40 Jahre JF: Unangenehme Fragen an Dieter Stein, den Chef der JUNGEN FREIHEIT
Shownotes
In diesem exklusiven Interview spricht Dieter Stein, Gründer und Chefredakteur der Jungen Freiheit, offen über den außergewöhnlichen Werdegang seiner Zeitung und beantwortet einige unangenehme Fragen, die sonst niemand stellte.
Von den ersten handgehefteten Ausgaben 1986 gegen die linke 68er-Dominanz, über schwere Krisen, Brandanschläge und Verfassungsschutz-Beobachtung bis hin zum erfolgreichen Aufstieg als wichtigste Stimme des nationalkonservativen Deutschlands.
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00:00:00: Wir wollen heute mal aufräumen, vielleicht auch mit allen Dingen die sich vor uns noch niemand getraut hat
00:00:05: zu fragen.
00:00:06: Ich?
00:00:07: Ach du Scheiße!
00:00:08: Da müssen wir das drin.
00:00:09: Das schneiden wir immer besser raus.
00:00:13: Wir haben vierzigjähriges Jubiläum bei der JF.
00:00:15: Heute stellen wir mal die richtigen und wichtigen Fragen.
00:00:19: Also
00:00:19: bei links ist das in Ordnung und bei rechts müssen wir differenzieren.
00:00:22: Nein natürlich...
00:00:24: Deswegen wollen wir heute mal wissen, ob unser Gehalt den Aufwanderer AfD
00:00:27: bezahlt.
00:00:29: Gründer und Herausgeber voll der jungen Freiheit.
00:00:31: Wir haben gesagt, wir gehen in die Hauptstadt, wobei der Umzug der Hauptstadt noch nicht stattgefunden war.
00:00:36: Und es war vom ersten Tag an der Horror wie wir angegriffen worden sind.
00:00:41: Da gab's am neunten November ein riesiger Demonstration.
00:00:45: Ich glaube, zweitausend Teilnehmern, die da die Straße lang gezogen sind... Gegen die JF?
00:00:48: Ja natürlich!
00:00:51: Früher fünfundneunzig brannte vor unserer Redaktion Nachts mein Auto.
00:00:57: Da habe ich damals noch im Büro geschlafen, wenn sie nachts wach vom Blaulicht und gucken raus und draußen wurde gerade das brennende Auto gelöscht und so.
00:01:08: Also man denkt da in der Situation schon okay was kommt als nächstes?
00:01:13: Habt ihr uns schon abonniert?
00:01:14: Denn wenn noch nicht, dann holt euch ganz schnell unser Schnupper-Abo für siebenunddreißig Euro und das Ganze für zwölf Wochen.
00:01:21: Das ist ein echter Schnapper wirklich!
00:01:24: Höcke hatte die Möglichkeit sich menschlich zu zeigen.
00:01:27: und heute versuchen wir mal dasselbe zu machen denn Wir haben vierzigjähriges Jubiläum bei der JF Und da haben Karo und ich uns gedacht heute stellen wir mal die richtigen und wichtigen Fragen.
00:01:39: und wen könnten wir diese Fragen besser stellen als unserem Chef, Gründer und Herausgeber von der jungen Freiheit.
00:01:46: Herrn
00:01:46: Stein!
00:01:47: Herzlichen Dank aber bitte so flauschig wie Ben Anscriptet ganz vorsichtige Fragen.
00:01:53: Ganz vorsichtigen Fragen heute.
00:01:55: Ja, wir dachten uns erst mal ein Wohlfühl-Interview wäre vielleicht ja auch was Nettes.
00:01:59: Aber wir wollen heute mal aufräumen!
00:02:01: Vielleicht auch mit allen Dingen die sich vor uns noch niemand getraut hat zu fragen.
00:02:06: und wir freuen uns auf jeden Fall sehr dass das heute geklappt hat.
00:02:09: denn man muss
00:02:09: ja
00:02:09: sagen dass sie sich nochmal in einen Interview getraute haben ist ja vielleicht auch nicht ganz normal Denn wir haben es ja gesehen letzte Woche ist ein regelrechter Shitstorm über Sie eingebrochen nachdem sie bei Jasmin Kosobeck im interview waren Und genau da wollten wir mal so ein bisschen nachfragen, ob sie sich dann nach diesem Interview und nach diesem Shitstorm überhaupt noch als Mensch fühlen.
00:02:34: Ja absolut!
00:02:35: Ich fand das sehr interessant.
00:02:36: also mir sind auch viele Fragen gestellt worden die mir so noch nicht gestellt worden sind, also auch zu Familie zum Hintergrund und so weiter.
00:02:44: Das war sehr interessant!
00:02:45: Aber
00:02:45: das Bresanteste waren natürlich Ihre Aussage zu Ihrem Sohn nämlich dass Sie es befürwortet haben und quasi gesagt haben ich würde meinen Sohn für die Bundesrepublik Deutschland opfern.
00:02:59: Und da
00:02:59: sind
00:02:59: ja dann online die Leute ziemlich ausgerastet.
00:03:02: Reden sie noch mit ihrem Sohn?
00:03:04: ist er noch als ihr Sohn eingetragen?
00:03:06: oder wie sieht's da jetzt Zuhause aus?
00:03:08: Wie hat Ihr Sohn reagiert?
00:03:10: Ja, das Lustige ist.
00:03:10: mein Sohn hat also sich beschwert über diese Kommentare.
00:03:15: Mein Papa soll ich da auch kommentieren und gesagt lass es mal sein, warte erst einmal ab usw.
00:03:20: Und er hat sich beschwerd, du hast ja gar nicht gesagt dass ich wirklich zur Bundeswehr gehe.
00:03:24: Ich habe gesagt die Hoffnung noch nicht aufgegeben hatte ich im Interview gesagt mit Frau Kursubeck und der sagt Du weißt doch ganz genau dass ich dahin gehen will.
00:03:35: Nö, der hat das auch locker gesehen.
00:03:38: Und nein es ist schwierig.
00:03:40: wenn's natürlich so verkürzt zitiert wird wirkt es erst mal völlig unkritisch der Politik der Bundesregierung gegenüberstehen wurde.
00:03:48: aber ich will ja im Gespräch.
00:03:50: wenn man das ganze Gespräch hört merkt man ja dass das hergeleitet wird aus der Frage das einfach zu einer Nation dazugehört, also zu jeder Nation.
00:04:01: die Bereitschaft in dem Fall überwiegend der Männer.
00:04:05: Auch im Ernstfall wenn das Land bedroht ist auch ihr Leben einzusetzen um dieses land zu schützen.
00:04:11: auf einem ganz anderen blatt steht ja wie die Politik der Regierung ist und dass man natürlich ohne Ende da Dinge kritisieren kann, aber das ist so eine Grundsatzfrage eigentlich.
00:04:22: Dass man nicht sagen kann, nein nur ich setze mich nur für das Land ein wenn gerade die passende Partei an der Regierung sind.
00:04:28: Aber waren Sie dann nicht überrascht, dass ausgerechnet aus dem rechten Lager dann dieser Backlash
00:04:34: kam?
00:04:35: Na ja, die Diskussion gibt es also schon so sehr lange.
00:04:38: Also das ist auch – ich kenne das sogar noch aus den Achtzigerjahren – vor der Währvereinigung dass es auch rechts dieses Thema gab.
00:04:47: soll man eigentlich überhaupt Währdienst leisten in der Bundeswehr wo man im Ernstfall tatsächlich hätte auf Deutsche schießen müssen?
00:04:53: oder auf der anderen Seite die NVA gestanden hat?
00:04:58: und genauso auch immer die Frage ja, es stehen amerikanische Truppen in Deutschland.
00:05:04: Und solange alliierte Truppen mit Deutschland stehen kann man nicht zur Bundeswehr gehen.
00:05:10: also das ist eine alte Diskussion.
00:05:11: Die hat sich natürlich jetzt nochmal sehr verschärft durch sicherlich durch den Ukraine-Krieg vor der Tür aber auch natürlich Ja, auch die vernehrter Gesellschaft durch die Migration und so weiter.
00:05:25: Ich fand einen spannenden Kommentar.
00:05:27: Da stand irgendwie sie ist sein ein schlechter Vater?
00:05:31: Das ist wahrscheinlich eher eine Frage, die wäre an ihrem Sohn gerichtet aber... Wie leben Sie Familie?
00:05:37: Das würde mich jetzt sehr interessieren.
00:05:39: Naja, vielleicht noch mal zu dem ... Zu dieser Passage mit meinem Sohn.
00:05:44: Natürlich ist das seine Entscheidung!
00:05:46: Ja, das ist völlig logisch.
00:05:48: Es wurde so zugespitzt von Frau Kursubert würden sie ihren Sohn opfern.
00:05:52: Ich hab natürlich gemerkt ja, jetzt soll man irgendwie ausweichen oder so und ich habe gesagt na klar wenn man es jetzt zuspitzt und man befürwortet dass auch die eigenen Söhne zur Armee gehen Kann das natürlich im Extremfall bedeuten?
00:06:07: Man setzt die einer Gefahr aus, wo sie sterben können.
00:06:10: Ja, das ist völlig richtig.
00:06:12: Ähm ... ja!
00:06:14: Aber dass es ein letzter Konsequenz bedeutet, aber wie war die Frage jetzt noch mal?
00:06:21: Ob Sie ein guter Vater sind?
00:06:22: Ach so.
00:06:22: Das müssen wir wahrscheinlich die Kinder selbst beantworten.
00:06:25: Ich bemühe mich.
00:06:26: Sie haben gutes Verhältnis, ne?
00:06:27: Auf jeden Fall, ja zu allen.
00:06:29: Wir haben hier vier Kinder, zwei Söhne und zwei Töchter.
00:06:33: Also zu Hause sitzen immer noch alle zusammen am Frühstückstisch.
00:06:37: Wenn alle da sind, also der älteste ist jetzt vierundzwanzig, das hat eineinhalb Jahren weg von zuhause.
00:06:43: Der ist Down Under, er ist in Neuseeland und jetzt in Australien.
00:06:48: aktuell machter Birken Travel.
00:06:52: Jetzt kommt er dennächst wieder zurück und mal gucken ob er dann auch wieder Zu hause bleibt oder er überlegt nochmal die Wanderschaft fortzusetzen.
00:07:01: Und na ja, dann die Tochter.
00:07:02: Die Zweiundzwanzigjährige studiert Medizin hier in Berlin und ist auch schon ausgezogen.
00:07:08: aber die Zwillinge... ...die beiden sind noch zu Hause.
00:07:11: Achtzehn!
00:07:13: Wie haben die auf das Interview geblickt?
00:07:15: Also gerade auf die Aussage auch.
00:07:17: Also von den anderen habe ich jetzt keine Äußerung.
00:07:18: also mit dem betroffenen Sohn hab' ich also ausgeblich gesprochen.
00:07:22: Ja.
00:07:23: Okay
00:07:23: okay.
00:07:24: Sie waren ja auch sehr jung wo sie die junge Freiheit gegründet haben so ungefähr vielleicht sogar im selben Alter wie ihre Kinder teilweise jetzt?
00:07:32: Ja.
00:07:33: Wie ist das denn so damals gewesen, also man gründet einfach eine Zeitung und wie verdient man dann überhaupt Geld?
00:07:39: Also sie hatten ja nicht von Anfang an ne riesige Redaktion mehrere Mitarbeiter
00:07:44: usw.,
00:07:44: also
00:07:45: stell
00:07:45: ich mir sehr schwierig vor da irgendwie ins Business reinzukommen, dann...
00:07:49: Ne, es ist eigentlich schon ne verrückte Geschichte, dass sich verletzt.
00:07:54: endlich In unserem Büro steht eine alte Schreibmaschine, so ein großer Kasten von Olympia und die habe ich von meiner Patentante geschenkt bekommen als ich zwölf Jahre alt war.
00:08:05: Und wobei ich habe vorher schon auf der Reiseschreibmaschine in meines Vaters geschrieben also die Faszination war schon da.
00:08:12: aber diese große Schreib Maschine hat dann dazu geführt dass sich noch mehr darauf geschrieben hab und fasziniert war davon wie die Wirkung tippen Buchstaben sind.
00:08:23: Und dann habe ich damals, als ich zwölf war in der Familie eine Familienzeitung gegründet.
00:08:28: Das heißt sogar, weiß nicht so sieben acht Exemplare erschienen.
00:08:34: und ja das war halt für mich faszinierend wie andere darauf reagieren wenn man also sowas gedrucktes vorliegt.
00:08:42: Es waren natürlich Amuisement und so weiter.
00:08:43: Ich hab da so mich für höhere Taschengeld eingesetzt zum Beispiel oder habe mich beschwert, dass mein Vater so geizig ist und uns mit alten Schrottfahrrädern rumfahren lässt.
00:08:53: Wobei wir mussten sparen mit fünf Geschwistern.
00:08:55: Ja also konnten nicht dauernd neue Fahrräder gekauft werden.
00:09:00: Naja dann ging es aber immer so nahtlos weiter.
00:09:02: Da hab ich in der Klasse eine Klassenzeitung gegründet.
00:09:06: Ich weiß nicht so... dreizehn, vierzehnt oder so?
00:09:09: Und dann war ich Klassensprecher, kam in die Schülermitverwaltung Und damals ist unsere Schülerzeit und der Schule eingestellt worden.
00:09:18: Ich hab gefragt, warum gibt's denn keine?
00:09:21: Dann hieß es ja ... Der letzte Chefredakteur ist mit der Kasse durchgebrannt, hat die Schule verlassen.
00:09:26: Überhaupt, man kann das nicht finanzieren.
00:09:27: Es lässt sich nicht finanzieren!
00:09:29: Dann hab ich gedacht so, hm, mich schlau gemacht, das muss doch möglich sein.
00:09:33: Na ja, dann habe ich die ... Schülerzeite, da hab ich mir ein Exemplar dabei.
00:09:38: Das ist der Lindwurm.
00:09:41: Hier ist die.
00:09:42: Wo hab ich die?
00:09:43: Sieht man die?
00:09:43: Ja, sieht man.
00:09:45: Genau und auch so, das waren so glaube ich so zehn zwölf wo ich beteiligt war Und diese Organisation hat mir Spaß gemacht ja und das Schreiben aber auch das Gestalten Das war so die...
00:10:02: Das war eher so ihr Hobby erst mal.
00:10:03: Genau!
00:10:04: Also Geld oder so haben sie ja damals als Schüler damit noch nicht verdient, ne?
00:10:09: Heute wird immer gleich nach dem Geld gefragt.
00:10:11: Ja
00:10:12: ohne Geld was ist da die Welt
00:10:14: also... Ich merke schon.
00:10:16: Naja jedenfalls ich habe mich angefangen politisch zu engagieren damals als Schüler ab, als ich vierzehn war bin ich in der Jungen Union eingetreten und Das ist eine Geschichte für sich.
00:10:30: Noch mal jedenfalls ich habe dann die junge Freiheit gegründet, da war ich achtzehn Jahre alt und es waren reines Hobbyprojekt ja?
00:10:39: Ich meine hier hab' ich auch noch einmal mit dir das ist die erste Ausgabe Diener fünf, acht Seiten Auflage vierhundert Exemplare, die habe ich in einem Schuhkarton auf dem Fahrrad nach Hause getransportiert und verschickt.
00:10:58: Nein, das war in den ersten Jahren ein reines Hobbyprojekt.
00:11:03: Im Gegenteil alle die da mal mitgemacht haben, haben einen Druckkostenzuschuss bezahlt damit es finanziert werden konnte und das hat sich noch sieben Jahre so hingezogen ohne auch nur einen Pfennig zu verdienen an der Geschichte.
00:11:17: Dann
00:11:17: sind Sie trotzdem dran geblieben?
00:11:19: Die ganze Zeit und hatten so eine Vision vielleicht auch schon.
00:11:23: Ja, die Themenauswahl würde mich halt auch jetzt interessieren.
00:11:26: Weil sie haben ja gesagt okay ... Sie haben sich in der Familienzeitschrift über Taschengeld beschwert und das ist irgendwie kein Fahrradgab und so.
00:11:32: Und jetzt beschwert man sich ja auch sehr viel.
00:11:35: also gerade hier in der Jugendheit.
00:11:36: es ist ja immer die Politik über die man sich
00:11:38: bestätigt.
00:11:39: Ist es vielleicht auch ein Ventil für Sie?
00:11:42: Naja, ich habe nicht angefangen politisch zu engagieren.
00:11:46: vor allen Dingen An Stelle eins war das Thema die deutsche Frage damals.
00:11:51: Es ist natürlich heute alles Geschichte, kann man sich gar nicht vorstellen.
00:11:54: aber damals war halt Deutschland noch geteilt und ja ich habe als Schüler gemerkt dass es traurigerweise viele gar nicht mehr beschäftigt.
00:12:06: Ich hab Reisen in die DDR gemacht teils zu verwandten oder auch über unsere Partnergemeinde der Kirchengemeinde hatten also eine Partnergemeine bei Ostberlin empfunden, das ist ein absoluter Unrechtszustand oder wir sind unfrei so lange Deutschland nicht vereinigt.
00:12:24: Also dafür wollte ich mich einsetzen.
00:12:25: es waren auch immer die wichtigen Themen in der jungen Freiheit am Anfang damit verbunden natürlich auch die Frage der nationalen Identität also der deutschen Geschichte aber auch Familie Familienpolitik.
00:12:40: Mich hat damals auch schon das Thema Lebensschutz interessiert.
00:12:42: Das war auch die Gründe warum ich übrigens aus der Jungen Union ausgetreten bin Weil ich erlebt habe, als dann Helmut Kohl Bundeskanzler wurde in two-in-achtzig, dass so diese versprochene Ersprach von einer geistig moralischen Wende also im Kurs nach konservativeren Politik das die nicht eingelöst wurde.
00:13:02: Und deswegen bin ich ausgetreten und bin dann selbst Mitglied geworden in der neuen rechten Partei.
00:13:10: Die Republikaner kennt kaum heute noch jemand die sich auch gleich gespalten haben, zwei Jahre.
00:13:16: Auch das kennt man ja von der AfD und ich war dann Mitglied in der Abspaltung.
00:13:20: Freiheitliche Volkspartei kennt heute auch keiner mehr.
00:13:23: Und das war nix-hundertfünfundachtzig, sechstenachzig.
00:13:27: Und Junge Freit ist Junge Freiheit weil sie eigentlich ursprünglich das Mitteilungsblatt der Jugendorganisation dieser Partei sein sollte hatte sich nach einem halben Jahr aber auch wieder erledigt weil diese Partei ... und dann habe ich einfach diese Zeitschrift weitergemacht.
00:13:50: Und zwar aus dem, Sie haben jetzt gefragt wegen der Impuls oder des Ziels oder Interesse,... ... weil man damals schon erlebt hat verschärft... ... dass es eben ein Riesendefizit gibt in der
00:14:06: Medienlandschaft.".
00:14:07: Also die Medienlandschaft so bei öffentlich-rechtlichen als auch Verlagen links, Mitte links dominiert ist und das es also nur ganz schwach ausgeprägt eigene konservative Medien gab.
00:14:21: Das ja noch zuvor vor Internetzeiten gewesen.
00:14:23: da hat natürlich vieles jetzt möglich gemacht.
00:14:25: aber das war dann das Motiv des.
00:14:27: zum bleibenden Motive müssen eigenständige selbst tragende Medien bekommen die wirklich einen gewissen Einfluss ausüben und diese Lücke füllen.
00:14:40: Das war dann das Motiv, ja?
00:14:42: Dass sie das Gefühl hatten, ihre Themen werden nicht repräsentiert.
00:14:45: Ja absolut!
00:14:47: Und so sind auch viele Redakteure oder Autoren geworden... ...die genau das empfunden haben.
00:14:55: Sowohl junge natürlich, wir waren ja eine wahnsinnig junge Mannschaft.
00:15:01: Wenn ich mir lege meinen, Elstersohn ist jetzt vierundzwanzig der da unterwegs ist Und ich war, als jetzt die Wochenzeitung war, war ich sechsundzwanzig.
00:15:12: Da habe ich das sieben Jahre schon gemacht in der Wochenzeitungen.
00:15:15: Das waren andere Studenten, also die da mitgemacht haben und da kam aber auch ältere Autoren dazu teilweise von der Welt oder von der FAZ-Altgediente erfahrener Journalisten die frustriert waren, weil diese Blätter alle auch so tendenziell nach links gerutscht sind oder bestimmte Themen einfach hinten runtergefallen sind.
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00:16:01: Thema Familie haben Sie angeschnitten?
00:16:03: Ja!
00:16:04: Ich glaube also mich, ich glaube auch uns würde interessieren was bedeutet Familie für sie?
00:16:09: Wie leben Sie Familie?
00:16:11: Ja ich glaube also Familie ist ja wirklich absolut der Kern einer Gemeinschaft Und es ist tragisch dass das immer seltener zu Familiengründungen kommt.
00:16:25: Also warum?
00:16:28: Ja, es sind verschiedene Gründe.
00:16:31: Es ist natürlich so ... Wenn man mal hundert, zweieinhalb Jahre zurückblendet noch, wo's kein Sozialstaat gab, keine Absicherung.
00:16:40: Das erlebt man teilweise auch bei Einwanderern, die aus Kulturkreisen kommen und fast keinen Sozialstaats gibt wie enorm stark da die Familien noch sind.
00:16:50: Wo es um Familienähre geht und so weiter in einer extrem anderen Form.
00:16:54: Aber das ist natürlich immer die Familie, der einzig oder wesentlich Schutzraum war.
00:16:59: Ähm ... aber wo natürlich auch Kinder geprägt werden und durch den modernen Sozialstaat ... ähm ... soll man sagen geht man ja nicht unter wenn jetzt eine Familie, wenn Ehepaar sich trennt zum Beispiel.
00:17:14: Trotzdem finde ich es problematisch für die betroffenen, aber es ist nicht mehr so dass man ins Nichts fällt.
00:17:20: Das kann man sich natürlich auch nicht wünschen heute, Ehe Partner, die sich scheiden lassen und es gibt nur einen Alleinverdiener das dann irgendwie im Zweifel sage ich mal die Ehe Frau dann irgendwie verarmt oder sowas ja.
00:17:34: Das kann man sich natürlich jetzt nicht wünschen.
00:17:35: aber das ist natürlich zumindest eine Sache die immer für so ein Kind gesorgt hat.
00:17:40: Und dann, ich mein ... Dann natürlich auch dieser Individualismus.
00:17:45: Die Konzentration auf die Selbstverwirklichung ja.
00:17:49: Dass die Leute auch was sich aus den Zwanziger und erst mal ewig muss bei meinem Sohn aufpassen, ewig reisen usw.
00:17:55: Und das Studium wird ewig ausgedehnt oder was auch immer man macht.
00:18:00: Bis man endlich zu Potte kommt und vielleicht doch heiratet?
00:18:05: Das ist sehr einflussig, aber um noch mal zurückzukommen.
00:18:08: Wie leben Sie denn Familie, um diesen Einflüssen irgendwie entgegenzuwirken?
00:18:12: Ganz relativ, weiß ich nicht.
00:18:14: Normaltraditionell ja... Was wollte sie
00:18:17: wissen?!
00:18:18: Ja was bedeutet?
00:18:18: traditionell geht man zusammen raus, wittet man sich dem so und der Tochter ist es wichtig dass man am Frühstückstisch zusammensitzt doch klar im Wochenende ja und das man tatsächlich also das ist ich meine Ich habe das immer selbstverständlich so erlebt und so.
00:18:34: aber man merkt dann doch Leute gibt, Familien gibt.
00:18:39: Wo die aneinander vorbeileben?
00:18:42: Ich finde das schon enorm wichtig, dass man sagt wenigstens am Wochenende gemeinsam Frühstücken ... Das ist ja meistens die Gelegenheit auch, wo man dann vielleicht doch sich austauscht und mitkriegt, was hat jemand erlebt oder geht ziemlich gut oder so.
00:18:56: Interesse zeigen also aneinander und wahrscheinlich auch im Leben ihrer Kinder.
00:19:01: Da bin ich noch ausbauffähig bei mir.
00:19:05: Dass ich richtig zuhören, bei Ehepartnern oder so ist doch immer so.
00:19:09: Das sagt der Klassiker ... dass Männer manchmal Schwierigkeiten haben, zuzuhören.
00:19:16: Frauen hören immer ganz perfekt zu.
00:19:17: Perfekt?
00:19:19: Oder?
00:19:20: Ich verstehe öfters das was ich verstehen will.
00:19:23: Aber da kann ich auch nur von mir sprechen!
00:19:25: Ja aber sie haben ja auch eine relativ interessante Familienkonstellation.
00:19:30: generell würde ich jetzt mal behaupten also Sie habe ich auch schon gesagt, sie sind unser Chef von der jungen Freiheit und Gründer-und-Herausgeber.
00:19:38: Von einem eher konservativen bis rechten Blatt, je nachdem wie man zuhört.
00:19:44: Innerhalb ihrer Familie sind da aber die Lager doch gar nicht so eindeutig.
00:19:49: Sie haben ja zum Beispiel eine Schwester, die bei den Grünen ist.
00:19:55: Wie ist das so?
00:19:56: Bei ihnen dann zum Beispiel an Weihnachten oder so wenn dann quasi der rechte Onkel zusammen mit der linken Tante an einem Tisch sitzt Gibt es da Streit?
00:20:04: Ist das entspannt oder wie kann man sich das vorstellen.
00:20:07: Ja, ich komme ja sowieso aus einer Ecke also wo ich jetzt JF gegründet habe Südbaden Freiburger Umland.
00:20:16: Das ist ja eine Ecke die ist so ein Hochburg der Grünen.
00:20:20: Also schon in den achtziger Jahren die Umweltbewegung Waldsterben war damals wichtig speziell im Schwarzwald der ja viele Nadelbäume hat und dann der Kampf gegen dieses Atomkraftwerk Wühl auch in Baden, dass die Leute damals stark bewegt haben.
00:20:36: Die Grünen da schon sehr stark Hausbesitzer Szene in Freiburg.
00:20:40: also ich habe das schon damals als ein Umfeld obwohl man ansonsten immer noch sagt Baden-Württemberg eher damals noch CDU regiert und so ja aber gerade am Gymnasium und so dass da die linken Grünen schon dominiert haben dann auch in meiner Familie.
00:20:58: Natürlicherseits meine Mutter ist die älteste, hat vier Brüder.
00:21:02: von den vier Brudern sind glaube ich drei auf jeden Fall der SPD aktiv gewesen oder sind es noch aktiv?
00:21:10: Auch im verantwortungsvolleren Positionen.
00:21:13: Mein Großvater war bei der SPD und Baubürgermeister in Phillingen.
00:21:17: Das war eine Schwarzwald-Stadt im Schwarzwalt gewesen und so also... Ich habe das also schon früh so erlebt, dass man eigentlich der Abweichler ist.
00:21:28: Wenn man jetzt sich in einer jungen Union alleine schon engagiert hat oder konservative Ansichten hat.
00:21:33: Hat da Ihre Schwester schon als sie J&F gegründet haben?
00:21:36: Hat die da schon was gesagt?
00:21:37: Also wie war das Verhältnis dazwischen?
00:21:40: Das hat sich glaube ich, würde ich sagen erst später dann so entwickelt.
00:21:43: aber neben uns war auch das Interesse unterschiedlich ausgeprägt.
00:21:46: Also ich glaube, ich war schon als Schüler derjenige, der von uns Geschwistern der das stärkste politische Interesse hatte.
00:21:54: Und es ist auch so gewesen, mein Vater war Berufssoldat, Militärhistoriker und war sehr stark politisch interessiert.
00:22:01: Der hatte in Berlin studiert als die Mauer gebaut wurde und war da auch in den Studentengruppen aktiv, die bei Fluchthilfe geholfen hatten und Tunnel gebaut hatten.
00:22:14: Und er fand damals wahnsinnig empören, dass die Mower gebaut wird Und das so hingenommen wurde, ja?
00:22:21: Also auch von westlicher Seite.
00:22:25: Man hat sich da praktisch mit diesem Status dann arrangiert und also wir haben sehr regelmäßig über diese Frage diskutiert zu Hause.
00:22:31: aber die anderen Geschwister hatten nicht ganz so ein Interesse Aber es wurde sehr... Wir hatten eine Atmosphäre zuhause wo man also sehr kontrovers auch diskutieren konnte und nicht nach dem Motto also mein Vater hat nichts darauf hingewirkt Ja, er müsste alle in eine Richtung denken.
00:22:48: Er fand das also auch akzeptiert, wenn jemand komplett abweichende Meinung hat.
00:22:53: Es wurde halt dann regel diskutiert, ja?
00:22:55: Aber warum glauben Sie, dass es ausgerechnet sie derjenige waren, der diesen Weg eingeschlagen
00:23:01: hat?
00:23:02: Ich war auf jeden Fall ... Der erste, der jetzt aktiv war bei den ... Also ich hab zwei ältere Brüder, zwei jüngere Schwestern und die beiden Schwesten sind also in die grüne Richtung gegangen.
00:23:12: aber Bei ihnen war das, glaub ich, während des Studiums dann so.
00:23:15: Dann waren wir auch schon auseinander.
00:23:16: Ich bin ja nach Berlin gegangen und tatsächlich Weihnachten oder so.
00:23:20: Da hab ich einen Familienfeiern zu Hause gewesen.
00:23:25: Dadurch haben wir uns nicht mehr ganz so oft gesehen.
00:23:27: Aber es kommt auch stark darauf an, in welchem Freundeskreis man sich bewegt ... Und wie man sich da teilweise entwickelt.
00:23:37: Wenn Sie heute zusammenkommen, geht's um die Familie eher?
00:23:40: Oder spricht man da noch über politische Themen?
00:23:45: Also generell, was ich glaube auch gesamtgesellschaftlichen Problem ist nicht nur jetzt sagen wir mal.
00:23:49: Was ich in der Familie erlebe, wie schwierig es ist auszuhalten wenn Leute gegensätzliche Standpunkte haben und ich erleb so dass man eigentlich dieses Thema muss ausgeklammert werden.
00:24:05: Ich würde mich jeder Diskussion stellen und ich finde es eher traurig wie wenig nachgefragt wird sondern das ist so, der Elefant im Raum und bloß nicht anrühren.
00:24:18: So hält man dann auch Familien treffen oder feiern aus aber ich glaube für die anderen ist es schwer erträglich was ich da mache ja.
00:24:30: Ja das ist ja sehr interessant dass sie dann auch in der Familie quasi Einzelgänger im politischen Sinne, meine ich jetzt waren.
00:24:38: Und man hat ja das Gefühl so im rechten Spektrum sind sie das auch tatsächlich?
00:24:47: Ja, man hat immer das Gefühl dass die da auch eben in Außenseiter sind viele Rechte Sie als Alt-CDula betiteln vielleicht auch weil sie damals in der Jungen Union eben waren und dass sie da einfach vielleicht zu liberale Position haben.
00:25:02: oder wie können Sie sich das erklären, dass da immer wieder so was auch sie einprass wird.
00:25:06: Auch bei der Buchmesse wo Sie sich dafür eingesetzt haben, dass eben Rechtsextremen oder rechtradikale Verlage nicht teilnehmen können.
00:25:19: Es ging um einen konkreten Verlag, der eine Zeitschrift Nationalsozialismus heute herausgibt.
00:25:26: also wo es nun eindeutig ist Ja, aber also ich bin halt der Meinung und verfechtert davon dass man nicht Unterschiede und Probleme mit so einer Harmonie so zu kippen soll.
00:25:45: Also auch in sehr rechten Szene.
00:25:46: Man macht sich oft sehr bequem darin zu sagen naja wir werden alle hier angegriffen natürlich durch eine Gesellschaft, die stark auf Cancel Culture zelebriert gerade jetzt in den letzten Jahren.
00:26:00: Also der Begriff ja auch erst aufgekommen.
00:26:02: Aber solange ich das mit der jungen Freiheit mache muss sich das hier erleben.
00:26:05: also diese Art der sozialen Echtung und dass man sagt, man will dafür sorgen, dass jetzt Leute, die konservativ denken oder jetzt so wie wir, an die gesellschaftlichen Rand gedrängt werden sollen, dass sie nicht im Rahmen von Diskussionen im öffentlichen Raum teilnehmen sollen usw.
00:26:27: Aber dieser repressive Druck kann halt dazu führen, dass man sagt man zieht sich zurück und lässt auch alle Differenzen fahren die es trotzdem gibt und sagt dann es gab da früher mal diesen Spruch Patrioten an einen Tisch und eine der Rechten usw.
00:26:49: Wo es aber trotzdem objektiv Meinungsverschiedenheiten gibt Und ich halte das für falsch die also nun zuzukleistern.
00:26:58: Sondern es gibt einfach Dinge, die sind auch problematisch.
00:27:00: auch sagen wir in unseren Rhein oder Dinge, was haben wir so geklärt werden müssen?
00:27:08: Nicht dich kennst du mir.
00:27:09: Ich würde zunächst mal sagen, dass man überhaupt auch in der Lage ist, Dinge anzusprechen die problematisch sind.
00:27:14: und das man sagt also auch Es ist ja ein bisschen schizofrin wenn man sagt wir fordern irgendwie also Diskussionen ein und so weiter und dann sagt Man geht Diskussion in den eigenen Reihen aus dem Weg.
00:27:26: Und Ja Es gibt halt ein anderes Beispiel.
00:27:31: Es gibt ja diese berühmte Schweigespirale von Elisabeth Neumann, dieser Meinungsforscherin, die hat da im Buch, ich glaube in siebziger Jahren geschrieben und hat festgestellt oder hat untersucht und festgestellt warum es so ist dass obwohl es teilweise konservative Mehrheiten gibt, die sie demoskopisch in Umfragen feststellt das die aber im öffentlichen Raum nicht zum Tragen kommen.
00:27:53: Und dann spricht sie davon Isolationsfurcht von Menschen, also im öffentlichen Raum haben Menschen empirisch Angst eine Meinung zu vertreten mit denen man sich sozial isoliert.
00:28:09: Und das Schizophrene ist dass sie sich also fürchtende Meinungen sagen obwohl es dafür eine Mehrheit gibt während dann andere Meinungen im öffentlichem Raum dominieren.
00:28:16: ich sage mal grob linke linke Position Weil man da nicht in der Gefahr steht sich sozial zu isolieren.
00:28:24: Deswegen hat sie von einer Schweigespirale gesprochen, das heißt dass sich Leute immer mehr zurückhalten und dadurch dieser Verstärker Effekt entsteht, dass eben dann linke Positionen im öffentlichen Raum immer stärker sind.
00:28:36: Ja, und dass darauf auch die Macht, wie soll man sagen, die Macht im öffentlichem Raum auch der Linken herkommt ja?
00:28:44: Und das erleben wir ja bis heute eigentlich.
00:28:46: Ich bin der Meinung, es gibt gleichzeitig aber auch so eine Schweigespirale in der eigenen Blase!
00:28:52: Ja,
00:28:52: d.h.,
00:28:52: dass auch in der eigene Blase manchmal Leute Angst vorsichtig sind sich zu äußern wenn etwas kritisch läuft?
00:28:59: Weil sie denken dadurch ist man irgendwie der Boomann oder Störenfried ... Wenn die Kommentaren sind und die Leute eher haben keine Angst irgendwas zu äußernden, sondern die schießen ja regelmäßig nicht hin.
00:29:09: Genau, aber das Interessante ist, stelle ich immer in Rechnung, wenn wir uns auf der Internetseite auch diskutiert wird.
00:29:16: Dass auch da im Schnitt eine bestimmte Gruppe besonders laut ist ja?
00:29:22: Es gibt halt viele Leute die schreiben keine Kommentare und das ist glaube ich sogar die Mehrheit!
00:29:27: Das muss man sehen.
00:29:28: es gibt einen bestimmten Typ Mensch, der – und dann auch oft unter Absolvenie – hier Foren sich umtut, der sich unter YouTube-Videos äußert.
00:29:39: Und es gibt da Leute, die haben einfach keinen Bock, sich dazu zu äußern oder denen ist das auch von der Tonart so blöd und es darf man gar nicht unterschätzen dass es draußen halt viele Leute gibt, die sagen ich werfe mich dann nicht ins Getümmel oder andersrum.
00:29:54: sie wollen natürlich auch, dass meine Atmosphäre erzeugt wird.
00:29:57: Darüber müssen wir uns ja auch fändig bemühen wo die Leute sich gerne äußeren.
00:30:04: Aber wenn es immer zu so einem Gefahr auch in sozialen Medien, dass es um einen Wettlauf geht.
00:30:10: Um Lautstärke und Aggressivität
00:30:13: usw.,
00:30:14: dann sind die Leute, die abwägen und differenzieren usw.. Die halten sich zurück!
00:30:22: ist mir also wichtig zu sagen, nicht nur immer auch beim politischen Gegner auf der Linken.
00:30:28: Vielleicht kommt es ja vielleicht sogar durch meine eigene Familie weil ich die Pappen in der Familie Leute habe dass man auch immer überlegt könnte nicht sogar auch jemand der links steht hat er nicht vielleicht trotzdem das eine oder andere Argument was man jetzt auch mal ernst nehmen muss oder so.
00:30:45: Nicht, dass man immer sagt das sind irgendwie alle da draußen die Bösen und wir alle haben uns lieb und bei uns gibt es keine Probleme oder sowas ja?
00:30:53: Aber wo würden sie sagen, dass Sie stehen?
00:30:55: also sind Sie konservativ, sind Sie rechts?
00:30:59: Also die junge Freiheit wird auch immer wieder als Sprachrohr der neuen Rechten bezeichnet.
00:31:05: von wem?
00:31:06: Genau Google!
00:31:08: Ja das ist natürlich immer so.
00:31:08: Labels die existieren ja und es ist sie können fast jeden Begriff.
00:31:13: Den kann man mit guten Gründen auch auseinandernehmen, also ich spreche von mir als Konservativ.
00:31:17: Ich halte es wichtig diesen Begriff zu besetzen.
00:31:20: Was bedeutet konservativ wie Sie?
00:31:24: Wir haben gerade über die Familie zum Beispiel gesprochen, wenn sie so wollen dass man bewährte Traditionen... Also wie wichtig Tradition sind oder gewachsene Institutionen Dazu gehört auch der Glaube.
00:31:38: Nicht, dass man sagt, alles lässt sich abräumen und künstlich schaffen.
00:31:42: Die Linke hat die Vorstellung ... Man könnte also praktisch vom grünen Tisch aus eine Gesellschaft aufbauen.
00:31:51: Und der Mensch wäre ein unbeschriebenes Blatt
00:31:54: usw.,
00:31:54: ja?
00:31:54: Dass man schon glaubt, es ist teilweise auch genetisch vorbestimmt aber auch wie wichtig die Traditionen sind ohne jetzt alles da.
00:32:03: ... kritiklos zu betrachten oder sowas.
00:32:10: Also das ist für mich wichtig, ja?
00:32:11: Aber wenn Sie jetzt so drei Schlagworte nennen müssen, warum... Oder was konservativ für sie isst?
00:32:18: Familie, Glaube, Nationen!
00:32:22: Und warum passt es eher zu konservativ für sie und nicht zu rechts?
00:32:28: Nein, das sind sogar... Rechts ist der Zweit brauchbarste Begriffe, würde ich sagen.
00:32:34: Es gibt zum Beispiel auch gute Gründe warum man sagt diese Begriffe links rechts die aus der französischen Revolution kommen dass sie auch zu einfach sind.
00:32:42: aber gerade jetzt sind ja zwei neue Bücher rausgekommen von Karl-Heinz Weißmann und Peter Höhres die nochmal beschreiben das es begriffe sind die halt immer verwendet werden um nach denen die Leute einfach unterscheiden.
00:32:57: so Und insofern selbstverständlich, man kann auch sagen rechtskonservativ oder national konservativ.
00:33:05: Ja ist prima bei Neurechts ist es halt neurechts ein beruf.
00:33:10: ich habe sogar mal einen buch dagegen geschrieben ja phantom neue rechte.
00:33:16: Ich bin immer wieder verblüfft wie der briff immer wieder neu aufgewärmt wird und dann immer wieder leute sagen ach ist das nicht schön Das heißt doch, dass man nicht altrechts ist.
00:33:28: Ja das neue Persil wäscht weißer als weiß oder sowas.
00:33:35: So eine Aprilfrische aus denken die Leute ja das ist irgendwie.
00:33:39: aber es hat seit den sechziger Jahren immer wieder Ansätze gegeben diesen Begriff Neurechts tatsächlich auch von rechts einzuführen.
00:33:48: aber letztendlich dominiert Aus meiner Sicht, und das ist nun nicht zu beseitigen.
00:33:54: Ist es ein Begriff den die linke Politikwissenschaftler verwenden?
00:33:58: Und vor allen Dingen der Verfassungsschutz.
00:34:00: Und übrigens auch schon seit den siebziger Jahren.
00:34:02: Auch dass es nicht neu um eine Kategorie zu schaffen wo man alle Leute einsortiert... ...die also nicht im Rahmen der Union oder irgendwas so gesellschaftlich von Linken akzeptiert irgendwie als bürgerlich brav wahrgenommen werden hat.
00:34:17: Man hat also einen Begriff, wo man Leute einsORTieren kann die so im Übergangsbereich zum Rechtsextremismus stehen.
00:34:24: Und da sage ich halt oder bei uns dann mal die Auseinandersetzung um diesen Begriff geführt haben, dass sich für Idiotischhalte den Begriff anzukleben weil sie sich dauernd in einer Rechtsfertigungsdiskussion befinden.
00:34:37: ja Neurechts ist das antidemokratisch und das haben sie Probleme mit Parlamentarismus.
00:34:42: und stehen Sie in der Tradition der konservativen Revolution?
00:34:46: Was weiß ich was also
00:34:48: Also wollen Sie das eher nicht wegen der Außenwirkung?
00:34:51: Nein, es ist einfach ein Begriff.
00:34:53: Sie müssen ja immer überlegen wenn sie sich irgendein Begriff ankleben.
00:34:57: können Sie die Definition dieses Begriffs beherrschen oder sind Sie pausenlos damit beschäftigt klarzustellen warum dieser Begriff doch nicht so gemeint ist?
00:35:07: Aber links nennen wir auch die ganze Zeit links Ja, ja.
00:35:11: Insofern ...
00:35:12: alle anderen sind links.
00:35:14: Ja, das ist natürlich ein sehr umfassender Begriff und theoretisch auch der Begriff rechts zumindest in anderen Ländern, in Deutschland wiederum.
00:35:24: Selbst der Begriffe rechts ist im allgemeinen Sprachgebrauch.
00:35:29: wenn sie Leute einfach auf einer Diskussion auf der Straße in der Familie, da zucken die Leute ja schon zusammen weil so an.
00:35:35: im Kopf so Assoziationen abgehen, rechts gleich Springerstiefel, fast schon Neonazi und so weiter.
00:35:42: Gleich
00:35:42: rechtsextrem?
00:35:45: Ja ja genau also auch jetzt können sie immer sagen ah sie wollen die Diskussion ausweichen aber ich glaube braucht praktikable Begriffe die auch eine Diskussion etwas verkürzen.
00:35:58: Weil rechts müssen wir differenzieren.
00:36:02: Nein, natürlich am Ende ist es so ein Marathonlauf um irgendwie mal auch die Selbstverständlichkeit durchzusetzen.
00:36:10: Natürlich dass man sagt in der Demokratie muss es eine linke Mitte und eine rechte geben.
00:36:15: ja aber ich glaube da sind wir gerade mittendrin.
00:36:17: das das in solch einer Normalisierung.
00:36:21: Aber man sieht die anderen haben große Schwierigkeiten sich daran zu gewöhnen.
00:36:25: also jetzt auf der linken oder im etablierten Bereich.
00:36:28: Jetzt hat man aber auch das Gefühl, dass die JF manchmal als konservativ gelabelt wird.
00:36:33: Manchmal als Rechtsarber.
00:36:34: teilweise schreiben Leute auch irgendwo online Rechtsextremen und da gab es ja mal vor Jahren ein Vorfall mit dem Verfassungsschutz.
00:36:44: Und ich muss sagen, als wir darüber ... erfahren haben, quasi haben wir gesagt oh Gott nicht dass demnächst noch unsere Handys abgehört werden.
00:36:52: Also was war denn da damals los?
00:36:55: Ist die JF rechtsextremen oder warum hat der Verfassungsschutz da mal eine Rolle gespielt?
00:36:59: Ja das ist ne.
00:37:00: es ist eine wahnsinnig wichtige Erfahrung diese ganze Auseinandersetzung.
00:37:06: Das Verrückte ist ja als wir Wochenzeitung wurden also wie gesagt Freiburg haben wir uns gegründet und waren dann Bis in den Neunzig waren wir zwei monatlich ab dem Jahr.
00:37:22: Und dann fiel die Entscheidung, wir werden Wochenzeitung nach Hause im Südwesten aus Freiburg überregionale bedeutende Wochenzeiten zwar das ist Käse war ich ehrlich gesagt auch schon dieses ätzende linksgrüne Berliner Freiburger Milieu auch schon nicht mehr ausstehen konnte.
00:37:40: vor allem da Hocken hier alle so aufeinander Aus Berliner Sicht, wenn man jetzt hier lebt eine kleine Stadt mit irgendwie hundert neunzig tausend glaube ich Einwohnern oder so.
00:37:50: Und wenn sie da über die Straße gehen nach zehn Minuten treffen sich schon jemand den kennen Sie aus der Schule oder irgendwas.
00:37:55: jeder kennt jeden ist in Berlin schon mal anders.
00:37:57: aber Wir haben gesagt wir gehen in die Hauptstadt wobei der Umzug der Hauptstadt noch nicht stattgefunden und dann starten wir also im Januar vierneinzig in berlin ... als Wochenzeitung.
00:38:12: Und es war vom ersten Tag an... ... der Horror, wie wir angegriffen worden sind.
00:38:18: Ja?
00:38:19: Übrigens schon vorher, da sind wir hierhin gekommen und es gab so eine... Wir waren provisorisch untergekommen in... Da ist jetzt der... Hauptbahnhof, damals noch lehrter Bahnhof in der Nähe.
00:38:29: Da gab es am neunten November eine riesige Demonstration.
00:38:33: Ich glaube, zweitausend Teilnehmern die da die Straße lang gezogen sind.
00:38:36: Gegen die JF?
00:38:37: Linksextremisten ja und dann ist hier Wochenzeiten... gegen die Jf oder...?
00:38:40: Ja natürlich!
00:38:44: Die haben natürlich gedacht was ist das denn?
00:38:46: jetzt kommt dann Rechte Zeitung nach Berlin, die sich natürlich so als was ich was mit der Tat und mit der linken Szene usw.
00:38:56: Also es war der Rortswechsel, der ein bisschen dafür gesorgt hat dass jetzt die Aufmerksamkeit... Die Aufmerksamkeit war schon vorher da, also ab zwei neunzig ging's so richtig mit der Berichterstattung los.
00:39:06: Wir müssen immer noch denken das gab noch kein Internet.
00:39:08: Also heute ist ja mal alles in so Echtzeit sofort soziale Medieninteraktion und so damals musste erst einmal eine anderes Printmedium berichten.
00:39:18: Aber es ging schon zweihundneinzig so los, dass man so wahrgenommen hat.
00:39:21: Da tut sich was übrigens vielleicht auch nochmal zur Erinnerung der erste große Bericht war von der TATS im Frühjahr.
00:39:28: Zweihneinzig ganzzeitiger Bericht eine rechte Tattsfragezeichen bei die Überschrift und da wurde das erst mal so praktisch wurden wir porträtiert als ein rechtes Spiegelbildprojekt zu Linken Tats.
00:39:43: Und das war schon ganz gut getroffen weil für uns war's natürlich faszinierend Dass die Tats so eine Eigeninitiative war und sonst traditionell damals.
00:39:54: War es halt so, dass diese Zeitung gehörten immer zu irgendwelchen Großverlagen und wurden dann also die auch jede Menge Geld hatten.
00:40:01: Und das die Tat einfach aus auf Basis von Bürgerinitiativen gegründet worden.
00:40:06: Das war schon ein enormes Phänomen und sich da auch durchgesetzt haben.
00:40:10: Und bei uns war's ja auch so, das war ja ne studentische Eigeninitative und wir haben das Geld eingesammelt unter unseren Lesern und so her.
00:40:18: Aber wann kam der Verfassungsschutz?
00:40:19: Genau, da kommen wir zum Verfassungschutz.
00:40:21: Ich wollte nur vorausschicken... Ja als wir dann in den ninety-wochen Zeitungen wurden gab es dann verschiedene Angriffe.
00:40:28: im Herbst eine große Demonstration in Potsdam Wir waren ja erst in Portsdam mit tausendfünfhundert Teilnehmern Straßenschlachten umgeschmissenen Polizeiautos Dann erst einen Überfall auf unsere Druckereien Weimar, womit mit Waffengewalt also Druckunterlagen entwendet wurden.
00:40:46: Und dann im Dezember vier neunzig, dann schließlich dieser Brandanschlag... ...auf die Druckerei mit eins Komma fünf Millionen Demark Sachschaden und dann einem Bekenner schreiben was übrigens in der Tats veröffentlicht wurde von einer revolutionären Lesben Frauengruppe Die also diesen brandanschlag sich zu diesem brandansrag bekannt hat.
00:41:05: der generalbundesanwalt ermittelt wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung.
00:41:11: Übrigens die Täter wurden nie gefasst, man hat die Spurführte in die Antifasziele nach Göttingen und das wollte ich noch vorauschen.
00:41:18: Da würde mir dann sagen Riesenthema!
00:41:22: Linksextremisten greifen die Pressefreiheit an.
00:41:26: Große Solidarisierung mit der armen kleinen Zeitungen wegen dieser Angriffe.
00:41:33: Stattdessen war erstmal on betäubendes schweigend damals nach diesem brandanschlag.
00:41:39: Und dann setzte so mäßig, weil das bei der zuckerei gehörte zur facetgruppe also und dadurch musste wenigstens die facet selbst über diesen Brandanschlag berichten, aber alles mit angezogener Handbremse.
00:41:50: Das war so das ekelhafte, dass man so erleben musste.
00:41:53: es wird immer sortiert.
00:41:54: Es kommt drauf an wer der Angegriffene ist.
00:41:56: ja und wenn jetzt spiegelbildlich.
00:41:58: jetzt sagen wir mal Ja klar wenn die tats die Druckerei der Tats-Angriffe irgendwie wochenlang vom Bundestag Bundespräsident ich weiß nicht wer da sich alles geäußert hätte.
00:42:10: und bei uns war dann erst Mal toten stille.
00:42:12: ja Und dann eben der punkt dass im Frühjahr fünfund neunzig die Verfassungsschutzämter, die konzentrieren sich jetzt ganz doll... ...aus Thema Linksextremismus und Linksextreme gewollt.
00:42:24: Nö!
00:42:25: Im Frühjahr fünfundneunzig fängt der Nordrhein-Westfädelische Verfassungschutz an über uns zu berichten.
00:42:33: Und zum Teil mit einem absurden Umfang.
00:42:36: ich glaube in einem Verfassungshutsbericht in der Spitze gab es ein Kapitel zwanzig Seiten über die junge Freiheit ja?
00:42:45: Und das zog sich zehn Jahre lang hin.
00:42:49: Dass sie immer wieder erwähnt wurden?
00:42:51: Ja, die Berichterstattung zogs ich zehn Jahren und es war natürlich ein absoluter Nackenschlag weil nach diesem Brandanschlag ... Sie müssen ja auch vorstellen... Es wurden ja noch Vertriebsfahrzeuge von Grussisten angezündet im Frühjahr.
00:43:05: In der Redaktion Nachts mein Auto Da habe ich damals noch im Büro geschlafen, wenn sie nachts wach vom Blaulicht und gucken raus und draußen wurde gerade das brennende Auto gelöscht.
00:43:22: Man denkt da in der Situation schon okay was kommt als nächstes?
00:43:27: oder muss sich das wirklich weitermachen?
00:43:31: Dann kommt der Verfassungsschutz und man hat irgendwie so ein bisschen das Gefühl es wäre ein Witz.
00:43:37: Weil der Verfassungsschutz bedeutet ja, ich mein so wie Sie es vorhin auch schon geschildert haben.
00:43:42: Das bei Normalbürgern wirkt das ja fast schon wie ein Urteil.
00:43:48: die sagen sich ohne Grund beschäftigt sich eine Behörde nicht mit denen und das hat natürlich ne Wirkung.
00:43:58: weil dann heißt es immer Ja die vom Verfassungschutz beobachtete junge Freiheit Jahre lang so, dass wenn wir etablierte Politiker interviewt hatten.
00:44:09: Wir haben immer versucht Leute aus der CDU oder aus der FDP oder was weiß ich zu Interviewen da hieß es.
00:44:15: dann gab's dann regelmäßig eine Presse Kampagne danach wo berichtet wurde Skandal, Politiker XY hat der vom Verfassungsschutzbericht beobachtet einen jungen Freiheit in Interview gegeben.
00:44:28: Und dann kam eine Rechtfertigungsschleife wo der Politiker sich erklären musste warum er das gemacht hat und es hat natürlich zur Folge gehabt dass wir dann immer mehr Absagen bekommen haben.
00:44:39: Wir haben Absagen oder noch weniger Anzeigen bekommen.
00:44:42: Es haben auch Leute sogar gesagt sie können die Zeitung nicht weiter lesen wie Sie vorhin gesagt haben weil sie dachten Wenn ich die junge Freiheit lese, dann werde ich abgehört.
00:44:55: Die wenigsten wissen ja, dass wenn der Verfassungsschutz jetzt über eine Zeitung zum Beispiel berichtet, dann bedeutet es nur, sie haben Abo schneiden die Zeitungen aus sammeln die Artikel und forsten die Artikel durch ob sie irgendwo wie Sie so schön sagen einen tatsächlichen Anhaltspunkt für den Verdacht auf extremistische Bestrebungen finden.
00:45:17: Und den haben Sie offenbar in der Jungfreiheit gefunden?
00:45:21: Ja, sehr witzig.
00:45:22: zum Beispiel haben sie sich dann also.
00:45:24: es ging zum Beispiel auch damals schon über die Berichterstattung über Migration und multikulturelle Gesellschaft.
00:45:32: Ich meine wir erleben ja heute viele so, die politisch aufgewacht sind wegen Der Grenzöffnung Migration im Folge des Jürgenkriegs und so weiter.
00:45:48: Aber tatsächlich hat uns ja in der Berichterstattung schon die ganze Zeit begleitet eine aus dem Ruder laufende Migration, das war ja Anfang der neunziger Jahre zum Beispiel mit den ersten großen Asylwelle, wo es dann diesen Asylkompromiss gaben mit der verschärften Regelung dass es eigentlich aus sicheren Drittstaaten keine Einreise geben darf.
00:46:08: aber Es war schon damals so.
00:46:11: Kritik an der multikulturellen Gesellschaft und einer zugespitzten Kommentierung der Folgen der Migration.
00:46:20: hat der Verfassungsschutz NRW dann als Anhaltspunkt gewertet.
00:46:24: Wichtig ist halt, wir konnten dann erkennen das.
00:46:27: warum haben die angefangen über uns zu berichten?
00:46:29: weil damals auch heute alles vergessen dass die Republikaner damals ja in den Landtag von Baden-Württemberg eingezogen waren mit zehn Prozent Sie haben nochmal den Wiedereinzug geschafft und dass man damals auch die Berichte über die Republikaner berichtet hat.
00:46:49: Und wir wurden zum Problem, weil die junge Freiheit so eine Art eine Quarantäne durchbrochen hat, die über diese Partei der Republikana verhängt wurde – übrigens was man heute versucht hatte bei der AfD durchzuziehen, was aber gescheitert ist.
00:47:05: Das versucht das zu wiederholen, was man damals an den Republikanern durchexzessiert hat.
00:47:09: Also auch Berichterstattung erst verdacht dann rechtsextremen.
00:47:14: Damals ist es gelungen.
00:47:16: also das heißt die Republikana waren noch zu schwach und sind dann also praktisch an den Rand sortiert worden.
00:47:23: in die junge Freiheit wurde zum Problem weil wir praktisch da so Blockade bricher war.
00:47:27: Wir haben also regelmäßig über die Republicana berichtet aber eben ist auch genauso kritisch wie heute bei der AfD Und dass aber gleichzeitig in der Jugendfreiheit Politiker von der CDU drin waren.
00:47:39: Das war natürlich dann... und ich meine, das ist damals versucht worden, als die JF damit zu marginalisieren oder irgendwie, dass man sagt, man setzt uns so unter Druck, dass wir verschwinden.
00:47:54: Also dann hieß es damals, die JF ist rechtsextrem?
00:47:57: im Verfassungsschutzbericht?
00:47:58: Nein, ein Formal ist interessant.
00:48:02: Ich musste mich mit dieser juristischen Frage ständig auseinandersetzen.
00:48:06: Sie haben gesagt ... Sie schreiben ja nur, es gäbe tatsächliche Anhaltspunkte für den Verdacht auf rechtsextremistische Bestrebungen.
00:48:19: Die Frage ist, was darf der Verfassungschutz genau sagen?
00:48:21: Darum dreht er sich uns auch nicht.
00:48:22: rustischer Streit auch.
00:48:23: ... wir äußern ja, das selber haben sie auch bei der AfD.
00:48:28: Sie merken ja genau, bei der AFD geht es dann auch immer um Verdachtsberichterstattung.
00:48:33: oder ist sie gesichert rechtsextrem und so weiter?
00:48:36: Und sie haben das... Auch in unserer juristischen Auseinandersetzung immer gesagt, naja, so haben wir nur... In der Zone befinden uns eine Verdachtzone.
00:48:47: Wir äußeren nur den Verdacht
00:48:48: usw.,
00:48:50: aber beim Empfänger kommt natürlich genau das an!
00:48:54: Und so wurde es auch immer zitiert.
00:48:56: Ich meine, das lese ich heute zu Tage noch.
00:48:59: Ja klar.
00:48:59: Das war ja schon bevor wir geboren worden sind im Endeffekt.
00:49:04: Deswegen ist es offenbar hängen geblieben.
00:49:06: Also einmal ein Stempel, immer ein Stempel... Genau!
00:49:09: Sie müssen halt auf jeden Fall sehen.
00:49:10: also auch wenn man sich im Rahmen des Presse-Rechts zum Beispiel bewegt wo wir auch Dutzende, Hunderte von Auseinandersetzung geführt haben sie dürfen wechselseitig ja?
00:49:21: Zum Beispiel auch ich kann über eine linke politiker linke medien immer schreiben links extrem dabei das eine meinungs äußerung ist und weil es geht dann immer bei der auseinander wenn die beziehbar sagt stimmt aber nicht ich bin nicht links extrem.
00:49:35: Dann geht's darum ob sie ein tatsachen kern gibt.
00:49:37: ja im rahmen der Auseinandersetzung im Rahmen der Meinungs- und Pressefreiheit ist es zulässig zuzuspitzen.
00:49:45: das heißt die dürfen über einen politischen also mitbewerber wenn sie so wollen zuspitzen sagen Sie sind blingsextremer oder so was, ja?
00:49:57: Nicht über jemand Unbekannten.
00:49:58: Es muss jemand sein, der sich im öffentlichen Raum befindet und insofern auch bei uns ... Wir können es nicht dagegen wehren.
00:50:04: wenn jemand sagt, die Junge Freiheit ist eine rechtsextreme Zeitung, bitte das ist seine Meinung.
00:50:10: Schwierig!
00:50:12: Ja, da steht's aber so nicht drin.
00:50:14: Das heißt mal Politikwissenschaftler ordnen die junge Freiheit Spektrum zwischen Konservatismus und Rechtsextremismus ein oder so.
00:50:24: Aber da steht
00:50:24: ja schon das Wort!
00:50:26: Klar, es geht darum ... Es bleibt immer was hängen.
00:50:31: Ja?
00:50:31: Das heißt, darum geht's.
00:50:34: Und hier beim Staat der Staat ist eine ... auch zu Neutralität verpflichtet oder eine Behörde.
00:50:41: Und das ist da wirds... Richtig präsent.
00:50:44: Und darum habe ich auch gesagt, wir müssen uns sehr juristisch wehren weil das sich hier ein Innenministerium oder der Verfassungsschutz anmaßen zu sagen es gibt einen Warnhinweis gegen eine Zeit und Das Urteil die Entscheidungen die wir erstritten haben vom Bundesverfassungsrecht zwei tausend fünf ist so wahnsinnig wichtig.
00:51:05: Da haben wir wirklich, muss ich sagen ganz unbescheiden, wirklich Rechtsgeschichte geschrieben.
00:51:10: Weil dort in der ersten Entscheidung festgehalten wurde, dass Verfassungsschutzberichte ein Eingriff in Grundrechte sind ...in ihrer Wirkung und man darf deshalb, der Verfassungschutz darf deswegen hat Grenzen ... wir Warnungen ausgeben kann.
00:51:31: Der Verfassungsschutz hat sich im Rechtsstreit darauf zurückgezogen, ja das ist nur eine Meinungsäußerung, das ist ja kein Urteil was wir fällen und so... Und es irgendwie durch unsere juristische Argumentationen die wir vortragen konnten wurde halt klargestellt.
00:51:43: Nein!
00:51:43: In dem der Verfassungschutz in einem Bericht einen erwähnt, auch im Kapitel übrigens.
00:51:49: Kapitel Rechtsextremismus sagt doch der Laie ich schlag das Kapitel rechtsextremmismus auf und da steht also über die junge Freiheit drin ja ist doch klar dass sie dann irgendwie vor allem haben wir auch noch mal ein braunen Rand es ist so eine Unverschämtheit ja und haben gesagt nein das ist wurde auch vorgetragen das von unseren Millionen was nicht Zehntausenden von Beiträgen streitgegenständlich waren irgendwie dann so ein paar Dutzend Verfassungsschutz rausgepolgt hatte.
00:52:19: Aber da haben sie sich irgendwie auf Karl-Schmidt berufen und da gab es einen Artikel über die Konservatier-Revolution, zwischendurch auch so ein Ding ja daraus wurde dann abgeleitet, ja antidemokratisches Denken
00:52:29: usw.,
00:52:30: usw.
00:52:31: Uns wurde übrigens auch vorgeworfen Kritik am Euro!
00:52:35: Das wir haben damals bevor der Euro... Jetzt wissen wir ja alle was das für eine Schuldengeschichte geworden ist.
00:52:40: Wir haben also gegen den Euro Argument Ja, das ist Aula Ja, also es ist ganz verrückt was damals so aufgelistet wohl.
00:52:48: Deja vu natürlich jetzt alles was mit der AfD passiert.
00:52:51: deswegen da waren wir so gebrannte Kinder als wir erlebt haben Was mit der wo die Verdachtsberichter schon gegen die AfD losging und auch da warum?
00:53:02: Da hatte ich immer gewarnt sie müssen sich juristisch wehren man kann sowas nicht auf sich sitzen lassen muss mit allen Kräften dagegen ankämpfen?
00:53:12: Also halten wir fest, die JFS nicht rechtsextrem.
00:53:15: Ähm, so viel können wir heute sagen.
00:53:19: Hoffe ich doch!
00:53:19: Ja?
00:53:23: Dann gehen wir heute freudig nach Hause.
00:53:25: aber sie haben ja gerade schon das Thema AfD angesprochen.
00:53:28: es gibt ja so Mythen und so weiter die sich hier um die Jf ranken.
00:53:34: da hatten wir jetzt eben mit dem Rechtsextrem und Verfassungsschutz haben wir jetzt schon geklärt.
00:53:38: aber zum Beispiel auch ganz oft wird er uns vorgeworfen dass wir von der AfD bezahlt werden.
00:53:43: Wer sagt
00:53:44: das denn?
00:53:44: Entsehlen Sie mir mal was.
00:53:47: Wer sagt es denn?
00:53:49: Menschen.
00:53:49: Ein Mensch!
00:53:50: Viele Menschen... Also, wir arbeiten ja hier als Influencer und in den Kommentaren tummeln.
00:53:55: Wir sind ja unter uns.
00:53:58: Genau.
00:53:59: Ja deswegen wollen wir heute mal wissen ob unser Gehalt denn auch von der AfD bezahlt wird.
00:54:02: Genau, wirklich echt interessieren.
00:54:05: Nein also die junge Freiheit finanziert sich zu, würde ich sagen, achtzig Prozent durch Vertriebserlöse.
00:54:11: Das heißt dass sie Leute ein Abonnement haben oder sie am Kiosk kaufen und jetzt online Abos haben in der Richtung, dann zu einem Bruchteil von nur zwei bis drei Prozent über Anzeigen.
00:54:25: Das hat bis heute – also wir haben gerade drüber gesprochen – es ist für jenseits von mittelständischen Unternehmen, die verinhabergeführt sind... ist es momentan ausgeschlossen, dass irgendwie die großen Firmen ja BMW Mercedes was sich ich was die bis zur Tats auch linken Zeitung.
00:54:46: Die mit Anzeigen zu Pflastern das die bei uns inserieren weil er sofort ein Aufstand wäre und unter diesen zwei bis drei Prozent Umsatz anzeigen da sind auch.
00:54:56: tatsächlich Setzt die AfD auch AfD anzeigend dabei, aber sie können sich ausrechnen.
00:55:02: Oh nein!
00:55:03: Ob die AfD jetzt inseriert oder nicht?
00:55:05: Das entscheidet also nicht über das Schicksal der JF.
00:55:08: Also stimmt's ja tatsächlich dann
00:55:10: so ein bisschen... Was denn?
00:55:10: Zwei Prozent stimmen.
00:55:12: Ja.
00:55:14: Ein bisschen Anteil haben wir dann doch daran.
00:55:16: Okay, aber... Minimal.
00:55:19: Aber es gibt ja auch ... Es gibt ja auch das Gerücht quasi, dass sie die AfD bezahlen.
00:55:26: Echt?
00:55:26: Was ist denn da dran?
00:55:27: Boden!
00:55:28: Genau auf Wikipedia sieht man, dass hier auf der Fördererliste stehen würden... Ach du Scheiße, wieso
00:55:33: ist das
00:55:33: drin?!
00:55:34: Der schneiden wir mal besser raus.
00:55:36: Also es ist ein bisschen... Ich bin da.. ich hab mich da als die AfD gegründet worden im Sinne einer Spende... ach das ging ja weh, was nicht hundert Euro oder sowas im Jahr auf so eine Fördererliste gesetzt und da war ich, glaube ich, zwei Jahre oder drei Jahre darauf.
00:55:54: Und erst als das so interpretiert wurde man wäre Mitglied habe ich da gekündigt.
00:55:59: weil ich persönlich sage also ich finde man sollte sich entscheiden wie ein Journalist ist.
00:56:04: Also wenn man soll sich entweder mache ich Politik dann kann ich Partei-Mitglied werden Oder ich mach Journalismus und ich möchte Journalismus machen.
00:56:14: Ich will nicht gleichzeitig Interessen in einer Partei durchsetzen, in der ich selbst mitgeht bin.
00:56:22: Also sie bezahlen auch die AfD dann nicht mehr?
00:56:24: Nein!
00:56:25: Das war dann für zwei Jahre und war das der Druck von außen, der dafür gesorgt hat?
00:56:29: Okay, ich muss mich jetzt entscheiden politisch oder Journalismus oder... Nein ist das Problem damals war dass es dass das für die Unterstützung geworben wurde, als ob man da jetzt einfach auf so einer Spenderliste drauf ist.
00:56:45: Es wurde aber dann... Da gab es ja irgendwie so ein Datenleak, ich weiß nicht, war das ... ... oder so?
00:56:51: Oder siebzehn?
00:56:52: Da gab's einen Daten-Leak wo also anscheinend die gesamten Mitgliederdaten der AfD irgendwie an die Presse geraten sind.
00:56:58: und Technisch war es wohl in dieser Datenverwaltung der AfD so, dass diese Leute, die sie als Förderer unterstützt werden unter einer Mitgliedsnummer geführt worden.
00:57:07: Ja und hab ich gesagt irgendwie ist das ziemlich daneben weil ich habe keine Lust als Mitgliedener Partei zu verführen zu werden.
00:57:13: also deswegen habe ich dann gekündigt
00:57:15: Ja, also wir hoffen dass heute auf jeden Fall alle Fragen mühten und sonstige Vorurteile endlich gelöst werden konnten.
00:57:22: Vielen Dank Herr Stein!
00:57:23: Wir sind
00:57:23: aber noch nicht bei vierundhalb Stunden?
00:57:25: Was?!
00:57:27: Also die Vierundhalb-Stunden gibt's nicht bei uns, aber die kann man sicherlich in der JF nochmal nachlesen.
00:57:33: Und ja... wir bedanken uns ganz herzlich dafür!
00:57:35: Danke
00:57:36: schön!
00:57:37: Ciao.
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