: Na ja, es ging nur um das Mandat, also das Direktmandat für
00:18:23: den, was man
00:18:24: antritt.
00:18:24: Ach so, innerhalb der Eifel.
00:18:25: Ah,
00:18:26: okay.
00:18:27: Und danach haben sie's knapp verpasst, glaube ich, des Direktmandats,
00:18:32: oder?
00:18:32: Ich habe von den, also es gibt ja diese Stimmbezirke.
00:18:34: Das sind Chemnitz, neununddreißig.
00:18:36: Da hab ich dreieinunddreizig geholt an der Urne.
00:18:38: Also ich hab Klage führt und dann kam die Brieffallergebnisse.
00:18:40: Man kennt dieses Spiel... Ja?
00:18:41: ...ich würde auch nicht behaupten, dass das irgendwie manipuliert wurde, sondern, äh, dass die ja... Also das Wahrverhalten
00:18:47: der unterschiedlichen Wedergruppen ist halt anders oder...?
00:18:50: Chemnids ist eine sehr alte Stadt!
00:18:52: Da gibt es sehr viele Bewohner, sind in Altenheimen oder in Wohngebieten, wo alte mehr oder weniger zusammenleben.
00:18:59: Und dort haben natürlich die Parteien, die schon länger dort sind, traditionell einen guten Zugang.
00:19:03: und dann geht man halt zu Oma Erne und sagt du hast doch immer SPD gewählt.
00:19:06: mach mal wieder deinen Kreuz da.
00:19:07: ich nehme an das ist eher so gelaufen
00:19:10: ja oder man?
00:19:12: man sagt hier auch umgekehrt die AfD ruft immer auf keine Briefe vollzumachen.
00:19:18: was machen ihre Wähler?
00:19:20: Machen keine Brieffall.
00:19:21: Ja, klar!
00:19:21: Was passiert?
00:19:22: Man bekommt genau das Ergebnis was man prophezeit
00:19:25: hat.
00:19:26: Niedrige Prozente bei der Briefwahl.
00:19:31: Aber komm mir mal zurück.
00:19:33: Wie war denn der Mauerfall selber?
00:19:35: und wie haben sie das erlebt?
00:19:36: und wir haben es dann zum Fokus geschafft?
00:19:38: Der Mauer Fall war insofern lustig als ich in Kaspar zur Kur war als die Mauer vielen.
00:19:44: Ich bin nämlich also ich bin kein Auffall des Darlinismus aber mein Leber Das ist mein Magen.
00:19:50: Karlsparth war ein Mageschwier, was ich da auskurrieren musste und das waren ja schon ... Ja, für die Besseren war fast alles SED, was da saß.
00:20:01: Und die saßen immer abends im Fernseheraum und guckten die Nachrichten.
00:20:04: Und das war natürlich lustig als in den Mauern viel und die mehr oder weniger mit versteinertem Gesicht da saßen nicht am Ort des Geschehens sondern im Tschechien-Exil und irgendwie die Werte nicht mehr verstanden.
00:20:15: Ja, aber ich hab mich alles amüsiert.
00:20:18: Und dann ... Das Lustige ist, meine damalige Frau hat genau wie ich auch den Mauerfall, obwohl sie direkt an zwei Grenzübergängen wohnte.
00:20:27: Wir wohnten Schossierstraße-Ecke in Berlinstrasse.
00:20:29: Da strömten die Massen zu Tausenden an dem Haus vorbei und sie lag oben und las irgendein Buch.
00:20:34: Am nächsten Tag brach der Kollege die Berliner Morgenpost mit und sie ... Wo war's denn die hier?
00:20:38: Ich war gestern drüben.
00:20:38: Ha ha ha!
00:20:41: Dann laß sie, oh!
00:20:43: Also wir waren bald nicht am Ort des Geschehens.
00:20:46: Ich hab dann auch eine Weile gewartet, bis ich das erste Mal rübergegangen bin.
00:20:48: Weil ich keine Lust hatte mich in dieser endlosen Warteschlangen ... Ach
00:20:51: so!
00:20:52: Das macht's
00:20:52: doch doch zu gemütlich.
00:20:53: Dieser feinungsbesoffenen ostdeutschen Zug und auch drüben dort als ein solcher identifiziert zu werden.
00:20:59: Ich habe diesen einen Tag, als ich dann selber ging, hab ich dann auch beschrieben im Romanen Land der Wunder.
00:21:04: Da gibt es ja den Mauerfall genau in der Mitte.
00:21:06: Und wenn sich nämlich so eine Szene ist tatsächlich passiert, ich stehe an der U-Bahn die Bahn fährt ein aber es steigt keiner aus noch ein Und die hatte keine Griffe.
00:21:17: Ja, und ich wusste nicht, wie krümmig machst du jetzt die Tür auf?
00:21:19: Du bist ja so ein Zondödel, muss ich nicht vorstellen!
00:21:21: Also einer so einen Samarte, eine Ostersteppe, der keine Ahnung von der Stadt hat, obwohl er in Ost-Berlin aufgewachsen ist... Wie kriege ich dir die Tür aus?
00:21:29: Ich stehe also vor dieser Tür und habe einfach so getan, v.a.
00:21:32: aus der Tür, also von der Scheibe, von der Erstand schaut da mich so ein Junge neugierig an Und ich glaube, er hat mich auch durchschaut.
00:21:40: Ich tat dann eben so als wollte ich gar nicht einstellen und wartete auf die nächste Bahn wo mir jemand vorführen konnte wie diese Griffe funktionieren.
00:21:52: Ja solche Sachen sind halt passiert.
00:21:54: Und dann sind's aber irgendwie in München gelandet?
00:21:58: Dann bin ich irgendwann in Münchengelandet.
00:21:59: der ist naja... Der Morgen war an der Wendezeit die im Spiegel am meisten zitierte Ostdeutsche Zeitung, wir haben ziemlich viele Sachen.
00:22:11: Ich habe nach einem Dreivierteljahr mit zwei Kollegen zusammen diesen Wächterprass der Tagespresse bekommen für unsere Stasi und Justizenthüllungen oder Berichterstattung.
00:22:19: So viel Enthüllung war das ja gar nicht!
00:22:20: Und wir waren also recht angesehen innerhalb der Branche.
00:22:24: Dieses Blatt war aber überregional und ist wie alle überregionalen Ostzeitungen eingegangen, weggekauft worden ist dann ein und neunzig eingestellt worden.
00:22:32: Und dann musste ich halt irgendwo hin, aber ich hatte da schon hinreichend guten Ruf, dass man mich bei dieser Fokus-Gründungsmannschaft mit einem plante.
00:22:41: Dann bin ich darunter gefahren und hab mir gedacht ja das kann man machen schön hier.
00:22:45: also Ich kam am ersten Tag, ich weiß genau es war der sechzehnte Juli nineteenhundert zweiundneinzig und ich kam abends.
00:22:54: wir waren in der Redaktion und abends sind wir zum chinesischen Turm zum Biergarten chinesischer Turm gegangen.
00:22:59: Juli Hohlen heiß.
00:23:01: Da sitzen auch so sechstausend Leute und trinken Bier aus Eimern, und ich dachte mir hier bleibst du!
00:23:07: Und sehen Sie... Ich sitze heute noch am chinesischen Turm.
00:23:14: Sie sind ja mittendrin in der Presselandschaft gewesen seit Anfang der neunzig-zweinneunzig.
00:23:20: sind sie doch
00:23:21: bei Fotos geladen?
00:23:22: Ja, da waren wir noch.
00:23:22: Nullnummern produzieren, ein unglaublich ödes Geschäft.
00:23:26: aber dann ging das Blatt aus Schienen anfangen.
00:23:30: Und war ja also ein Geschäftserfolg, sondern dergleichen.
00:23:34: Ich glaube nicht, dass sie mal eine Zeitung so viel Geld verdient hat.
00:23:36: Wieder Fokus?
00:23:37: Ja wieder Fokus.
00:23:39: Wie gesagt, vierhundert Seiten.
00:23:41: mit einer normalen Zeitung kannst du einen Flieger schlagen und im Fokus hättest du einen kleinen Hunder schlagen können.
00:23:46: Die Post fing an zu mosern.
00:23:48: Wir brauchen die doppelte Menge an Waggons, an LKWs, Paletten um sie überhaupt auszuliefern.
00:23:53: Vierhundert Seiten heißt zweihundertseiten Anzeigen Die oben beim Spiegel, die haben die Welt nicht mehr verstanden.
00:23:59: Wir sagten, das ist doch scheiße was sie schreiben, warum verdient die so viel?
00:24:03: Verdient die deutlich mehr als wir?
00:24:04: und da sind ja auch so schreiebund lauter Kästen!
00:24:09: Wobei das ist einerseits ein Vorurteil, alle Vorurteile stimmen mir aber andererseits ich konnte dort schreiben was ich im Spiegl niemals hätte schreiben können und auch umfangreich genug.
00:24:19: also es nicht so dass die Spiegeltitelgeschichten groß länger waren als die ich da geschrieben habe.
00:24:23: Das ging schon.
00:24:24: Allerdings war es eben eine optisch andere Zubereitung, der inzwischen aber die ganze Welt gefolgt ist nicht unbedingt gut zu heißen von einem konventionellen Leser.
00:24:34: Wenn ich ne Zeitung machen würde, würde das nur Text geben und mittendrin Mädchen schwarz-weiß.
00:24:40: mehr wird es da nicht geben.
00:24:44: Aber wie war der Wandel in der Branche?
00:24:50: Am Ende man sagt Okay, jetzt ist man so abgedriftet und es so entkoppelt vielleicht auch von der Realität.
00:24:56: oder wie würden Sie das beschreiben?
00:24:58: Auf jeden Fall dass es so einen Linkstrahl dann gegeben hat.
00:25:02: War da ein schleichender Prozess über die Jahrzehnte?
00:25:07: jetzt?
00:25:07: Oder ja... Wie war die Entwicklung?
00:25:09: Wie haben sie die selber persönlich wahrgenommen?
00:25:13: Also die Medien in Deutschland, in des Deutschlandes sich hinein wieder vereinigt wurden was ich dann auch neugierig studiert habe waren mehrheitlich links.
00:25:24: Die FAZ damals nicht so, das ist das Enttäuschungsda eigentlich.
00:25:28: was aus der geworden ist dieser unglaubliche Anpassungswille.
00:25:32: Der hängt sicherlich damit zusammen dass die bürgerlichen Zeitungen hatten abgefangen darüber nachzudenken sich dem Trend anzuschließen und Linke in die Redaktion zu holen.
00:25:45: Bevorzugs für das Fürthung natürlich, wo sie da bieten sich an.
00:25:47: Linke Wirtschaftsredakteure gibt's ja nicht.
00:25:49: Es gibt keine linke Wirtschaft und kann man wen zu iller besichtigen.
00:25:53: Und der Bürgerliche findet ein Zeichen von Pluralismus- und Toleranz und erfindet es gut wenn man die mit ins Boot holt oder in Linker umgekehrt nie machen.
00:26:04: Also dieser Prozess ist andersherum, findet er nicht statt.
00:26:07: Wenn Sie die Redaktion so nach und nach übernommen haben, ist es nicht so dass Sie sagen wir stellen das mal einen rechten Einstellern mit dir was anderes passiert?
00:26:12: Sie sind der Gewinne Deidt unter den denkenden ... Aber warum
00:26:16: ist das so?
00:26:16: Hängt das etwas mit dem Habitus zusammen, dass die zwei Typen ganz unterschiedlich denken.
00:26:22: Ja,
00:26:22: ich halte ... Ich bin ja inzwischen ... ich bin ja dreiundsechzig, kann langsam anfangen.
00:26:25: Ich halte es links zu einem für eine geisteskrankheit.
00:26:29: Okay!
00:26:29: Also
00:26:30: ich will
00:26:30: nicht ... Sie
00:26:31: sollen jetzt nicht denken, ich will sie in die Psychiatrie sperren oder sowas man im Sozialismus wo Link herrschen mit den Gegnern machte.
00:26:39: Ich freute sie einfach für, also es ist eine Mischung aus Ressentiment und Sendungsbewusstsein.
00:26:45: Und die Unfähigkeit irgendetwas Konstruktives zu gestalten, um in einem maßlosen Hang alles zu kritisieren.
00:26:52: Und zwar vom Standpunkt eines Volkens Kukusheimen.
00:26:55: Wohin es mal führen soll aber wohins nie führt.
00:26:57: Das ist so wie ich halte die wirklich für schwergeistes Geschlecht.
00:26:59: Aber
00:26:59: erstaunlich erfolgreich?
00:27:01: Erstaunlicher erfolgreich!
00:27:01: Ja weil die Welt ist eben notgedrungen unvollkommen.
00:27:04: Die Welt ist immer Scheiße.
00:27:06: Es gibt überhaupt keinen Tag, wo du nicht einen Anlass findest die Welt absolut scheiße zu finden und am besten zur Hölle zu wünschen.
00:27:13: Und das wird eben verstetigt mit dem Versprechen wie wir ändern das ja?
00:27:16: Das ist also... ...die Tat liegt vor, die Analyse stimmt aber die Therapie ist immer noch viel schlimmer, nicht?
00:27:25: Deswegen... Also wenn das... Wir werden die Linke nie loswerden.
00:27:27: solange es eine Welt gibt wird's eine linke geben.
00:27:31: Und den Linkstrahl
00:27:33: Der Linkstrahl... Ja, das schwankt ja Gott sei Dank immer mal.
00:27:38: Also steckt das Pendel gerade zurück?
00:27:40: Es ist so.
00:27:41: die beste Widerlegung der Linken ist wenn sie herrschen.
00:27:45: Weil Sie ja immer scheibern.
00:27:47: Sie wissen die Lösung aller Probleme.
00:27:51: Deswegen können Linke auch keine Romane schreiben weil sie wissen die Lösungen aller Probleme ihre Protagonisten.
00:27:56: warum sollen sie dann Roman schreiben?
00:27:58: Das ist also keine Kunst.
00:28:01: Von links kommt nichts, nur Theorien.
00:28:04: Die
00:28:04: haben ja zwanzig Roman ... Wie viele Roman haben Sie geschrieben?
00:28:07: Nee, Roman habe ich nur zwei geschrieben.
00:28:09: Aber Bücher einige, ja.
00:28:11: Die sich so wie ich das jetzt überflogen hab an Titeln selten mit Politik befassen.
00:28:19: Ja, sie meint jetzt dieser Akte Leona.
00:28:21: Das ist leider so... Ich halte das ja auch für eine sinnlose Entgleisung meines Lebens überhaupt.
00:28:28: Ich werde mir gerne diesen politischen Straßenlärm vom Leibe gehalten.
00:28:31: Ich verstehe es nicht aber es ist eben so passiert und man muss ja auch fairerweise sagen ich muss auch von irgendwas leben und als Romanautor ist es sehr schwierig.
00:28:41: also man kann mal den Wurf Wenn er gelingt und du bist in der Branche etabliert, dann funktioniert es.
00:28:49: Aber erstens kann man keinen nicht gezielten Besteller schreiben.
00:28:51: das ist wirklich unmöglich.
00:28:52: Das sind Zufälle die man nicht in der Hand hat.
00:28:55: Und zum anderen bin ich ja von Anfang an im Fokus der Rechte gewesen Ja?
00:29:00: Ich war ja nie links bzw.
00:29:02: von der Pubertätzeit abgesehen wo der Mensch eben doch nicht ihre Tassen im Schrank hat und ich habe nie dazugehört Auch als ich diese Romanisch schrieb, sie wurden zwar da und dort rezensiert aber es ist mir verwährt worden irgendwie zugelassen zu werden weil ich in der Rechte war.
00:29:20: Es kam auch noch eine Sache dazu, ich habe im Nachhinein diesen Verdacht, als der Roman Land der Wunder erschien, im Jahr zwei Tausend Fünf gab's so ziemlich viele Vorschusslorbären für die Buchmesse, DPA hatte so einen Text geschrieben
00:29:32: usw.,
00:29:33: das wurde ein Film gemacht über mich.
00:29:35: Und dann auf der Buchmessenausgabe hatte ich oft das Seite drei Interview unter
00:29:38: JVF
00:29:40: Und ich weiß von zwei Zeitungen, die danach ihre Rezension nicht gebracht haben.
00:29:45: Sie sehen... Ich habe mich indirekt mit ihnen solidarisiert und habe den Schaden in den Kauf genommen.
00:29:51: Sehr gut!
00:29:52: Welche Zeitung war es?
00:29:53: Das sage ich nicht.
00:29:53: Okay.
00:29:54: Weil das würde dann rauskommen, welche Autoren das waren.
00:29:57: Verstehe.
00:29:57: Ja
00:29:58: Aber was war das denn?
00:29:59: Das war im Jahr zweitausendfünf,
00:30:02: würd' ich sagen.
00:30:04: Gab's da schon eine krasse Selbstsensur?
00:30:07: innerhalb der medien- oder beziehungsweise cancel culture.
00:30:10: Sie wissen doch, dass die jf... Die ist doch nur
00:30:12: gemobbt
00:30:13: und gemobpt und gemoppt worden und es war ja schon skandal mit ihnen ein interview zu führen.
00:30:16: insofern habe ich dann auch den skandal bedient.
00:30:19: Ja
00:30:20: sind sie reaktionär so von vom habitus?
00:30:22: also sind sie gerne eher dagegen
00:30:26: Reaktionäre mit c oder mit k?
00:30:30: Mit C würde ich eher sagen ja Aber das würde jetzt zu weit führen mit K, was heißt denn Sie dagegen?
00:30:36: Ich würde mich wahrscheinlich niemals einer Mehrheit anschließen.
00:30:40: Und wenn die Mehrheit rechts wäre?
00:30:42: Dann auch nicht.
00:30:43: Das ist eine ästhetische Entscheidung.
00:30:45: Ja ich bin lieber im Obenrecht als in der Mehrheit.
00:30:48: Mag die Menschen dich?
00:30:50: Soll ich mich dann anschließen wo wir sie recht haben?
00:30:53: Ist auch ein Punkt!
00:30:55: Aber ist das vielleicht etwas typisch Ostdeutsches?
00:31:01: Das weiß ich nicht... Typisch Ostdeutsch ist, dass sie das autoritäre Graswachsen hören können.
00:31:07: Das unterscheidet sich von der Westdeutschen sonst.
00:31:13: Es gibt ja trotzdem so einige Punkte wo man sagt okay auch heute noch da hat man gewisses Unverständnis für die ostdeutsche Bevölkerung
00:31:22: und umgekehrt
00:31:25: vor allem wiederum die Liebe zu Russland zu einem Land was wie viele Dekaden vierzig, fünfzig besetzt
00:31:35: hat.
00:31:36: Und jetzt will man aber doch lieber gerne bei Putin sein und wieder mit ihm zusammenarbeiten oder wie auch immer mit dem Russland was autoritär ist wiederum.
00:31:47: Wie erklären Sie sich das als Insider?
00:31:50: Ich müsste zunächst die Gegenfrage stellen warum ausgerechnet im Westen der Russen hast so großes wo die Russen noch gar nicht dort waren?
00:31:57: Aber natürlich
00:31:59: Man konnte ja über die Mauer sehen.
00:32:01: ich würde sagen Das ist jetzt, ich weiß nicht wie weit das mehrheitsfähig wäre und so weiter.
00:32:05: Es ist erstens Opposition gegen das Übernommen werden und so das Gefühl der gemeinsamen beschissenden Daseinsformen.
00:32:17: Der normale Russe war ja genau wieder normale Ostdeutsche.
00:32:20: Jetzt kein Diktator und keinen Apparat-Schick sondern... Er war eben der Muschschick und in der Zone der Proll, der unterdrückte.
00:32:26: Der irgendwie in diesem System sich arrangieren musste.
00:32:29: Und auf dieser Ebene kam man mit den Russen immer ganz gut zurecht weil Russia ist Sentimentalität, singen, saufen an die Brustsinken usw.
00:32:37: Also auch nicht zu unterschätzen... ...der großer Einfluss der russischen Literatur.
00:32:43: also die großen russische Autoren sind ja nun wirklich Outstanding.
00:32:47: Da kommen wir nicht mal wir mit!
00:32:52: Es gab also Gemeinsamkeiten unter der Glocke, der kommunistischen Diktatur.
00:32:57: Und vielleicht ist da was von übrig geblieben.
00:32:58: und dann ist es natürlich ein gewisser Anti-Americanismus den ich kulturell immer gut fand, politisch immer gutfand wenn Demokraten dort regiert haben nicht bei Reagan, nicht bei Trump wobei er inzwischen etwas arabische Sachen macht
00:33:15: aber
00:33:16: er redet ja nicht mit mir.
00:33:19: Vielleicht kann ich ihm zeigen, wie man den Molten macht.
00:33:24: Aber es bleibt ein irrationaler Rest und dieser irrationalen Rest der Russland-Freundlichkeit ist dann wahrscheinlich Ressentiment.
00:33:32: Okay.
00:33:34: Wovon die Partei ja heute noch gut zehrt wahrscheinlich?
00:33:37: Die AfD?
00:33:39: Der AfD ist das auch verkommen... umstritten dieses Thema.
00:33:43: Man kann keinesfalls sagen, man merkt ja auch die Gegenseite ist sicher nicht einig.
00:33:47: sind wir nur eher pro amerikanisch oder pro russisch oder beides.
00:33:51: Je nachdem wo gerade
00:33:52: ein politiker
00:33:53: zu Besuch ist?
00:33:54: Je nach dem mit wem haben grade redet.
00:33:57: Das ist Alvern jetzt zu sagen Putins Partei.
00:33:59: das ist natürlich Rennepropaganda.
00:34:00: aber klar es kann schon sein dass der Handel damit liebeäugeln würde.
00:34:07: Man muss ja auch sagen, wir können ja nicht die... Du gibst die Russen nicht mehr.
00:34:10: Man muss mit den Russen irgendwie weiter auskommen.
00:34:12: Das wird uns hier nicht vermeiden lassen.
00:34:14: Ja gut aber es gibt auch die Ukraine und es gibt noch die Polen.
00:34:18: Ja sicher!
00:34:20: Klonowski, Rolle, ich darf sie hassen.
00:34:24: Dann haben die Poles in Ordnung.
00:34:29: Wissen Sie genau, wo sie ihre Wurzeln sind?
00:34:31: Oder ist das jetzt nur ein importierter
00:34:32: Name aus den Ostfroszen.
00:34:33: Die Oma hat ganz
00:34:35: ... Polnisch muss da schon sein!
00:34:36: Der Name ist ja typisch polnisch aber wir haben nie Armforschung getrieben.
00:34:39: ich kann es bis zum Urgroßvater verfolgen und aber
00:34:42: würden Sie heute den Werdienst verweigern?
00:34:44: Ich muss Ihnen eins sagen Es war eine der wichtigsten Zeiten meines Lebens dieser anderthalb Jahre Armee.
00:34:48: Ich war in Egesin.
00:34:51: Also wenn es eine Rangordnung der schlechten Orte gab dann weil sie ihn ganz oben oder ganz unten, je nachdem wie rum man das dreht.
00:35:00: Und ich muss sagen ... Ich habe also ein anderthalberiges Studium in Sozialpsychologie absolviert, was mir jedem Sozialpsychiologen der Uni weit überlegen macht und ich hab dort ... ich habe niemals so viel gelacht als dort, obwohl es eine wirklich beschissene Zeit war.
00:35:17: Das war so rasend komisch, Armee ist sowieso rasend Komisch aber unter DDR-Bedingungen.
00:35:22: Dann hab ich da eine Sache erlebt, wo ich dachte, dass kann nicht wahr sein.
00:35:26: Also sie müssen sich von der Idee, wo Sie normalerweise den menschlichen Durchschnitt ansiedeln verabschieden werden zu Armee gehen.
00:35:33: Das geht soweit runter und das können Sie gar nicht vorstellen.
00:35:36: Dann ist man mit diesen Leuten zusammen keine einzige Frau.
00:35:41: Es war eine repressive Armee die eigentlich ihre eigene Bevölkerung disziplinieren und ich den Westen angreifen wollte.
00:35:46: Ich war da mal hundertund achtzig Tage ohne Pause in der Kaserne.
00:35:51: Das kann sich der Wessi gar nicht vorstellen, der im Wochenende Ausgang hat und dann schnell nach Hause fahren kann usw.
00:35:54: Hundertund eighty Tage.
00:35:57: Ich war damals ziemlich dick und mein Batteriechef hat gesagt, wenn Sie die dreitausend Meter an der Zeit laufen, dann gebe ich Ihnen Standorturlaub.
00:36:07: Können Sie Ihre Frau hier empfangen?
00:36:08: Dann bin ich die dreitausend Metern in der Zeit gelaufen.
00:36:11: Großzügig gab er mir den Standort-Uhrlaub, weil ich das Ding zerrissen habe und sagte, sie können mich malen.
00:36:16: Ja,
00:36:17: wieso?
00:36:17: Weil ich das nicht wollte!
00:36:20: Sie wollten nicht Ihre Frau da haben oder
00:36:21: so?
00:36:21: Nein, ich wollte diesen Typen zeigen ... Deine Spiele sind nicht meine Spiele.
00:36:27: Ja, kurz und gut.
00:36:28: Und wir haben dort einmal an einem Sonntag auch noch.
00:36:30: An einem Sonnentag wo es gibt immer für eine Batterie, es gibt sechs die haben Ausgang, sie haben Urlaub... ...und die Offiziere sind nicht da!
00:36:39: Und da war ein Divisionsalarm.
00:36:41: Divisions Alarm heißt in forty-fünf Minuten muss die gesamte Division aus den Kasernen raus sein mit allem, mit allen Waffen, mit allem.
00:36:48: Und das hat funktioniert.
00:36:50: Und dass ich das da erlebt habe mitten drin als einen in diesem Uhrwerk mitlaufen an dem Sonntage Das kann nicht wahr sein, die haben das geschafft.
00:36:58: Diese Deppen wachen das in forty Minuten sind hier draußen und fuhren die so netten Wechselkonzentrierungsräume wo dann die Offizierer an kamen bleich und selber überrascht.
00:37:06: Es funktioniert.
00:37:09: Und da dachte du kannst mit denen doch verdammt viel machen.
00:37:12: Ja also es ist eine Prämie.
00:37:14: Und es ist auch gleichzeitig faszinierend.
00:37:17: man ist ja dann ne Armei in so einem Apparat.
00:37:19: Man läuft ja selber mit wie automatisch.
00:37:23: Ist halt nicht mal bewusst Du wirst gedrillt, das funktioniert.
00:37:26: Man schaut sich selber zu, wie man funktioniert.
00:37:30: Genau.
00:37:31: Das war überraschend!
00:37:36: Wie sehen Sie die ganze Debatte jetzt?
00:37:40: Sollen die Jungs es machen?
00:37:41: Wenn man das als Landesverteidigung definiert... Es schadet den Jungs nicht wenn sie mal lernen ihr Bett zu machen.
00:37:49: und wie man schießt.
00:37:50: Ich finde überhaupt jeder deutsche Mann sollte erstens schießen lernen und zwar seine Waffe haben.
00:37:55: Eine Gesellschaft, die komplett durchbewaffnet ist, ist ganz sicherer Schutz vor autoritären Staaten und vor Bürgerkrieg.
00:38:01: Und auch von Messermännern.
00:38:04: Da würden jetzt die Linken sagen aber USA, die meisten Toten...
00:38:10: Moment, die Meisten Totendurchschusswaffen in den USA sind Selbstmorde?
00:38:14: Ich finde ein Selbstmord mit einer Schusswaffe ist immer noch, gerade für die, die sauber machen müssen besser als Eisenbahn beispielsweise oder aus dem Fenster springen.
00:38:21: Gift ist natürlich noch besser muss man nicht füllen ... wegwischen.
00:38:24: Aber... Und dann, Bandenkriminalität?
00:38:28: Das sind da meistens Schwarze, die schwarzen erschießen.
00:38:31: und dann kommen diese Fälle der Amokläufe.
00:38:33: ja und das wird immer hochgroß aufgeblasen.
00:38:35: aber wie viele Taten durch Waffen verhindert werden davon hören wir nichts.
00:38:39: dieser komische Breivik hätte in den Staaten keine.
00:38:42: Wie viel hat er erschossen?
00:38:43: Hundert?
00:38:44: Also die Staaten wäre nicht über zehn hinausgekommen weil irgendein Bachmann hätte ihn einfach abgeknallt.
00:38:48: Ja und das ist für meine Begriffe.
00:38:51: Also ein Mann sollte in der Waffe tragen dürfen, wenn halt jemand drauf geht dabei.
00:38:54: Das ist immer Risiko es immer Straßenverkehr gibt's Risiko Luftverkehr Atom Energiegewinnung immer ist ein Risiko und das ist dann aber auch die Freiheit.
00:39:02: ist es wert?
00:39:03: Ja
00:39:04: Sitz also einen Grund auf.
00:39:05: Libertera Mensch?
00:39:07: Es bin ich schon öfter gefragt worden als ich glaube nicht jetzt an die an die staatenlose Gesellschaft.
00:39:11: ja dass dafür ist der menschlich gemacht.
00:39:13: wir sind startenbildende wesen und Aber Ich würde sagen Das politische Personal und der Beamtenabogat sind derartig aufgebläht, da könnte man streichen ohne Ende.
00:39:24: Und es würde wie eine Abspeckkur einem Menschen das dem Land gut tun.
00:39:30: Auch unseren Staat natürlich?
00:39:31: Ja ja
00:39:31: sicher den ganzen...
00:39:33: Was würden sie zuerst streifen?
00:39:34: Es gibt ne Reihe von Ministerien die brauchen wir nicht.
00:39:37: zum Beispiel
00:39:39: Zum Beispiel würde ich die Gesundheitskassen privatisieren.
00:39:43: Ich würde Privatschulen fördern bzw.
00:39:46: also zulassen nicht fördern, also die staatliche Schulbildung.
00:39:50: Eigentlich ist es eine gute Idee aber inzwischen das ist ein doktrinärer Anstalt und die vor allem das Niveau mal weiter abstängt.
00:39:59: auch da gäbe es viel.
00:40:00: man müsste überhaupt sich heraushalten aus der Familienpolitik.
00:40:04: Ich brauche kein Familienministerium.
00:40:05: was soll da quatschen?
00:40:07: Das geht doch den Staat nichts an.
00:40:09: Man braucht innere Sicherheit, man braucht Sozialministerium.
00:40:13: Da geht es weiter.
00:40:15: Diese ganze NGO, diese ganze tiefe Stadt und so weiter.
00:40:17: Man könnte sparen ohne Ende.
00:40:18: Man braucht Landesverteidigung, man muss eine gewisse Infrastruktur schaffen damit Investoren kommen die Wirtschaft funktioniert.
00:40:27: Die Juristerei sollte wahrscheinlich auch besser staatlich geregelt werden statt mit Friedensrichtern.
00:40:35: Ein Staat ist schon nichts Schlechtes per See, aber er neigt wie alle Apparate zum Hypertrophieren und reißt immer mehr Macht an sich.
00:40:43: Und frisst immer mehr Steuern.
00:40:45: Insofern teilen die Bakterien durchaus
00:40:48: durch.
00:40:50: Der Staat kommt ja seinen Pflichten nicht nach?
00:40:52: Das kommt
00:40:53: auch dazu.
00:40:55: Seine Pflicht werden tatsächlich die Sicherheit
00:40:57: auf
00:40:57: den Straßen zu gewährleisten.
00:40:59: Die Infrastruktur vielleicht noch...
00:41:00: Ich vergaßt die Staatsmedien.
00:41:02: Das darf natürlich auch nicht geben.
00:41:03: Genau!
00:41:04: Aber ja, die heißen ihr bei uns nicht.
00:41:06: Die sind sehr unabhängig.
00:41:08: Rechtlich!
00:41:09: Öffentlich rechtlich?
00:41:11: Ja.
00:41:12: Herzlichen Dank, dass du da warst.
00:41:14: Du hast jetzt auch ein Buch neulich... Sie haben ja erst neulichen Buch wieder veröffentlicht.
00:41:18: Das waren sie sogar bei uns im Printinterview.
00:41:21: Das vierte Mal inzwischen.
00:41:23: Vierte
00:41:23: Mal?!
00:41:24: Und ich hänge in eurer Straße der besten aber nicht.
00:41:27: Wie kann das sein?
00:41:29: Sie dürfen gerne sich mal zu dem Buch äußern.
00:41:31: Was haben sie da losgelassen?
00:41:32: Das heißt, bei Tische altert man nicht.
00:41:34: Ja das ist ein Buch gegen die Enthaltsamkeit... ...gegen den neuen Puritanismus, gegen die enthaltsamtkeitsprädiger... ...gegen die Lustfeinde, die uns einreden wollen, die da drauf vom Alkohol sei schädlich und für den Genuss, für das Bachernal,... ...für dass sich verströmen beim... Beim Fest aber auch gleichzeitig für die Kehrseite.
00:42:04: Sich dorthin quälen, dass sie schinden dafür... Das ist so wie Jinn und Yang.
00:42:08: Man muss sich das verdienen und dann muss man's wieder zunichte machen was man sich gesund trainiert hat.
00:42:14: Sie machen es
00:42:15: ja?
00:42:15: Ja genau.
00:42:18: Biotlon Erstrenner, dann mein!
00:42:23: Oder umgekehrt oder gleichzeitig.
00:42:25: Nach der Zeit kann man es auch gleichzeitig, wenn man gut trainiert ist.
00:42:28: Aber das ist schon die höhere Schule.
00:42:31: Wie viel fahren Sie denn?
00:42:33: Wir fahren in den Fahnen.
00:42:34: Achttausend Kilometer haben wir vielleicht inzwischen wenig geworden aber immer noch eine ganze Menge.
00:42:37: meine Frau gesagt hat mir gestiegen vergoldet so viel Zeit auf dem Fahrrad und ich sage mir fällt da zuviel ein!
00:42:42: Ich quatsche mir ständig die Mailbox voll
00:42:46: Notizen, Sprachnotizen.
00:42:47: Ja
00:42:47: doch der Kopf wird so richtig durchgespült.
00:42:51: Man kommt mal aus diesen dummen Gedanken raus.
00:42:54: also einerseits hat das was sehr meditative Schädel ausspülendes und andererseits gibt es auch Inspirationen die sich da einstellen.
00:43:01: ich habe einige Bundestagsreden auf dem Fahrrad geschrieben.
00:43:05: Und es ist ein guter Ausgleich zu den Beintern
00:43:10: jeweils nicht.
00:43:11: Also das ist ja eine gegendstreweige Fügung, das passt einfach wunderbar zusammen.
00:43:17: Ja schön findet man auch übrigens glaube ich bei uns auf jfbuchdienst.de das Buch.
00:43:21: also wer das Buch erwerben möchte kann es gerne tun?
00:43:24: Bei Tische Alter hat man nicht.
00:43:26: Ja
00:43:26: wir verlinken's auch gerne bei uns im
00:43:27: Video.
00:43:27: Atavola nonci in Vecchia sagt der Italiener.
00:43:29: das italienische Sprichwort ist ein sehr schönes poetisches Ort.
00:43:33: Ja sonst einen herzlichen Dank.
00:43:35: dass Sie da waren war ein sehr kurzweiliges Gespräch.
00:43:37: Ich danke für die Vorladung.
00:43:38: War sehr unterhaltsam und Ja, wieder folg weiterhin.
00:43:42: Danke ebenso!
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